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Mo, 19. Juli 2010, 18:29

Hardware::Kommunikation

»Nexus One« wird in den USA eingestellt

Googles Experiment, als Smartphone-Hersteller den Markt aufzumischen, ist gescheitert. Das erst Anfang des Jahres präsentierte Nexus One wird nur sechs Monate nach dem Start in den USA wieder eingestampft.

Nexus One mit Android

Google

Nexus One mit Android

Während die Android-Plattform nicht zuletzt durch attraktive Smartphones von HTC und Motorola im Markt punkten konnte, verlief Googles eigenes Smartphone-Debüt weniger erfolgreich. In den ersten zweieinhalb Monaten nach Marktstart soll das ebenfalls von HTC produzierte Nexus One gerade einmal 135.000 mal verkauft worden sein, so die Schätzung des US-Marktforschers Flurry. Im selben Zeitraum wurde das erste iPhone bzw. Motorolas Droid rund eine Mio. mal verkauft.

Abhilfe sollte im Mai ein Vertrieb über Partner bringen. Doch auch die Neuausrichtung brachte offenbar nicht den erhofften Aufschwung. Das Gerät blieb hinter allen Erwartungen zurück und wird nun in den USA eingestampft. Der eigens eingerichtete Google-Webshop, über den das Telefon exklusiv erworben werden konnte, wird geschlossen. Lediglich für einige Android-Entwickler soll das Smartphone am Leben erhalten werden.

Dabei war das Smartphone in ersten Tests sowohl von der Hardware als auch von der Android-Software nicht schlecht weggekommen. Lediglich die Verkaufszahlen blieben nicht zuletzt durch den Google-Direktverkauf über die eigene Homepage weit hinter Motorolas Android-Konkurrenten Droid sowie Apples iPhone zurück. Die Branche rechnet mit rund einer Million verkauften Geräten.

Dementsprechend sehen Analysten die Einstellung des Vertriebs in den USA als eine harte Schlappe für Google. »Google hat seinen Ruf als Smartphone-Hersteller definitiv ruiniert. Der Nexus-One-Misserfolg wird als peinliches Kapitel in die Google-Geschichte eingehen«, kommentiert IDC-Analyst John Delaney im pressetext-Interview. Dass Google-CEO Eric Schmidt in einem Zeitungsinterview das Aus des Nexus One damit begründete, der große Erfolg des Smartphones mache ein Nachfolgegerät obsolet, wertet Delaney als kuriose Ansicht. »Das Telefon war durch den Direktvertrieb schlichtweg zu teuer. Gerade europäische Kunden sind gewöhnt, ihre Geräte preisgestützt über ihren Mobilfunk-Provider zu erwerben. Darüber hinaus war das Nexus One als Smartphone einfach kein Quantensprung in puncto Ausstattung und Bedienung«, so Delaney weiter.

In Europa könnte der Vertrieb allerdings weiterhin erfolgen. Hier setzt Google bereits seit der Einführung auf Telekommunikationspartner beim Vertrieb. Bei Vodafone Deutschland, das das Google-Handy im Laden- und Direktverkauf vertreibt, denkt man deshalb laut Spiegel Online nicht daran, den Nexus One einzustellen. Demnach liegen die Zahlen laut Thorsten Höpken von Vodafone über den Erwartungen. (Mirko Lindner/pte)

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