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Do, 29. April 2010, 21:26

Software::Distributionen::Ubuntu

Ubuntu 10.04 LTS veröffentlicht

Die Linux-Distribution Ubuntu 10.04 LTS »Lucid Lynx« wurde in der offiziellen Version veröffentlicht, die ein halbes Jahr nach ihrem Vorgänger eine deutlich kürzere Startzeit, umfangreiche Änderungen am Design, Online-Dienste und viele andere Neuerungen offeriert.

Ubuntu 10.04 mit neuem Design und Indikator-Menü

Hans-Joachim Baader

Ubuntu 10.04 mit neuem Design und Indikator-Menü

Ubuntu 10.04 LTS ist eine Version mit verlängertem Support, fünf Jahre für Server und drei Jahre für das Desktopsystem, und damit der Nachfolger von 8.04 LTS. Ein Update ohne Neuinstallation von den Versionen 9.10 und 8.04 LTS ist möglich.

Ubuntu erscheint in mehreren Varianten, deren Hauptunterschied in den Installationsmedien und dem vorinstallierten Softwareumfang liegt. Die Desktop-Version und die Netbook Edition sollen im Vergleich zu früheren Versionen deutlich schneller starten, was unter anderem durch die Entfernung von HAL aus dem Startvorgang möglich wurde. Die Server-Edition enthält eine bessere »Ubuntu Enterprise Cloud« und ermöglicht die Einrichtung als Cloud-Server bei der Installation. Ein solcher Server kann in EC2 von Amazon zum Einsatz gebracht werden oder in einer privaten Unternehmens-Cloud laufen. Die weiteren Varianten Kubuntu, Xubuntu, Edubuntu, Ubuntu Studio und Mythbuntu wurden ebenfalls als offizielle Versionen veröffentlicht.

Kubuntu 10.04 mit KPackageKit

Hans-Joachim Baader

Kubuntu 10.04 mit KPackageKit

Ubuntu 10.04 LTS verwendet einen Linux-Kernel auf Basis von Version 2.6.32.11. Die Desktop-Edition enthält unter anderem die Desktops GNOME 2.30 und KDE SC 4.4. Mit dem Paket likewise-open, das auf Version 5.4 aktualisiert wurde, können sich Benutzer an MS Active Directory anmelden. Der freie Grafiktreiber Nouveau ist nun voreingestellt für Nvidia-Hardware. Im Gegensatz zum proprietären Treiber beherrscht Nouveau zwar noch keine 3D-Beschleunigung, unterliegt dafür aber keinen Einschränkungen bei der Weitergabe. Das Ubuntu-Team rechnet mit einer schnellen Weiterentwicklung und Fehlerkorrektur.

Die Integration von »sozialen« Netzen wie Twitter, identi.ca und Facebook wurde mit dem MeMenu verbessert. Das Design des Desktops wurde erneuert. Statusanzeigen von Anwendungen wurden mit den Anwendungs-Indikatoren einheitlicher gemacht. Die Synchronisation von Dateien und Kontaktdaten zwischen verschiedenen Rechnern soll nun einfacher vonstatten gehen. Das Software-Center, ein Programm zum einfachen Finden von zusätzlicher Software, wurde verbessert. Man kann nun unter anderem zwischen Software, die von Ubuntu und anderen Anbietern stammt, unterscheiden. Außerdem wurde der mit 7digital kooperierende Online-Musikstore Ubuntu One integriert.

Neben der erweiterten Cloud-Funktionalität bringt die Server-Edition auch AppArmor-Profile für zahlreiche Dienste, einen gehärteten Kernel, der Angriffe erschweren soll, und eine einfach einzurichtende Firewall.

Die Netbook-Edition, die allerdings keine LTS-Version ist, erscheint in einer Variante, die auf Netbooks mit Atom-Prozessoren optimiert ist, und einer ARM-Variante. Beide sollen einer erneuerte benutzerfreundliche Oberfläche und schnellere Systemstartzeiten aufweisen. Die Softwareauswahl der ARM-Variante enthält vor allem schlanke Anwendungen.

Kubuntu 10.04 LTS wird die erste LTS-Version von Kubuntu mit KDE 4. Gegenüber dem Standard-Umfang von KDE SC 4.4.2 bringt Kubuntu eine grafische Touchpad-Konfiguration, eine Integration von Firefox, Verbesserungen im Benachrichtigungssystem und eine Standardisierung der Menü-Systemleiste zwischen den Deskopsystemen. Der Kubuntu Netbook Remix setzt auf die Netbook-Variante der KDE-Desktop-Komponente Plasma.

Edubuntu, die Variante für den Einsatz als Schulserver und -desktop, bringt den Entwicklern zufolge einige neue Anwendungen und ein neues Aussehen mit verbesserten Icons. LTSP und die Oberfläche von Ubuntu Netbook Remix können nun direkt von der Live-DVD installiert werden. LTSP kann via Live LTSP auch ohne Installation ausprobiert werden.

Mythbuntu enthält ein auf Version 0.23 aktualisiertes MythTV, das spürbar schneller und stabiler sein soll als seine Vorgänger. Es integriert sich auch besser in das System, indem es auf ConsoleKit und Upstart zurückgreift.

Nach eigenen Angaben kann Canonical, das Unternehmen hinter der Entwicklung von Ubuntu, auf eine immer größere Zahl von Softwareherstellern verweisen, die das System direkt unterstützen. Unter anderem kann dadurch Adobe Flash als leicht installierbares Extra zur Distribution angeboten werden. Canonical rechnet damit, dass die neue Version von Ubuntu noch weitere Verbreitung finden wird als die bisherigen Versionen.

Ubuntu 10.04 LTS »Lucid Lynx« kann von der Ubuntu-Webseite heruntergeladen werden.

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