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Di, 4. Mai 2010, 20:13

Software::Kommunikation

Opera 10.53 Beta für Linux und FreeBSD freigegeben

Nachdem Opera bereits seit Monaten die Version 10.50 des Browsers für Windows anbietet und im März eine erste Alphaversion der Version 10.5x veröffentlichte, steht nun auch für Linux- und FreeBSD-Anwender eine neue Betaversion zum Test bereit.

Opera 10.53 Beta

Mirko Lindner

Opera 10.53 Beta

Opera 10.53 Beta weist in der aktuellen Version neben den obligatorischen Fehlerbereinigungen und Detailverbesserungen auch zahlreiche neue Funktionen auf. Die wohl größte Änderung betrifft Anwender, die bis Dato nicht gewillt waren, Qt zu installieren. Wie das Unternehmen bereits Anfang des Jahres bekannt gab, lassen sich künftig alle Versionen von Opera auch auf Systemen einrichten, die bisher auf Qt verzichtet haben. Statt dessen nutzt Opera eine eigene grafische Lösung. Werden Qt oder GTK+ gefunden, benutzt Opera diese, darüber hinaus nutzt es die Funktionen der eingesetzten Desktop-Umgebung.

Der Browser hat zahlreiche Verbesserungen erfahren. Die verbesserte Link-Funktion erlaubt es, nicht nur Informationen der Lesezeichen, Speed Dial, Personal Bar mit anderen Opera-Versionen zu synchronisieren, sondern auch die eingestellten Suchmaschinen inkl. zugehöriger Tastenkürzel. Der RSS-Reader bietet nun eine Vorschau, welche es ermöglicht, RSS- und Atom-Feeds vor dem Abonnieren zu betrachten. Neu in der Unix-Version ist auch die Unterstützung des HTML-Video-Elements. Zur Wiedergabe von Videos greift die Software auf das Gstreamer-Framework zurück. Weitere Änderungen betreffen die Suche, die nun nicht mehr in einem eigenen Fenster erscheint, und den Privat-Modus, der nun auf das Speichern von Cookies und Verlaufsdaten verzichtet.

Opera mit einem Widget

Mirko Lindner

Opera mit einem Widget

Überarbeitet wurde auch die Installationsfunktion der Anwendung. Unter anderem unterstützt die Funktion nun auch eine unbeaufsichtigte Installation, einen Silent-Modus sowie Update-Pakete. Bei einer fehlgeschlagenen Installation wird nun ein Rollback durchgeführt. Darüber hinaus lassen sich alle Optionen der Installation sowohl mittels Parameter als auch mittels einer Auswahl aktivieren. Ferner enthält das Paket nun auch ein Uninstall-Skript.

Wie bereits der Ankündigung der letzten Alphaversion entnommen werden konnte, legte der Hersteller besonderen Wert auf Geschwindigkeit. Unter anderem nutzt die Software eine neue JavaScript-Engine unter dem Namen »Carakan«, die nach Angaben des Herstellers die alte Lösung in der Geschwindigkeit um Längen schlagen soll. Auch unter den freien Betriebssystemen setzt Opera nun auch auf die neue grafische Bibliothek Vega. Die Neuentwicklung kümmert sich von nun an um die Anzeige aller grafischen Inhalte unter Opera. Auch die eigentliche Rendering-Engine wurde weiter ausgebaut. Presto 2.5 soll laut Opera nun vollständig CSS 2.1 unterstützen und viele Funktionen von CSS3 sowie HTML5 enthalten. Zusammen sollen die Änderungen für erhebliche Geschwindigkeitsverbesserungen sorgen und Opera laut eigenen Aussagen in vielen Benchmarks an die Spitze setzen.

Neu in der aktuellen Version ist ein Zoom-Slider, der die Änderung der Seitengröße vereinfachen will. Operas Widgets lassen sich nun als Applikationen auf dem System installieren und können nun auch unabhängig vom Browser gestartet und konfiguriert werden. Neu ist ebenfalls ein privater Modus, der in einem separaten Tab gestartet wird und nach der Schließung alle Informationen löscht.

Opera 10.53 Beta kann ab sofort vom Server des Unternehmens heruntergeladen werden. Wie der Hersteller vor Kurzem bekannt gab, ist der Browser nicht mehr für Solaris verfügbar.

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