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Mi, 2. Juni 2010, 20:26

Software::Kernel

Tuxera stellt lizenzierten exFAT-Treiber vor

Nachdem die finnische Firma Tuxera im Sommer des vergangenen Jahres eine lizenzierte Implementierung des exFAT-Dateisystems von Microsoft angekündigt hatte, stellte das Unternehmen nun eine funktionierende Implementierung in Form eines Treibers vor.

Tuxera zeichnete sich bereits in der Vergangenheit durch Engagement für eine Unterstützung von Windows-Dateisystemen aus. Bekannt wurde das von Szabolcs Szakacsits gegründete Unternehmen vor allem durch den NTFS-3G-Treiber. NTFS-3G war die erste freie Implementierung, die vollständige Unterstützung für Schreibzugriffe auf NTFS-Dateisysteme bot. Sie arbeitet mittlerweile sehr zuverlässig und ist Bestandteil der meisten Linux- und BSD-Distributionen, Mac OS X, QNX und Haiku. Die Implementierung läuft, im Gegensatz zu anderen Lösungen, nicht im Kernel, sondern als Prozess.

Im Sommer des vergangenen Jahres kündigte das Unternehmen auch eine Unterstützung von exFAT, einem neueren Dateisystem von Microsoft für Flash-Medien, an. Tuxera wollte dazu eine Implementierung anbieten, insbesondere nachdem die SD Card Association das proprietäre und von Patenten belastete Dateisystem zum Standard für SDXC-Karten erklärt hatte. Um dennoch offiziell einen Treiber für Linux erstellen zu können, hat das Unternehmen ein Lizenzabkommen mit Microsoft geschlossen und ist der »Interop Vendor Alliance« beigetreten.

Das Resultat des Abkommens darf nun in Form eines Treibers für Linux, der auf dem Zugang zu den Spezifikationen von exFAT und zur Referenz-Implementierung von Microsoft beruht, begutachtet werden. Die Unterstützung ist im Moment für die Android-Plattform und für Linux im Allgemeinen verfügbar. Weitere Betriebssysteme sollen folgen.

Die genauen Konditionen und Preise sind noch nicht bekannt. Obwohl sich Tuxera als Open-Source-Unternehmen sieht, dürfte das Produkt nicht quelloffen sein. Das Unternehmen selbst macht hierzu keine Angaben. Darüber hinaus sollen vorerst nur Hersteller von eingebetteten Geräten mit dem Treiber beliefert werden. Eine Variante für Heimanwender soll allerdings bald verfügbar sein.

Wer trotz oder gerade wegen dem Fehlen des Treibers auf exFAT-Partitionen zugreifen will, kann dies jedoch durch diverse freie Implementierungen erledigen. So gibt es sowohl eine Version für den Kernel als auch eine für FUSE. Beide Lösungen sind allerdings weder von Microsoft zertifiziert noch wurden sie anhand der Spezifikation entwickelt. Ferner sind die bisher vorgestellten Ansätze noch weit von einem stabilen Stadium entfernt.

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Kommentare (Insgesamt: 12 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: Softwarepatente... (o13, Do, 3. Juni 2010)
Re[4]: Softwarepatente... (georgm, Do, 3. Juni 2010)
Re[3]: Softwarepatente... (theBohemian, Do, 3. Juni 2010)
Re[7]: Softwarepatente... (Bernd, Do, 3. Juni 2010)
Bestandteil (trez, Do, 3. Juni 2010)
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