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So, 27. Juni 2010, 17:28

Gesellschaft::Politik/Recht

Nur sieben Promille mit Linux

Der niederländische Journalist Gijs Hillenius ist der Frage nachgegangen, wie verbreitet freie Software in den Amtsstuben Europas ist. Das Ergebnis seiner Recherchen hat er im Open Source Jahrbuch 2009-2010 veröffentlicht. Es ist ernüchternd, denn das freie Betriebssystem ist bei den Beamten kaum anzutreffen.

Hillenius stützte sich bei seinen Recherchen auf Nachrichten des Open Source Observatory and Repository (OSOR), einem Dienst, der über den Einsatz freier Software innerhalb europäischer Gemeinden berichtet. Hillenius kam zu dem Schluss, dass ein Open-Source-Desktop in den europäischen Regierungen nicht nachweisbar ist. Von tausend Beamten nutzen gerade einmal sieben Linux an ihrem Arbeitsplatz.

Gijs Hillenius schätzt, dass gerade einmal 15.000 der europischen Beamten mit Linux arbeiten. Frankreich ist in der Linux-Nutzung im öffentlichen Dienst führend. Dort nutzen 28 von 1000 Staatsdienern das freie Betriebssystem. Der Journalist konzentrierte sich bei seinen Recherchen auf Linux und zählte nicht, wie viele Beamte mit anderer freier Software, beispielsweise dem Browser Firefox, dem Email-Client Thunderbird oder der Bürosoftware OpenOffice.org unter Microsoft Windows arbeiten.

Als Grund für den mickrigen Linux-Anteil in den Amtsstuben führt Hillenius mangelnde politische Unterstützung an: »Politiker, Administratoren und IT-Entscheider unterschätzen die Bedeutung der Freiheit bei der Wahl des Desktops. Darüber hinaus sind auch Endverbraucher ein großes Hindernis, weil sie jede Veränderung auf ihrem PC scheuen.«

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