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Mi, 14. April 2010, 08:48

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 13 Beta steht bereit

Die Entwickler der Linux-Distribution Fedora haben die Betaversion von Fedora 13 freigegeben.

Fedora 13, Codename »Goddard«, soll am 18. Mai erscheinen. In der jetzt veröffentlichten Betaversion sind fünf Wochen nach der Alphaversion alle geplanten Funktionen vollständig enthalten. Bis zum Veröffentlichungskandidaten, der knapp zwei Wochen vor der offiziellen Version kommen soll, geht es nur noch darum, Fehler zu beseitigen.

Zu den Neuerungen in Fedora 13 gehört die automatische Installation von Druckertreibern mittels PackageKit und RPM. Voraussetzung dafür ist die automatische Erkennung von Druckern, was nur bei mit USB angeschlossenen Druckern möglich ist.

Sprachpakete für die Sprache des Anwenders sollen nun automatisch installiert werden, wenn das entsprechende Softwarepaket installiert wird. Das grafische Programm zur Verwaltung von Benutzerkonten wurde neu geschrieben. Farbverwaltung für Monitore, Drucker und Scanner wird mitgeliefert. NetworkManager wurde nochmals erweitert und stellt nun die universelle Netzwerkverwaltung dar, die auch an der Kommandozeile bedient werden kann. Der freie Grafiktreiber Nouveau unterstützt nun 3D-Funktionen.

Dass zahlreiche Softwarepakete umfassend aktualisiert wurden, versteht sich von selbst. Der Kernel wurde auf Version 2.6.33 gebracht. Als Desktop-Systeme stehen unter anderem KDE 4.4 und GNOME 2.30 zur Verfügung. Der GNOME-Desktop wurde um die Programme Shotwell zur Verwaltung von Fotos, Pino als Twitter- und identi.ca-Client, Deja-dup für Backups und Simple Scan zum Scannen erweitert.

Für Entwickler wurden neue Funktionen in SystemTap eingebaut. Das Tracen und die Leistungsmessung von Anwendungen wurde in die Laufzeitumgebungen von Java, Python und Tcl sowie in PostgreSQL eingebaut. Es soll in Zukunft auf weitere Anwendungen erweitert werden. Daneben wurden die Debug-Möglichkeiten für Python verbessert, Python 3 ist parallel zu Python 2.6 installierbar, und NetBeans 6.8 steht bereit, wenn man eine vollständige Unterstützung von Java EE 6 benötigt.

Vom Server boot.fedoraproject.org kann man kleine Boot-Images herunterladen, mit denen man aktuelle und künftige Versionen von Fedora ohne das Herunterladen weiterer Images installieren kann. Ein System Security Services Daemon (SSSD) wurde hinzugefügt, mit dem man sich leichter von außen in private Netze einloggen kann. Die neueste Version von NFSv4 wird mitgeliefert und Unterstützung von IPv6 für NFS wurde eingebaut. Die freie Version der Groupware Zarafa wurde in die Distribution aufgenommen. Das Dateisystem btrfs wurde aktualisiert und unterstützt jetzt Snapshots. Weitere Neuerungen kann man der Liste der Features entnehmen.

Die Betaversion steht in Form einer DVD oder mehrerer CDs jeweils für 32- und 64-Bit-x86-Rechner zum Download bereit. Daneben gibt es Live-CDs mit GNOME oder KDE als Desktop. Weitere Einzelheiten und Hinweise findet man in den Release Notes (noch auf dem Stand der Alphaversion).

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