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Do, 25. März 2010, 13:15

Gesellschaft::Politik/Recht

FSF-Award 2009 an John Gilmore und das Internet Archive

Richard Stallman, Vorsitzender der Free Software Foundation (FSF), hat John Gilmore und das Internet Archive mit dem FSF-Award 2009 ausgezeichnet.

John Gilmore wurde mit dem Advancement-Award geehrt, das Internet Archive mit dem Social-Benefit-Award. Gilmore erhielt die Auszeichnung für seine langjährigen Beiträge und seinen Einsatz für freie Software. Er war Gründer der Firma Cygnus Solutions, die ihr Geld schon in den 1990er-Jahren mit Open-Source-Dienstleistungen und Erweiterungen verdiente und signifikante zu mehreren Open-Source-Projekten beitrug, darunter GCC und dessen zeitweiliger Fork EGCS und das Echtzeit-Betriebssystem eCos. Cygnus wurde Ende 1999 von Red Hat gekauft.

Doch darüber hinaus ist Gilmore auch ein Aktivist, der stark für Freiheit und Bürgerrechte eintritt. Er war Mitgründer der Electronic Frontier Foundation (EFF) und der alt-Newsgruppen-Hierarchie und fördert insbesondere auch die Kryptografie. Er hat zu mehreren freien Softwareprojekten beigetragen, teilweise als Hauptautor, darunter pdtar (aus dem GNU Tar wurde), GNU UUCP, GNU GDB und Kerberos. Ferner unterstützte er viele freie Softwareprojekte finanziell, darunter GNU Radio und GNU Gnash.

Die bisherigen Preisträger des FSF-Awards waren Larry Wall, Autor von Perl (1998), Miguel de Icaza, Initiator von GNOME und Mono (1999), Brian Paul, Autor der OpenGL-Bibliothek Mesa (2000), Guido van Rossum, Autor von Python (2001), Lawrence Lessig, Initiator von »Creative Commons« (2002), Alan Cox, Linux-Kernel-Entwickler (2003), Theo de Raadt, OpenBSD-Projektleiter (2004), Andrew Tridgell, Samba-Initiator (2005), Ted Ts'o, Linux-Kernel-Entwickler und ehemals Projektleiter von Kerberos (2006), Harald Welte, Linux-Kernelentwickler und Gründer von gpl-violations.org (2007) und Wietse Venema (2008).

Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Projekt Internet Archive. Seit 1996 sammelt das Archiv frei zugängliche Informationen, wobei es mit Bibliotheken in aller Welt zusammenarbeitet. Es bietet neben vielen Büchern auch hunderttausende von Live-Konzertmitschnitten, alle legal und mit Einverständnis der Musiker entstanden. Es versucht zudem, alle zugänglichen Seiten des Webs zu archivieren, und stellt sie der Allgemeinheit zur Verfügung.

Der »Social Benefit Award« der FSF wurde 2005 erstmals vergeben. Die bisherigen Preisträger waren Wikipedia (2005), Sahana (2006), Groklaw (2007) und Creative Commons (2008). Das Komitee, das über die Preisträger abstimmte, bestand aus Suresh Ramasubramanian, Peter H. Salus, Raj Mathur, Hong Feng, Andrew Tridgell, Lawrence Lessig, Jonas Oberg, Verner Vinge, Richard Stallman, Fernanda G. Weiden und Harald Welte.

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