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Di, 15. Juni 2010, 09:27

Software::Distributionen::Debian

Freeze für Debian 6.0 im August

Das Debian-Release-Team hat eine Übersicht über den aktuellen Status der Entwicklung gegeben. Die Veröffentlichung von Debian 6.0 »Squeeze« soll Ende August mit dem Freeze eingeleitet werden.

Software in the Public Interest (SPI)

Das Debian-Release-Team hat diesen Termin anhand der noch ausstehenden Transitionen abgeschätzt. Eine Transition bezeichnet dabei den Update einer Menge von Softwarepaketen, von denen viele weitere abhängen, mit entsprechend weitreichenden Folgearbeiten. Zahlreiche Transitionen wurden bereits vollzogen, beispielsweise von init zu Upstart als Init-System, von KDE 3.5.9 zu KDE 4.4.3, oder von glibc 2.7 zu eglibc 2.11. Zuletzt wurden ptlib/opal und Evolution/gtkhtml aktualisiert, um das Update auf GNOME 2.30 vorzubereiten. Der Systemstart mit Upstart wurde parallelisiert und damit deutlich beschleunigt. Python soll demnächst auf Version 2.6 aktualisiert werden, Perl auf Version 5.12. Weitere Updates sollen so weit wie möglich parallel zu diesen ausgeführt werden.

Neue Transitionen sollen nun nicht mehr hinzukommen, andere Updates nach dem Willen des Release-Teams nur noch durchgeführt werden, wenn es die Zeit erlaubt. Die geplanten Transitionen sollen spätestens Ende August abgeschlossen sein, womit der Freeze der Distribution beginnt. Eine zusätzliche Voraussetzung für den Freeze ist allerdings, dass die Zahl der kritischen Fehler, die die Veröffentlichung betreffen, unter eine bestimmte Schwelle sinkt. Jeder Debian-Entwickler ist aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen.

Ursprünglich war der Freeze für Debian 6.0 für den März geplant. Das Team erklärt die Verzögerung mit Transitionen, die ursprünglich nicht geplant waren. Durch das Einbinden neuerer Softwareversionen und den schnelleren Systemstart soll die Distribution benutzerfreundlicher werden. Trotz der Verzögerung könnte die neue Version 6.0 etwa zwei Jahre nach Debian GNU/Linux 5.0 »Lenny«, das am 14. Februar 2009 erschienen war, oder sogar früher herauskommen. Künftige Versionen sollen dann eventuell in einem festen Zweijahresrhythmus erscheinen.

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