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Mi, 14. Juli 2010, 15:32

Software::Multimedia

Freier x264-Encoder bietet kommerzielle Lizenzen an

Wie der Hauptentwickler des freien H.264-Encoders »x264« auf der VideoLan-Mailingsliste bekannt gab, stehen ab sofort kommerziellen Anbietern spezielle Lizenzen des Codecs zur Verfügung.

Laut Aussagen von Jason Garrett-Glaser, Hauptentwickler des x264-Kodierers für den MPEG-4/AVC (H.264) Video-Codec, stehen ab sofort allen kommerziellen Anbietern und Herstellern spezielle Lizenzen zur Nutzung bereit. Damit will der Entwickler Fremdanbietern, die ihre Software nicht unter eine GPL-Lizenz stellen wollen, die Vorteile des Pakets anbieten, ohne dass sie auf »überteuerte und minderwertige« Alternativen zurückgreifen müssen.

Lizenznehmer der kommerziellen Version des Encoders haben vollen Zugriff auf die Quellen und können sie nach Belieben ändern. Die einzige Voraussetzung stellt die Forderung dar, direkte Änderungen an x264 zurück an den Hersteller zu geben. Sollten die Anpassungen für sinnvoll erachtet werden, werden sie auch in die freie Version übernommen.

Ein Erwerb einer Lizenz für x264 befreit die Käufer allerdings immer noch nicht von Zahlungen an die Patentinhaber. Wie Garrett-Glaser in seiner Ankündigung schreibt, ist jeder kommerzielle Anbieter verpflichtet neben einer Lizenz für den Encoder auch Lizenzgebühren an die MPEG LA, Verwalter der Patente für den H.264 Video-Codec, die bereits die Patent-Pools für MPEG-2 verwaltet, abzuführen.

Die x264-Bibliothek wird von Jason Garrett-Glaser und weiteren Mitwirkenden im Rahmen des VideoLan-Projektes entwickelt. Der Kodierer zeichnet sich vor allem durch seine Effizienz und die guten Ergebnisse aus. x264 basiert dabei auf dem komplexesten und leistungsfähigsten Profil, dem High Profile, des H.264-Standards. Ferner ist x264 in der Lage, Berechnungen parallel auszuführen und nutzt so Systeme mit mehreren Kernen besser aus.

Laut Garrett-Glaser soll der Großteil der Einnahmen des Lizenzprogramms direkt in die Entwicklung des x264-Encoders zurückfließen und den Entwicklern die Möglichkeit geben, ihn weiter zu verbessern. Darüber hinaus sei es geplant andere Projekte, wie FFmpeg, zu unterstützen.

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