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Fr, 9. Juli 2010, 21:51

Software::Systemverwaltung

Listaller 0.4b fertig gestellt

Das Listaller-Projekt hat Version 0.4b des distributionsübergreifenden Software-Managers freigegeben.

Von Xio

Software-Manager von Listaller 0.4

blog.nlinux.org

Software-Manager von Listaller 0.4

Ziel des Projektes ist es, Software(de)installationen unter Linux zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Dazu setzt der Listaller seit Version 0.3a auf PackageKit als Backend.

Der Listaller stellt ein Paketformat zu Verfügung, welches einen sehr einfachen und flexiblen Weg bereitstellt, Software mit nur einem Paket auf vielen Linux-Distributionen zu installieren. Zudem kann man existierende installierte Anwendungen mit dem Listaller verwalten, egal auf welchem Weg sie installiert wurden. So ist der Listaller z.B. in der Lage, LOKI-Setups (wie von GoogleEarth verwendet) oder Autopackage-Installationen in gleicher Weise zu verwalten wie native Installationen über die Paketverwaltung. Das Projekt legt dabei großen Wert darauf, kein Ersatz für das bestehende Paketmanagement zu sein, sondern dieses zu ergänzen.

In der neuen Version, deren Entwicklung aufgrund von Entwicklermangel über neun Monate dauerte, wurde die Codebasis aufgeräumt und deutlich schlanker gemacht. Zudem wurde das Paketformat IPK1.0 implementiert, dessen Skripte eine ähnliche Syntax wie die von Debian-Paketen aufweisen. Zudem werden alle Listaller-Pakete nun automatisch mit LZMA komprimiert, was eine wesentlich geringere Dateigröße zur Folge hat. Weiterhin ist es möglich, IPK-Pakete mit GPG zu signieren.

Große Teile der Kernfunktionen wurden in eine separate Bibliothek ausgelagert, um neue Frontends in anderen Sprachen schreiben zu können. Die grafischen Oberflächen wurden komplett überarbeitet, eine Qt4-Version der GUI ist jetzt zusätzlich zur GTK+-Variante verfügbar. Zudem setzt der Listaller nun auf PolicyKit zur Rechteverwaltung.

Entfernt wurde der interne Software-Katalog, mit der Begründung, dass die Distributoren inzwischen sehr gute eigene Software-Stores entwickelt haben und man doppelte Funktionalität möglichst vermeiden wolle. Um einen distributionsübergreifenden »Linux-Store« für Kaufsoftware anbieten zu können, wird man in Zukunft mit dem PAPPI-Projekt kooperieren. Die beiden Projekte arbeiten noch an einer Roadmap, ein Entwickler des Listaller-Projektes ließ jedoch durchblicken, dass PAPPI vermutlich das IPK-Format nutzen werde und im Gegenzug der Listaller den (experimentellen) Store des PAPPI-Projektes integrieren werde. Offiziell hat es dazu noch keine Festlegungen gegeben.

Binärpakete für Listaller 0.4-beta sind in Arbeit, für einige Distributionen wie Fedora 13 oder Ubuntu 10.04 sind bereits Pakete verfügbar. Fehler können im Bugtracker gemeldet werden. Das Projekt sucht noch dringend Helfer, da einige Entwickler ihre Arbeit aus Zeitgründen einstellen mussten. Das Projekt wird im Moment hauptsächlich von einem Entwickler vorangetrieben.

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