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Do, 4. März 2010, 19:13

Software::Distributionen

Roter Stern - Linux in Nordkorea

Politisch korrekt hat einer der wenigen verbliebenen stalinistischen Staaten, die Demokratische Volksrepublik Korea, eine eigene Linux-Abwandlung unter dem Namen »Red Star« hergestellt, deren Oberfläche auf KDE aufsetzt und sonst auch nicht mit dem Einsatz der bekanntesten freien Anwendungen geizt.

Die nordkoreanische Distribution »Red Star«

ashen-rus.livejournal.com

Die nordkoreanische Distribution »Red Star«

Eine Kopie der nordkoreanischen Distribution unter dem Namen »Red Star« stellt der russische Student Mikhail in seinem Blog vor. Der sich selbst als einer der insgesamt zwei russischen Studenten auf der Kim Il-Sung Universität bezeichnende Blogger erstand das Produkt für 5 US-Dollar und unterzog es einer Untersuchung. Eine nicht ganz leichte und ungefährliche Aufgabe, droht für die Weitergabe von Informationen aus dem hermetisch abgeriegelten Reich des Diktators Kim Yong-il laut Medienberichten bisweilen auch die Todesstrafe. Für den Bericht nutzte er deshalb eine Internet-Verbindung in der russischen Botschaft in Pjöngjang.

Laut Mikhail ist das auf Linux aufbauende Betriebssystem in einer Server- und Client-Version verfügbar und kommt mit wenigen Anwendungen. Weitere Applikationen können zusätzlich erworben werden – zu einem Preis, der das Vielfache des Betriebsysystems beträgt. Die Installation kann von einer CD, einer Festplatte oder direkt über das Internet erfolgen. Als Installationssprache steht nur Koreanisch zu Auswahl. Die Systemvoraussetzungen für das Betriebssystem, dessen Grundbasis Mikhail nicht nennt, stellen mindestens 256 MB RAM, 3 GB Festplattenspeicher und eine 800 MHz-Pentium III-CPU dar.

»Red Star« basiert auf KDE und enthält in der Standardausführung einen auf Firefox beruhenden Browser unter dem Namen »Meine Heimat«, diverse im Lieferumfang von KDE erhältliche Spiele sowie eine Abwandlung von OpenOffice.org unter dem Namen »Wir«. Politisch korrekt heißen der Texteditor »Meine Genossen«, die Antivirus-Applikation »Specht« und die enthaltene Firewall »Pjöngjang-Festung«. Die letztgenannte wurde laut dem Bericht von Mikhail nicht von einer quelloffenen Anwendung adaptiert, sondern stellt eine Eigenentwicklung der Nordkoreaner dar.

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