"Nicholas Negroponte, der Gründer des OLPC-Projekts sieht in dem Neuaufbau des Schulsystems eine einmalige Gelegenheit, die Schule und wie Schüler lernen, zu überdenken.
Sieht Negroponte nicht eher die Chance, beim Neuaufbau des Schulsystems einen Markt für seinen OLPC zu finden? Wo sich im Angesicht der Katastrophe genug ausländische Spender gefunden haben um das zu finanzieren?
Mir ist immer noch nicht klar, wo bei der Schulbildung ein Laptop besser sein soll wie Bücher, Hefte und Stifte?
Ich frage mich auch, was am Unterricht mit Computern bessern sein soll als ohne. Wir müssen hier mit dem grafikfähigen Taschenrechner (GTR) Mathematik unterrichten und die Zeit fehlt dann, um den Schülern beizubringen, wie man Schaubilder skizziert oder eine Überschlagsrechnung macht. Ich glaube, der Computer bleibt ein Hilfsmittel für ganz bestimmte Anwendungen, bei uns z.B. als Präsentationsgerät statt Overhead-Folien, um Hausarbeiten zu schreiben, Roboter zu steuern. Einen einzigen Vorteil sehe ich im Computer. Wenn man weit abgelegen von der Schule / Universität wohnt, sozusagen als Fernschule. Aber dann klemmt es auch oft an der Internetverbindung. Lieber langfristig Strukturen für eine gute Ausstattung mit Räumen, Lehrern und Büchern schaffen als die Ärmsten der Armen der westlichen Welt mit Technologie anzufixen, die wiederum so speziell ist, dass sie später davon sowieso nicht profitieren.
Mir ist eure entweder-oder-Herangehensweise nicht klar. Wieso kann man nicht beides tun? Bücher für das Wissen und der OLPC für die aktuelle Information.
"Du bist wohl ohne Computer aufgewachsen, sonst würdest Du die nicht fragen"
Das war eine rhetorische Frage. Aber zurück zu Deinem Link.
Der XO-Laptop wird durch den Auftragshersteller Quanta Computer Inc. mit Sitz in Taiwan hergestellt.
Vorstandsmitglieder sind unter anderem Nicholas Negroponte (Vorsitzender), Antonio Battro (Chief Education Officer) und Walter Bender (Software and Content).
Negroponte und Konsorten arbeiten nicht für lau bei dieser "gemeinnützigen Gesellschaft One Laptop per Child (kurz: OLPC)" (Was auch ihr gutes Recht ist). Und Quanta in Taiwan erst recht nicht
Selbstverständlich haben deshalb beide, OLPC und Quanta, Interesse daran das Ding zu verkaufen. Ob das Sinn für die Schüler macht oder nicht...
> Da geht es in Schulen um die Vermittlung von Wissen und nicht von > "aktuellen Informationen" Aktuelles Tageswissen ist auch in anderen Ländern schulisch ab und an relevant. Davon abgesehen spreche ich eher von weitergehenden Informationen, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen (die so in den Lehrbüchern noch nicht stehen) bei Interesse der Schüler, usw.
Klar, so ein Mathebuch ist auch nach maximal zwei Jahren von der Technologie komplett überhohlt ...
Neue Wissenschaftliche Erkentnisse interessieren erfahrungsgemäß auch hierzulande in der Schule niemanden, vor allem nicht die Lehrkräfte (Leerkräfte würde es besser treffen, btw.).
Nun ja, was hat (schulisches) Mathe denn mit Technik zu tun? (Leider) sehr wenig würde ich mal sagen. Weiterhin sind mir sind keine mathematischen Revolutionen der letzten 50 Jahren bekannt, welche die Schule betreffen - lass mich aber gerne eines Besseren belehren. Wenn es also Neuerungen in Mathebüchern gibt, dann betreffen diese IMHO neuere pädagogische Testläufe und Lehrplanänderungen.
Insofern trifft die Kritik meines Erachtens hier überhaupt nicht zu.
Dass (die meisten) Lehrer (so wie die meisten anderen Angestellten auch) ihre Freizeit irgendwann nicht mehr mit technischer Weiterbildung füllen ist menschlich - v.a. auch weil schulische Erfolge IMHO kaum vom aktuellen technischen Stand abhängen sondern eher "wie es der Pauker rüberbringt". Um hier mal eine Lanze für die Pauker zu brechen (ich bin kein Lehrer, hab aber die IT-Azubis in unserer Firma praktisch mit-ausgebildet): Gegenüber dem, was in (größeren) Firmen an desinteressierten und ahnungslosen Pfosten rumläuft, sind Lehrer (nach meinen Erfahrungen) durchschnittlich weit motivierter und am Ball der Zeit. Aber meine Schulzeit ist schon länger her ;-) Und zum Rüberbringen: Wenn man eine kleine Gruppe von Azubis hat (so wie ich), die einem so halbwegs ausgeliefert sind und an dem Vortrag sehr interessiert sind, dann hat man es einfach. Aber stell dich mal (geistig) vor einen Haufen vollkommen desinteressierter, frustrierter, die Schule hassender und der deutschen Sprache kaum mächtiger Halbstarker und versuch denen was zu erzählen - ich kann mir das ehrlich gesagt nicht mal richtig vorstellen...
Nun, es sollte nur ein Beispiel sein. Aber nenn mir bitte auch nur ein Fach, wo es wirklich auf aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft ankommt? Wie der Vorredner schon perfekt gesagt hat, es kommt viel mehr auf den Lehrer an.
Naja, für die klassischen Fächer hilft es nicht. Umgekehrt sind die teilweise auch was lebensfern. Ich hatte zwar nie Info, aber bei uns an der Schule hat man da - auswendig - gelernt, wie man diverse Officeprogramme bedient und immerhin etwas Delphiprogrammierung. In der realen Welt muss man wissen, wie man sich die moderne Informationswelt zu Nutze macht: Sachen über Google finden, sicher das Internet nutzen, Medienkompetenz im Allgemeinen... Davon können auch die Ärmsten der Armen profitieren, indem sie sich die im Internet dargestellten Technologie zu Nutze machen. Z.B. um rauszufinden, was für ein Essen nicht zu mangel-/fehlernährung führt oder um mehr Infos über die Politiker zu bekommen.
hab da gestern dazu ne reportage gesehen. Ich find das Projekt gut. Würds gut finden wenn sich da noch mehr firmen einbringen würden. "Bei jedem DSL-Anschluß für 19,95 geht 1 EUR an das Projekt" o.s.ä
Ich habe meinen das Internet in der Schule auch eingesetzt um Bio Chemie oder Geschichte zu lernen (und wusste dank wikipedia) zt Dinge von denen Der Lehrer keine Ahnung hatte.
Wenn man aber den klassischen Schulstoff vernachläsigt um mit dem PC unterrichten zu können läuft etwas falsch. wer nicht weis wie man etwas von Hand plottet kann scih auch nicht vorstellen wie eine Funktion aussehen könnte
Wenigstens sind die PCs aber nciht voll Windows software so wie an unserer Schule wo der PC unterricht zur MOS schulung (auf unterstem niveau) verkommen ist.
Erstens ist das Mathebuch zwar langlebiger, aber auch schneller überlebt und der Vorteil der XOs ist, dass sie auf 2km Reichweite (soweit ich mich recht erinnere) Ad-Hoc-Netzwerke erzeugen können und mittels nodes und hops damit sogar ins Internet gelangen könnten, wo die Informationen immer aktuell bereitstehen. Desweiteren errechnen die keine Matritzen und zeichnen Graphen, sondern erlernen ersteinmal grundlegende Dinge. Da muss man denen nicht erklären, wie Sonderfunktionen programmiert werden, es geht primär um den Umgang mit Computern durch Computer und für Computer.
Und zweitens: ALS ist das Vergleichspartikel, welches wir brauchen, wenn wir Komparieren.
Hallo siyman, ein überholtes Mathebuch? Kann ich mir kaum vorstellen - nenn doch mal 2 oder 3 wesentliche Dinge, die deines Erachtens vor 10 Jahren noch in den (schulischen) Mathebüchern fehlten und heute unbedingt drin sind / sein müssten? Schlechtes Beispiel würde ich sagen - aber ich lass mich gerne belehren
OPLC -> OLPC
>>Jedes Kind mit einem Laptop auszustatten, der verbunden, robust und solarbetrieben ist.
Wußte gar nicht, dass die solarbetrieben sind. Damit wären die PLO(oder so)-Dinger auch was für Camper oder Rucksackturisten.
"Nicholas Negroponte, der Gründer des OLPC-Projekts sieht in dem Neuaufbau des Schulsystems eine einmalige Gelegenheit, die Schule und wie Schüler lernen, zu überdenken.
Sieht Negroponte nicht eher die Chance, beim Neuaufbau des Schulsystems einen Markt für seinen OLPC zu finden? Wo sich im Angesicht der Katastrophe genug ausländische Spender gefunden haben um das zu finanzieren?
Mir ist immer noch nicht klar, wo bei der Schulbildung ein Laptop besser sein soll wie Bücher, Hefte und Stifte?
Ich frage mich auch, was am Unterricht mit Computern bessern sein soll als ohne. Wir müssen hier mit dem grafikfähigen Taschenrechner (GTR) Mathematik unterrichten und die Zeit fehlt dann, um den Schülern beizubringen, wie man Schaubilder skizziert oder eine Überschlagsrechnung macht. Ich glaube, der Computer bleibt ein Hilfsmittel für ganz bestimmte Anwendungen, bei uns z.B. als Präsentationsgerät statt Overhead-Folien, um Hausarbeiten zu schreiben, Roboter zu steuern.
Einen einzigen Vorteil sehe ich im Computer. Wenn man weit abgelegen von der Schule / Universität wohnt, sozusagen als Fernschule. Aber dann klemmt es auch oft an der Internetverbindung.
Lieber langfristig Strukturen für eine gute Ausstattung mit Räumen, Lehrern und Büchern schaffen als die Ärmsten der Armen der westlichen Welt mit Technologie anzufixen, die wiederum so speziell ist, dass sie später davon sowieso nicht profitieren.
Ich denke jetzt auch 'mal, daß ein Mathematikbuch eine längere Lebensdauer hat wie ein OLPC-Laptop?
Mir ist eure entweder-oder-Herangehensweise nicht klar. Wieso kann man nicht beides tun? Bücher für das Wissen und der OLPC für die aktuelle Information.
lg
Erik
Schon 'mal im Ausland gewesen?
Da geht es in Schulen um die Vermittlung von Wissen und nicht von "aktuellen Informationen" und anschließender Diskussion bei Blümchentee...
Wer verdient eigentlich am OLPC? Oder wird das Ding umsonst produziert?
> Wer verdient eigentlich am OLPC? Oder wird das Ding umsonst produziert?
Du bist wohl ohne Computer aufgewachsen, sonst würdest Du die nicht fragen, sondern wissen.
Hier ein Einstieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/OLPC_XO-1
"Du bist wohl ohne Computer aufgewachsen, sonst würdest Du die nicht fragen"
Das war eine rhetorische Frage. Aber zurück zu Deinem Link.
Negroponte und Konsorten arbeiten nicht für lau bei dieser "gemeinnützigen Gesellschaft One Laptop per Child (kurz: OLPC)" (Was auch ihr gutes Recht ist). Und Quanta in Taiwan erst recht nicht
Selbstverständlich haben deshalb beide, OLPC und Quanta, Interesse daran das Ding zu verkaufen. Ob das Sinn für die Schüler macht oder nicht...
> Schon 'mal im Ausland gewesen?
Natürlich.
> Da geht es in Schulen um die Vermittlung von Wissen und nicht von
> "aktuellen Informationen"
Aktuelles Tageswissen ist auch in anderen Ländern schulisch ab und an relevant. Davon abgesehen spreche ich eher von weitergehenden Informationen, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen (die so in den Lehrbüchern noch nicht stehen) bei Interesse der Schüler, usw.
lg
Erik
Klar, so ein Mathebuch ist auch nach maximal zwei Jahren von der Technologie komplett überhohlt ...
Neue Wissenschaftliche Erkentnisse interessieren erfahrungsgemäß auch hierzulande in der Schule niemanden, vor allem nicht die Lehrkräfte (Leerkräfte würde es besser treffen, btw.).
Nun ja, was hat (schulisches) Mathe denn mit Technik zu tun? (Leider) sehr wenig würde ich mal sagen.
Weiterhin sind mir sind keine mathematischen Revolutionen der letzten 50 Jahren bekannt, welche die Schule betreffen - lass mich aber gerne eines Besseren belehren.
Wenn es also Neuerungen in Mathebüchern gibt, dann betreffen diese IMHO neuere pädagogische Testläufe und Lehrplanänderungen.
Insofern trifft die Kritik meines Erachtens hier überhaupt nicht zu.
Dass (die meisten) Lehrer (so wie die meisten anderen Angestellten auch) ihre Freizeit irgendwann nicht mehr mit technischer Weiterbildung füllen ist menschlich - v.a. auch weil schulische Erfolge IMHO kaum vom aktuellen technischen Stand abhängen sondern eher "wie es der Pauker rüberbringt".
Um hier mal eine Lanze für die Pauker zu brechen (ich bin kein Lehrer, hab aber die IT-Azubis in unserer Firma praktisch mit-ausgebildet): Gegenüber dem, was in (größeren) Firmen an desinteressierten und ahnungslosen Pfosten rumläuft, sind Lehrer (nach meinen Erfahrungen) durchschnittlich weit motivierter und am Ball der Zeit.
Aber meine Schulzeit ist schon länger her ;-)
Und zum Rüberbringen: Wenn man eine kleine Gruppe von Azubis hat (so wie ich), die einem so halbwegs ausgeliefert sind und an dem Vortrag sehr interessiert sind, dann hat man es einfach.
Aber stell dich mal (geistig) vor einen Haufen vollkommen desinteressierter, frustrierter, die Schule hassender und der deutschen Sprache kaum mächtiger Halbstarker und versuch denen was zu erzählen - ich kann mir das ehrlich gesagt nicht mal richtig vorstellen...
> Klar, so ein Mathebuch ist auch nach maximal zwei Jahren von der
> Technologie komplett überhohlt ...
Du hattest also nur Mathe, hm?
lg
Erik
Nun, es sollte nur ein Beispiel sein. Aber nenn mir bitte auch nur ein Fach, wo es wirklich auf aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft ankommt? Wie der Vorredner schon perfekt gesagt hat, es kommt viel mehr auf den Lehrer an.
Naja, für die klassischen Fächer hilft es nicht. Umgekehrt sind die teilweise auch was lebensfern. Ich hatte zwar nie Info, aber bei uns an der Schule hat man da - auswendig - gelernt, wie man diverse Officeprogramme bedient und immerhin etwas Delphiprogrammierung. In der realen Welt muss man wissen, wie man sich die moderne Informationswelt zu Nutze macht: Sachen über Google finden, sicher das Internet nutzen, Medienkompetenz im Allgemeinen... Davon können auch die Ärmsten der Armen profitieren, indem sie sich die im Internet dargestellten Technologie zu Nutze machen. Z.B. um rauszufinden, was für ein Essen nicht zu mangel-/fehlernährung führt oder um mehr Infos über die Politiker zu bekommen.
In so einem failed state wie Haiti kommen die Dinger doch gar nicht bei Schülern an.
Da gehts nur um preiswerte Werbung für das Projekt und vor allem für DHL.
Mir ist immer noch nicht klar, wo bei der Schulbildung ein Laptop besser sein soll wie Bücher, Hefte und Stifte?
Duden nicht vergessen!
lg
Erik
Ich hab gehört, auf den Dingern kann man sogar Quake spielen
hab da gestern dazu ne reportage gesehen. Ich find das Projekt gut. Würds gut finden wenn sich da noch mehr firmen einbringen würden. "Bei jedem DSL-Anschluß für 19,95 geht 1 EUR an das Projekt" o.s.ä
Ich habe meinen das Internet in der Schule auch eingesetzt um Bio Chemie oder Geschichte zu lernen (und wusste dank wikipedia) zt Dinge von denen Der Lehrer keine Ahnung hatte.
Wenn man aber den klassischen Schulstoff vernachläsigt um mit dem PC unterrichten zu können läuft etwas falsch.
wer nicht weis wie man etwas von Hand plottet kann scih auch nicht vorstellen wie eine Funktion aussehen könnte
Wenigstens sind die PCs aber nciht voll Windows software so wie an unserer Schule wo der PC unterricht zur MOS schulung (auf unterstem niveau) verkommen ist.
Die Reportage, ist noch bis zum 30.3.2010 auf Arte+7 zu sehen.
Link: Arte+7 - Ein Laptop gegen die Armut (45min)
Grüße.
SimCity geht auch. Kann man auch Naturkatastrophen mit nachspielen.
So ein Unsinn!
Erstens ist das Mathebuch zwar langlebiger, aber auch schneller überlebt und der Vorteil der XOs ist, dass sie auf 2km Reichweite (soweit ich mich recht erinnere) Ad-Hoc-Netzwerke erzeugen können und mittels nodes und hops damit sogar ins Internet gelangen könnten, wo die Informationen immer aktuell bereitstehen. Desweiteren errechnen die keine Matritzen und zeichnen Graphen, sondern erlernen ersteinmal grundlegende Dinge. Da muss man denen nicht erklären, wie Sonderfunktionen programmiert werden, es geht primär um den Umgang mit Computern durch Computer und für Computer.
Und zweitens: ALS ist das Vergleichspartikel, welches wir brauchen, wenn wir Komparieren.
Hallo siyman,
ein überholtes Mathebuch? Kann ich mir kaum vorstellen - nenn doch mal 2 oder 3 wesentliche Dinge, die deines Erachtens vor 10 Jahren noch in den (schulischen) Mathebüchern fehlten und heute unbedingt drin sind / sein müssten?
Schlechtes Beispiel würde ich sagen - aber ich lass mich gerne belehren