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Thema: GNOME 3.0 verschoben

62 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von vicbrother am Mi, 28. Juli 2010 um 18:25 #

Wie ich mir dachte muss GNOME noch etwas reifen und erwachsener werden bis es mit der KDE mithalten kann. Schön dass GNOME das auch so sieht. Allerdings glaube ich nicht, dass weitere sechs Monate GNOME 3.0 helfen auf KDE 4.5 (bzw dann wohl schon 4.6) aufzuschliessen.

  • Score: 3 Von PsycoMike am Mi, 28. Juli 2010 um 18:41 #

    -- Allerdings glaube ich nicht, dass weitere sechs Monate GNOME 3.0 helfen auf KDE 4.5 (bzw dann wohl schon 4.6) aufzuschliessen. --

    Danke für dein Statement, wissen wir doch alle, der Glaube ist die letzte Bastion
    des Unwissenden. :)

    B-F

    • Score: 3 Von vicbrother am Mi, 28. Juli 2010 um 19:12 #

      Mir musst du nicht glauben, mir darfst du vertrauen: Ich verfolge die KDE- und GNOME-Entwicklung seit dem Beginn beider Projekte und kann dir daher einen sachlichen und objektive Einschätzung über beide Projekte geben - und das findet man selten.

      • Score: 3 Von Wolfi am Mi, 28. Juli 2010 um 19:30 #

        Das tue ich auch und ich halte von deinem Statement herzlich wenig.

        • Score: 3 Von vicbrother am Mi, 28. Juli 2010 um 19:48 #

          Das Widerspricht sich: Mir zu vertrauen und dann mein Statement zu verwerfen...

          • Score: 3 Von Lumines am Mi, 28. Juli 2010 um 21:41 #

            Objektiv betrachtet ist die Wahl der Desktopumgebung eine ziemlich subjektive Sache. Was technisch besser ist, interessiert mich bei der täglichen Nutzung herzlich wenig.

            • Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 01:52 #

              Nein, ist es eigentlich nicht. Schon mal was von Softwareergonomie gehört? Es gibt so viele unergonomische Software, dass sich selbst Computerfreaks ständig ärgern müssen. Die Microsoftprodukte sind ergonomisch total daneben, während Apple ein Vorreiter in Sachen Ergonomie ist. Und Gnome hat sich genau dieses Ziel gesetzt: eine ergonomische Desktopumgebung zu entwickeln.

              Eine Firma, die von Windows zu Linux/Gnome oder Apple wechselt, kann auf Dauer sehr viel Zeit sparen.

              Bei uns in der Firma hatten wir neulich eine lustige Begebenheit. Die Windowsnutzer (Wer entwickelt, muss bei uns Windows verwenden, leider.) haben eine Treiber-CD für den Drucker rumgereicht. Die Installation war kompliziert, mit Angabe von IP-Adresse und Portnummer des Druckers. Eine Druckersuche war sogar unmöglich, daher die manuelle Eingabe. Zur Verwirrung aller auch noch als "lokaler Drucker", statt als Netzwerkdrucker. Die Installation des Druckers hat bei mir zwei Stunden gedauert und ich habe auch noch Kollegen von der Arbeit abgehalten.

              Leute mit Macintosh haben gar nichts gemacht. Die haben nur auf Drucken geklickt und es wurde auf dem Drucker gedruckt, der für Windows erst mühsam installiert werden musste. Es musste vom Mac-Anwender nichts mehr eingerichtet werden. Man müsste einfach mal hochrechnen, was es die Firmen kostet, dass Windows so schlecht ist. Selbst wenn es stabil läuft, bleibt doch die mangelhafte Ergonomie.

              • Score: 3 Von naja am Do, 29. Juli 2010 um 06:39 #

                ich mag ja auch Produkte aus dem Hause MS nicht sonderlich, aber wenn es für die Installation der IP bedarf, kann auch ein Apple-Gerät nicht zaubern - oder der Druckerserver ist einfach flasch eingerichtet.

                Wenn also die Apple-Nutzer nichts machen mussten, und es bei Windows nicht ging, hat wohl der Netzwerkadmin geschlampt.

                Score: 3 Von Michi am Do, 29. Juli 2010 um 07:43 #

                Nein, ist es eigentlich nicht. Schon mal was von Softwareergonomie gehört? Es gibt so viele unergonomische Software, dass sich selbst Computerfreaks ständig ärgern müssen. Die Microsoftprodukte sind ergonomisch total daneben, während Apple ein Vorreiter in Sachen Ergonomie ist. Und Gnome hat sich genau dieses Ziel gesetzt: eine ergonomische Desktopumgebung zu entwickeln.

                Eine Firma, die von Windows zu Linux/Gnome oder Apple wechselt, kann auf Dauer sehr viel Zeit sparen.

                Immer diese Pauschalurteile. Ich persönliche entwickle unter Windows Software, benutze daheim seit mehr als zehn Jahren Linux und habe ein Mac Book. Ich find mein Mac Book durchaus sexy, aber die Usability ist auch nicht so viel besser als unter Windows / Linux. Der Hauptvorteil von Apple ist, daß MacOS nur ganz bestimmte Hardware unterstützt und man deswegen weniger Probleme mit den Treibern hat als z.B. unter Windows. Ich finde zum Beispiel Okular deutlich besser als den Mac Pdf Viewer. Netbeans unter MacOS zu benutzen empfinde ich keinesfalls als besser als unter Windows / Linux (ich weiß das Netbeans ein Java-Programm ist, aber wir arbeiten halt mit Netbeans und letztendlich beweerte ich ein Betriebssystem und dessen Usability danach, wie ich im täglichen Einsatz damit klarkomme).

                Wenn dieses "Software muß möglichst einfach sein" stimmen würde, wären alle Entwickler mit Notepad besser dran als mit Vi, Emacs oder Netbeans oder Eclipse. Oder die Leute wären mit Abiword besser dran als mit OpenOffice oder MS Office. Aber letztendlich ist es halt doch entscheidend, was man mit einem Program machen kann und nicht, wie einfach ein Programm zu bedienen ist. Und was für einen Anwender, der ein Programm nur ab und zu benutzt, für einfache Bedienung hält und was ein Power-User für "einfache" Bedienung hält, mag auch sehr unterschiedlich sein. Ein Power-User wird evtl. lieber die Tastatur benutzen, um schnell auf bestimmte Funktionen zugreifen zu können, während Leute, die ein Programm selten benutzen, wahrscheinlich lieber große Icons mit Text drunter haben wollen.

                Für mich ist Usability eins der größten Unworte überhaupt, weil es den Durchschnitts-User einfach nicht gibt und verschiedene Leute ganz verschiedene Anforderungen haben und verschiedene Dinge als gut benutzbar empfinden. Natürlich gibt es Leute, die nur einen Browser oder ein email-Programm benutzen. Aber warum ist MacOS dafür soviel geeigneter als Windows? Warum ist Gnome dafür besser als KDE? Alle haben eine Startleite und wenn man die Icons für den Browser und das email-Programm da platziert, kann wohl auch der größte DAU die Programme starten. Und Firefox ist unter Gnome auch nicht besser als unter Windows, eher im Gegenteil. Und Evolution ist nicht besser als KMail. Letzendlich denke ich, daß für solche User Android eigentlich die beste Option ist. Wer eh nur einen Browser und ein email-Programm benutzen will, braucht gar keinen Desktop.

                Ich denke, daß so Pauschalaussagen, daß ein System besser als ein anderes ist bzw. daß ein System benutzbarer ist als ein anderes, total sinnlos sind. Es kommt immer drauf an, was man macht. Wenn es die Software, die man braucht, nur unter Windows gibt, dann ist halt Windows das beste System. Für Entwickler, die Java entwickeln, ist ein Mac evtl. nicht das beste System, weil Netbeans und Eclipse darauf auch nicht besser laufen als auf anderen System. Emacs und vi haben für den Anfänger sicher eine sehr schlechte "Usability", aber für Power-User vielleicht. Gnome ist für manche Leute sicher toll, andere sind mit anderen Desktops wohl besser dran. Ich denke, man sollte einfach mal etwas differenzieren und nicht immer so Pauschalaussagen treffen.

                • Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 12:06 #

                  "Für mich ist Usability eins der größten Unworte überhaupt, weil es den Durchschnitts-User einfach nicht gibt und verschiedene Leute ganz verschiedene Anforderungen haben und verschiedene Dinge als gut benutzbar empfinden."

                  Den Durchschnittsuser muss es auch nicht geben. Dass unterschiedliche Software unterschiedliche Anforderungen hat, wo man der Komplexität der Tribut zollen muss... klar. Aber es gibt Regeln, von deren Einhaltung alle Nutzergruppen profitieren, vom Anfänger bis zum Profi.

                  Das fängt schon damit an, dass man Nutzer nicht mit einer Mischung aus negierten und nichtnegierten Anfragen nervt. Microsoft macht genau das, siehe Interneteigenschaften/Erweitert. Da gibt es die Optionen:

                  - Seitenübergänge aktivieren

                  - Skriptdebugging deaktivieren (Andere)

                  - Skriptdebugging deaktivieren (Internet Explorer)

                  Da muss man nicht lange nachdenken: Das ist einfach schlecht gemacht. Sinnvoller wäre es, wenn man "Skriptdebugging aktivieren" zur Auswahl hätte. Man ist in diesem Dialog nicht sehr häufig, aber er ist symptomatisch dafür, was Microsoft von Ergonomie hält.

                  Apple und Gnome haben ihre Human Interface Guidelines (HIG). Da kann ich als Endverbraucher bzw. da keine Firma sicher sein, dass weniger Fehler fabriziert werden, weil es ergonomisch ist und sich niemand verklickt. In Firmen, mit 5000 Mitarbeitern, sollte man das nicht unterschätzen... Schätzt man ab, wieviel Zeit dabei flöten geht, weil man sich verklickt hat und wenn man dann hochrechnet, dann werden mehrere Mitarbeiter allein dafür gearbeitet haben, um die Unzulänglichkeiten von Software auszugleichen.

                  • Score: 3 Von Michi am Do, 29. Juli 2010 um 14:47 #

                    Apple und Gnome haben ihre Human Interface Guidelines (HIG). Da kann ich als Endverbraucher bzw. da keine Firma sicher sein, dass weniger Fehler fabriziert werden, weil es ergonomisch ist und sich niemand verklickt.

                    Die Applikationen auf meinem MacBook sehen aber auch nicht einheitlich aus. Apple hat mindestens zwei Themes. Unter Windows gibt es eh kein einheitliches Look & Feel und Browser wie Chrome halten sich auch nicht an das Look & Feel. Und das scheint die wenigsten Leute zu stören. Für viele User ist es sogar von Vorteil, wenn Firefix unter Linux und unter Windows ähnlich ausshen.

                    Der Usability-Kram wird meiner Meinung nach von manchen Leuten einfach total überbewertet. Ich finde eine konsistente Bedienung auch gut, aber wenn ich die Wahl zwischen einer mächtigen Applikation mit allen möglichen Funktionen und einer möglichst benutzbaren Applikation mit wenigen Funktionen habe, dann nehme ich meistens doch die mit den vielen Funktionen. Ein typisches Beispiel ist Corel Painter. Bei COrel Painter könnte man die Usability sicher verbessern, aber wenn das auf Kosten der Funktionalität geht, würde ich lieber Corel Painter wie es jetzt ist, behalten.

                    Aber letztendlich ist die Diskussion eh sinnlos. Wenn die Usability von Windows so schlecht wäre, würden nicht 90% aller Leute Windows verwenden. Und wenn Gnome so große Vorteile gegenüber Windows hätte, dann würden nicht 0.5 % aller Benutzer Gnome verwenden. Letztendlich ist Usability einfach nicht so wichtig, wie manche Gnome-Leute glauben bzw. die Konkurrenten sind nicht so schlecht, wie sie hingestellt werden.

                  Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 12:18 #

                  Ich wollte noch dazu sagen: Ich selbst bin Emacs-Fan und ich halte ihn für ergonomisch, weil er ein paar Grundmuster, die überall gleich sind. Nur weil ich vom Java-Modus in den Python-Modus wechsele, will ich doch nicht andere Befehle für z. B. Suchen und Ersetzen haben. Eclipse verwende ich auch und ist in der Java-Entwicklung nicht mehr wegzudenken, weil man sich sonst nicht mehr in den fetten Bibliotheken von Java zurechtfinden kann. Aber: Ergonomisch ist dort nicht alles das Gelbe vom Ei. Wir haben dort die Konzepte u.a. Editor und View. Und leider gibt es dort Einschränkungen, die nicht so toll sind, z. B. weil man ein Editorfenster nicht einfach aus dem Hauptfenster herausziehen kann, die View schon. Ich finde Eclipse äußerst schwierig, wenn ich mir mehrere Dateien auf einmal anschaun möchte, weil ich auf den Editorbereich eingeschränkt werde. Emacs ist da anders: Dort hat man seine Windows und Buffers und Emacs macht keine Einschränkungen, wie die Windows auf dem Bildschirm positioniert sind. Und wie oft ein Buffer durch ein Window dargestellt wird. Zwischen Buffer und Window gibt es eine lockere m:n-Beziehung.

                Score: 3 Von Protos am Do, 29. Juli 2010 um 08:48 #

                > Und Gnome hat sich genau dieses Ziel gesetzt: eine
                > ergonomische Desktopumgebung zu entwickeln.

                Und du glaubst das die anderen Desktopumgebungen das nicht auch als Ziel haben? Einstellungen entfernen ist übrigens nicht mit Ergonomie gleichzusetzen.

                Score: 3 Von Andre am Do, 29. Juli 2010 um 09:56 #

                >> Die Installation war kompliziert, mit Angabe von IP-Adresse und Portnummer des Druckers. Eine Druckersuche war sogar unmöglich

                Soso - das nennst du also unergonomisch? Vielleicht solltet ihr solche Jobs jemanden überlassen, der etwas davon versteht. Hier der Software fehlende Ergonomie vorzuwerfen ist Lächerlich !

        Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 01:42 #

        Also ich finde Gnome mittlerweile angenehmer. Ob altbacken oder nicht: Hauptsache ist doch, dass ich damit gut arbeiten kann. Gnome ist ergonomischer und bietet auch einige kleine Anwendungen, die nützlich sind. Das hat KDE auch, aber man wurde ja förmlich erschlagen von mehreren Bildbetrachtern und Schreibprogrammen. Ich habe 2002 mit KDE angefangen und bin 2008 zu Gnome gewechselt. KDE 2.2 und 3.x sind mir sehr oft abgestürzt... Das kann man von Gnome nicht behaupten.

        • Score: 3 Von norbo am Do, 29. Juli 2010 um 10:25 #

          Gnome ist ergonomischer und bietet auch einige kleine Anwendungen, die nützlich sind. Das hat KDE auch, aber man wurde ja förmlich erschlagen von mehreren Bildbetrachtern und Schreibprogrammen.

          Ist das nicht eher ein Problem der Distribution? Oder anders gefragt: Wenn ich eine Distribution gründe und darauf in der Grundinstallation jedes erdenkliche Gnome-Programm in mehrfacher Ausführung installiere, wird dann Gnome dadurch schlechter?

          Die Auswahl zwischen verschiedenen Bildbetrachtern und Schreibprogrammen zu haben, finde ich erst mal positiv. Dem Anwender mit der Grundinstallation eine sinnvolle Auswahl davon anzubieten, ist dagegen Sache des Distributors.

          Edit: Tippfehler

          Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 29. Jul 2010 um 12:58.
          Score: 3 Von Michi am Do, 29. Juli 2010 um 10:57 #

          Gnome ist ergonomischer und bietet auch einige kleine Anwendungen, die nützlich sind. Das hat KDE auch, aber man wurde ja förmlich erschlagen von mehreren Bildbetrachtern und Schreibprogrammen.

          Ich frag mich immer, wie die Leute eigentlich im Internet zurechtkommen. Unzählige Nachrichten-Seiten, unzählige Suchmaschinen, unzählige Seiten mit Photos. Man wird ja schier erschlagen durch das Angebot. Und im wirklichen Leben ist es auch nicht besser: unzählige Lebensmittelketten, unzählige Autohersteller. Ich rufe alle Gnome-User auf, endlich was dagegen zu unternehmen. Ein Autohersteller, eine Lebensmittelkette, eine Suchmaschine, eine Nachrichtenseite müssen reichen. Alles andere verwirrt nur und sorgt dafür, daß sich die Menschen nicht zurechtfinden. Weg mit der Vielfalt, Generationen von Menschen haben darunter gelitten und sind nicht damit zurechtgekommen. Nach dem guten alten Motto: Früher, als es noc kein Internet, keine Autos und keinen Lebensmittel-Einzelhandel gab, war alles besser. Back to the Roots!

          • Score: 3 Von vicbrother am Do, 29. Juli 2010 um 11:54 #

            Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass GNOME-User der DDR hinterhertrauern: wenige Farben, kaum Optionen, keine Wahlmöglichkeiten, zentrale Führung...

            Score: 3 Von AlexMR am Do, 29. Juli 2010 um 13:21 #

            Du hast zuhause also 5 verschiedene Zahnbürsten, 5 verschieden Zahnpasta-Sorten, 5 verschieden Seifen, 5 verschiedene Rasierapparate bzw. Epilierer und reibst Dir jeden Morgen freudig aufgeregt die Hände, was davon nun Dir den Hochgenuss der Benutzung verschafft? Glückwunsch, dann ist KDE genau das Richtige für Dich...

            • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 13:37 #

              Du hast das falsch Verstanden. Er hat zuhause nicht 5 verschiedene X, etc. . Aber er hat die Möglichkeit sich zwischen den 5 (und viel mehr) zu entscheiden was für ihn das beste ist. Und genau das verwendet er dann auch.

              Stell dir mal vor du hättest nur eines zur Auswahl, was dir aber nicht gefällt oder deinen Bedürfnissen nicht entspricht. Was machst du dann? Ist es nicht doch besser eine Auswahl zu haben, damit man das für sich beste auswählen kann?

              Score: 3 Von Michi am Do, 29. Juli 2010 um 13:58 #

              Du hast zuhause also 5 verschiedene Zahnbürsten, 5 verschieden Zahnpasta-Sorten, 5 verschieden Seifen, 5 verschiedene Rasierapparate bzw. Epilierer und reibst Dir jeden Morgen freudig aufgeregt die Hände, was davon nun Dir den Hochgenuss der Benutzung verschafft? Glückwunsch, dann ist KDE genau das Richtige für Dich...

              Ich hab zwei Fahrräder, eins für Touren, eins fürs Gelände. Für meine DSLR hab ich mehrer Objektive, je nachdem ob ich ein Weitwinkel brauche, oder ein Tele-Objektiv. Ich hab hunderte Bücher, verschiedene CDs, mehrere Paar Schule (Bergschuhe, Turnschuhe, Straßenschuhe...), verschiedene Handtücher (große zum Baden, kleine zum Gesicht abtrocknen). In meinem Kühlschrank befinden sich diverse Zutaten zum kochen. Ich mach auch nicht immer im gleichen Land Urlaub. Was genau ist jetzt nochmal der Vorteil, wenn ich nur ein paar Schuhe, ein Fahrrad, ein Objektiv für meine DSLR habe? Und was genau ist das Problem mit drei Testeditoren, einen zum Programmieren, einen zum Text schreiben usw.? Und warum ist es schlecht, daß es mehr als einen Browser gibt?

              • Score: 3 Von AlexMR am Do, 29. Juli 2010 um 20:24 #

                Ach so, man kann mit GNOME keine Software nachinstallieren? Wusste ich gar nicht -.-

                • Score: 3 Von Squirrel am Fr, 30. Juli 2010 um 08:03 #

                  Du solltest schon den Bezug durch die Threads beibehalten.

                  "Lexi" hat ja doch behauptet dass man unter KDE von mehreren Bildbetrachtern und Schreibprogrammen erschlagen wird, während man unter Gnome lediglich eine(einige) Anwendung(en) dafür hat. So seine unterschwellige Mitteilung, die sich daraus ergibt.

                  Dadurch kommt ja doch die Frage zustande warum es denn so schlimm ist wenn man sich die Anwendungen auswählen kann, und zwar nach seinen eigenen Bedürfnissen. Wenn man nach Lexi geht, würde es ein einzelne Anwendung geben, die für jeden Einsatzbereich perfekt geeignet sein müsste. So etwas gibt es eben nicht. Daher ist es eine gute Sache eine Auswahl zu haben.

                  • Score: 3 Von AlexMR am Fr, 30. Juli 2010 um 09:33 #

                    Primär habe ich Bezug auf diesen eigenartigen Text genommen und das auch kommentiert:

                    >>>Ein Autohersteller, eine Lebensmittelkette, eine Suchmaschine, eine Nachrichtenseite müssen reichen. Alles andere verwirrt nur und sorgt dafür, daß sich die Menschen nicht zurechtfinden. Weg mit der Vielfalt, Generationen von Menschen haben darunter gelitten und sind nicht damit zurechtgekommen. Nach dem guten alten Motto: Früher, als es noc kein Internet, keine Autos und keinen Lebensmittel-Einzelhandel gab, war alles besser. Back to the Roots!Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass GNOME-User der DDR hinterhertrauern: wenige Farben, kaum Optionen, keine Wahlmöglichkeiten, zentrale Führung...Wenn man nach Lexi geht, würde es ein einzelne Anwendung geben, die für jeden Einsatzbereich perfekt geeignet sein müsste. So etwas gibt es eben nicht.< < <

                    ebenfalls etwas weltfremd.

                    Aber sei´s drum. (Fast) jede Distri hat einen Paketmanager, mit dem man nach Herzenslust auf die Suche nach seinem Favorite gehen kann. Und das geht auch mit GNOME, hier fehlt also wenn dann nur in der Standardinstallation die ein oder andere Alternative. Wer gleich alles drauf haben will, bitte schön. Ich persönlich mag keine überfüllten Menüs, aber das ist wie gesagt jedem sein eigenes Bier.

                    • Score: 3 Von Michi am Fr, 30. Juli 2010 um 09:50 #

                      Primär habe ich Bezug auf diesen eigenartigen Text genommen und das auch kommentiert:

                      Schonmal dran gedacht, daß das Ironie war? Aber ich bleib dabei: wenn man die Entwicklung in den letzten hundert Jahren anschaut, dann ist die Vielfalt immer größer geworden. Am Anfang gabs nur wenige Autohersteller die wenige Modelle angeboten haben. Heute gibt es unzählige Hersteller und Modelle. Das Angebot in Kaufhäusern ist immer größer geworden. Es gibt heute viel mehr Fernsehsender als vor zwanzig Jahren. Es gibt ein riesiges Angebot an Digitalkameras. Offensichtlich ist das genau das, was die Leute wollen: eine große Auswahl. Und bei Computern ist es schlecht, wenn man die Wahl zwischen zehn verschiedenen Anwendungen hat aus einem Bereich hat? Es ist schlecht, daß ich mein System an meine Bedürfnisse anpassen kann? Das ist doch total weltfremd. Wenn GNOME konsequent ist, müßten sie das Projekt einstampfen. Eine Wahlmöglichkeit weniger bei der Installation einer Linux-Distribution.

                    Score: 3 Von Lexi am Sa, 31. Juli 2010 um 00:50 #

                    "Dadurch kommt ja doch die Frage zustande warum es denn so schlimm ist wenn man sich die Anwendungen auswählen kann, und zwar nach seinen eigenen Bedürfnissen. Wenn man nach Lexi geht, würde es ein einzelne Anwendung geben, die für jeden Einsatzbereich perfekt geeignet sein müsste. So etwas gibt es eben nicht. Daher ist es eine gute Sache eine Auswahl zu haben."

                    Was ist das nur für ein Quatsch? Ich habe mich doch nie gegen Vielfalt ausgesprochen. Ich fand es unter KDE immer schon recht unheimlich, wenn man da viele Programme um meine Aufmerksamkeit buhlen, die alle das KDE-Label tragen, und doch das Gleiche tun vermögen. Ich steigere doch nicht die Vielfalt, wenn ich neben einem Käsebrot ein weiteres Käsebrot anbiete. Ich erhöhe aber die Verwirrung, wenn ich die beiden Käsebrote verschieden benenne.

                    Und KDE hatte fast immer schon "gefühlte tausend Bildbetrachter" (Zitat von unbekannt, ist mir in Erinnerung geblieben), Editoren und Audioabspielsoftware.

                Score: 3 Von Lexi am Sa, 31. Juli 2010 um 00:36 #

                "Ich hab zwei Fahrräder, eins für Touren, eins fürs Gelände. Für meine DSLR hab ich mehrer Objektive, je nachdem ob ich ein Weitwinkel brauche, oder ein Tele-Objektiv. Ich hab hunderte Bücher, verschiedene CDs, mehrere Paar Schule (Bergschuhe, Turnschuhe, Straßenschuhe...), verschiedene Handtücher (große zum Baden, kleine zum Gesicht abtrocknen). In meinem Kühlschrank befinden sich diverse Zutaten zum kochen. Ich mach auch nicht immer im gleichen Land Urlaub. Was genau ist jetzt nochmal der Vorteil, wenn ich nur ein paar Schuhe, ein Fahrrad, ein Objektiv für meine DSLR habe? Und was genau ist das Problem mit drei Testeditoren, einen zum Programmieren, einen zum Text schreiben usw.? Und warum ist es schlecht, daß es mehr als einen Browser gibt?"

                Wo ist das Problem? Dass du nur eine Meinung hast? Der Gegensatz Gnome vs. Vielfalt funktioniert doch gar nicht und nur weil jemand Gnome befürwortet, ist er nicht gegen Vielfalt. Es gab mal in der Architektur eine Richtung, die sich Bauhaus nannte, ein Architekturstil, der sich in Funktionalität und einfachen Formen auszeichnete. Das war sehr modern und ist es auch heute noch. Heute hat man vielleicht nicht mehr den Zierrat von Jugendstilbauten und den Pomp barocker Gebäude, dafür aber andere Formen des Ausdrucks, die antifunktional sind. Ich denke da vor allem an Glasfassaden... Die einen finden sie toll, während die, die täglich hinter der Glasfassade im Büro arbeiten müssen, leiden darunter, wegen der Hitze, der Klimaanlage und wegen des blendenden Lichts.

                Ich habe mit KDE 2.2 angefangen, vor acht Jahren. Ich fand KDE richtig gut und konnte damit recht schnell arbeiten. Dann kam KDE 3 und man legte viel Wert auf Klickibunti und Fassade. Ich habe es noch einige Jahre ausgehalten, bin dann aber 2008 zu Gnome gewechselt. Ich habe ja nichts dagegen, wenn etwas gut aussieht, aber dann darf es nicht zulasten der Nutzbarkeit gehen. Wenn ich für eine Aktion plötzlich doppelt so lange nachdenken muss, weil das Design verwirrend ist und ich erst den Knopf suchen muss...

            Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 22:36 #

            Natürlich kann ich mit dem Fahrrad bergauf fahren. Aber möchte ich das immer? Bergab geht's wesentlich schneller. Dass die Nutzer "zurechtkommen" ist erstens reine Spekulation und zweitens gibt es gute Webseiten und schlechte, was die Usability angeht.

            Google ist ein gutes Beispiel. Man kann seinen Suchbegriff nicht in die falsche Eingabezeile eingeben, weil es nur eine gibt. Und es gibt nur zwei Knöpfe. Viele Internetangebote machen auch den Fehler, den Nutzer mit Werbung zuzuballern, irgendwelche Flashsachen, die plötzlich aufspringen. Auch hier ist Google ein Beispiel, wie man es richtig macht: dezent. Werbung sehe ich sofort und ich gebe zu, dass ich sogar gezielt wegen der Werbung gesucht zu haben.

        Score: 3 Von ich am Do, 29. Juli 2010 um 06:40 #

        Sag mal, glaubst du den Schwachsinn, den du hier erzählst eigentlich selber?

        Der Knackpunkt ist doch, dass es Menschen gibt, denen KDE nicht zusagt, dafür aber gerne mit Gnome arbeiten. Warum willst du allen KDE aufzwingen?

    Score: 3 Von r2d2x am Mi, 28. Juli 2010 um 18:49 #

    Wir werden es sehen.
    Gnome 3 ist in einem Punkt aber viel radikaler als KDE4:
    Ohne 3D, d.h. also ohne einen 3D-fähigen Linux-Grafikkartentreiber läuft unter Gnome3 im Gegensatz zu KDE4 überhaupt nichts, auch wenn die verwendete Grafikkarte normalerweise (z.B. unter Windows) über 3D-Fähigkeiten verfügt.
    In diese Sinne bin ich sehr darauf gespannt, wie die einzelnen Linuxdistributionen mit Gnome3 umgehen werden, wenn es denn erst einmal als finale Version veröffentlicht worden ist.

    • Score: 3 Von Nanobot am Mi, 28. Juli 2010 um 19:08 #

      Also ich freu mich schon auf Gnome 3.0. vor allem wird Zeitgeist mireiniges an Arbeit abnehmen. Vor allem für so unsortierte menschen wie mich ist Zeitgeist ganz praktisch. KDE gefällt mir nicht. Ich finde die von KDE 4 standardmäßig veerwendeten Schriftwaren hässlich und iwie schwammig.
      Das Gnome 3.0 viel mit 3D macht find ich gut und ich versteh net warum immer alle rum jammern. 3D effekte können nützlich sin und die Arbeit erleichtern. Wer das nicht so sieht kann ja Fluxbox oder so nehmen, oder zur Konsole gehen. Das einzige was Gnome 3.0 in meinen Augen fehlt ist die Möglickeit Widgets aufdem Desktop ab zu legen, oder wie bei MacOS mit ner Tastenkombination einzublenden.
      Xfce ist in meinen Augen auch keine gute Alternative, da die software nur mäßig gut in den Desktop integriert ist.
      Das gehört auch zu den Dingen die KDE sehr gut macht, die Umgebung sieht einfacht Top aus. Bei Gnome sehen manche Anwendungen auch immernoch etwas künstlichaufgesetzt aus.
      KDE ist ok und man kann damit leben, aber die Fonts sind schlecht! Und Accessibility ist in KDE für den Hintern.

      Gruß
      nanobot

      • Score: 3 Von vicbrother am Mi, 28. Juli 2010 um 19:15 #

        Ich will dich nicht bekehren oder von der KDE überzeugen, aber Fonts kann man unter der KDE sehr leicht ändern, ebenso ist KDE nicht nur nah am Zeitgeist, er lässt sich damit auch die Funktionalität nachbilden. Ausserdem nutzt die KDE 3D-Effekte wenn du magst, probiere es dochmal aus.

        Score: 3 Von Blubb am Mi, 28. Juli 2010 um 19:32 #

        Die Standardschriftart ist natürlich ein wichtiges Kriterium!
        Ich verwende Gnome nicht, weil mir der voreingestellte Desktophintergrund nicht gefällt. :x

        Bitte nicht auf den Kommentar antworten. Jedem sollte der Trollcharakter dieses Eintrags eigentlich sofort ins Auge springen! ;)

        • Score: 3 Von Erblindet am Mi, 28. Juli 2010 um 21:46 #

          Danke, wegen dir bin ich jetzt erblindet!

          Du hättest mich vorher warnen sollen, daß mir gleich ein Troll ins Gesicht springt, so daß ich wenigstens ne Schutzbrille aufsetzen kann.

          Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 01:58 #

          Klar, immer alles auf den Nutzer abwälzen!

          Eine Software muss von Hause aus so konfiguriert sein, dass sie möglichst viele Nutzer anspricht und entgegenkommt. Eigenwillige Schriftarten haben in einer Standardkonfiguration deshalb nichts zu suchen, denn: Es ist mit Arbeit verbunden, irgendwelche Schriftarten des Desktops anzupassen. Nicht jeder ist Schriftartenexperte und nicht möchte sich die Mühe machen, die Schriftgrößen in Menüzeile und Co einzustellen.

          Schriftarten zu ändern verlangt vom Nutzer, dass er herumprobieren muss, was geht, was nicht geht... Da geht schon mal schnell eine Stunde ins Land. Ein Hintergrundbild einzurichten, dauert weniger als eine Minute.

          • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 07:47 #

            Ist dir noch nie in den Sinn gekommen dass die aktuelle Schriftarten in KDE eventuell den meisten Usern "gefallen" könnte, und sie anspricht? Schließt du jetzt etwa von dir auf alle anderen, weil dir die in KDE verwendete Schriftart nicht gefällt? Eventuell ist nicht KDE verkehrt eingestellt, sondern vielleicht trifft dein Geschmack nur nicht den der Mehrheit?

            Ich habe bei mir in KDE die Schriftgröße für alle Elemente (Menüzeile, etc..) in weniger als einer Minute eingestellt. Mit der Schriftart bin ich zufrieden.

            • Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 12:25 #

              Ich habe zu den Schriftarten von KDE gar nichts gesagt. Ich das aktuelle KDE nocht nicht einmal. Ich lehne es nur ab, wenn immer wieder mantraartig gesagt wird: "Der Nutzer könne sich das doch einstellen." - Der Nutzer hat aber was besseres zu tun. Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten... Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber.

              Der Weg von Gnome, eher lieber eine Einstellmöglichkeit weniger anzubieten als eine zu viel, ist der richtige Weg. Die zweite Dimension ist, weniger Einstellungen notwendig zu machen.

              • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 13:13 #

                >> Ich habe zu den Schriftarten von KDE gar nichts gesagt. Ich das aktuelle KDE nocht nicht einmal. Ich lehne es nur ab, wenn immer wieder mantraartig gesagt wird: "Der Nutzer könne sich das doch einstellen." - Der Nutzer hat aber was besseres zu tun. Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten... Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber. Der Weg von Gnome, eher lieber eine Einstellmöglichkeit weniger anzubieten als eine zu viel, ist der richtige Weg. Die zweite Dimension ist, weniger Einstellungen notwendig zu machen.< <

                Darüber streiten sich schon Generationen von KDE/Gnome - User. Ich Bezweifel dass der Gnome-Weg der richtige ist. Denn dazu müsste Gnome bzw. die verwendete Distribution nahezu perfekt auf den Geschmack und die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten sein. So eine Distribution gibt es nicht und wird es auch nie geben. Und was macht man dann wenn man doch etwas ändern will, jedoch aber keine Möglichkeit dazu hat? ...dumm aus der Wäsche schauen. Ich behaupte nicht das Gnome schlecht wäre, aber es könnte definitiv mehr Einstellungsmöglichkeiten vertragen.

                Es ist immer gut wenn man viele Dinge Einstellen/Konfigurieren, und sich das System somit an seine Bedürfnisse anpassen kann. Jedoch sollten die Einstellungen gut Struktuiert und möglichst selbsterklärend sein, so dass der Benutzer auch schnell das richtige findet. Ich will auch nicht behaupten dass KDE bei den Einstellungen unbedingt diese Eigenschaften besitzt. Aber so schlimm ist KDE bei den Einstellungen auch nicht. Der Vorteil ist aber dass sich eben vieles mehr Einstellen lässt als unter Gnome. Was du als Vorteil bei Gnome empfindest, empfinde ich als Nachteil.

                Und ich stimme "Blubb" auch zu. Es ist kein Grund KDE nur wegen der voreingestellten Standardschriftart zu meiden. Denn wenn einem die Standardschriftart nicht gefällt, so kann er sie ja anpassen, und dennoch die Vorteile des KDE-Desktops nutzen.

                • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 13:15 #

                  Hmm, irgendwie hat das Forum den Text anders zusammen gewürfelt. Daher nochmal... (zum Glück vorher kopiert)

                  >> Ich habe zu den Schriftarten von KDE gar nichts gesagt. Ich das aktuelle KDE nocht nicht einmal. Ich lehne es nur ab,
                  >> wenn immer wieder mantraartig gesagt wird: "Der Nutzer könne sich das doch einstellen." -
                  >> Der Nutzer hat aber was besseres zu tun.

                  Ja, bei der alltäglichen Arbeit hat der Benutzer etwas besseres zu tun, da gebe ich dir recht. Aber wenn man sich ein System an seine Bedürfnisse einrichtet, dann hat der Benutzer immerhin die Möglichkeit die Einstellungen auch vorzunehmen. Das macht man am Anfang, und auch nur dann, wenn einem die Standardeinstellung nicht gefällt.

                  >> Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten...
                  >> Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber.

                  Das ist kein besonders guter Vergleich. Denn eine Mietwagenfirma hat persönlichen Kontakt zu jedem einzelnen Kunden. Der Kunde hat hier die Möglichkeit seine speziellen Wünsche zu äußern, welche die Mietwagenfirma dann auch umsetzt. Und wie sieht es bei einer Desktop-Oberfläche/Distribution aus? Wenn ein User z.B. die Standardschriftart nicht gefällt, so sollen die Entwickler/Maintainer ihm etwa eine spezielle Version mit entsprechender Schriftart als Standard zur Verfügung stellen? Nein das tun die natürlich nicht. Die Entwickler legen sich auf einen Standard fest, von dem sie der Meinung sind, dass er der Mehrheit gefallen wird, und bieten das dann auch genau so an. Wenn ein User einen speziellen Wunsch hat, dann kann er es Einrichten. Und dafür bieten die Entwickler auch Einstellungsmöglichkeiten an.

                  >> Der Weg von Gnome, eher lieber eine Einstellmöglichkeit weniger anzubieten als eine zu viel, ist der richtige Weg.
                  >> Die zweite Dimension ist, weniger Einstellungen notwendig zu machen.

                  Darüber streiten sich schon Generationen von KDE/Gnome - User. Ich Bezweifel dass der Gnome-Weg der richtige ist. Denn dazu müsste Gnome bzw. die verwendete Distribution nahezu perfekt auf den Geschmack und die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten sein. So eine Distribution gibt es nicht und wird es auch nie geben. Und was macht man dann wenn man doch etwas ändern will, jedoch aber keine Möglichkeit dazu hat? ...dumm aus der Wäsche schauen. Ich behaupte nicht das Gnome schlecht wäre, aber es könnte definitiv mehr Einstellungsmöglichkeiten vertragen.

                  Es ist immer gut wenn man viele Dinge Einstellen/Konfigurieren, und sich das System somit an seine Bedürfnisse anpassen kann. Jedoch sollten die Einstellungen gut Struktuiert und möglichst selbsterklärend sein, so dass der Benutzer auch schnell das richtige findet. Ich will auch nicht behaupten dass KDE bei den Einstellungen unbedingt diese Eigenschaften besitzt. Aber so schlimm ist KDE bei den Einstellungen auch nicht. Der Vorteil ist aber dass sich eben vieles mehr Einstellen lässt als unter Gnome. Was du als Vorteil bei Gnome empfindest, empfinde ich als Nachteil.

                  Und ich stimme "Blubb" auch zu. Es ist kein Grund KDE nur wegen der voreingestellten Standardschriftart zu meiden. Denn wenn einem die Standardschriftart nicht gefällt, so kann er sie ja anpassen, und dennoch die Vorteile des KDE-Desktops nutzen.

                Score: 3 Von Michi am Do, 29. Juli 2010 um 17:13 #

                Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten... Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber.

                Die Mietwagen-Firma kann aber nicht die Sitzhöhe einstellen, weil Leute unterschiedlich groß sind. Wenn man den Sitz für jemanden mit 1.70 m einstellt, wirds für viele Leute halbwegs passen aber nicht für alle.

                Andere Desktops wie Windows oder KDE bieten auch sinnvolle Vorteinstellungen. Ich hab weder bei KDE noch Windows jemals groß was umkonfiguriert. Die Sitzhöhe im Auto ist nicht ohne Grund einstellbar. Der Radiosender ist auch einstellbar. Und es macht auch Sinn, daß man eine Desktop-Umgebung seinen Wünschen entsprechend anpassen kann. Man muß ja nicht und die allermeisten Leute tuns auch nicht.

                Warum sollte ausgerechnet bei Computern sich der Mensch an den Computer anpassen? Niemand würde auf die Idee kommen, Schuhe in einer Einheitsgröße zu produzieren, weil man ja auch einen größeren oder kleineren Fuß reinzwängen kann. Es gibt unzählige verschiedene Küchenmesser, Linsen für Kameras, Werkzeuge, Fahrräder, Autos. Spiegelreflex-Kameras lassen sich tot-konfigurieren und offensichtlich wollen die Leute das auch. Niemand der eine DSLR verwendet, käme auf die Idee, daß drei Blendenstufen genug sind, weils leichter zum Einstellen ist und weniger Einstellmöglichkeiten besser sind. Niemand will Fahrräder mit drei Gängen, weils einfacher zu schalten ist. Niemand will Fernseher die nur drei Programme anzeigen, weil viel Auswahl doof ist. Aber bei Computern soll das alles anders sein?

                Letztendlich wundert es mich nicht, daß sich Desktop-Linux nie durchgesetzt hat. Gnome ist doch eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Niemand ist zu doof, Windows zu benutzen und kaum jemand scheint die Usability von Gnome für so wichtig zu halten, von Windows auf Gnome umzusteigen. Und die Leute, die es möglichst einfach wollen, sind mit einem Tablet mit Android eh besser dran.

                • Score: 3 Von Lexi am Sa, 31. Juli 2010 um 01:01 #

                  Du hast doch innerhalb von Gnome eine Auswahl und du hast auch Wahl, dich gegen Gnome zu entscheiden. Wo ist das Problem?

                  Bei KDE hatte man lange Zeit kdvi, kghostview und kpdf. Okular habe ich jetzt leider noch nicht benutzt, aber in der Ankündigung fand ich das Ding nicht schlecht. Und natürlich integriert er Postscript, DVI und PDF. Unter Gnome benutze ich evince und der konnte doch schon immer alle drei Formate. Im Vergleich zum Acrobat Reader hat der evince keine große Auswahl, was unsere "Vielfalt-Fetischisten" nicht gut finden kannen. Aber was nutzen mir die gefühlten tauend Menüs eines Acrobat Readers?

            Score: 3 Von norbo am Do, 29. Juli 2010 um 10:33 #

            Klar, immer alles auf den Nutzer abwälzen!

            Nicht auf den Nutzer, auf den Distributor. Wenn die Standard-Schriften von KDE wirklich so schlecht wären, könnte der Distributor sie ändern. So wie die meisten Distributoren das Hintergrundbild, Fensterdekoration, Farbschema etc. anpassen. Tut er dies nicht, empfindet er die Schriftart offensichtlich als geeignet.

            Bei Gnome wird diese Art der Bevormundung komischerweise immer als Vorteil empfunden, da sie dem Benutzer Entscheidungen abnimmt...

        Score: 3 Von xk am Mi, 28. Juli 2010 um 19:44 #

        Wie zuvor berichtet ist Zeitgeist nicht in GNOME 3.0
        http://www.pro-linux.de/news/1/15762/gnome-30-ohne-zeitgeist-und-activity-journal.html

      Score: 3 Von Frodo am Do, 29. Juli 2010 um 00:32 #

      > Ohne 3D läuft unter Gnome3 überhaupt nichts

      Bei den Hardwareanforderungen von GNOME3 muss sowieso ein Highend-Rechner her und die haben alle Nvidia oder ATI. Sollte also kein Problem sein.

      • Score: 3 Von r2d2x am Do, 29. Juli 2010 um 03:24 #

        Die Highendrechner laufen mit freien Xorg-Treibern in punkto 3D nicht, gerade dann, wenn die ATI- und NVidia-Grafikkarten nagelneu sind. Also sind hier die proprietären ATI- und NVidia-Treiber für den reibungslosen Gnome3-Shell-Betrieb Pflicht.

        Distros, welche sich selbst auferlegt haben, nur freie Software auszuliefern (Debian, Fedora, Gnewsense usw.) stehen dann vor einem Problem: Sollen sie Gnome3 tatsächlich zum Standarddesktop machen? Das würde de facto bei einem nicht unerheblichen Teil der eingesetzten Grafikkarten zu einer Zwangsabhängigkeit von proprietären Treibern führen.

        Und kommt mir nicht mit dem derzeitigen Nouveau-3D-Treiber. Er ist leider noch nicht fertig. Sehr oft gibt es noch Freezes.
        3D klappt zwar schon bei manchen Grafikkarten, doch sieht die Bilanz z.B. für meine Geforce4MX etwas durchwachsen aus:
        Armagetron, Chromium-BSU und Celestia funktionieren, Torcs aber sieht leider aus wie ein filmisch inszenierter LSD-Trip: Alle Formen und Farben verlaufen ständig ineinander, von den Autos sind nur die Achsen zu sehen und wenn man Torcs nicht kennen würde, so könnte man meinen, man nähme an einem Weltraumflugrennen teil.
        Google Earth ist kaum benutzbar, da der dargestellte Globus nur aus rechteckigen Artefakten zu bestehen scheint, die auch beim Hineinzoomen in den Globus nur zum Teil verschwinden.

        Bitte nicht falsch verstehen: Nouveau ist in diesem konkreten Fall tausendmal besser als nv oder vesa.

        Nur: Ob Nouveau-3D in diesem Zustand mit der Gnome-Shell läuft? Hier (unter OpenSuse 11.3) startet sie jedenfalls nicht.

        Damit sind wir bei einer einleuchtenden Frage:
        Welche Grafikkarten laufen eigentlich mit welchen Treibern unter der Gnome-Shell?
        Läuft z.B. eine alte ATI Radeon 7500, 8500 oder 9200 damit (freie Xorg-Treiber plus proprietäre ATI-Kernel-Firmware)?
        Reicht eine Geforce4MX-Karte mit dem momentanen Nouveau-3D-Treiber dafür aus?
        Genügt in diesem Fall wenigstens der proprietäre NVidia-Treiber?
        Wo liegt die Grenze nach "unten"?
        Auf live.gnome.org findet sich dazu nichts Konkretes.

        Gut finde ich, dass das Gnome-Projekt ein solches Qualitätsbewusstsein an den Tag legt und lieber einen geplanten Release verschiebt. Das ist anscheinend schon einmal besser als bei KDE 4.0.0.

        • Score: 3 Von August Meier am Do, 29. Juli 2010 um 09:38 #

          Distros, welche sich selbst auferlegt haben, nur freie Software auszuliefern (Debian, Fedora, Gnewsense usw.) stehen dann vor einem Problem: Sollen sie Gnome3 tatsächlich zum Standarddesktop machen? Das würde de facto bei einem nicht unerheblichen Teil der eingesetzten Grafikkarten zu einer Zwangsabhängigkeit von proprietären Treibern führen.
          ---

          Das stimmt so nicht: Debian besteht nicht nur aus "main", sondern kennt auch "contribute", "non-free" und "restricted". die proprietären Treiber werden, wie bis anhin, weiterhin "mitgeliefert", in squeeze sogar als dkms-Module, was komplizierte Installationsvorgänge vermeiden hilft.

          Freundliche Grüsse


          August Meier

    Score: 3 Von Tscheesy am Mi, 28. Juli 2010 um 19:16 #

    Ich verstehe nicht wieso GNOME nicht 2-gleisig fährt und zB einen "Unternehmens"-Desktop konventionell belässt.

    Selbst ein ausgereiftes GNOME3 wirds wohl schwer haben in diesem Umfeld Akzeptanz zu geniessen, zumal einige einfachere DE's nun mehr Konstanz zeigen.

    • Score: 3 Von hhb am Do, 29. Juli 2010 um 09:15 #

      Selbst ein ausgereiftes GNOME3 wirds wohl schwer haben in diesem Umfeld Akzeptanz zu geniessen, zumal einige einfachere DE's nun mehr Konstanz zeigen
      GNOME 3 ist sehr konstant zu GNOME 2. Der einzige wirklich sichtbare Unterschied ist, dass die GNOME Shell standardmäßig aktiviert wird. Dabei ist die GNOME Shell nicht mehr und nicht weniger als ein Window-Manager-Plugin. Ein Admin eines Unternehmens-Desktops sollte kein Problem damit haben, ein Plugin in seinem Einflußbereich ein- oder auszuschalten.

    Score: 3 Von gnome fanboy am Mi, 28. Juli 2010 um 19:25 #

    Wie ich mir dachte muss GNOME noch etwas reifen und erwachsener werden bis es mit der KDE mithalten kann.

    Reifer und erwachsener ist es jedenfalls, kein unfertiges Produkt als .0 zu releasen. ;)

    Score: 3 Von Heckmeckeckdreckweg am Do, 29. Juli 2010 um 09:36 #

    So'n Quatsch, da muß nix mehr reifen. Gnome war und ist grottig und nur schwer konfigurierbar. Was KDE anbetrifft, so biedern sich diese mit der Version 4.schießmichtot Gnome an. Der ist jetzt genauso scheußlich wie Gnome. Statt einen furchtbaren Desktop hat Linux jetzt zwei: KDE und Gnome...

    Score: 3 Von D.G. am Do, 29. Juli 2010 um 14:32 #

    Die Meinung hast Du zusammen mit der Gemeinschaft esoterischer KDE-Entwickler exklusiv, dass denen mit KDE4 ein großer Wurf gelungen wäre. Lieber eine Wurzelkanalbehandlung als KDE4.

    GNOME ist nicht wesentlich besser, aber bei denen regiert wenigstens noch die Vernunft, will sagen das Konservative. Allerdings sollten sie ihre GNOME Shell in die Tonne treten. Wenn Programmierer versuchen, innovativ zu sein und neue Interaktionskonzepte zu entwickeln, kommt meist nur Müll heraus.

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