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Mi, 9. Juni 2010, 12:16

Gemeinschaft::Veranstaltungen

Linuxtag 2010 eröffnet

Seit 09:00 Uhr hat der 16. Linuxtag auf dem Messegelände unter dem Funkturm in Berlin seine Pforten geöffnet. Bis Samstag, den 12. Juni, werden sich hier über 75 freie Projekte und 43 Unternehmen, also insgesamt 118 Aussteller, präsentieren, die sich mit freier Software beschäftigen.

LinuxTag

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm in sieben Sälen (insgesamt wurden für das freie Vortragsprogramm 301 Vorträge angekündigt) viele Workshops, Tutorien, Linux-Zertifizierungsprüfungen und der Hacking-Contest sorgen dafür, dass alle Interessierten etwas vom Linuxtag mitnehmen können. Eine Keysigning-Party hilft, das Web of Trust auszubauen, die Linuxnacht lädt Gleichgesinnte zum gemeinsamen Ausspannen, Klönen und Fachsimpeln unter Palmen und Strohschirmen ein. Wer bereits morgens (9 bis 11 Uhr) auf die Messe kommt und noch Orientierung benötigt, kann diese in der »Open-Source-Sprechstunde« im Eingangsbereich der Messe bekommen, die ab morgen auch von Pro-Linux betreut wird.

Im Rahmen der Keynote blickte Nils Magnus, Mitbegründer und Koordinator des Linuxtags, kurz zurück, was sich im letzten Jahr im Bereich freier Software getan hat, und stellte die Frage in den Raum, wie sich Ereignisse, etwa die Sun-Übernahme durch Oracle, auf freie Software auswirken. Weitere Themen der Keynote waren der Einsatz freier Software in großen Firmen und deren Engagement.

Auf der Eröffnungs-Keynote verlieh Peter Ganten, Geschäftsführer der Univention GmbH, wie bereits in den vergangenen Jahren auch den Univention Absolventenpreis. Diesen mit insgesamt 3.500 Euro dotierten Preis teilen sich in diesem Jahr Jan Philipp und Andre Kasper von der Hochschule Köln (Visualiserung der Abhängigkeit von Datenbankobjekten), Stefan Teeger von der freien Universität Berlin (GIS) und Björn Wuterhalder von der Hochschule Ulm (Analyse von Datenqualität).

Auf der anschließenden Eröffnungspressekonferenz priesen Jens Heithecker, Direktor der Messe Berlin GmbH, Michael Kleinhenz, LinuxTag e.V. und Ingolf Wittmann, Technical Director IBM Systems & Technology Group EMEA die diesjährigen Neuheiten und Trends sowie Höhepunkte des diesjährigen Linuxtages an. Zu den Höhepunkten zählen neben den bereits genannten Veranstaltungen die Open-Source-Stellenbörse, die MinidebConf mit Bugsquashing und Hackcenter, der Business- und Behördenkongress sowie der Hacking-Contest, bei dem verschiedene Teams sich innerhalb von 15 Minuten den späteren Zugriff auf ein Notebook mit frisch installiertem Betriebssystem sichern können. Anschließend tauschen die Teams ihre frisierten Rechner untereinander und versuchen in weiteren 15 Minuten, die eingebauten Schwachstellen aufzuspüren und zu beseitigen. Anschließend dürfen die Teilnehmer versuchen, ihr präpariertes Notebook zu knacken.

Im Bereich Neuheiten und Trends führte Kleinhenz an, dass Open-Source zwar bereits in vielen Fachabteilungen angekommen ist, aber Entscheider in anderen Bereichen vieler Unternehmen noch zurückhaltend sind. Zu den Themen des Linuxtages 2010 zählen unter anderem die Einführung freier Software in Unternehmen, »projects fast forward« (Projekte stellen sich innerhalb von fünf Minuten vor, Do und Fr), Cloud-Technologien und OpenSource (Fr), Googles Open-Source-Strategie (Fr), Vorstellungen der Neuerungen aus dem Linux-Kernel (Sa) und Neuigkeiten aus dem Ubuntu-Land (Sa).

Der IBM-Abgesandte Wittmann freute sich mitzuteilen, dass IBM auf dem diesjährigen Linuxtag ein Jubiläum begeht: zehn Jahre Linux und Open Source auf dem IBM-Großrechner »System z«. Er bezeichnete die Entscheidung, Linux und die Großrechner zusammenzubringen, als Liebesheirat, von der alle Beteiligten profitieren. Die Schirmherrschaft für den diesjährigen LinuxTag hat die Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, übernommen.

Der Linuxtag ist die bedeutendste europäische Linux-Messe. Seit 2007 findet die Veranstaltung in Berlin auf dem Messegelände unter dem Funkturm statt und seit dieser Zeit nahm die Anzahl der Vorträge stetig zu. In den letzten beiden Jahren zählte die Messe Berlin GmbH jeweils über 10.000 Besucher und ca. 140 Aussteller für den Linuxtag. Der Linuxtag ist bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, ein Tagesticket schlägt an der Tageskasse mit 14 Euro (ermäßigt 8 Euro), ein Dauerticket mit 30 Euro (ermäßigt 16 Euro) zu Buche.

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