Werd' wohl nie dahinter kommen, wie man durch Entwicklung von proprietärer SW glücklich werden kann ...
Proprietäre Anwendungs SW legt dich wenigstens in Lohn und Brot, diese Möglichkeit haben bei Free Software nur ein Bruchteil der Entwickler. Bei Anwendungssoftware wohlgemerkt! Webentwicklung unter Nutzung von Free Software oder Firmensupport ist wieder was anderes.
Von daher. Ja ich hätte nichts dagegen z.B. meine eigene Videoschnittsoftware zu schreiben, aber dann will ich auch ein garantiertes Monatsgehalt von mind. 4k Euro haben und nicht die Haftung bei eventuellen Patentstreitigkeiten übernehmen müssen. Wenn ich letzteres übernehmen müßte, dann brauche ich eine größere finanzielle Risikoabdeckung, denn dann müßte ich das ganze wie ne Firma führen und z.b. auch 1-2 Rechtsanwälte anstellen und schon sind wir weit jenseits von 4k €. Um mal ne Summe zu nennen, wer würde mir beispielsweise also 300000 € pro Monat* an meine Firma bezahlen?
* Und vermutlich habe ich die Summe noch viel zu weit unten angesetzt.
> Proprietäre Anwendungs SW legt dich wenigstens in Lohn und Brot > diese Möglichkeit haben bei Free Software nur ein Bruchteil der Entwickler.
Demnach gibt es im Umkehrschluss keine arbeitslosen propitären Entwickler? Verknüpfst du "Arbeit" mit "anständiger Bezahlung" und "Sinnhaftigkeit" oder geht es dir tatsächlich nur um "hauptsache Arbeit"?
> ich hätte nichts dagegen z.B. meine eigene Videoschnittsoftware zu schreiben
Dann tu es doch. Beachte aber das du in Konkurrenz zu bereits existierender Videoschnittsoftware stehst.
> aber dann will ich auch ein garantiertes Monatsgehalt von mind. 4k Euro haben
Wenn du gute Leistung bringst. Aber daran zweifle ich irgendwie und ich bin bestimmt nicht der einzige Zweifler.
> wer würde mir beispielsweise also 300000 € pro Monat* an meine Firma bezahlen?
Wofür? Für deine eigene Videoschnittsoftware? Zeig uns doch erst einmal das du dem gewachsen bist und dabei tatsächlich eine brauchbare Videoschnittsoftware bei rauskommt. Hast du Referenzen wie zB Projekte die du schon umgesetzt hast oder vielleicht sogar schon einen Prototypen?
> Dann tu es doch. Beachte aber das du in Konkurrenz zu bereits existierender Videoschnittsoftware stehst.
Ich bezog mich im Rahmen von Free Software. D.h. ich würde ne Videoschnittsoftware als Free Software schreiben wenn ihr Open Source Anwender mir davon ein monatliches Gehalt geben würdet.
Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.
> Wofür? Für deine eigene Videoschnittsoftware?
Damit du eine Free Software VS bekommst. Also nicht für mich. Hier geht es um die Frage der Finanzierung von Free Software Projekten falls du das also noch nicht bemerkt haben solltest.
Möglichkeit a) Du hast eine Firma mit ganz tollen Software-Entwicklern. Jetzt kommt eine Firma auf die zu und wünscht sich von dir eine Software die ganz tolle Sachen macht und bezahlt dich dafür => Einkommen gesichert, solange die Auftragsbücher voll sind
Möglichkeit b) Du hast irgendeine riesige Firma, die irgendwelche Produkte herstellt (Bleigewichte von mir aus) und brauchst eine Verwaltungssoftware bzw. bist mit den vorhandenen nicht zufrieden. Jetzt kannst du ein paar Entwickler einstellen, die an einer freien Verwaltungssoftware arbeiten und die fehlenden Funktionen einbauen.
Andere Firmen machen das genauso und tragen ebenso ihren Teil bei. Und am Ende gibt es eine super Verwaltungssoftware die quasi zum Selbstläufer wird. Wäre die Software nicht frei, hätte jede Firma ein komplett eigene Software geschrieben, was sicherlich teurer und weniger gut geworden wäre.
>Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.
Wie zahlt dann die Blender-Foundation bzw. das Blender Institute seine Entwickler?
> Ich bezog mich im Rahmen von Free Software. > D.h. ich würde ne Videoschnittsoftware als Free Software schreiben wenn ihr Open Source Anwender mir davon ein monatliches Gehalt geben würdet.
Das wäre dann in etwa das Modell, nach dem Ardour entwickelt wird:
http://ardour.org
Wenn Du ein Paket etwa auf dem Niveau von Open Movie Editor zur Hand hast, den Code von OME weiterentwickeln möchtest oder selbst Richard Spindler bist, zahle ich Dir gerne 5E/Monat und helfe Dir, ein paar Hundert weitere Unterstützer zu finden.
> Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.
Ardour hat so etwa um die 20 000 Downloads im Monat -- da würden auch schon 50 Cent / Nutzer dicke reichen. Aber die meisten haben nun mal eine reichlich kranke Mentalität entwickelt. Leute, die eigentlich ganz nett sind, werden zu verkommenen, elenden Knickern, wenn Sie vor die Wahl gestellt sind, etwas ganz billig oder ganz umsonst zu bekommen. Leute, die sich (völlig zu Recht) in Grund und Boden schämen würden, wenn sie in der Kneipe bei einer auf 38,50 überteuerten Rechnung nicht 40,- sagen.
Das liegt sicher auch an den Paymentsystemen, wer will sich immer erst groß bei einem Bezahldienst einloggen, wenn er/sie mal 2-3 E locker machen möchte.
Aber entscheidend ist, dass den Nutzern in der freien Szene klar wird, dass bestimmte Software ab einem bestimmten Punkt Vollzeitentwickler braucht, die ein anständiges Einkommen bekommen müssen. Und zwar von uns.
ps.: Die 300 000 E Bemerkung halte ich übrigens für hahnebüchen. Eine gute Rechtsschutzversicherung inklusive Marken/Urheber/Patent Streitereien ist für um die 200E/Monat zu haben. Ein angestellter Anwalt (den sich nur ganz wenige leisten) kostet auch nicht mehr als 5-6000/Monat. Kommt es zum Streit, hängen die Kosten auch mit der Größe des Geschäfts zusammen. Eine 3-4 Leute Firma mit vielleicht 300K Umsatz im Jahr wird wohl kaum 3 Millionen E im Jahr für Gerichtsstreitereien ausgeben müssen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 30. Jul 2010 um 10:06.
Proprietäre Anwendungs SW legt dich wenigstens in Lohn und Brot, diese Möglichkeit haben bei Free Software nur ein Bruchteil der Entwickler. Bei Anwendungssoftware wohlgemerkt! Webentwicklung unter Nutzung von Free Software oder Firmensupport ist wieder was anderes.
Von daher. Ja ich hätte nichts dagegen z.B. meine eigene Videoschnittsoftware zu schreiben, aber dann will ich auch ein garantiertes Monatsgehalt von mind. 4k Euro haben und nicht die Haftung bei eventuellen Patentstreitigkeiten übernehmen müssen.
Wenn ich letzteres übernehmen müßte, dann brauche ich eine größere finanzielle Risikoabdeckung, denn dann müßte ich das ganze wie ne Firma führen und z.b. auch 1-2 Rechtsanwälte anstellen und schon sind wir weit jenseits von 4k €.
Um mal ne Summe zu nennen, wer würde mir beispielsweise also 300000 € pro Monat* an meine Firma bezahlen?
* Und vermutlich habe ich die Summe noch viel zu weit unten angesetzt.
> Proprietäre Anwendungs SW legt dich wenigstens in Lohn und Brot
> diese Möglichkeit haben bei Free Software nur ein Bruchteil der Entwickler.
Demnach gibt es im Umkehrschluss keine arbeitslosen propitären Entwickler? Verknüpfst du "Arbeit" mit "anständiger Bezahlung" und "Sinnhaftigkeit" oder geht es dir tatsächlich nur um "hauptsache Arbeit"?
Es geht mir um Hauptsache den Lebensunterhalt durch ein echtes Einkommen finanzieren zu können.
> ich hätte nichts dagegen z.B. meine eigene Videoschnittsoftware zu schreiben
Dann tu es doch. Beachte aber das du in Konkurrenz zu bereits existierender Videoschnittsoftware stehst.
> aber dann will ich auch ein garantiertes Monatsgehalt von mind. 4k Euro haben
Wenn du gute Leistung bringst. Aber daran zweifle ich irgendwie und ich bin bestimmt nicht der einzige Zweifler.
> wer würde mir beispielsweise also 300000 € pro Monat* an meine Firma bezahlen?
Wofür? Für deine eigene Videoschnittsoftware? Zeig uns doch erst einmal das du dem gewachsen bist und dabei tatsächlich eine brauchbare Videoschnittsoftware bei rauskommt. Hast du Referenzen wie zB Projekte die du schon umgesetzt hast oder vielleicht sogar schon einen Prototypen?
> Dann tu es doch. Beachte aber das du in Konkurrenz zu bereits existierender Videoschnittsoftware stehst.
Ich bezog mich im Rahmen von Free Software.
D.h. ich würde ne Videoschnittsoftware als Free Software schreiben wenn ihr Open Source Anwender mir davon ein monatliches Gehalt geben würdet.
Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.
> Wofür? Für deine eigene Videoschnittsoftware?
Damit du eine Free Software VS bekommst.
Also nicht für mich.
Hier geht es um die Frage der Finanzierung von Free Software Projekten falls du das also noch nicht bemerkt haben solltest.
Das läuft doch alles ein bisschen anders ab:
Möglichkeit a)
Du hast eine Firma mit ganz tollen Software-Entwicklern. Jetzt kommt eine Firma auf die zu und wünscht sich von dir eine Software die ganz tolle Sachen macht und bezahlt dich dafür => Einkommen gesichert, solange die Auftragsbücher voll sind
Möglichkeit b)
Du hast irgendeine riesige Firma, die irgendwelche Produkte herstellt (Bleigewichte von mir aus) und brauchst eine Verwaltungssoftware bzw. bist mit den vorhandenen nicht zufrieden.
Jetzt kannst du ein paar Entwickler einstellen, die an einer freien Verwaltungssoftware arbeiten und die fehlenden Funktionen einbauen.
Andere Firmen machen das genauso und tragen ebenso ihren Teil bei. Und am Ende gibt es eine super Verwaltungssoftware die quasi zum Selbstläufer wird. Wäre die Software nicht frei, hätte jede Firma ein komplett eigene Software geschrieben, was sicherlich teurer und weniger gut geworden wäre.
Gruß
>Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.
Wie zahlt dann die Blender-Foundation bzw. das Blender Institute seine Entwickler?
Garnicht?
Die haben bezahlte Entwickler, und während der Open Movie Projects auch bezahlte Designer.
> Ich bezog mich im Rahmen von Free Software.
> D.h. ich würde ne Videoschnittsoftware als Free Software schreiben wenn ihr Open Source Anwender mir davon ein monatliches Gehalt geben würdet.
Das wäre dann in etwa das Modell, nach dem Ardour entwickelt wird:
http://ardour.org
Wenn Du ein Paket etwa auf dem Niveau von Open Movie Editor zur Hand hast, den Code von OME weiterentwickeln möchtest oder selbst Richard Spindler bist, zahle ich Dir gerne 5E/Monat und helfe Dir, ein paar Hundert weitere Unterstützer zu finden.
> Dies schrieb ich um euch mal zu zeigen daß keiner von euch wirklich so die Entwicklung von Open Source fördern möchte, denn von euren 5 € Spenden kann man nicht leben, da müßte schon mehr rauskommen.
Ardour hat so etwa um die 20 000 Downloads im Monat -- da würden auch schon 50 Cent / Nutzer dicke reichen. Aber die meisten haben nun mal eine reichlich kranke Mentalität entwickelt. Leute, die eigentlich ganz nett sind, werden zu verkommenen, elenden Knickern, wenn Sie vor die Wahl gestellt sind, etwas ganz billig oder ganz umsonst zu bekommen. Leute, die sich (völlig zu Recht) in Grund und Boden schämen würden, wenn sie in der Kneipe bei einer auf 38,50 überteuerten Rechnung nicht 40,- sagen.
Das liegt sicher auch an den Paymentsystemen, wer will sich immer erst groß bei einem Bezahldienst einloggen, wenn er/sie mal 2-3 E locker machen möchte.
Aber entscheidend ist, dass den Nutzern in der freien Szene klar wird, dass bestimmte Software ab einem bestimmten Punkt Vollzeitentwickler braucht, die ein anständiges Einkommen bekommen müssen. Und zwar von uns.
ps.: Die 300 000 E Bemerkung halte ich übrigens für hahnebüchen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 30. Jul 2010 um 10:06.Eine gute Rechtsschutzversicherung inklusive Marken/Urheber/Patent Streitereien ist für um die 200E/Monat zu haben. Ein angestellter Anwalt (den sich nur ganz wenige leisten) kostet auch nicht mehr als 5-6000/Monat. Kommt es zum Streit, hängen die Kosten auch mit der Größe des Geschäfts zusammen. Eine 3-4 Leute Firma mit vielleicht 300K Umsatz im Jahr wird wohl kaum 3 Millionen E im Jahr für Gerichtsstreitereien ausgeben müssen.