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Mo, 29. März 2010, 13:36

Software::Desktop

Neues Fensterelement »Esfera« für Ubuntu 10.10 vorgeschlagen

Ein simpler Kreis in der rechten oberen Ecke eines Fensters könnte die Fensterbedienung revolutionieren, falls sie die Zustimmung von Entwicklern und Anwendern findet.

Seit der Betaversion besitzt Ubuntu 10.04 ein neues Design. Bei diesem wurden die typischen Fenster-Buttons für Schließen, Minimieren und Maximieren auf die linke Seite der Titelleiste gelegt, um Platz für »kommende Neuerungen« zu schaffen. Offen bleibt bisher, was mit dem Platz rechts oben geschehen soll. Einen der ersten Vorschläge dafür hat nun Pablo Quirós vorgelegt, dessen Entwurf von Mark Shuttleworth auf der Mailingliste zur Diskussion gestellt wurde. Der Vorschlag ist auch als PDF-Datei verfügbar.

Das Konzept von Pablo Quirós sieht einen einzelnen Kreis (Esfera) rechts oben vor, der allerdings im Durchmesser größer ist als die Breite der Titelleiste. Durch Klicken in diesen Kreis und nachfolgenden Bewegungen des Mauszeigers sollen sich die bisherigen Fensteraktionen durchführen lassen, darunter Maximieren, Minimieren und Verschieben in den links oder rechts »angrenzenden« Workspace durch Bewegung nach oben, unten, links oder rechts. Eine X-förmige Bewegung soll das Fenster schließen. Jede Aktion soll sofort in ihrer Auswirkung sichtbar sein, sie kann aber rückgängig gemacht werden, wenn man den Kreis an die ursprüngliche Position zurück bewegt. Ein einfacher Klick auf den Kreis soll dagegen ein Kontextmenü aufklappen, mit dem man die Aktionen herkömmlich auswählen kann.

Der Autor kann sich noch weitere Aktionen vorstellen, die man mit dem Kreis auslösen könnte, die aber schwieriger zu implementieren sind. So könnte das Bewegen eines Fensters auf ein anderes ein Verschmelzen der beiden Fenster bewirken, wobei beide Ausgangsfenster zu Tabs werden. Dies würde nur mit Fenstern ein und derselben Anwendung funktionieren, beispielsweise mit Nautilus oder Firefox. Alternativ könnte die Aktion einen Datenaustausch bewirken oder das Öffnen einer betrachteten Datei im passenden Editor.

Weiter spekuliert Pablo Quirós über eine Halbkreis-Bewegung, mit der das Fenster gedreht wird. Damit würde die Rückseite des Fensters nach vorne kommen. Um diese sinnvoll zu nutzen, könnte sie Zusatzinformationen, zusätzliche Optionen oder Notizen zu dem Objekt auf der Vorderseite zeigen. Laut Quirós verfügte Mandrivas Metisse einmal über eine ähnliche Option, doch mangels sinnvoller Anwendungsvorschläge zogen die Distributionen dann Compiz vor.

Anstelle des Umdrehens eines Fensters könnte auch eine andere Informationsebene erscheinen. In dieser könnten Meta-Informationen dargestellt werden, die auch bearbeitet werden könnten. Bei Dateien beispielsweise könnte es sich um die Dateiinformationen, Notizen zu dieser Datei und eine Liste der Anwendungen sein, mit der die Datei geöffnet werden kann. Durch den Verzicht auf Menüs würde in dieser Ebene etwas mehr Platz zur Verfügung stehen.

Laut Quirós ist dieses Konzept innovativ, und es würde sowohl die Bedienung vereinfachen als auch intuitiv zu benutzen sein. Die Mausgesten müssten allerdings erst einmal gelernt werden. Vorteile sieht der Entwickler auch bei der Benutzung von Touchpads, weil sich der große Kreis leichter ansteuern lasse. Gute visuelle Effekte könnten die Begeisterung der Nutzer für das neue Konzept erhöhen. Bei entsprechender Akzeptanz könnten die traditionellen Buttons entfallen.

Während einige Teilnehmer auf der Mailingliste in dem Vorschlag eine unerwünschte Mischung der Konzepte Buttons und Mausgesten sehen, finden andere die Idee inspirierend. Für einige sind die traditionellen Buttons ohnehin angestaubt und es sei Zeit für etwas Neues. Eine funktionierende Implementierung der einfachen Fensteraktionen sollte nicht lange auf sich warten lassen.

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Kommentare (Insgesamt: 67 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re (ich, Mi, 31. März 2010)
Re[5]: Titel des Kommentars (micha, Mi, 31. März 2010)
Re[4]: Titel des Kommentars (micha, Mi, 31. März 2010)
Re[4]: ich (Christopher Roy Bratusek, Di, 30. März 2010)
April, April! (Kaktus, Di, 30. März 2010)
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