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Mi, 14. Juli 2010, 06:39

Software::Multimedia

Spotify für Linux veröffentlicht

Nachdem bereits Clients für Mac OS X und Windows existieren, hat der Betreiber von Spotify nun auch eine native Linux-Version zur Verfügung gestellt. Einziger Wermutstropfen für europäische Anwender – der Musikdienst wird im Moment nur in wenigen Ländern angeboten. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören nicht dazu.

Spotify unter Linux

Spotify

Spotify unter Linux

Bereits seit geraumer Zeit ist möglich, mittels Wine Spotify auch unter Linux zu starten. Der Dienst überträgt Musikdateien über das Internet durch eine Kombination aus serverbasiertem Streaming und der Peer-to-Peer-Technologie (P2P) und bietet deshalb auch bei langsamen Internetverbindungen gute Übertragungsraten. Um den vollen Funktionsumfang des Dienstes nutzen zu können, wird allerdings eine Mindestgeschwindigkeit von 256 kbit/s vorausgesetzt. In diesem Fall lassen sich Musikstücke so abspielen, als wenn sie lokal auf dem Rechner des Anwenders abgelegt worden wären.

Um Spotify nutzen zu können, müssen Anwender zuvor ein Konto beim Anbieter anlegen. Zwar kann man sich von jedem Konto von beliebig vielen Rechnern einlogen, eine gleichzeitige Wiedergabe ist allerdings nicht möglich. Weit problematischer ist allerdings, dass Spotify, das laut Aussagen des Betreibers sieben Millionen Nutzer aufweist, nur in wenigen europäischen Ländern angeboten wird. Derzeit lässt sich ein Konto offiziell nur aus Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden anlegen.

In Deutschland, das als einer der Kernländer angesehen wird, scheitert der Betrieb an einem Streit zwischen dem Betreiber und der Verwertungsgesellschaft GEMA. Wie der Spotify-Gründer Daniel Ek Anfang des Jahres gegenüber Heise sagte, sei die Gebührenforderung der GEMA zu hoch. Die GEMA verteidigte dagegen ihre Haltung mit dem Geschäftsmodell von Spotify. Dieser sehe vor, dass Anwender mittels eines monatlichen Beitrags eine unbegrenzte Zahl von Musikstücken beziehen können. Die GEMA widersetzt sich dagegen der von Spotify genutzten Pauschale, um »einer Entwertung der Musik in solchen 'All You Can Eat'-Modellen entgegenzuwirken« und fordert eine abrufbezogene Mindestvergütung. So verzögern die Verhandlungen immer noch den Betrieb in Deutschland.

Unabhängig von diesem Streit wächst das Interesse an Spotify auch unter Linux-Nutzern. Darf man einer Umfrage auf der Seite des Herstellers Glauben schenken, so ist eine native Unterstützung von Linux die wohl am meisten gewünschte Funkton. Nun wurde dieser Wunsch erfüllt.

Ab sofort steht allen Interessenten eine erste Testversion zur Verfügung. Die Qt-basierte Anwendung unterstützt allerdings in der Linux-Version nur Spotify Premium. Laut Aussagen des Herstellers war es nicht möglich gewesen, in diese Version die kostenlose und mit der Einblendung von Werbung finanzierte Funktionalität einzubauen. Unterstützt werden im Moment nur Debian Squueze und Ubuntu 10.04, wobei eine Konvertierung ein Leichtes ist, da das Paket nur aus wenigen Dateien besteht.

Spotify für Linux kann ab sofort von Spotify Previews heruntergeladen werden. Eine Anleitung beschreibt die Installation unter Linux.

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