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Do, 8. Juli 2010, 12:35

Unternehmen

IBM und EU forschen gemeinsam

IBM und die Europäische Union (EU) haben bekanntgegeben, innerhalb der nächsten drei Jahre gemeinsam neue Technologien erforschen zu wollen, die Aktualisierungen geschäftskritischer Software-Systeme, zum Beispiel zur Verwaltung elektrischer Netze, Kernkraftwerke oder Transportvorgänge, zuverlässiger machen sollen.

Das Forschungsprojekt wurde mit PINCETTE betitelt und soll verdeutlichen, dass auch kleinste Softwarefehler innerhalb großer Netze gepackt werden können. IBM und die EU wollen dabei mit akademischen und industriellen Partnern zusammenarbeiten und ein System entwickeln, das die Wartung der großen Softwaresysteme preiswerter macht. Es ist vorgesehen, die oftmals komplizierten Analysen und Test-Prozesse zu automatisieren, die der Installation einer neuen Softwareversion vorausgehen. Analysen und Tests verschlingen heutzutage 40 bis 70 Prozent dessen, was eine Software während ihres gesamten Einsatzes kostet. Die Pläne sehen vor, die Ergebnisse anschließend der Open-Source-Gemeinschaft zugänglich zu machen.

Das Forschungsprojekt wird von IBM in Haifa, Israel, geleitet, zu den akademischen Partnern zählen die Universität Oxford (UK), die Universita della Svizzera Italiana (Schweiz), die Universita' degli Studi di Milano-Bicocca (Italien), die Valtion Teknillinen Tutkimuskeskus (Finnland), die Israel Aerospace Industries Ltd. (Israel), die ABB Schweiz AG und einige deutsche Unternehmen.

»Das Ziel von PINCETTE ist, die Aktivitäten stark zu vereinfachen, die sicherstellen, dass komplexe Systeme fehlerlos laufen, wenn sie automatisch aktualisiert werden, um kostenintensive Störungen oder Fehler mit minimaler menschlicher Beteiligung zu entfernen«, so Dr. Daniel Kroenig von der Universität Oxford. Auch bei IBM weiß man, dass es nach einem Upgrade lange dauern kann, bis ein System wieder flüssig läuft. »Die Forschungsergebnisse von PINCETTE werden eine neue Ära einleiten, in der Entwickler und Anwender von Netzwerkkontrollsystemen potentielle Störungen beheben können, bevor es zu Fehlfunktionen kommt«, sagt Dr. Hana Chockler, Forscher bei IBM.

PINCETTE wurde von der EU initialisiert. Es ist denkbar, dass die geschäftskritische Software komplexer Systeme zukünftig zertifiziert wird, um Nutzern zu signalisieren, dass sie zuverlässig aktualisiert werden kann. Das Konsortium erwartet, dass die Zuverlässigkeit entsprechender Systeme um 70 Prozent erhöht werden kann, indem funktionale Fehler reduziert und die Zeiten verringert werden, die für Tests anfallen, die sicherstellen, dass ein Upgrade gelingt und anschließende Kompatibilität mit verschiedenen Softwareversionen im Netzwerk gewährleistet ist.

PINCETTE soll zum einen theoretische Lösungsansätze liefern, zum anderen eine Reihe von Werkzeugen bereitstellen, mit der Anwendungen getestet werden können. Neben der ABB Schweiz AG, einem Hersteller von Software zur Steuerung von Stromnetzen, die die Testwerkzeuge für ihre Applikationen verwenden wird, wollen auch VTT in Finnland und die israelische IAI die von PINCETTE entwickelten Werkzeuge testen. VTT möchte sicherstellen, dass die Roboter zur Überwachung der Prozesse in Atomkraftwerken korrekt funktionieren, IAI prüft mit ihr die Upgrademöglichkeiten der Kameras von Drohnen zum Feststellen von Waldbränden oder zur Suche vermisster Personen.

Heutzutage existiert zwar Software, die testet, ob Anwendungen so funktionieren, wie sie entworfen wurden, aber keine Systeme, die die Upgrademöglichkeiten testen. Mit entsprechenden Systemen könnten Nutzer entsprechender komplexer Softwaresysteme in kürzeren Zeitabständen Upgrades durchführen. Die von PINCETTE entwickelten Werkzeuge sollen Test- und Simulationstechniken mit formalen Methoden kombinieren, die etwa mathematische Ansätze enthalten und sicherstellen, dass sich die Systeme unter nahezu allen Bedingungen wie geplant verhalten.

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Kommentare (Insgesamt: 6 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Scheiss Beitrag (Atalanttore, So, 11. Juli 2010)
Re: Scheiss Nazi (Normaler User, Fr, 9. Juli 2010)
Re[2]: Wieder einmal ein Beitrag (Profi, Do, 8. Juli 2010)
Re: Wieder einmal ein Beitrag (Wieder EU Geld verschleudert, Do, 8. Juli 2010)
Wieder einmal ein Beitrag (lililili, Do, 8. Juli 2010)
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