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Fr, 23. Juli 2010, 14:02

Software::Grafik

Blender 2.53 Beta vorgestellt

Über ein Jahr nach Blender 2.49 und fast über vier Jahre nach der Freigabe von Blender 2.40 steht mit Blender 2.53 Beta die erste funktionskomplette Version der kommenden Generation des 3D-Modelers und Renderers zum Download bereit.

Blender 2.53 Beta

Mirko Lindner

Blender 2.53 Beta

Die für den Anwender sichtbarste Änderung der kommenden Generation von Blender betrifft die grafische Umgebung. So unterstützt Blender nun mehrere Hauptfenster. Editorbereiche können nun nach Belieben gesplittet, in der Größe verändert und wieder zusammengesetzt werden. Die Neuentwicklung erlaubt zudem, Editorbereiche in verschiedene Regionen zu unterteilen, so dass beispielsweise ein einfacher 4-Fenster-Split für verschiedene Ansichten leichter zu realisieren ist.

Weitere Änderungen erfuhr der Optionsdialog, der nicht nur optisch verändert, sondern grundlegend aufgeräumt wurde. Mittels eines neuen Property-Editors ist es nun unter anderem möglich, Optionen, die nicht benötigt werden, abzuschalten. Darüber hinaus haben die Entwickler den integrierten Dateibrowser weiter ausgebaut und unter anderem um eine Listen-, Spalten- und Vorschauansicht ergänzt. Darüber hinaus lassen sich Dateien mittels einer Quick-Funktion schneller sortieren. Überarbeitet wurde ferner auch die Steuerung der Applikation mittels der Tastatur, so dass Blender nun besser eigene Shortcuts unterstützt. Kombiniert wird das System mit sogenannten Key-Maps, die eine Funktionalität ähnlich der Mausgesten ermöglicht.

Um unter anderem externen Entwicklern einen besseren Zugriff auf die Szene-Daten zu ermöglichen, führt Blender 2.5 nun ein Data-API ein. Darüber hinaus haben die Entwickler ein einheitliches System zur Benutzung der Anwendung erstellt. Das neue Tool-API, die eine enorme Überarbeitung von Blender erforderte, ermöglicht nun, dass Tools nicht mehr die Eingaben von anderen Quellen blockieren können. Ferner steht ab der aktuellen Version den Anwendern nun auch eine Plug-In-Schnittstelle zur Verfügung, die sich von der bisherigen Lösung durch Verbesserungen in der Handhabung auszeichnet.

Künstler dürfen sich in der kommenden Version ferner über ein optimiertes Sculpt-Werkzeug freuen. Die Geschwindigkeit soll drastisch höher sein, die Speichernutzung dagegen verringert. Überarbeitet wurde auch das Brush-Werkzeug, das nun mehr Möglichkeiten bietet. Neu in der kommenden Generation von Blender ist auch die Möglichkeit, einfache Maschen mit dem »Härten«-Werkzeug zu bearbeiten. Bei dem als »Solidify« bezeichneten Tool handelt es sich um eine als »Shell« in anderen Modelern bekannte Erweiterung, die es ermöglicht, Flächen anhand eines Maschenmodells zu generieren.

Eine weitere Neuerung von Blender 2.5 betrifft das Animationssystem. Die Prämisse der kommenden Generation lautet: »Mache alles animierbar«. Informationen über Animationen werden in einer F-Curve gespeichert, wobei diese wiederum in Aktionen eingeschlossen werden können. Zudem wurde Blender 2.5 ein neuer Animationseditor spendiert, der nicht nur an die neue Animationsprämisse angepasst wurde, sondern auch neue Funktionen enthält. Ferner verfügt das Paket über eine neue Rauch-Simulation und ein überarbeitetes Partikelsystem. Darüber hinaus wurde das Renderingsystem aufgewertet.

Laut Aussagen der Entwickler enthält Blender 2.53 fast alle Funktionen, die auch in die stabile Version einfließen werden. Lediglich die Python-Schnittstelle soll noch weiter angepasst werden. Die Hauptaufgaben widmen sich dementsprechend der Stabilisierung der Anwendung. Zwar seien bereits in der aktuellen Version zahlreiche Probleme korrigiert worden, doch gehen die Programmierer noch von weiteren Unstimmigkeiten aus. Blender 2.53 kann ab sofort in einer ersten Betaversion für Linux, Mac OS X, Solaris und Windows heruntergeladen werden.

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