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Mo, 8. März 2010, 09:35

Gesellschaft::Politik/Recht

Open Source Initiative widerspricht Copyright-Lobby

Wenige Tage, nachdem die IIPA in den USA mit der absurden Behauptung, Open Source schwäche den Respekt für Copyright, ins offene Messer lief, zerlegt die Open Source Initiative mit Gegenargumenten die IIPA völlig.

OSI

Während Hardware immer schneller und besser wurde, so die Open Source Initiative (OSI), wurde Software generell komplexer, teurer und immer weniger zuverlässig. Zu jedem Dollar, der für proprietäre Software ausgegeben wurde, kamen zwei oder mehr Dollar, die durch mangelnde Qualität der Software vergeudet wurden. Die OSI hat dazu eine Studie veröffentlicht (PDF), die vorrechnet, wie allein die USA durch den Einsatz von freier Software eine Billion Dollar pro Jahr sparen würden.

Open Source fördert Zusammenarbeit und gemeinsame Innovation sowie Transparenz und Verantwortung, so die OSI weiter. Diese Eigenschaften sowie Sicherheit und andere seien im Interesse des Staates. Das gelte auch für das Ausland, wo nach einer Studie von Red Hat (PDF) gilt, je mehr Open Source eingesetzt wird, desto besser entwickle sich die Wirtschaft. Proprietäre Software weise gegenüber freier Software die hundertfache Zahl von Fehlern pro Codezeilen auf, und verbessere sich im Gegensatz zu freier Software nicht. So sollte freie Software in der Lage sein, jede faire Ausschreibung zu gewinnen. Als weiteres Argument führt die OSI ins Feld, dass freie Software nie ihren Wert verliere, während der Wert proprietärer Software durch Veralterung schnell nach Null strebe.

Die Angriffe der IIPA, einer Lobby-Organisation der Musik- und Film-Multis, sind laut OSI ungerecht. Besonders infam sei dabei, dass ein Staat wie Indonesien herausgegriffen werde, obwohl viele andere Staaten, darunter die meisten in Europa, ebenso Open Source einsetzen.

Auch die Verwendung des Begriffes »Geistiges Eigentum« wird von der OSI kritisiert, da dieser Begriff keinen Unterschied zwischen Copyright, Geschäftsgeheimnissen, Patenten und Markenrecht macht, obwohl diese rechtlich völlig verschieden sind. Für »Geistiges Eigentum« gibt es überhaupt keine Entsprechung im Gesetz. Diejenigen, die mit dem Begriff »Geistiges Eigentum« die Tatsachen zu verschleiern versuchen, sind genau die, die wirklich keinen Respekt für Copyright haben, feuert die OSI zurück. Die weiteren Behauptungen der IIPA seien eine verzweifelte Verzerrung der Wahrheit und ein Betrugsversuch.

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Wir fressen keine Babies (., Fr, 12. März 2010)
Re: Wir fressen keine Babies (GNU-Linux, Mi, 10. März 2010)
Re[2]: Wir fressen keine Babies (ckpinguin, Mo, 8. März 2010)
Re: Wir fressen keine Babies (Trolly, Mo, 8. März 2010)
Wir fressen keine Babies (Andy, Mo, 8. März 2010)
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