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Di, 22. Juni 2010, 08:52

Software::Desktop::Gnome

Nautilus soll neue Oberfläche bekommen

Ein Team von GNOME-Entwicklern arbeitet an einer Erneuerung des Dateimanagers Nautilus. Nun hat Garett LeSage erste Entwürfe vorgestellt.

Places, Breadcrumb- und andere Menüs

Garett LeSage

Places, Breadcrumb- und andere Menüs

Garett LeSage, Entwickler bei Novell, schreibt in seinem Blog, dass er seine Initiative zum Redesign von Nautilus, die er letztes Jahr begonnen hatte, kürzlich während der HackWeek bei Novell fortsetzen konnte. Dabei wurde er von den GNOME-Entwicklern und Designern Allan Day, Hylke Bons, Máirín Duffy und anderen unterstützt. Die Ziele der Weiterentwicklung sind, alle Funktionalität, die nötig ist, bereitzustellen, aber nicht mehr. Die Oberfläche sollte klar, einfach und attraktiv sein, auf kleinen Bildschirmen gut benutzbar sein und die wichtigsten Funktionen leichter erreichbar machen.

Laut LeSage sind die Entwürfe nun so weit ausgereift, dass sie offen diskutiert werden können. Das Menü wurde stark vereinfacht und stellt dennoch die gleichen Funktionen zur Verfügung. Es soll zudem Platz in der Vertikalen sparen, der besonders bei Netbooks und Mobilgeräten grundsätzlich knapp ist. Das Aktionsmenü, das nur zu sehen ist, wenn sinnvolle Aktionen zur Verfügung stehen, soll am unteren Fensterrand angezeigt werden. Da seine Funktionen identisch sind mit dem Kontextmenü, das mit der rechten Maustaste erreichbar ist, kann es optional ausgeblendet werden. Für Benutzer, die mit dem Kontextmenü noch nicht vertraut sind, macht es das Finden von Funktionen einfacher. Außerdem ist es günstig für Benutzer, die eine Maus mit nur einem Button oder ein Trackpad verwenden.

Das Anwendungsmenü enthält Aktionen, die nichts mit dem Verwalten von Dateien zu tun haben. Für jeden Ordner wird der Pfad als sogenanntes »Breadcrumb Menu« angezeigt. Über dieses kann man leicht in parallel oder oberhalb liegende Ordner wechseln. Außerdem kann man mit dem »Vorwärts- und Rückwärts-Menü« zwischen den zuletzt besuchten Ordnern wechseln. Das »Places«-Menü kann optional wie eine Seitenleiste angezeigt werden, soll letztlich aber die Seitenleiste und Lesezeichen ersetzen.

Eine Statusleiste soll es nicht geben, da diese nur Platz wegnehmen würde. Statusinformationen sollen nur vorübergehend eingeblendet werden. Weitere Änderungen sind das Zusammenfassen der verschiedenen Methoden, Daten anderen zugänglich zu machen, in einem »Share«-Menü, und das Abschaffen verschiedener Funktionen. So soll es standardmäßig keine Sicht mehr auf das komplette Dateisystem geben, da der normale Benutzer nichts mit Systemdateien zu tun habe. Optional soll sich das wieder einschalten lassen. Das Aufteilen des Fensters in zwei Bereiche, womit man zwei Verzeichnisse gleichzeitig ansehen kann, soll ebenso entfallen wie der »Spatial Mode« und die Möglichkeit, eigene Hintergründe, Symbole oder Icons festzulegen.

Die Entwickler begründen die Vereinfachung damit, dass viele der aktuellen Features von Nautilus aus der Mode sind und kaum genutzt werden. Das Bugtracking-System sei zudem voll mit Einträgen, die den Hintergrund, Icons oder den »Spatial Mode« betreffen.

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Kommentare (Insgesamt: 91 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Dateimanager sind obsolet ! (MS, Mo, 5. Juli 2010)
Re[4]: Spatial mode ist klasse! (steffl, Do, 24. Juni 2010)
Re[10]: Fragwürdige Entwicklung (andi, Do, 24. Juni 2010)
Re[6]: Fragwürdige Entwicklung (andi, Do, 24. Juni 2010)
Re[14]: Fragwürdige Entwicklung (hhb, Do, 24. Juni 2010)
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