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Do, 17. Juni 2010, 11:08

Software::Web

Flock 3 setzt auf Chromium als Basis

Der soziale Webbrowser Flock, ein für die Benutzung sozialer Webseiten optimiertes Programm, will in Version 3 nicht mehr Firefox, sondern Chromium als Basis verwenden. Firefox ist den Flock-Entwicklern mittlerweile zu langsam.

Flock 3 Beta

Flock Inc.

Flock 3 Beta

Das Unternehmen Flock hat eine neue Betaversion des gleichnamigen Social-Networking-Browsers veröffentlicht. Dabei wird Flock Mozilla untreu. Denn während seit den Anfängen des sozialen Browsers vor über fünf Jahren Firefox die technologische Basis für das Projekt gebildet hat, wird Flock 3 auf Chromium, das freie Projekt hinter Google Chrome, setzen. Von der Firefox-Abkehr verspricht sich Flock einen Geschwindigkeitsschub.

Dem Anspruch, den idealen Browser für Nutzer zu bieten, die auf Facebook, Twitter und Co sehr aktiv sind, bleibt Flock indes treu. Dazu verspricht die neue Version Nutzern unter anderem eine noch leichtere Verwaltung ihrer Kontakte im sozialen Web 2.0 und eine bessere Übersicht über deren Aktivitäten.

Zwar verliert Flock nur wenige Worte zum Thema Geschwindigkeit, doch diese fallen recht deutlich aus. Mit dem »superschnellen« Chromium als Basis lädt der Social-Networking-Browser demnach Seiten und komplexe Internet-Applikationen schneller als Microsofts Internet Explorer oder Mozilla Firefox. Das ist nicht gerade schmeichelhaft für Mozila, gilt der aktuelle IE8 doch allen großen Konkurrenten als das Paradebeispiel des langsamen Browsers. Freilich hatte Firefox 3.6 zuletzt bei Vergleichen der aktuellen Browserversionen den vorletzten Platz praktisch in Pacht. Gänzlich verwunderlich ist Flocks Umstieg auf Chromium also nicht.

Überraschender ist, dass es auch eine Trendwende bei Browser-Add-ons gibt. Beim Firefox-basierten Flock 2.6 hatte Flock sich diesbezüglich eher vorsichtig gegeben und gewarnt, dass Erweiterungen Stabilitäts- und Performanceprobleme verursachen könnten. Zwar schließt man das auch bei der Chromium-basierten Version nicht aus, wirbt aber ausdrücklich damit, dass der Browser auch sämtliche Erweiterungen für Googles Chrome nutzen kann. Flock ist dem Internetriesen generell näher gekommen und macht Google in der neuen Version auch zur Standardsuche.

Flock 3 bietet natürlich nicht nur mehr Geschwindigkeit. Um bei Fans von Facebook, Twitter und Co. zu punkten, werden auch die Zusatzfunktionen rund um das soziale Web weiter ausgebaut. Beispielsweise können Freunde, Newsfeeds und andere Informationsquellen nun zu Gruppen zusammengefasst werden. Das verspricht dem User die Möglichkeit, sich ganz persönliche Web-Kanäle zu eigenen Interessen wie Sport oder dem professionellen Umfeld zu definieren. Zu sehen sind diverse Updates in dem neu überarbeiteten Flock-Sidebar, die vor allem mit HTML5-Mitteln gestaltet wurde und daher das System weniger beanspruchen sollte.

Stolz ist Flock darauf, dass der Browser die bliebteste Desktop-Anwendung auf Facebook ist. Auch mit den Nutzerzahlen zeigt man sich zufrieden. Auf Facebook gibt es laut Flock-CEO Shawn Hardin mittlerweile über 7,5 Mio. Flock-User, was ein Zuwachs um 600 Prozent innerhalb eines Jahres sei. Von eben diesen Usern hat das Unternehmen laut Hardin viel darüber gelernt, wie ein Social-Web-Browser gestaltet werden sollte. Eben das wollte man mit Flock 3 umsetzen. (pte)

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