Warum sich Mozilla nicht von Anfang an für ein Framework wie Gstreamer (oder auch ein Anderes) entschieden hat, ist mir eh schleierhaft.
Mozilla hätte sich dann auf das OS als Codec-Lieferanten verlassen können bzw. hätte nur Theora mit ausgeliefert und andere Codecs hätte man als Benutzer einfach nachinstalliert.
> Mozilla hätte sich dann auf das OS als Codec-Lieferanten verlassen können bzw. hätte nur Theora mit ausgeliefert und andere Codecs hätte man als Benutzer einfach nachinstalliert.
Dann hätten wir wieder den Stand von 1998, nur dass man nicht zwangsläufig den Quicktime-player installiert haben muss. Dafür muss man dann für jede Webseite einen anderen proprietären Codec installieren.
Das kann und darf nicht der Sinn und Zweck eines offenen Standards sein.
Weil das dazu führen würde, dass ein lizenzpflichtiges Format zum (Quasi-)Webstandard werden würde; zum ersten Mal. Das ist etwas, was Mozilla verhindern will. Daher wird von ihnen nichts unternommen werden, in Firefox h.264 abspielbar zu machen, selbst wenn der Codec auf dem System vorliegt. Es geht also nicht nur um die Kosten, sondern ums Prinzip.
Ich kann nicht verstehen, warum man sich für ein lizenzpflichtiges Format entschieden hat. Hätte man nicht einfach irgendein freies Videoformat nehmen können. Außerdem finde ich es echt schade dass irgendwelche Leute ein Fork von Firefox machen wollen, und so die Bemühungen von Mozilla gegen ein h.264 aushebeln wollen.
> Ich kann nicht verstehen, warum man sich für ein lizenzpflichtiges Format entschieden hat.
Mozilla hat sich ja gerade gegen ein lizenzpflichtiges Format entschieden. Die unterstützen Ogg Theora und nur das. Es gibt auch einige Seiten, die mit Mozilla-basierten Browsern funktionieren. Zum Beispiel Wikimedia oder Archive.org.
Die, die sich für h.264 entschieden haben, sind nur große Firmen, die entweder den Codec eh schon lizenziert haben, wie Google, oder Firmen, die daran mitverdienen, wie Apple oder Microsoft. Leider haben gerade die den größten Einfluss.
...und da das Web immer mehr als Goldgrube dient, versuchen Alle ihren Standard zu pushen um dann gross absahnen zu koennen. Das fuert letzendlich dazu, dass auch das Internet das selbe Schicksal wie die zunaechst freie Bildung erleidet - was zuerst wie eine Revolution aussieht und fuer Alle zugaengig ist, bleibt letzendlich denen vorbehalten die es sich auch leisten koennen.
Bisher ist da noch nicht mehr los als die Ankündigung, ein solches Projekt starten zu wollen. Bin neugierig, was daraus wird und ob das Projekt nicht eher an dieser Patentgeschichte hängen bleiben wird (was ja Mozilla zu vermeiden sucht).
Was machen denn all die anderen Browserhersteller? Opera, Safari, Chrome und Internet Explorer? Den beiden Letzteren ist es vermutlich egal was der Kram kostet, aber was ist denn z.B. mit Opera? Vermutlich können die sich so etwas noch weniger leisten als Mozilla!?
Und wieso einigt man sich dann nicht auf einen offenen Codec. IMHO gibts doch da genügend Alternativen. Ich werde das nie kapieren... *Seufz*
Opera unterstützt genau wie Mozilla Ogg Theora. Chrome unterstützt beides. Safari und Internet Explorer setzen auf h.264. Beide Firmen sind soweit ich weiß Mitglied der MPEG-LA und verdienen somit evtl. sogar mit.
Safari benutzt aber soweit ich gehört habe Quicktime als Backend, und da kann man Ogg Theora nachinstallieren.
...wieso wird das nicht als Addon realisiert? Oder habe ich was wichtiges überlesen...
Weil ein Addon keinen Codec nachrüsten kann.
Warum sich Mozilla nicht von Anfang an für ein Framework wie Gstreamer (oder auch ein Anderes) entschieden hat, ist mir eh schleierhaft.
Mozilla hätte sich dann auf das OS als Codec-Lieferanten verlassen können bzw. hätte nur Theora mit ausgeliefert und andere Codecs hätte man als Benutzer einfach nachinstalliert.
> Mozilla hätte sich dann auf das OS als Codec-Lieferanten verlassen können bzw. hätte nur Theora mit ausgeliefert und andere Codecs hätte man als Benutzer einfach nachinstalliert.
Dann hätten wir wieder den Stand von 1998, nur dass man nicht zwangsläufig den Quicktime-player installiert haben muss. Dafür muss man dann für jede Webseite einen anderen proprietären Codec installieren.
Das kann und darf nicht der Sinn und Zweck eines offenen Standards sein.
Habe gerade mal geguckt, gibt doch auch totem-plugin oder vlc-plugin für firefox, können die das nicht?
Gruß,
Thomas
Bei diesen Plugins handelt es sich darum, in HTML eingebettete videos abzuspielen. Video direkt in HTML ist was anderes.
Weil das dazu führen würde, dass ein lizenzpflichtiges Format zum (Quasi-)Webstandard werden würde; zum ersten Mal. Das ist etwas, was Mozilla verhindern will. Daher wird von ihnen nichts unternommen werden, in Firefox h.264 abspielbar zu machen, selbst wenn der Codec auf dem System vorliegt. Es geht also nicht nur um die Kosten, sondern ums Prinzip.
Ich kann nicht verstehen, warum man sich für ein lizenzpflichtiges Format entschieden hat. Hätte man nicht einfach irgendein freies Videoformat nehmen können. Außerdem finde ich es echt schade dass irgendwelche Leute ein Fork von Firefox machen wollen, und so die Bemühungen von Mozilla gegen ein h.264 aushebeln wollen.
> Ich kann nicht verstehen, warum man sich für ein lizenzpflichtiges Format entschieden hat.
Mozilla hat sich ja gerade gegen ein lizenzpflichtiges Format entschieden. Die unterstützen Ogg Theora und nur das. Es gibt auch einige Seiten, die mit Mozilla-basierten Browsern funktionieren. Zum Beispiel Wikimedia oder Archive.org.
Die, die sich für h.264 entschieden haben, sind nur große Firmen, die entweder den Codec eh schon lizenziert haben, wie Google, oder Firmen, die daran mitverdienen, wie Apple oder Microsoft. Leider haben gerade die den größten Einfluss.
...und da das Web immer mehr als Goldgrube dient, versuchen Alle ihren Standard zu pushen um dann gross absahnen zu koennen. Das fuert letzendlich dazu, dass auch das Internet das selbe Schicksal wie die zunaechst freie Bildung erleidet - was zuerst wie eine Revolution aussieht und fuer Alle zugaengig ist, bleibt letzendlich denen vorbehalten die es sich auch leisten koennen.
Bisher ist da noch nicht mehr los als die Ankündigung, ein solches Projekt starten zu wollen. Bin neugierig, was daraus wird und ob das Projekt nicht eher an dieser Patentgeschichte hängen bleiben wird (was ja Mozilla zu vermeiden sucht).
Falls da überhaupt was draus wird.
Grueße
Ignatz
Was machen denn all die anderen Browserhersteller?
Opera, Safari, Chrome und Internet Explorer?
Den beiden Letzteren ist es vermutlich egal was der Kram kostet, aber was ist denn z.B. mit Opera? Vermutlich können die sich so etwas noch weniger leisten als Mozilla!?
Und wieso einigt man sich dann nicht auf einen offenen Codec. IMHO gibts doch da genügend Alternativen. Ich werde das nie kapieren... *Seufz*
Opera unterstützt genau wie Mozilla Ogg Theora.
Chrome unterstützt beides.
Safari und Internet Explorer setzen auf h.264. Beide Firmen sind soweit ich weiß Mitglied der MPEG-LA und verdienen somit evtl. sogar mit.
Safari benutzt aber soweit ich gehört habe Quicktime als Backend, und da kann man Ogg Theora nachinstallieren.