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Mo, 29. März 2010, 16:04

Gesellschaft::Wissen

openaddresses.org gestartet

Das Projekt openaddresses.org hat sich zum Ziel gesetzt, alle Postadressen der Welt in eine Karte einzutragen.

Nach dem Vorbild von OpenStreetMap will openaddresses.org Adressdaten und geografische Orte zusammenbringen. Zwar existieren auch in OpenStreetMap Möglichkeiten, Hausnummern in den Straßen einzutragen, aber nach Ansicht der Initiatoren von openaddresses.org sind diese Daten zu ungenau. Da außerdem die Zielsetzung des Projektes genug Unterschiede zu der von OpenStreetMap aufweist, hielten sie es für angebracht, ein eigenständiges Projekt zu starten. Das Projekt verknüpft lediglich Straßennamen und Hausnummern mit Koordinaten, daher sollte es keine Bedenken wegen der Privatsphäre geben.

openaddresses.org geht auf frühere Ansätze von schweizerischen und österreichischen Universitäten zurück. Nun wurde die Initiative durch weitere Hochschulen, Unternehmen und Privatpersonen gestärkt. Über das neue Web-Portal können Adressen von Hand eingetragen und korrigiert werden, es gibt aber auch Importe von OpenStreetMap und anderen Spendern. Die Daten stehen unter der freien Lizenz Creative Commons CC-BY 3.0, der Programmcode unter der GPLv3.

Die Web-Oberfläche des Dienstes, der zur Zeit etwa 5 Millionen Datensätze enthält, wurde mit MapFish realisiert und ähnelt der von OpenStreetMap. Die Benutzer können auf einer Weltkarte in beliebige Gegenden zoomen, wobei die Straßendaten von OpenStreetMap und, wo verfügbar, auch Satellitenbilder überlagert werden. Eingetragene Adressen sind mit einem roten Punkt markiert. Es gibt nun auch die Möglichkeit, offene WebMapServices (WMS) einzubinden. Die Abfrage der Daten ist auch automatisiert möglich, dafür steht eine einfache Web-Schnittstelle zur Verfügung.

Die Daten von openaddresses.org leisten nach Auskunft des Projektes wertvolle Dienste für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen, namentlich für räumliche Analysen. Bislang gab es solche Daten nur kostenpflichtig, dies soll sich durch die offene Plattform, die Beiträge einfach macht, bald ändern. In Zukunft soll das Projekt auch bei der Open Source Geospatial Foundation (OSGEO) angemeldet werden. Eine weitere Möglichkeit, an openaddresses.org mitzuarbeiten, ist das Schulprojekt Map your World, das laut Projekt bereits mehrfach erfolgreich an Schweizer Schulen durchgeführt wurde.

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