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Thema: Blender 2.53 Beta vorgestellt

31 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von theBohemian am Fr, 23. Juli 2010 um 14:15 #

Muss frustrierend sein Entwickler von einem proprietärem 3D-Modellierer zu sein. War Blender mit der Pleite von NaN ja schon fast weg vom Fenster, so bietet es heute alle möglichen modernen Features und gibt diese ohne Zugriffsbeschränkungen, Serialcodes, Hardwaredongles an sämtliche Computernutzer heraus und unterstützt dabei eine beeindruckende Liste von Betriebssystemen. Zudem kann implementiert werden, was technisch möglich ist und nicht was eine Marketingabteilung vorschreibt.

Werd' wohl nie dahinter kommen, wie man durch Entwicklung von proprietärer SW glücklich werden kann ... ;-)

  • Score: 3 Von Peter am Fr, 23. Juli 2010 um 14:56 #

    Uh, offensichtlich noch nie Maya oder Softimage benutzt.

    • Score: 3 Von Manuel am Fr, 23. Juli 2010 um 15:12 #

      Doch! Maya mehrere Jahre im 3D Feature Film Bereich ...

      ich mag Maya, aber es ist nicht zu leugnen das Blender derzeit den hoechsten Entwicklungssprint hinlegt!
      Sie haben sich das Ziel nach Hollywood zu kommen nicht umsonst gesetzt.
      Meine persoenliche Meinung: es ist nur eine Frage der Zeit bis Blender zu den absoluten Top 3D Packeten gehoert!

      • Score: 3 Von Der_Andi am Fr, 23. Juli 2010 um 18:16 #

        ich mag Maya, aber es ist nicht zu leugnen das Blender derzeit den hoechsten Entwicklungssprint hinlegt!

        Um ehrlich zu sein, bezweifle ich die Aussage. Maya verliert aufgrund der limitieren Entwicklerzahl zunehmend an Boden. Nicht nur Softimage oder Maya gegenüber, sondern auch gegenüber anderen Applikationen wir Houdini. Während Blender sich seit Jahren mit recht simplen Funktionen wie der GUI, Meshes, Partikeln usw. herumschlägt, sind andere schon etliche Etappen weiter. Wenn ich nur an Cloth, Fluid oder Hair in Blender und in Maya/Softimage denke... Von den Unterschieden der eingebauten Renderer will ich nicht mal reden.

        • Score: 3 Von Der_Andi am Fr, 23. Juli 2010 um 18:25 #

          Maya verliert aufgrund der limitieren Entwicklerzahl

          Ahhh, nicht Maya, sondern Blender...

          • Score: 3 Von Manuel am Fr, 23. Juli 2010 um 19:57 #

            ich glaub dann bist du nicht so richtig auf dem aktuellen stand ;)
            die Entwickler werden eher mehr als weniger, es gibt auch von der Blender Foundation bezahlte 24/5 Entwickler. wenn du die regelmaessigen developer meetings verfolgst bekommst du in etwa eine Idee davon wie rasant alles voran geht. Blender waechst unter anderem an konkreten Aufgabenstellungen in Projekten wie jetzt zB Smoke/Particles in Sintel ... oder effektives Raytracing mit mehreren Kernen, Compositing sowie Materialien ueber Nodes ...
            Der interne Renderer ist wirklich sehr gut und wenns etwas mehr sein soll gibt es genug externe sogar VRay kannst du einbinden. MR wohl in Zukunft ueber die neue Renderplugin Architektur auch...

            • Score: 3 Von Der_Andi am Fr, 23. Juli 2010 um 22:35 #

              ich glaub dann bist du nicht so richtig auf dem aktuellen stand

              Blender Foundation ist eine kleine Bude, die nach eigenen Angaben neben Roosendaal nur eine Zitat "handvoll" Entwickler bezahlt. Woher die Zahl von 25 kommt, würde ich gerne wissen. Wie dem aber auch sei. Alias hat vor der Übernahme alleine in Europa 100 Entwickler für Maya beschäftigt. Insgesamt waren ca. 400-500 Leute dran. Und nun kommst du mit 25 uns willst sagen, dass die Entwicklung nun rasant an denen vorbei geht?

              Blender waechst unter anderem an konkreten Aufgabenstellungen in Projekten wie jetzt zB Smoke/Particles in Sintel ...

              Das will ja auch keiner bestreiten, nur hängt Blender den oben genannten Beispielen um Entwicklungsjahre hinterher. Auch wenn die Entwicklung nun endlich an Fahrt gewinnt, sind die auch jetzt eingebauten Funktionen eher Standard in anderen Paketen zu Maya/Softimage. Die anderen Pakete stehen aber nicht, sondern entwickeln sich (mit Hilfe von Milliardengeldern aus Hollywood) weiter.

              Wie gesagt. Blender ist definitiv ein gutes Stück Software, aber leider um Jahre den kommerziellen (und definitiv nicht billigen) Produkten hinterher - mit der Tendenz, dass Blender immer mehr am Boden verliert. Das ist zwar nicht sonderlich schlimm, und das Paket ist für Freelancer oder prinate User mehr als gut, nur sollte man auch bei Vergleichen, wie die sie gezogen hast, die Realität nicht außer Acht lassen.

              • Score: 3 Von Manuel am Sa, 24. Juli 2010 um 02:04 #

                Mit 24/5 meinte ich festangstellte Entwickler, 24/5 ist trotzdem falsch wird wohl eher 8/5 lauten (stunden/tage) :)
                Das sind die 'handvoll festen' Entwickler es gibt aber noch genug weitere die ebenfalls Code beisteuern, mit Sicherheit keine 400-500 Leute. Ich sagte auch nicht das die Entwicklung rasant _vorbei_ geht sondern rasant _voran_ wenn du mir das nicht glaubst vergleiche einfach die Release Notes der letzten 3 Jahre
                ich bleibe deshalb dabei das Blender in den naechsten Jahren mit zu den professionellsten 3D Paketen gehoeren wird. Die Milliardengelder aus Hollywood fuer Maya (wie kommst du darauf? Lizenskosten?) sind sicher schoen, aber noch besser fuer grosse Produktionshaeuser ist es, wenn wenn selbst am Code mitgewerkelt werden darf. Und ich mutmasSe einfach mal das diese Zeit kommen wird wenn Blender entsprechend ausgereift ist, dass ist ein gesetztes Ziel. Ein offenes Entwicklungs Modell ist manchmal einfach attraktiver fuer (grosse) Firmen siehe auch die wachsende Unterstuetzung fuer Linux.

                Die Core Funktionalitaet von Blender _ist_ bereits sehr gut bzw wuesste ich jetzt nicht wo Blender was Modelling/Textures/Materials/Unwrap/Standard-Renderings angeht den grossen Paketen hinterherhinken soll und schon garnicht um Jahre (gerne Beispiele?) ich finde sogar das Blender in diesen Bereichen 3D Studio MAX schon ueberlegen ist! (blankes MAX vs. blankes Blender).
                Wo siehst du das Blender an Boden verliert??

                • Score: 3 Von nap am So, 25. Juli 2010 um 11:35 #

                  > Wo siehst du das Blender an Boden verliert??

                  Als jemand der mittlerweile Blender einem Maya immer vorziehen würde, würde mich die Antwort auf diese Frage auch interessieren.

                  • Score: 3 Von HA am Mo, 26. Juli 2010 um 11:10 #

                    An welchen größeren Kinofilmen hast du denn in der letzten Zeit mitgearbeitet? Dieser Hintergrund wäre nicht uninteressant, um einschätzen zu können, warum du "Blender einem Maya immer vorziehen" würdest.

                    • Score: 3 Von Manuel am Mo, 26. Juli 2010 um 11:32 #

                      das ist nichts sagend ;) ich zB habe an 3 Filmen mit gewerkelt die im Kino liefen

                      das ist auch schon eine Weile her, der einzige Punkt der meiner Meinung "heutzutage" noch hinterherhinken wuerde waere die MR Integration, wobei ich sagen muss das der interne Renderer durchaus die gleiche Ergebnisse liefern wuerde. Soll heissen Blender ist durchaus schon fuer Produktionen geeignet die auf 2K/ 4K Output zielen.

                      aber das ist relativ egal, da in erster Linie die Pipeline wichtig ist die eine Firma einsetzt und wenn die nunmal zu grosSen Teilen auf Maya setzt, weil die meisten Artists in dem Berufsfeld (Zweig Kino) nunmal die groessten Erfahrungen haben wird das nicht mal eben auf Blender oder sonstwas umgeaendert.

                      in ein paar Jahren koennte das schon ganz anders aussehen ... :o)

                Score: 3 Von Unglaublich am Sa, 24. Juli 2010 um 07:58 #

                Wie gesagt. Blender ist definitiv ein gutes Stück Software, aber leider um Jahre den kommerziellen (und definitiv nicht billigen) Produkten hinterher - mit der Tendenz, dass Blender immer mehr am Boden verliert.

                Das geht nicht ewig so.

                Irgendwann wird die Entwicklung nur noch in kleinen Schritten bei den Großen voranschreiten, trotz Manpower, dann werden diese nur noch evolutionär aber nicht mehr revolutionär besser werden und Blender wird dann nach und nach aufholen und sie irgendwann einholen oder gleich auf liegen.

                Als bestes Beispiel schau dir einfach den Linux Kernel an und vergleiche ihn mit anderen professionellen Unix Kerneln.

                Da wo Blender heute ist, da war der Linux Kernel vielleicht mit Version 2.0.0 vor zig Jahren, aber heute ist der Linux Kernel den professionellen Unixen in vielen Bereichen ebenbürtig und das auch nur, weil bei den anderen sich halt nicht mehr so viel tut. Und Blender wird genau das gleiche Schicksal erfahren.

                Damit das nicht passiert müßte schon schlimmeres passieren, wie z.b. daß Blender an Momentum verliert. Die Blender Foundation in Geldnot gerät, alle Hauptentwickler rausgeschmissen werden und die Amateurprogammierer mit Blender überfordert sind, DANN und nur DANN würde Blender kaum zu den anderen aufholen.

          Score: 3 Von Kung Fu Man Schuh am Fr, 23. Juli 2010 um 19:32 #

          In 2.5 wurde auch das Partikel-System erweitert. Limitiert sind die Entwicklerzahl zudem wohl nur bei Closed-source wie Maya.

      Score: 3 Von theBohemian am Fr, 23. Juli 2010 um 17:08 #

      > Uh, offensichtlich noch nie Maya oder Softimage benutzt.
      Ja, die mögen heute irgendwo irgendwie besser sein. Aber es braucht doch keine Kristallkugel, um zu erkennen, dass ein Produkt, welches unbeschränkt nutzbar ist und sich gleichzeitig ohne Restriktionen weiterentwickeln kann eine viel weitere Verbreitung erreichen kann. Ich denke dabei eben auch nicht an heute oder morgen, sondern an einen Zeitraum wie 10 oder 20 Jahre.

      Als Vergleich führe ich an, was GNU/Linux den proprietären Unices 'angetan' hat oder die Wikipedia den etablierten Enzyklopädien. Und ja, wem es egal ist, wodurch er/sie 8 Stunden täglich von seiner/ihrer Familie ferngehalten wird, dem/der wird es auch nicht jucken, ob man was programmiert, was irgendwann bedeutungslos ist und das nur, weil man an einer restriktiven Nutzungspolitik festgehalten hat.

      Ich btw finde es gut, wenn freie Programme Proprietäre Verdrängen. :x
      Am besten finde ich es, wenn die freien Programme ebenfalls (gegen Geld) am Arbeitsplatz entwickelt werden, weil es zeigt, dass freie Software und Erfolg am Markt sich nicht ausschließen und allen die meinen Proprietarität ist eine notwendige Vorbedingung zum Überleben eines Besseren belehrt.

      So, nur meine bescheidene Meinung. :)

      • Score: 3 Von Unglaublich am Sa, 24. Juli 2010 um 08:05 #

        Die Sache ist doch die.

        Es gibt Anwender (meinetwegen auch Firmen) die als Anwender Software nutzen und es gibt solche, die sie entwickeln.

        Solche Firmen, die nur anwenden wollen, die sind froh, wenn sie alles ganz billig oder besser kostenlos bekommen,
        aber die Firmen, die entwickeln, die müssen ja dafür Geld verdienen, damit sie ihre Angestellten auch finanzieren können.

        Und hier entsteht das Problem.
        Firmen die entwickeln würden sicher gerne auch freie Software entwickeln, aber wenn das dann dazu führt, daß die anwendende Firma dann dafür nichts mehr bezahlt, dann läuft das einfach schief.

        • Score: 3 Von nap am So, 25. Juli 2010 um 11:45 #

          > wenn das dann dazu führt, daß die anwendende Firma dann dafür
          > nichts mehr bezahlt, dann läuft das einfach schief.

          Das Abkassieren beim Endkunden ist nur eines von vielen Finanzierungsmodellen.

          • Score: 3 Von Unglaublich am So, 25. Juli 2010 um 19:53 #

            Bei dieser Art von Software ist es das einzigste Finanzierungsmodell um langfristig den Fortbestand der Firma zu einem tragbaren Rahmen zu sichern.


            Auftragsentwicklung nach dem Motto bau Feature X in Software X ein sind nicht langfristig, weil die Software dann irgendwann so weit entwickelt ist, daß es immer weniger Auftäge für diese Software gibt und spätestens dann ist die Firma nicht mehr tragfähig und es müssen Mitarbeiter entlassen werden.

            Score: 3 Von HA am Mo, 26. Juli 2010 um 11:19 #

            Aber das Bewährteste. Warum auch nicht? Wer Leistung nutzt, soll auch dafür zahlen.

    Score: 3 Von Unglaublich am Sa, 24. Juli 2010 um 07:51 #

    Werd' wohl nie dahinter kommen, wie man durch Entwicklung von proprietärer SW glücklich werden kann ...

    Proprietäre Anwendungs SW legt dich wenigstens in Lohn und Brot, diese Möglichkeit haben bei Free Software nur ein Bruchteil der Entwickler. Bei Anwendungssoftware wohlgemerkt! Webentwicklung unter Nutzung von Free Software oder Firmensupport ist wieder was anderes.


    Von daher. Ja ich hätte nichts dagegen z.B. meine eigene Videoschnittsoftware zu schreiben, aber dann will ich auch ein garantiertes Monatsgehalt von mind. 4k Euro haben und nicht die Haftung bei eventuellen Patentstreitigkeiten übernehmen müssen.
    Wenn ich letzteres übernehmen müßte, dann brauche ich eine größere finanzielle Risikoabdeckung, denn dann müßte ich das ganze wie ne Firma führen und z.b. auch 1-2 Rechtsanwälte anstellen und schon sind wir weit jenseits von 4k €.
    Um mal ne Summe zu nennen, wer würde mir beispielsweise also 300000 € pro Monat* an meine Firma bezahlen?


    * Und vermutlich habe ich die Summe noch viel zu weit unten angesetzt.


    • Score: 3 Von nap am So, 25. Juli 2010 um 11:50 #

      > Proprietäre Anwendungs SW legt dich wenigstens in Lohn und Brot
      > diese Möglichkeit haben bei Free Software nur ein Bruchteil der Entwickler.

      Demnach gibt es im Umkehrschluss keine arbeitslosen propitären Entwickler? Verknüpfst du "Arbeit" mit "anständiger Bezahlung" und "Sinnhaftigkeit" oder geht es dir tatsächlich nur um "hauptsache Arbeit"?

      Score: 3 Von nap am So, 25. Juli 2010 um 11:57 #

      > ich hätte nichts dagegen z.B. meine eigene Videoschnittsoftware zu schreiben

      Dann tu es doch. Beachte aber das du in Konkurrenz zu bereits existierender Videoschnittsoftware stehst.

      > aber dann will ich auch ein garantiertes Monatsgehalt von mind. 4k Euro haben

      Wenn du gute Leistung bringst. Aber daran zweifle ich irgendwie und ich bin bestimmt nicht der einzige Zweifler.

      > wer würde mir beispielsweise also 300000 € pro Monat* an meine Firma bezahlen?

      Wofür? Für deine eigene Videoschnittsoftware? Zeig uns doch erst einmal das du dem gewachsen bist und dabei tatsächlich eine brauchbare Videoschnittsoftware bei rauskommt. Hast du Referenzen wie zB Projekte die du schon umgesetzt hast oder vielleicht sogar schon einen Prototypen?

      • Score: 3 Von Unglaublich am So, 25. Juli 2010 um 19:49 #

        > Dann tu es doch. Beachte aber das du in Konkurrenz zu bereits existierender Videoschnittsoftware stehst.

        Ich bezog mich im Rahmen von Free Software.
        D.h. ich würde ne Videoschnittsoftware als Free Software schreiben wenn ihr Open Source Anwender mir davon ein monatliches Gehalt geben würdet.

        Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.

        > Wofür? Für deine eigene Videoschnittsoftware?

        Damit du eine Free Software VS bekommst.
        Also nicht für mich.
        Hier geht es um die Frage der Finanzierung von Free Software Projekten falls du das also noch nicht bemerkt haben solltest.


        • Score: 3 Von TeaAge am Mo, 26. Juli 2010 um 13:17 #

          Das läuft doch alles ein bisschen anders ab:

          Möglichkeit a)
          Du hast eine Firma mit ganz tollen Software-Entwicklern. Jetzt kommt eine Firma auf die zu und wünscht sich von dir eine Software die ganz tolle Sachen macht und bezahlt dich dafür => Einkommen gesichert, solange die Auftragsbücher voll sind

          Möglichkeit b)
          Du hast irgendeine riesige Firma, die irgendwelche Produkte herstellt (Bleigewichte von mir aus) und brauchst eine Verwaltungssoftware bzw. bist mit den vorhandenen nicht zufrieden.
          Jetzt kannst du ein paar Entwickler einstellen, die an einer freien Verwaltungssoftware arbeiten und die fehlenden Funktionen einbauen.

          Andere Firmen machen das genauso und tragen ebenso ihren Teil bei. Und am Ende gibt es eine super Verwaltungssoftware die quasi zum Selbstläufer wird. Wäre die Software nicht frei, hätte jede Firma ein komplett eigene Software geschrieben, was sicherlich teurer und weniger gut geworden wäre.

          Gruß

          Score: 3 Von Gorn am Mo, 26. Juli 2010 um 23:12 #

          >Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.

          Wie zahlt dann die Blender-Foundation bzw. das Blender Institute seine Entwickler? :o

          Score: 3 Von zettberlin am Fr, 30. Juli 2010 um 09:57 #

          > Ich bezog mich im Rahmen von Free Software.
          > D.h. ich würde ne Videoschnittsoftware als Free Software schreiben wenn ihr Open Source Anwender mir davon ein monatliches Gehalt geben würdet.

          Das wäre dann in etwa das Modell, nach dem Ardour entwickelt wird:

          http://ardour.org

          Wenn Du ein Paket etwa auf dem Niveau von Open Movie Editor zur Hand hast, den Code von OME weiterentwickeln möchtest oder selbst Richard Spindler bist, zahle ich Dir gerne 5E/Monat und helfe Dir, ein paar Hundert weitere Unterstützer zu finden.

          > Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.

          Ardour hat so etwa um die 20 000 Downloads im Monat -- da würden auch schon 50 Cent / Nutzer dicke reichen. Aber die meisten haben nun mal eine reichlich kranke Mentalität entwickelt. Leute, die eigentlich ganz nett sind, werden zu verkommenen, elenden Knickern, wenn Sie vor die Wahl gestellt sind, etwas ganz billig oder ganz umsonst zu bekommen. Leute, die sich (völlig zu Recht) in Grund und Boden schämen würden, wenn sie in der Kneipe bei einer auf 38,50 überteuerten Rechnung nicht 40,- sagen.

          Das liegt sicher auch an den Paymentsystemen, wer will sich immer erst groß bei einem Bezahldienst einloggen, wenn er/sie mal 2-3 E locker machen möchte.

          Aber entscheidend ist, dass den Nutzern in der freien Szene klar wird, dass bestimmte Software ab einem bestimmten Punkt Vollzeitentwickler braucht, die ein anständiges Einkommen bekommen müssen. Und zwar von uns.

          ps.: Die 300 000 E Bemerkung halte ich übrigens für hahnebüchen.
          Eine gute Rechtsschutzversicherung inklusive Marken/Urheber/Patent Streitereien ist für um die 200E/Monat zu haben. Ein angestellter Anwalt (den sich nur ganz wenige leisten) kostet auch nicht mehr als 5-6000/Monat. Kommt es zum Streit, hängen die Kosten auch mit der Größe des Geschäfts zusammen. Eine 3-4 Leute Firma mit vielleicht 300K Umsatz im Jahr wird wohl kaum 3 Millionen E im Jahr für Gerichtsstreitereien ausgeben müssen.

          Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 30. Jul 2010 um 10:06.
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