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Mo, 15. März 2010, 17:11

Software::Netzwerk

Erste Betaversion von OwnCloud

Das Projekt OwnCloud, das den KDE-Desktop für den Trend zu Cloud-Diensten fit machen soll, hat die erste Betaversion vorgestellt.

OwnCloud wurde im Januar von KDE-Entwickler Frank Karlitschek beim Camp KDE 2010 initiiert. Er stellte fest, dass die meisten Anwender einen einfachen Zugang zu Anwendungen, eine Anbindung an soziale Netze und einen standortunabhängigen Zugriff auf Daten wünschen. Die Tradition, in der ein Anwender an lokale Daten gebunden ist, unterliegt mittlerweile einem Wandel, denn die Zahl der Rechner, die ein Anwender einsetzt, wird immer größer, auch durch Tablets, Netbooks und Mobiltelefone. Je größer die Zahl dieser Rechner, desto größer wird jedoch auch der Aufwand, seine Daten zwischen ihnen zu synchronisieren. Kein Wunder, dass eine wachsende Anzahl von Benutzern ihre Daten über Dienste wie Last.fm, Pandora, Facebook oder flickr verwalten.

Auch die Zusammenarbeit an Dokumenten, der Austausch von Daten und die Datensicherung werden durch solche Dienste erleichtert. Dies könnte, so Karlitschek, für Desktop-Systeme ein Problem darstellen, da sie dadurch immer weniger relevant werden. Doch das größere Problem bei diesem Trend sei, dass man die Kontrolle über seine Daten möglicherweise aus der Hand gibt. Um diesem Dilemma zu entgehen, soll nicht die Cloud-Fähigkeit der KDE-Anwendungen eingeschränkt werden. Im Gegenteil soll sie sogar gefördert werden. Durch die Möglichkeit, OwnCloud als Cloud-Dienst zu nutzen, soll die Kontrolle über die eigenen Daten erhalten bleiben. Denn OwnCloud ist eine offene Plattform für Cloud-Dienste, die von jedem betrieben werden kann. Für den Betrieb kann ein eigener Root-Server, ein zuhause laufender Server mit dynamischem DNS-Dienst, ein Webhoster oder ein anderer Anbieter genutzt werden.

Die jetzt vorgestellte erste Betaversion von OwnCloud 1.0 stellt laut Frank Karlitschek erst den Anfang der Entwicklung dar. Noch sind nicht viele Funktionen vorhanden. Im Wesentlichen wurde bisher ein Dateiserver implementiert, der einen Online-Speicherplatz bietet. Er kann über eine Web-Oberfläche und via WebDAV erreicht werden. Die Zugriffe können verschlüsselt werden, Plugins sind möglich, und ein internes Log wurde implementiert. Die Software wurde in PHP geschrieben und unter die AGPLv3 gestellt. Der Quellcode ist auf Gitorious verfügbar.

Auf der Wunschliste der Entwickler für die Zukunft stehen noch viele Dinge, darunter die gemeinsame Nutzung von Dateien durch mehrere Anwender, die Verwendung von Git zur Speicherung der Dateien mit Versionierung und Änderungs-Historie, automatisches Backup, Synchronisation, Benachrichtigungs-Funktionen und verschiedene Plugins, beispielsweise für die Synchronisation von Notizen, Integration einer Groupware wie Kolab oder für einen privaten Musik-Server.

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