Wo liegen die Vor- und Nachteile verschiedener Dateisysteme unter Linux? Gibt es da irgendwo eine Zusammenstellung wo die unterschiedlichen Dateisysteme verglichen werden?
Ziemlich einseitig. Generell kann man die Dateisysteme wie folgt sehr differenzieren: Schnell und/oder platzsparend bei vielen kleinen *oder* großeren Dateien. Außerdem unterscheiden manche Dateisysteme erheblich zwischen Schreib- und Lese-Performance. Bei XFS zB wird sehr viel gecached, so dass Schreibvorgänge oft viel schneller sind, umgekehrt potentieller Datenverlust höher ist, wenn der Rechner abschmiert.
Ahhhh... Hilfe! Hör doch auf hier die Leute mit deinen Halbweisheiten zu beglücken. Natürlich kann man bei XFS wcache abschalten. Am sonsten sind die Erklärungen genauso sinnlos. wcache macht XFS sicherlich schnell, aber nicht nur ausschließlich. Oder wie erklärst du es uns, dass XFS bei find beispielsweise ext(3/4) um den Faktor 100 in den Schatten stellt. Oder bei extrem großen Verzeichnissen... oder... oder...
find ist eine ganz andere Disziplin, liegt wahrscheinlich an einer dafür passenden Indizierung.
Ich meine das war doch gerade der Kern meiner Aussage: Generell kommt es auf den Einsatzzweck des FS an. Aber XFS ist ganz sicher kein empfehlenswertes all-purpose-Desktopdateisystem.
Und große Caches helfen nun mal bei großen Dateien. Auf der Festplatte ist nunmal nicht alles sequentiell gespeichert, da zahlen sich bei großen Dateien große Caches aus, um Unterbrechungen zu vermeiden. Umgekehrt bringen sie dir nicht viel, wenn du viele kleine Dateien hast, siehe hier:
http://www.debian-administration.org/articles/388
Das war ja auch mein Kritikpunkt an dem Benchmark, dass sowas nicht einbezogen wurde. Leute die hohe Zugriffsraten bei 8GB-Daten brauchen, machen entweder Videoschnitt oder andere komische Sachen...
Das sagt übrigens Onkel Wikipedia zu XFS: "Neben der größenbasierten Belegung bietet XFS auch noch eine weitere Verringerung möglicher Fragmentierung durch verzögerte Belegung. Dabei werden Dateien möglichst lange im Speicher gehalten, bevor sie auf den Datenträger geschrieben werden. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der XFS-Treiber einen passenden Speicherbereich finden und so auf Fragmentierung verzichten kann. Allerdings ist dadurch die Gefahr eines Datenverlustes, beispielsweise durch Stromausfälle, größer. Nachteile von XFS [Bearbeiten]
Das Design von XFS hat im Vergleich zu anderen Dateisystemen auch Nachteile: In aktuellen Implementierungen ist es nicht möglich, ein XFS-Dateisystem zu verkleinern. Gelöschte Dateien sind nicht wiederherstellbar."
XFS wurde nicht entwickelt um Datenverluste zu vermeiden, sondern um im Schadensfall jederzeit ein sauberes Dateisystem zu haben. Wurden Daten vor einem Absturz (was auf den alten SGI-Maschinen so gut wie nie vorkam) bzw. einem Stromausfall noch nicht geschrieben, sind diese eben futsch.
Im Normalfall spielt das aber keine Rolle, da XFS für große Server bzw. Workstations entwickelt wurde, welche per Notfallstromversorgung (Aggregat oder USV) zumindest ein sauberes Herunterfahren ermöglichen.
Für den Hausgebrauch sind ext3 oder ext4 eigentlich optimal. Kompatibel zu ext2 und daher gibt es sehr viele Tools dafür. Außerdem sind die ext-Dateisysteme die am besten getesteten, d.h. dort sind am wenigsten Fehler zu erwarten. (Eine ReiserFS-Partition ist mir schon um die Ohren geflogen...)
Systeme wie XFS sind sehr heavy-weight, halten viel im Speicher und sind daher bei Systemcrashes nicht sehr angenehm...
Von ZFS usw. würde ich im Fall von wichtigen Daten zumindest unter Linux vorher abraten. Noch zu neu, zu ungetestet...
Ja und bei Reiser... Naja, ethische Bedenken, haha
Systeme wie XFS sind sehr heavy-weight, halten viel im Speicher und sind daher bei Systemcrashes nicht sehr angenehm...
Entschuldige, aber das ist Unsinn, was du da schreibst. XFS ist unter Linux extrem robust (wenn gar nicht das robusteste System). Die Tools sind in der Lage sogar extrem korrumpierte Platten zu retten. Nachdem bei uns die Klimaanlage starb und diverse Platten (mit diversen FSes) flöten gegangen sind konnte ich die Robustheit ziemlich genau "untersuchen". Nicht umsonst wird Btrfs in Benchmarks zu 99% gegen ext4 und XFS getestet.
Wo ist jetzt da der Widerspruch? Robust ist es im Sinne der Datenintegrität auf der Platte, das nutzt dir aber für Daten, die noch im RAM-Cache waren als das Licht ausging genau gar nichts und XFS nutzt sehr Caching sehr intensiv. Das ist auch kein Versehen, sondern erhöht die Performance und dedizierter Einsatzort sind Server, da setzt man eine USV einfach mal voraus.
Nachtrag: Das hat ja zum Beispiel auch ext4 einen so schlechten Ruf eingehandelt. Mit Hinblick auf Server samt Notstrom-Absicherung war die erweiterte Zeitspanne, bis Daten physisch auf die Platte geschrieben wurden, völlig unkritisch. Leider hat Ubuntu gemeint, das Dateissystem samt Default-Einstellungen an Homeuser mit abenteuerlichen Desktoprechnerkonfigurationen verteilen zu müssen und schon häuften sich Meldungen über Datenverluste.
Jein... wcache kann man auch komplett abschalten - genauso wie unter ext4. Zu sagen, dass XFS nur durch wcache schnell ist, ist falsch. Genauso müsste man sagen, dass ext4 gegenüber ext3 nur durch wcache schneller wurde.
"In aktuellen Implementierungen ist es nicht möglich, ein XFS-Dateisystem zu verkleinern. Gelöschte Dateien sind nicht wiederherstellbar." (Wikipedia:XFS)
Und wie konntest du die Robustheit "untersuchen"? Gab es während des Ausfalls hohe Schreibaktivität?
so risikofreudig ist? Ich meine, in OpenSolaris ist ZFS länger im Einsatz und getestet. FreeBSD ab 8 ist in der Hinsicht stabiler aber exper. Linuxsupport, das wird doch niemals stabil und gepflegt.
Wo liegen die Vor- und Nachteile verschiedener Dateisysteme unter Linux? Gibt es da irgendwo eine Zusammenstellung wo die unterschiedlichen Dateisysteme verglichen werden?
Hier ein Vergleich der gängigen Systeme (ohne ZFS) gegenüber ext4:
http://www.pro-linux.de/artikel/2/224/das-dateisystem-ext4.html
Ziemlich einseitig. Generell kann man die Dateisysteme wie folgt sehr differenzieren: Schnell und/oder platzsparend bei vielen kleinen *oder* großeren Dateien. Außerdem unterscheiden manche Dateisysteme erheblich zwischen Schreib- und Lese-Performance. Bei XFS zB wird sehr viel gecached, so dass Schreibvorgänge oft viel schneller sind, umgekehrt potentieller Datenverlust höher ist, wenn der Rechner abschmiert.
Ahhhh... Hilfe! Hör doch auf hier die Leute mit deinen Halbweisheiten zu beglücken. Natürlich kann man bei XFS wcache abschalten. Am sonsten sind die Erklärungen genauso sinnlos. wcache macht XFS sicherlich schnell, aber nicht nur ausschließlich. Oder wie erklärst du es uns, dass XFS bei find beispielsweise ext(3/4) um den Faktor 100 in den Schatten stellt. Oder bei extrem großen Verzeichnissen... oder... oder...
Was heißt hier Halbweisheiten?
find ist eine ganz andere Disziplin, liegt wahrscheinlich an einer dafür passenden Indizierung.
Ich meine das war doch gerade der Kern meiner Aussage: Generell kommt es auf den Einsatzzweck des FS an. Aber XFS ist ganz sicher kein empfehlenswertes all-purpose-Desktopdateisystem.
Und große Caches helfen nun mal bei großen Dateien. Auf der Festplatte ist nunmal nicht alles sequentiell gespeichert, da zahlen sich bei großen Dateien große Caches aus, um Unterbrechungen zu vermeiden. Umgekehrt bringen sie dir nicht viel, wenn du viele kleine Dateien hast, siehe hier:
http://www.debian-administration.org/articles/388
Das war ja auch mein Kritikpunkt an dem Benchmark, dass sowas nicht einbezogen wurde. Leute die hohe Zugriffsraten bei 8GB-Daten brauchen, machen entweder Videoschnitt oder andere komische Sachen...
Das sagt übrigens Onkel Wikipedia zu XFS:
"Neben der größenbasierten Belegung bietet XFS auch noch eine weitere Verringerung möglicher Fragmentierung durch verzögerte Belegung. Dabei werden Dateien möglichst lange im Speicher gehalten, bevor sie auf den Datenträger geschrieben werden. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der XFS-Treiber einen passenden Speicherbereich finden und so auf Fragmentierung verzichten kann. Allerdings ist dadurch die Gefahr eines Datenverlustes, beispielsweise durch Stromausfälle, größer.
Nachteile von XFS [Bearbeiten]
Das Design von XFS hat im Vergleich zu anderen Dateisystemen auch Nachteile: In aktuellen Implementierungen ist es nicht möglich, ein XFS-Dateisystem zu verkleinern. Gelöschte Dateien sind nicht wiederherstellbar."
XFS wurde nicht entwickelt um Datenverluste zu vermeiden, sondern um im Schadensfall jederzeit ein sauberes Dateisystem zu haben. Wurden Daten vor einem Absturz (was auf den alten SGI-Maschinen so gut wie nie vorkam) bzw. einem Stromausfall noch nicht geschrieben, sind diese eben futsch.
Im Normalfall spielt das aber keine Rolle, da XFS für große Server bzw. Workstations entwickelt wurde, welche per Notfallstromversorgung (Aggregat oder USV) zumindest ein sauberes Herunterfahren ermöglichen.
Für den Hausgebrauch sind ext3 oder ext4 eigentlich optimal. Kompatibel zu ext2 und daher gibt es sehr viele Tools dafür. Außerdem sind die ext-Dateisysteme die am besten getesteten, d.h. dort sind am wenigsten Fehler zu erwarten. (Eine ReiserFS-Partition ist mir schon um die Ohren geflogen...)
Systeme wie XFS sind sehr heavy-weight, halten viel im Speicher und sind daher bei Systemcrashes nicht sehr angenehm...
Von ZFS usw. würde ich im Fall von wichtigen Daten zumindest unter Linux vorher abraten. Noch zu neu, zu ungetestet...
Ja und bei Reiser... Naja, ethische Bedenken, haha
Systeme wie XFS sind sehr heavy-weight, halten viel im Speicher und sind daher bei Systemcrashes nicht sehr angenehm...
Entschuldige, aber das ist Unsinn, was du da schreibst. XFS ist unter Linux extrem robust (wenn gar nicht das robusteste System). Die Tools sind in der Lage sogar extrem korrumpierte Platten zu retten. Nachdem bei uns die Klimaanlage starb und diverse Platten (mit diversen FSes) flöten gegangen sind konnte ich die Robustheit ziemlich genau "untersuchen". Nicht umsonst wird Btrfs in Benchmarks zu 99% gegen ext4 und XFS getestet.
Wo ist jetzt da der Widerspruch? Robust ist es im Sinne der Datenintegrität auf der Platte, das nutzt dir aber für Daten, die noch im RAM-Cache waren als das Licht ausging genau gar nichts und XFS nutzt sehr Caching sehr intensiv. Das ist auch kein Versehen, sondern erhöht die Performance und dedizierter Einsatzort sind Server, da setzt man eine USV einfach mal voraus.
Nachtrag: Das hat ja zum Beispiel auch ext4 einen so schlechten Ruf eingehandelt. Mit Hinblick auf Server samt Notstrom-Absicherung war die erweiterte Zeitspanne, bis Daten physisch auf die Platte geschrieben wurden, völlig unkritisch. Leider hat Ubuntu gemeint, das Dateissystem samt Default-Einstellungen an Homeuser mit abenteuerlichen Desktoprechnerkonfigurationen verteilen zu müssen und schon häuften sich Meldungen über Datenverluste.
Jein... wcache kann man auch komplett abschalten - genauso wie unter ext4. Zu sagen, dass XFS nur durch wcache schnell ist, ist falsch. Genauso müsste man sagen, dass ext4 gegenüber ext3 nur durch wcache schneller wurde.
Was du nicht sagst...
"In aktuellen Implementierungen ist es nicht möglich, ein XFS-Dateisystem zu verkleinern. Gelöschte Dateien sind nicht wiederherstellbar." (Wikipedia:XFS)
Und wie konntest du die Robustheit "untersuchen"? Gab es während des Ausfalls hohe Schreibaktivität?
Seit meine Killerspiel-Partition mit ReiserFS formatiert ist, macht das Töten wieder richtig Spaß!
Einfach den Treiber als Modul anbieten (incl. sourcen), und jeder der es Nutzen will bastel es sich selbst
Für Konsumidioten reicht das, sind meist die selben, die nach festen APIs für ihre proprietären Treiber und irgendwelche unfreie Software schreien.
aha und du schreibst dir lieber deinen eigenen Treiber oder was unterscheidet dich so von den Konsumidioten?
Nein, aber die Entwickler rund um GNU/Linux verzichten auf ZFS und schreiben lieber einen eigenen Treiber.
http://www.adequacy.org/stories/2002.1.2.14159.23968.html
Tja, soll halt auch noch Leute geben, für die das OS nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Lösen einer Aufgabe ist.
Ist dieses Vorhaben nicht unsinnig, jetzt wo BtrFS bald fertig ist?
Oracle/Sun will das ZFS-Backend für Lustre haben, nicht um ext4, xfs oder btrfs zu verdrängen.
so risikofreudig ist? Ich meine, in OpenSolaris ist ZFS länger im Einsatz und getestet. FreeBSD ab 8 ist in der Hinsicht stabiler aber exper. Linuxsupport, das wird doch niemals stabil und gepflegt.