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Di, 13. Juli 2010, 15:21

Software::Distributionen::Solaris

Unmut der OpenSolaris-Gemeinschaft über Oracle wächst

Der OpenSolaris-Vorstand hat Oracle mit seiner Selbstauflösung gedroht, falls der Konzern das Stillschweigen über die Zukunft von OpenSolaris nicht beendet.

oracle.com

Das fortgesetzte Stillschweigen von Oracle über die Zukunft von OpenSolaris sorgt bereits seit der Sun-Übernahme für Unmut. Schon im Februar hatten sich Entwickler des OpenSolaris-Projektes und Mitglieder des OpenSolaris Governing Board (OGB) in einem offenen Brief an Oracle gewandt. Eine Antwort gab es nicht. Die Kommunikation zwischen Oracle und OpenSolaris war minimal, lediglich mit Jeb Dasteel, einem Vizepräsidenten von Oracle, gab es E-Mail-Kontakt.

Der OpenSolaris-Vorstand (OpenSolaris Governing Body, OGB)) ist der Verfassung von OpenSolaris zufolge ein Gremium, das aus drei bis sieben in der Gemeinschaft aktiven Personen oder Entwicklern besteht. Es leitet das Projekt und klärt Streitfragen. Die meisten Entscheidungen delegiert es an andere Gruppen innerhalb von OpenSolaris. Seine Mitglieder werden von der OpenSolaris-Gemeinschaft für jeweils ein Jahr gewählt.

Formell ist die OpenSolaris-Gemeinschaft damit unabhängig von Oracle, das aber erhebliche Ressourcen für das Projekt bereitstellt. Obwohl Oracle bei der Übernahme von Sun die strategische Bedeutung von Solaris, das aus OpenSolaris entwickelt wird, betont hatte, hegt das OpenSolaris-Projekt die Befürchtung, dass die Ressourcen reduziert werden - zumindest wurde von Oracle bisher keinerlei Information an das Projekt weitergegeben.

Der Vorstand, dem unter anderem auch cdrecord-Entwickler Jörg Schilling und OSI-Vorstandsmitglied Simon Phipps angehören, hatte Jeb Dasteel zu seiner gestrigen Sitzung eingeladen, der aber ohne Angabe von Gründen nicht teilnahm. Nun hat der Vorstand endgültig genug und will Oracle zu einer Aussage zwingen. Ein Antrag auf sofortige Selbstauflösung verfehlte nur knapp die Mehrheit. Stattdessen wurde einstimmig beschlossen, Oracle eine Frist bis zum 16. August zu setzen. Sollte dann immer noch keine Aussage vorliegen, will sich das OGB durch kollektiven Rücktritt den Todesstoß versetzen, womit die gesamte Verantwortung für OpenSolaris an Oracle zurückfiele.

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