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Fr, 21. Mai 2010, 11:46

Software::Distributionen::Mandriva

Mandriva Linux 2010 Spring RC1

Der Linux-Distributor Mandriva hat den ersten Veröffentlichungskandidaten von Mandriva Linux 2010 Spring freigegeben.

Das Herz einer Mandriva-Installation: das MCC

Thorsten van Lil (TeaAge)

Das Herz einer Mandriva-Installation: das MCC

Der Veröffentlichungskandidat dürfte bis auf Kleinigkeiten bereits der offiziellen Version entsprechen. Die Neuerungen seit Mandriva Linux 2010 sind umfangreich. So lässt sich die Distribution auf der Mandriva-One-CD installieren, ohne das Live-System zu starten, indem man bereits im Bootmenü die Installationsoption wählt, und diverse Verbesserungen wurden bei Gastkonten vorgenommen.

Bei der Installation wurden die Dateisystem-Verschlüsselungsoptionen neu gestaltet. Das alte Cryptoloop-System wurde entfernt. Falls ein Passwort für den Bootloader GRUB angelegt wird, kann es nun auch verschlüsselt werden.

Die Free-Edition von Mandriva hat nun standardmäßig alle Verweise auf unfreie Medien deaktiviert. Diverse Verbesserungen wurden an den Tools msecgui, drakguard und netprofile vorgenommen. Der Mandriva Directory Server erhielt neue Module für Userquota, bulkimport und sshlpk sowie Updates der Übersetzungen.

Als Desktop-Umgebungen stehen unter anderem GNOME 2.30.1 und KDE SC 4.4.3 mit aktualisiertem Ia-Ora-Theme und diversen Extras bereit. Zusätzlich sind Firefox 3.6.3 und OpenOffice.org 3.2 enthalten. Zahlreiche weitere aktuelle Programme sind aus den Repositorien der Distribution zu beziehen.

Der X-Server wird in Version 1.7.7 mit X.org 7.5 mitgeliefert. Der freie Nouveau-Treiber ist der Standardtreiber für Nvidia-Grafikkarten. Er beherrscht bekanntermaßen keine 3D-Beschleunigung, ist aber in jeder Hinsicht besser als der von Nvidia mittlerweile aufgegebene nv-Treiber. ATI-Karten werden mit dem freien ATI-Treiber Version 6.13 unterstützt, dessen 3D-Fähigkeiten inzwischen einigermaßen fortgeschritten sind. Intel-Grafikchips nutzen den freien Intel-Treiber in Version 2.11.0.

Änderungen im Basissystem sind unter anderem das Entfernen von HAL aus dem Drucksystem, der Linux-Kernel 2.6.33.4 mit CFQ als Standard-I/O-Scheduler und DRBD, der aktuelle ntfs-3g-Treiber 2010.05.16, glibc 2.11.1, GDB 7.1, Python 2.6.5, die Ersetzung von syslog durch rsyslog, Postfix 2.7.0 und die Groupware Zarafa.

Mandriva Linux 2010 Spring ist als DVD-ISO und Mini-Dual-ISO für 32- und 64-Bit-Architekturen von verschiedenen Spiegel-Servern erhältlich. Mandriva rät davon ab, eine bestehende Installation mittels dieser Testversion zu aktualisieren, da es ungelöste Probleme mit KDE, GNOME und diversen Window-Managern gebe. Diese können den erfolgreichen Start des Desktops nach dem Update verhindern und erfordern manuelle Konfigurationsänderungen, die nur von erfahrenen Anwendern bewältigt werden können. Die offizielle Version von Mandriva Linux 2010 Spring soll am 3. Juni veröffentlicht werden.

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