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Thema: GNOME 3.0 verschoben

8 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 01:58 #

Klar, immer alles auf den Nutzer abwälzen!

Eine Software muss von Hause aus so konfiguriert sein, dass sie möglichst viele Nutzer anspricht und entgegenkommt. Eigenwillige Schriftarten haben in einer Standardkonfiguration deshalb nichts zu suchen, denn: Es ist mit Arbeit verbunden, irgendwelche Schriftarten des Desktops anzupassen. Nicht jeder ist Schriftartenexperte und nicht möchte sich die Mühe machen, die Schriftgrößen in Menüzeile und Co einzustellen.

Schriftarten zu ändern verlangt vom Nutzer, dass er herumprobieren muss, was geht, was nicht geht... Da geht schon mal schnell eine Stunde ins Land. Ein Hintergrundbild einzurichten, dauert weniger als eine Minute.

  • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 07:47 #

    Ist dir noch nie in den Sinn gekommen dass die aktuelle Schriftarten in KDE eventuell den meisten Usern "gefallen" könnte, und sie anspricht? Schließt du jetzt etwa von dir auf alle anderen, weil dir die in KDE verwendete Schriftart nicht gefällt? Eventuell ist nicht KDE verkehrt eingestellt, sondern vielleicht trifft dein Geschmack nur nicht den der Mehrheit?

    Ich habe bei mir in KDE die Schriftgröße für alle Elemente (Menüzeile, etc..) in weniger als einer Minute eingestellt. Mit der Schriftart bin ich zufrieden.

    • Score: 3 Von Lexi am Do, 29. Juli 2010 um 12:25 #

      Ich habe zu den Schriftarten von KDE gar nichts gesagt. Ich das aktuelle KDE nocht nicht einmal. Ich lehne es nur ab, wenn immer wieder mantraartig gesagt wird: "Der Nutzer könne sich das doch einstellen." - Der Nutzer hat aber was besseres zu tun. Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten... Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber.

      Der Weg von Gnome, eher lieber eine Einstellmöglichkeit weniger anzubieten als eine zu viel, ist der richtige Weg. Die zweite Dimension ist, weniger Einstellungen notwendig zu machen.

      • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 13:13 #

        >> Ich habe zu den Schriftarten von KDE gar nichts gesagt. Ich das aktuelle KDE nocht nicht einmal. Ich lehne es nur ab, wenn immer wieder mantraartig gesagt wird: "Der Nutzer könne sich das doch einstellen." - Der Nutzer hat aber was besseres zu tun. Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten... Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber. Der Weg von Gnome, eher lieber eine Einstellmöglichkeit weniger anzubieten als eine zu viel, ist der richtige Weg. Die zweite Dimension ist, weniger Einstellungen notwendig zu machen.< <

        Darüber streiten sich schon Generationen von KDE/Gnome - User. Ich Bezweifel dass der Gnome-Weg der richtige ist. Denn dazu müsste Gnome bzw. die verwendete Distribution nahezu perfekt auf den Geschmack und die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten sein. So eine Distribution gibt es nicht und wird es auch nie geben. Und was macht man dann wenn man doch etwas ändern will, jedoch aber keine Möglichkeit dazu hat? ...dumm aus der Wäsche schauen. Ich behaupte nicht das Gnome schlecht wäre, aber es könnte definitiv mehr Einstellungsmöglichkeiten vertragen.

        Es ist immer gut wenn man viele Dinge Einstellen/Konfigurieren, und sich das System somit an seine Bedürfnisse anpassen kann. Jedoch sollten die Einstellungen gut Struktuiert und möglichst selbsterklärend sein, so dass der Benutzer auch schnell das richtige findet. Ich will auch nicht behaupten dass KDE bei den Einstellungen unbedingt diese Eigenschaften besitzt. Aber so schlimm ist KDE bei den Einstellungen auch nicht. Der Vorteil ist aber dass sich eben vieles mehr Einstellen lässt als unter Gnome. Was du als Vorteil bei Gnome empfindest, empfinde ich als Nachteil.

        Und ich stimme "Blubb" auch zu. Es ist kein Grund KDE nur wegen der voreingestellten Standardschriftart zu meiden. Denn wenn einem die Standardschriftart nicht gefällt, so kann er sie ja anpassen, und dennoch die Vorteile des KDE-Desktops nutzen.

        • Score: 3 Von Squirrel am Do, 29. Juli 2010 um 13:15 #

          Hmm, irgendwie hat das Forum den Text anders zusammen gewürfelt. Daher nochmal... (zum Glück vorher kopiert)

          >> Ich habe zu den Schriftarten von KDE gar nichts gesagt. Ich das aktuelle KDE nocht nicht einmal. Ich lehne es nur ab,
          >> wenn immer wieder mantraartig gesagt wird: "Der Nutzer könne sich das doch einstellen." -
          >> Der Nutzer hat aber was besseres zu tun.

          Ja, bei der alltäglichen Arbeit hat der Benutzer etwas besseres zu tun, da gebe ich dir recht. Aber wenn man sich ein System an seine Bedürfnisse einrichtet, dann hat der Benutzer immerhin die Möglichkeit die Einstellungen auch vorzunehmen. Das macht man am Anfang, und auch nur dann, wenn einem die Standardeinstellung nicht gefällt.

          >> Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten...
          >> Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber.

          Das ist kein besonders guter Vergleich. Denn eine Mietwagenfirma hat persönlichen Kontakt zu jedem einzelnen Kunden. Der Kunde hat hier die Möglichkeit seine speziellen Wünsche zu äußern, welche die Mietwagenfirma dann auch umsetzt. Und wie sieht es bei einer Desktop-Oberfläche/Distribution aus? Wenn ein User z.B. die Standardschriftart nicht gefällt, so sollen die Entwickler/Maintainer ihm etwa eine spezielle Version mit entsprechender Schriftart als Standard zur Verfügung stellen? Nein das tun die natürlich nicht. Die Entwickler legen sich auf einen Standard fest, von dem sie der Meinung sind, dass er der Mehrheit gefallen wird, und bieten das dann auch genau so an. Wenn ein User einen speziellen Wunsch hat, dann kann er es Einrichten. Und dafür bieten die Entwickler auch Einstellungsmöglichkeiten an.

          >> Der Weg von Gnome, eher lieber eine Einstellmöglichkeit weniger anzubieten als eine zu viel, ist der richtige Weg.
          >> Die zweite Dimension ist, weniger Einstellungen notwendig zu machen.

          Darüber streiten sich schon Generationen von KDE/Gnome - User. Ich Bezweifel dass der Gnome-Weg der richtige ist. Denn dazu müsste Gnome bzw. die verwendete Distribution nahezu perfekt auf den Geschmack und die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten sein. So eine Distribution gibt es nicht und wird es auch nie geben. Und was macht man dann wenn man doch etwas ändern will, jedoch aber keine Möglichkeit dazu hat? ...dumm aus der Wäsche schauen. Ich behaupte nicht das Gnome schlecht wäre, aber es könnte definitiv mehr Einstellungsmöglichkeiten vertragen.

          Es ist immer gut wenn man viele Dinge Einstellen/Konfigurieren, und sich das System somit an seine Bedürfnisse anpassen kann. Jedoch sollten die Einstellungen gut Struktuiert und möglichst selbsterklärend sein, so dass der Benutzer auch schnell das richtige findet. Ich will auch nicht behaupten dass KDE bei den Einstellungen unbedingt diese Eigenschaften besitzt. Aber so schlimm ist KDE bei den Einstellungen auch nicht. Der Vorteil ist aber dass sich eben vieles mehr Einstellen lässt als unter Gnome. Was du als Vorteil bei Gnome empfindest, empfinde ich als Nachteil.

          Und ich stimme "Blubb" auch zu. Es ist kein Grund KDE nur wegen der voreingestellten Standardschriftart zu meiden. Denn wenn einem die Standardschriftart nicht gefällt, so kann er sie ja anpassen, und dennoch die Vorteile des KDE-Desktops nutzen.

        Score: 3 Von Michi am Do, 29. Juli 2010 um 17:13 #

        Die Mietwagenfirma sagt mir doch auch nicht: Sie können sich das selbst einrichten... Oder: Wenn Sie den Kofferraum benötigen, entfernen Sie doch den Dreck im Kofferraum selber.

        Die Mietwagen-Firma kann aber nicht die Sitzhöhe einstellen, weil Leute unterschiedlich groß sind. Wenn man den Sitz für jemanden mit 1.70 m einstellt, wirds für viele Leute halbwegs passen aber nicht für alle.

        Andere Desktops wie Windows oder KDE bieten auch sinnvolle Vorteinstellungen. Ich hab weder bei KDE noch Windows jemals groß was umkonfiguriert. Die Sitzhöhe im Auto ist nicht ohne Grund einstellbar. Der Radiosender ist auch einstellbar. Und es macht auch Sinn, daß man eine Desktop-Umgebung seinen Wünschen entsprechend anpassen kann. Man muß ja nicht und die allermeisten Leute tuns auch nicht.

        Warum sollte ausgerechnet bei Computern sich der Mensch an den Computer anpassen? Niemand würde auf die Idee kommen, Schuhe in einer Einheitsgröße zu produzieren, weil man ja auch einen größeren oder kleineren Fuß reinzwängen kann. Es gibt unzählige verschiedene Küchenmesser, Linsen für Kameras, Werkzeuge, Fahrräder, Autos. Spiegelreflex-Kameras lassen sich tot-konfigurieren und offensichtlich wollen die Leute das auch. Niemand der eine DSLR verwendet, käme auf die Idee, daß drei Blendenstufen genug sind, weils leichter zum Einstellen ist und weniger Einstellmöglichkeiten besser sind. Niemand will Fahrräder mit drei Gängen, weils einfacher zu schalten ist. Niemand will Fernseher die nur drei Programme anzeigen, weil viel Auswahl doof ist. Aber bei Computern soll das alles anders sein?

        Letztendlich wundert es mich nicht, daß sich Desktop-Linux nie durchgesetzt hat. Gnome ist doch eine Lösung auf der Suche nach einem Problem. Niemand ist zu doof, Windows zu benutzen und kaum jemand scheint die Usability von Gnome für so wichtig zu halten, von Windows auf Gnome umzusteigen. Und die Leute, die es möglichst einfach wollen, sind mit einem Tablet mit Android eh besser dran.

        • Score: 3 Von Lexi am Sa, 31. Juli 2010 um 01:01 #

          Du hast doch innerhalb von Gnome eine Auswahl und du hast auch Wahl, dich gegen Gnome zu entscheiden. Wo ist das Problem?

          Bei KDE hatte man lange Zeit kdvi, kghostview und kpdf. Okular habe ich jetzt leider noch nicht benutzt, aber in der Ankündigung fand ich das Ding nicht schlecht. Und natürlich integriert er Postscript, DVI und PDF. Unter Gnome benutze ich evince und der konnte doch schon immer alle drei Formate. Im Vergleich zum Acrobat Reader hat der evince keine große Auswahl, was unsere "Vielfalt-Fetischisten" nicht gut finden kannen. Aber was nutzen mir die gefühlten tauend Menüs eines Acrobat Readers?

    Score: 3 Von norbo am Do, 29. Juli 2010 um 10:33 #

    Klar, immer alles auf den Nutzer abwälzen!

    Nicht auf den Nutzer, auf den Distributor. Wenn die Standard-Schriften von KDE wirklich so schlecht wären, könnte der Distributor sie ändern. So wie die meisten Distributoren das Hintergrundbild, Fensterdekoration, Farbschema etc. anpassen. Tut er dies nicht, empfindet er die Schriftart offensichtlich als geeignet.

    Bei Gnome wird diese Art der Bevormundung komischerweise immer als Vorteil empfunden, da sie dem Benutzer Entscheidungen abnimmt...

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