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Mi, 24. März 2010, 12:54

Gesellschaft::Politik/Recht

FSFE zeichnet Radiosender für die Verwendung von Ogg Vorbis aus

Deutschlandradio und Radio Orange erhalten von der Free Software Foundation Europe den Document Freedom Day-Preis 2010 für die Nutzung und Förderung offener Standards in der Gesellschaft.

In Berlin und Köln überreicht das deutsche Team der Free Software Foundation Europe (FSFE) zusammen mit dem Förderverein für eine freie informationelle Infrastruktur (FFII) die DFD-Torte mit dem Schriftzug »rOGG on!« an das Deutschlandradio. Die österreichische DFD-Torte geht an den in Wien ansässigen Sender Radio Orange.

Deutschlandradio und Radio Orange stellen ihre Sendungen als Live-Stream im Ogg-Vorbis-Format zur Verfügung. Offene Standards wie Ogg Vorbis ermöglichen den Datenaustausch zwischen Programmen unterschiedlicher Autoren. Dies ermöglicht es Anwendern, Daten unabhängig von bestimmten Software-Herstellern mit verschiedensten Geräten und Programmen zu nutzen sowie zu übertragen.

Das Format Ogg Vorbis wurde als patentfreie Alternative zum MP3-Format von der Xiph.org Foundation entwickelt und dient der Kompression von Audiodateien. Offene Standards lassen sich einfach mit freier Software benutzen, im Gegensatz zu vielen proprietären Formaten.

Offene Standards lassen sich nach der Definition der FSFE daran erkennen, dass folgende fünf Kriterien erfüllt sind Offene Standards bauen auf anderen offenen Standards auf, existieren in mehreren Umsetzungen, sind implementierbar ohne rechtliche oder technische Hindernisse, sind offengelegt und daher für alle verfügbar und unabhängig von einem einzelnen Unternehmen.

Die Übergabe der Preise findet am 31. März in Berlin, Köln und Wien statt. An diesem Tag wird weltweit der Document Freedom Day (DFD) gefeiert. Document Freedom bedeutet für die Initiatoren, dass man Dokumente erstellen, austauschen und archivieren kann, ohne dafür auf Software eines bestimmten Herstellers angewiesen zu sein. Mit Dokumenten sind nicht nur Texte gemeint, sondern Fotos, Videos und alles, was die Anwender erzeugen und auf ihren Rechnern speichern. Um sicherzugehen, dass diese Dokumente in einigen Jahren noch lesbar sind, müssen sie, so die Initiatoren, in offenen Formaten gespeichert sein. Auf diese Tatsachen soll der Document Freedom Day hinweisen. Zudem fordern die Verantwortlichen, dass auch der Datenaustausch mit Behörden und Organisationen in offenen Formaten möglich sein muss.

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