Als Laie kann ich wenig zu dem Unterschied sagen, ob eine Anwendung jetzt in Python, C+ oder JavaScript geschrieben ist. Aber den Trend, das Web als allgegenwärtig zu betrachten, beobachte ich mit größter Skepsis. Bei mir ist das Web für's Browsen und für den E-Mail-Verkehr zuständig. Sonst gar nichts. Keine ständig geöffnete Chat-Fenster, keine Cloud, und vor allem keine Hintergrundbilder von Flickr (müllt sich wirklich jemand seine Rechenzeit mit so einem Unsinn zu?!). Ich gleich noch nicht mal die Systemzeit mittels ntp ab. Warum auch? Wäre schade, wenn Gnome wirklich auf diese Schiene laufen würde. Mit Debian hätte ich dann noch fast zwei Jahre "normalen Desktop", dann müsste ich wechseln.
Find ich auch. Meiner Meinung nach muss der Desktop ja nicht grafisch arm wie CDE oder Windows98 sein, doch ich will auch nicht alles über web laufen lassen. Offline sein will ich auch mal!
Wenn das so weiter geht könnte es sein das bei mir wieder Windows als klassisches Betriebssystem den Desktop übernimmt. Eine gut in die GUI implementierte Browserlösung ist ja schön und gut aber so viel wäre mir selbst in 50 Jahren zu viel Web. Kann man ja gleich auf Chrome OS wechseln....
Naja, wenn du einen lokal laufenden Desktop willst, kannst du ja trotzdem bei Linux bleiben. Es gibt schließlich nicht nur Gnome und KDE, sondern auch viele schöne Windowmanager und kleine Programme, die einem das Leben am Computer durchaus angenehm machen können. Diese Programme werden - das prognostiziere ich jetzt einfach - lange nicht oder gar nie auf diesen Web-basierten Zug aufspringen.
Ja, genau so etwas strebt mir vor. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen, und dann werde ich die Lage sicherlich noch mal bewerten. Ich möchte übrigens auch gar nicht absprechen, dass es Einsatzgebiete geben mag, die einen derart mit dem Netz verzahnten Desktop in günstigem Licht erscheinen lassen. Nur für mich ist das nix.
Gnome ist ja modular und open. ZBsp. kann man, wenn man will, Icaza's Ausfluege in die Mono Welt installieren, oder es doch lieber lassen. Genauso wird es glaube ich auch mit den Web Technologien sein.
Bei KDE doch auch - man muss ja, gute Distro natuerlich vorausgesetzt, nicht jeden Schman installieren.
Ich stimme dir 100%ig zu und bin trotzdem zuversichtlich, dass man diese Services nicht nutzen *muss* sondern nur kann, d.h. Hintergrundbilder via flickr werden angeboten aber abschaltbar sein.
Ich will auch kein dauer Web. Ich will Applikationen die auf meinem Rechner laufen und über die ich die Kontrolle habe. Und ich will auch so was wie bei Android nicht wo Fremde von aussen meine Applikationen einfach löschen können.
Zum einen heisst es nicht, dass man das ganze Zeugs auch so nutzen _muss_; obwohl bei Gnome ich mir da nicht sicher bin, ob die den "Offline"-Schalter nur wieder über gconfig zugänglich machen
Und zum anderen: Wieviel nutzt du eigentlich den Browser für irgendwelche "Webanwendungen"? Ich frag mich immer wieder, ob die wirklich alle im Browser laufen müssen, denn in manchen Fällen ist ein eigenständiges Programm einfach viel besser, um denselben Job zu machen (mehr Interaktionsmöglichkeiten, auch wenn ajax, javascript und aktuelles CSS vieles ermöglichen, wovon man noch vor 5 Jahren geträumt hat).
Und ja, ich finde es nicht schlecht, wenn sich Programme ihre Daten aus dem Web selbstständig (nachdem ich das ihnen erlaubt habe) holen; seien es jetzt Updates oder neue RSS Postings. Da will ich eine Integration haben.
Und vor allem sind echte Anwendungen (d.h. Nichtwebanwendungen) komfortabler. Ich schlage mich mit einem Haufen schlechter Webanwendungen herum, die wir in der Firma einsetzen. Hinzukommt, dass der Server sehr langsam ist. Bei einer echten Gui-Anwendung bräuchte man auch eine Anbindung an einen Server, aber allein zum Zwecke des Datenaustauschs.
Ich weiß nicht, wo dran das liegt, dass Webanwendungen oft so viel schlechter sind. Vielleicht liegt's daran, dass die ganzen PHP-Entwickler eher schlichtere Gemüter sind als die, die Gui-Anwendungen in Java und Co. schreiben.
Das sehe ich genauso. Wer am Rechner produktiv sein will, muss das Internet auch mal links liegen lassen. Außerdem vergessen die "Experten" eine ganz wichtige Sache: Wenn ich etwas in die "Cloud" gebe, dann ist es nicht mehr meins, dann habe ich es in fremde Hände gegeben und ich weiß nicht, was die damit anstellen könnten.
Welche Firma will ihre Geschäftsbriefe im Internet abspeichern? Keine. Welcher Privatnutzer würde das mit seinen Briefen machen wollen? Keiner, es sei denn, er schreibt nur belangloses Zeug. Das Speichern bei sich auf der Platte wird der menschlichen Psyche einfach gerechter.
Übrigens wurde das Geschwafel, dass der Desktop tot sei, schon in den 90ern von Microsoft herumposaunt.
Von Das habe ich befürchtet. am Fr, 30. Juli 2010 um 10:58 #
Nach dem unter KDE angefangen wurde möglichst viele Anwendungen mit dem Netz zu verknüpfen, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Gnome sich davon leiten ließ. Ich möchte sowohl KDE als auch Gnome ans Herz legen den Begriff Desktop-Umgebung noch ein mal ganz genau durch den Kopf gehen zu lassen. Aber nicht nur das, jetzt motiviert man Entwickler auch noch Anwendungen in JavaScript zu schreiben. Schon als es hieß die Gnome-Shell würde auf Java-Script basieren musste ich unwillkürlich das Datum überprüfen, um zu sehen ob nicht doch der 1. April ist. Das ist doch nicht der Sinn einer Desktop-Umgebung oder täusche ich mich? Wer unbedingt ständig und überall Online sein muss, der kann sich auch gleich ein Browser System aka ChromeOS einrichten. Das entspricht genau den Anforderungen und dort stört es auch nicht, dass die Anwendungen in JavaScript und HTML geschrieben sind.
Schon als es hieß die Gnome-Shell würde auf Java-Script basieren musste ich unwillkürlich das Datum überprüfen, um zu sehen ob nicht doch der 1. April ist. Das ist doch nicht der Sinn einer Desktop-Umgebung oder täusche ich mich?
Wo ist das Problem, dass z.B. Gnome Shell auf JavaScript basiert?
Es ist ja nicht so, als wäre sie mit HTML/DOM umgesetzt. Das Rendering und Co. übernehmen die C-Bibliotheken der Plattform, auf die von JavaScript aus zugegriffen wird. In JavaScript ist der Glue-Code geschrieben.
JavaScript ist eine der Skriptsprachen mit den performantesten existierenden Implementierungen, die am weitesten verbreitete Skriptsprache der Welt. JavaScript bietet eine geringe Einstiegsbarriere. Desweiteren kommt JavaScript nicht schon mit "Batteries included", d.h. es ist schlank, wenn man sowieso seine eigene Plattform anbinden möchte. Man hätte auch Lua nehmen können, mit dem vor allem Spielelogik implementiert wird, aber JavaScript ist einfach verbreiteter.
Natürlich ist JavaScript auch eine objektorientierte Sprache. Es ist nur nicht klassenbasiert (das, was sich die meisten unter "objektorientiert" vorstellen), sondern prototypenbasiert. Mit prototypenbasierter OO lässt sich auch klassenbasierte OO umsetzen. Es ist einfach etwas flexibler und man kann es als Obermenge der klassenbasierten OO ansehen.
Schuster bleib bei deinen Leisten! Wozu es führt, wenn man X Features implementieren will und einen möglichst 'sozialen Desktop' haben möchte, der jede Anwendung die man startet twittert und sich dabei nicht auf Funktionalität und Stabilität konzentriert sieht man bei KDE, dass so langsam in Bedeutungslosigkeit versinkt. Gnome sollte dies als abschreckendes Beispiel ansehen und nicht auhc noch versuchen ihm nachzueifern!
Tja, die Zeiten ändern sich. Fragt sich nur, zu wessen Vorteil.
Vor 10 Jahren hieß es "sozial ist, was Arbeit schafft", und heute haben wie die Niedriglohn- Heere.
Im Internet heißt es heute "sozial ist, was Profile schafft" - Bewegungs- und Präferenzprofile. Da kann man sich ausmalen, wie es in 10 Jahren aussehen wird und wer davon profitiert.
Wahrscheinlich wird man dann schon verdächtig sein, weil man zu wenig Spuren in Datennetzen und Datenbanken hinterlassen hat.
"Gnome sollte dies als abschreckendes Beispiel ansehen und nicht auch noch versuchen ihm [KDE] nachzueifern!"
KDE4 kann auch in Form eines "Basis-KDE4" betrieben werden und kommt dann - bis auf wenige überflüssige Funktionen, die sich noch nicht abschalten lassen - als ganz klassischer 2D-Desktop daher.
KDE hat den Nutzern bisher immer die Wahl gelassen. Ich glaube nicht, dass sich das in Zukunft ändern wird.
Meiner persönlichen Einschätzung nach wird Gnome mit dieser umfassenden "Web-Desktop-Verschmelzeritis" sein Dauer-Erfolgsmodell, den zur Zeit noch auf Gnome2 basierenden Gnome-Desktop, zerstören und damit einen ganzen Haufen Nutzer an KDE4, Xfce und LXDE verlieren. Immer vorausgesetzt, diese zukünftigen Web-Desktop-Verschmelzungsmerkmale lassen sich nicht zu 100% abschalten. So wie Gnome "gepolt" ist (KISS-Prinzip), sollte man in diesem Zusammenhang aber das Schlimmste befürchten.
Und: Ein Mozillaangestellter ist in punkto Desktopentwicklung meiner Ansicht nach ein eher ungeeigneter, da befangener Ratgeber.
KDE4 kann auch in Form eines "Basis-KDE4" betrieben werden und kommt dann - bis auf wenige überflüssige Funktionen, die sich noch nicht abschalten lassen - als ganz klassischer 2D-Desktop daher. Aha, wo sogar die Uhr (!) einen akonadi Server im Hintergrund benötigt, nepumuk nur mit Tricks zu deaktivieren ist und alles KIO Slaves benutzen muss?!
Nepomuk ist ganz einfach zu deaktivieren, Akonadi ist auch bedeutungslos, solange man kein KMail/Kdepim u.ä. benutzt. KIO-Slaves sind per se nichts Schädliches, siehe KDE3. Welche Uhr meinst Du denn?
Unter Slackwares KDE4 (in 13.1) habe ich übrigens Akonadi sogar problemlos deinstallieren können. Ob sich jetzt eine Akonadi-Teil-Lib noch in einem installierten KDE4-Basispaket verbirgt, das habe ich allerdings nicht überprüft.
Allerdings ist es mitunter recht aufwendig herauszufinden, wie man dieses manchmal überflüssige KDE4-Softwarezeugs auch tatsächlich deaktivieren kann. So gibt es für Akonadi gar keinen Abschalter, da hilt nur deinstallieren. Falls die jeweilige Distro das nicht vorsieht, so bleibt nur die manuelle Löschung, um diesen Akonadi-Zwang zu umgehen. Demgegenüber lässt sich der Abschalter für Nepomuk problemlos finden.
Von Neuer_ohne_Login am Fr, 30. Juli 2010 um 22:08 #
Hallo Du,
sei einiger Zeit braucht Digikam jetzt Akonadi, warum auch immer, so dass ich jetzt MySQL laufen haben muss, solange ich noch keine wirklich taugliche Alternative habe.
Das ist so traurig, da ich inzwischen praktisch nur noch diese Programm mit kdelibs im Einsatz habe.
KDE4 ist auf meinem Desktop eher gute, sehr nützliche "Staffage", außer K3b, Kwrite und Konqueror (einschließlich der für die Dateiverwaltung und -bearbeitung nützlichen KDE-Programme wie z.B. Kdirstat und Filelight) benutze ich kaum eine KDE-Anwendung. Gerade Digikam war noch nie mein Fall.
Ich möchte einfach nur einen möglichst schnellen KDE4, der mir nicht im Weg herumsteht. Das klappt mittlerweile ganz hervorragend. Dass KDE4 so gut an persönliche Bedürfnisse angepasst werden kann, ist genau das, wofür ich den KDE-Entwicklern sehr dankbar bin. Man kann es nämlich nicht jedem recht machen. Extreme Konfigurierbarkeit ist deshalb essentiell.
Nur, weil ich es gerade ausprobiert habe: Unter OpenSuse 11.3 mit KDE 4.4.x klappt das auch, indem man einfach die Akonadi- und Virtuoso-Pakete auf "tabu - niemals installieren" setzt und einige wenige, überflüssige libakonadi...- Abhängigkeiten ignoriert. KDE4 startet problemlos und ist richtig schnell. Nepomuk, Akonadi und Virtuoso sind augenscheinlich aus.
> Führende Entwickler von GNOME halten den Desktop für ein Auslaufmodell und fordern eine Orientierung am Web und an Web-Technologien...
Ich unterstelle mal: 50% aller Entwickler haben keine Ahnung von Security oder es ist denen egal, die müssen das entwickleln was die Firma sie beauftragt.
Der IT-Abteilung stehen manchmal die Haare zu Berge, wenn sie diese Produkte sehen. Manche große Firmen beutzen sogar PHP... P wie einfach Die Security-Audit-Firmen freuen sich natürlich, aber das ist ja keine einmalige Angelegenheit. Sicherheit muß Tag für Tag kontrolliert werden.
Und nun soll eine neue Generation von Sicherheitslücken geschaffen werden?
Nun ja, Cracker aller Länder vereinigt euch...oder seit ihr das schon?
Die zukünftige Entwicklung ist sehr bedenklich. Ich hoffe, dass man das bei OSS Anwendungen wenigstens noch mitbekommt und entsprechend reagieren kann. Bei CSS Anwendungen sehe ich da noch größere Gefahren.
Gnome hat seine Botschaft nicht unter Kontrolle, es ist ein Spielball von medialen Effekten, wo mal die Mono-Leute, mal ein Angestellter von Mozilla quasi ankündigt, dass das "alte" verworfen wird, zugunsten des Neuen.
Da muss dann natürlich gleich jeder aufspringen und neu evualieren, ob er jetzt dann überhaupt noch Gnome nutzen kann, oder KDE4 überhaupt je benutzbar war, etc.
Leute, das wird nicht passieren. Oder läuft jetzt etwa alles auf C# ?
Logisch ist es ein Interesse Der Mozilla Corporation, ihr Eigentum ins Spiel zu bringen. Aber sehr unwahrscheinlich, dass die anderen, jetzt ihres verwerfen.
Ich meine, im Ernst mal, JavaScript soll einfacher sein? Dann doch lieber Vala, D oder gleich was richtiges als Skriptsprache mit Python. Dass der Vorschlag unsinnig ist, weiss vermutlich sogar der Vorschlagende...
Das ist das traurige, die Botschaft von Gnome wird benutzt, um Mozilla zu pushen. Wo doch jeder weiss, was das bedeuten würde. Wehe ein Gnome-Release will nicht das allerneuste Mozilla verlangen. Wehe es gibt da ein Sicherheitsloch, das sofort zu muss, aber die Hälfte der Programme benutzen eine Library, die nicht mehr geht nach dem Zwangsupdate.
Gnome hat seine Botschaft nicht unter Kontrolle, es ist ein Spielball von medialen Effekten, wo mal die Mono-Leute, mal ein Angestellter von Mozilla quasi ankündigt, dass das "alte" verworfen wird, zugunsten des Neuen.
Das war keine Ankündigung, das war ein Aufruf oder Vorschlag. Da gibt es kleinen Unterschied.
Logisch ist es ein Interesse Der Mozilla Corporation, ihr Eigentum ins Spiel zu bringen. Aber sehr unwahrscheinlich, dass die anderen, jetzt ihres verwerfen.
Welches Eigentum von Mozilla Corp kommt hier dann zum Einsatz? Javascript? HTML? CSS?
Ich meine, im Ernst mal, JavaScript soll einfacher sein? Dann doch lieber Vala, D oder gleich was richtiges als Skriptsprache mit Python. Dass der Vorschlag unsinnig ist, weiss vermutlich sogar der Vorschlagende...
Warum soll das unsinnig sein? Nur weil du Javascript nicht magst? Er sagte ja, dass viele Webentwickler damit sehr viel besser umgehen können als mit python oder sonstwas.
Sieh das ganze mal so: Wenn gnome sich mehr in Richtung Webtechnologie öffnet, dann könnte man eine ganze Menge an Entwicklern dazugewinnen, die ihre Anwendung, die bisher nur im Browser läuft, jetzt auch als "native" Gnome-Anwendung zur Verfügung stellen.
Volle zustimmung, sollen sie meinetwegen Vala verbessern oder C++ oder D nutzen, aber dieser ganze Web misst geht mir auf die nerven, ich will ein programm performant nutzen koennen ohne bei jedem klick erst auf den http response des webservers warten zu muessen oder darauf das die javascript engine den source code compiliert und ausgefuehrt hat.
ohne bei jedem klick erst auf den http response des webservers warten zu muessen
Also JavaScript kann man auch ohne Netzanbindung lokal ausführen, wie Python, Perl, PHP und Pike auch, genause performant übrigens.
Schon erstaunlich, was heute mit modernster Technologie alles möglich ist, was?
Binaries sind zwar toll und werden bestimmt nie aussterben (wer weiß, 640 kb reichen für jeden computer) aber was ist besser? 5.000.000 Pakete auf dem Server zu haben um x Architekturen und y Betriebsysteme zu unterstützen oder doch lieber nur 500.000 wobei dann alles als Quelltext oder Bytecode vorliegt?
Man könnte natürlich dazu übergehen, komfortable Installationsprogramme zu bauen, die vor der Installation alles kompilieren. Aber Änderungen bestehender Installationsprogramme und Linux... Allein an der Tatsache das es mehr als zwei Paketsysteme gibt und Autopackage quasi tot ist, sprechen nicht dafür. Zumal auch nicht jeder seinen Quelltext mitliefern will.
JS ist (mit nem ordentlichen Interpreter) um Größenordnungen schneller als die anderen von dir genannten. JS ist einfach zugänglich, den OO-Prototypenansatz versteht jeder. Gleichzeitig sind auch kompliziertere Konstrukte wie Klassen oder funktionelle Programmierung leicht umsetzbar. Keine einzigartigen Eigenschaften, aber JS gehört zu den verbreitesten Sprachen überhaupt.
JS verlässt gerade seinen Sandkasten Browser und wird ordentlich rütteln an den etablierten Sprachen außerhalb von diesem.
Ich hab schon verstanden, dass da nur ein Vorschlag gemacht wird. Auf Pro-Linux kommt es dann aber so rüber, als wären die in der Lage, das auch durchzusetzen. Das war schon bei Mono so.
Dadurch wird Gnome der Möglichkeit beraubt, die tatsächlichen eigenen Visionen zu haben, solche die auch passieren.
Was das Eigentum angeht, so hat Mozilla eine optimierte Javascript Engine und auch HTML/CSS natürlich. Es wäre für die Super /TM/, wenn die eine Kernabhängigkeit von Gnome würden. Stattdessen wird Webkit eingesetzt in Epiphany, was seinem Arbeitgeber ziemlich aufregen dürfte.
Javascript hat grosse Probleme, weil es einerseits die C-Syntax hat, und andererseits sind dort Klassen anders als überall sonst: http://de.wikipedia.org/wiki/Prototypenbasierte_Programmierung
Das einzige, was für Javascript spricht, ist das es ein Webstandard ist. Aber es ist wohl nicht zu verwegen, zu fragen, wieso _nur_ auf die Client-Seite?
Das einzige, was für Javascript spricht, ist das es ein Webstandard ist. Aber es ist wohl nicht zu verwegen, zu fragen, wieso _nur_ auf die Client-Seite?
Noch. Aber serverseitiges JavaScript ist zur Zeit im Untergrund der Hype.
Dieses Gefühl beschleicht mich oft, wenn ich mir die Kommentare bei Pro-Linux durchlese. Gerade was das Thema Verschmelzung von Web und Desktop geht.
Um mal den ersten Post aufzugreifen. Ich nutze meine OS regelmäßig zum Surfen und Email schreiben. Und noch viel regelmäßiger nutze ich es für den Austausch über Facebook, Twitter, Flickr, Google Docs, Skype, Last.FM etc. Na und, soll ich jetzt deswegen Linux nicht nutzen, weil ein paar Hardliner das nicht wollen? Ich glaube nicht. Und die Hardliner dürfen diese Funktionen bestimmt gern abschalten.
Sie können auch weiterhin Ihre virtuellen Kontakte pflegen. Es geht darum, dass solche Spielereien genutzt werden können, aber nicht fester Bestandteil einer Desktopumgebung sein müssen, bzw. selbst die Arbeitsumgebung sind.
Damit entlasse ich Sie auch schon in Ihr wohlverdientes Wochenende.
vielen Dank für Ihre Meinung, auf die ich gern reagieren möchte.
1. Sind diese Kanäle durchaus für viele keine Spielerei. Ihre Vorverurteilung konnte ich damit gut durchschauen 2. Denke ich, dass es genau die richtige Richtung ist, solche Services zum festen Bestandteil einer modernen Desktop-Umgebung zu machen. Ich sehe keinen Vorteil darin, dies ausschließlich im Browser laufen zu lassen. 3. Muss ich Sie leider enttäuschen – aber Sie werden diese Entwicklung nicht aufhalten können. Verfolgen Sie einfach die Entwicklung und bilden Sie sich kein Urteil, welches allein auf Ihren persönlichen Eindrücken beruht. 4. Bin ich mir sicher, dass die Open Source Bewegung auch Lösungen für Minderheiten bereit halten wird.
Ich wünsche Ihnen ein überaus entspanntes Wochenende. Beste Grüße Ihr Hans Wurst
Ihre Meinung trifft vielleicht nicht auf jedermanns Zustimmung, aber das ist ja sicherlich auch nicht notwendig. Sie sollten nur bedenken, dass Sie bei Ihrer Ablehnung von falschen Prämissen ausgehen: Kein "Hardliner" möchte Ihnen Ihren sozialen Desktop streitig machen. Ich persönlich wünsche Ihnen eine grafische Oberfläche, die genau Ihren Vorstellungen entspricht. Nur ist das ebent nicht das, was ich mir bisher unter einer brauchbaren Arbeitsumgebung vorgestellt habe. Mir deswegen eine rückwärts gewandte Haltung zu unterstellen, ist ein bisschen unverschämt.
Und sowieso gilt: Die konkrete Implementierung noch recht vager "Web-Anwendungen" in Gnome 3.0 werden wir alle erst dann begutachten können, wenn sie tatsächlich vor unseren Augen erscheint. Dann dürfen Sie für Ihren Spielplatz und ich für meinen Arbeitsplatz optieren. Wie auch immer diese Orte dann heißen werden.
Sie werden es sich kaum vorstellen können. Aber ich verdiene mit solchen Spielereien, wie Sie es nennen, mein Geld. Und ich kann sehr gut davon leben. Web 2.0 ist mitnichten ein Spielplatz. Nun gut, Ihr Tellerrand ist vermutlich sehr hoch, so dass Sie außerstande sind darüber hinaus zu schauen. Dies belegt auch Ihre Aussage von "recht vagen Web-Anwendungen". Viele dieser "recht vagen Web-Anwendungen" lösen in der Intensität der Nutzung mittlerweile Google ab. Genaue Zahlen dürfen Sie gern selbst recherchieren.
Tut mir leid Lurchi, der Zug fährt auch ohne Sie weiter.
Welcher Zug? Wohin jetzt? Ich verstehe nur Bahnhof...
Ganz ehrlich: Bleiben Sie weiterhin bei Ihrem Broterwerb. Ich bin der letzte, der Ihnen kein Auskommen gönnen würde. Nur möchte ich die Früchte Ihrer Arbeit nicht auf meinem Desktop haben.
Ich verstehe darüber hinaus nicht so ganz, warum Sie sich ständig so angewidert äußern müssen. Ein paar Kommentare weiter oben dachten Sie sogar vernommen zu haben, ein paar Hardliner würden Ihnen das Recht absprechen, Linux zu benutzen. Lesen Sie die Kommentare hier auch wirklich gründlich genug durch, bevor Sie drauf antworten? An dieser Stelle vielleicht noch einen Hinweis: Das Attribut "vage" bezog sich auf den Umstand, dass zur Zeit noch unklar ist, welche webbasierten Anwendungen denn nun in Gnome einzug finden sollen (zumindest geht es nicht aus dem Artikel hervor). Na? Immer noch unklar? Dann ist aber jetzt wirklich Feierabend.
Ne, ich muss wirklich? Weil Sie bei Gnome entscheiden, was da rein kommt und was nicht? Hmm... da hätte ich mir vielleicht noch überlegt, Ihnen schöne Augen zu machen, aber jetzt ist ja wohl zu spät... Lurchi traurig ist...
es bedrückt mich nun doch etwas, dass Sie traurig sind. Aber ich denke, Sie werden sich schnell wieder fangen. Sehen Sie sich doch einfach mal XFCE an. Das könnte etwas für Sie sein.
Ach ja, ich entscheide das natürlich nicht, um Ihre Frage zu beantworten. Es ist einfach die Folge einer Entwicklung, die an Ihnen vorbei gegangen ist. Das ist nicht schlimm. Wie gesagt – jeder hat die Wahl. Das ist wunderbar.
es ist nur ein Vorschlag, dem bisher nicht Folge geleistet wurde. Gnome ändert sich dadurch überhaupt nicht, und hat noch nicht den Willen erklärt, sich zu ändern.
Und natürlich ist Xfce ohnehin der bessere Desktop, jedenfalls für mich als Ex-KDE3 User.
ich weiß. Was mich an der Diskussion in den Kommentaren immer stört, ist diese Antihaltung und damit einhergehende Vorverurteilung von Web-2.0-Nutzern. So wie ich es sehe, kennen die meistens Antis diese Kanäle auch nur vom Hören-Sagen. Zumindest lassen das die Kommentare vermuten. Sie setzen sich weder ernsthaft mit den Kanälen noch mit den Nutzern dieser Kanäle auseinander. Such mal in den Kommentaren nach "Sozial Gestörte".
In Kommentaren? ich dachte, die findet man in den Kanälen.
Ich habe selber Facebook, Twitter & Co. genutzt und die Erfahrung gemacht, je intensiver jemand sowas nutzt desto "verhaltensauffälliger" war derjenige auch.
Nein, jetzt haben Sie mich zum weinen gebracht! Ich installiere gerade vor lauter Frust wieder MS-Dos. Damals gab es Leute wie Sie noch nicht... schnüff!
Zitat: "...forderte Luis Villa, Mitglied des GNOME-Beirats und Angestellter von Mozilla, dass GNOME sich Web-Technologien zu Eigen mache. Ansonsten werde es bald nicht mehr relevant sein, denn Desktop-Systeme würden an Bedeutung verlieren. Das Web sei allgegenwärtig, und eine permanente Verbindung mit dem Web (oder eine Annäherung davon) ebenso."
Spontan würde ich sagen, dieser Luis Villa ist ein Lobbyist von Google, denn nur für diese Firma ist das Internet das wichtigste. Desweiteren ist Google der Hauptsponsor von Mozilla.
Wie heist es doch so schön: "Die Verbraucher befriedigen die Interessen der Wirtschaft".
Wenn diese Entwicklung so weitergeht, stirbt lokal installierbare Software einmal aus, und die Dienste von Google und Konsorten sind nicht mehr kostenlos.
Fazit: Webanwendungen können mir gestohlen bleiben !
Mir auch. Ich hasse diesen gehypten Cloudmüll und diesen sozialen Netzwerksch... für die ganzen Sozialgestörten.
Meine Daten und Programme gehören mir! Und größtenteils offline bleiben zu dürfen ist mein verdammtes Menschenrecht! Überwachen könnt ihr jemand anders.
>...halten den Desktop für ein Auslaufmodell und fordern eine Orientierung am Web..
Ja sowas habe ich befürchtet. Schon unter Windows 7 ist es so, dass manche Funktion nur noch als Link angezeigt wird der manchmal ins Internet führt oder auf den eigenen Rechner. So genau weiß man das vorher nicht. Die ganze IT-Industrie ist ja so besoffen von der Idee einer "Cloud" und hat schon die Dollarzeichen in den Augen. Dass nun auch noch Gnome über sowas nachdenkt, hat schon was Erschreckendes. Irgendwann wird es keine Rolle mehr spielen ob man Linux oder Windows verwendet. Alles der gleiche Mist überall! Schade um Gnome welches ich eine lange Zeit immer gerne verwendet habe.
Von irgendeinem user am Sa, 31. Juli 2010 um 16:07 #
ich traue dem ganzen auch nicht. meine daten gehören mir und bleiben deshalb nach möglichkeit auch lokal auf der platte - da sind sie sicherer als bei $firma.
und wer stellt eigentlich solche behauptungen auf wie "permanente internetverbindungen sind allgegenwärtig"? das mag vielleicht für einen großen teil der desktop-rechner stimmen, allerdings habe ich mit meinem laptop längst nicht überall eine internetanbindung.
Ich denke der prinzipielle Trend ist doch schon längst da und ist es schon immer gewesen! Nicht umsonst hatten Unixoide Systeme lange vor Windows und Mac OS einen starken Netzwerk zentrischen Ansatz.
Genauso verhält es sich mit dem Desktop. Natürlich nehmen die Konkurrenten Fahrt auf und forcieren Trends teilweise stärker als "der" Linux Desktop, aber grundsätzlich werden doch Webdienste seit Jahren immer stärker auch in den Desktop integriert.
Das wichtigste ist doch: Lasst dem User und dem Entwickler die Wahl, wie er diese nutzen oder einbinden will! Google setzt auf Applikationen im Browser, KDE auf native Applikationen, die Web-Dienste anbieten / umsetzen. Ich halte viele direkte Web-Technologien für mies! Das ist schlicht eine Folge von Altlasten. HTML leidet doch immer noch an Kinderkrankheiten, CSS ist wenig ausdrucksstark und hatte durchaus einige Macken. Hinzu kommt viel Boiler-Plate und im Vgl. zu GUI-Libs ein kaum vorhandenes und dann meist unsinniges Layoutverfahren.
Wieso sollte ich direkt darauf einsteigen und bewährte Konzepte über den Haufen werfen? Qt geht hier tatsächlich einen progressiven Schritt, denn dort werden genau diese Schwachstellen ja aufgegriffen und erst gar nicht übernommen. Wenn man hier bei Gnome ähnlich vorgeht, räume ich dem sogar gute Chancen und auch Qualität ein.
Generell halte ich die Annahme jedoch für falsch, dass sich viele Entwickler eher mit Web-Technologien auskennen für ein Märchen. Natürlich gibt es viele Web-Entwickler, aber die reinen HTML + CSS und ein wenig JS-Junkies haben doch null Verständnis für den Ablauf und den Aufbau von Standalone-Apps. Selbst wenn man da viel abstrahiert, wird es immer noch Nebenläufigkeiten geben, die dem sturen Ablauf des http-Korstetts entgegen stehen. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen... das dürfte den "traditionellen" App-Entwicklern schneller gelingen - da kommt es nur bedingt auf die Sprache an.
Als letztes sehe ich bei JavaScript noch die meisten Baustellen. Die Sprache ist an sich durchaus toll; setzte das OO-Paradigma sehr konsequent um und verzichtet dabei auf vielen Schnickschnack. Allerdings bietet zu viel Felxibilität auch Nachteile; ich sehe hier vor allem das fehlende Idiom beim Prototyping als Schwachstelle an. Da kochen zu viele Entwickler unterschiedliche Modelle und je nach Lib muss man sich an ein anderes Modell gewöhnen. Im schlimmsten Falle muss man in einem Programm gleich mehrere Varianten managen, weil diese in verwendeten Komponenten eben unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommt die mir zu C lastige Klammer-Syntax; da bin ich Python verwöhnt
Generell halte ich Byte-Code basierte Sprachen für ideal als Hauptsprachen für Applikationen des Desktops: Apps / Komponenten installieren auf Knopfdruck, Integration von Add-ons während des laufenden Betriebs usw. stellen immense Vorteile dar, die in der heutigen Zeit wenig Menschen missen wollen. Aber auch hier zählt die Freiheit! Wieso sollte man jemanden zwingen, das in genau einer Sprache durchzuführen? KDE macht es hier imho richtig. Es bietet Bindings in vielen Sprachen an und entwickelt / nutzt Technologien, um diese semi-automatisch immer aktuell zu halten. (Schade, dass KROSS so viele Nachteile hatte) Will ich ein Plasmoid in JS entwickeln, so kann ich das tun. Brauche ich aber mehr Funktionalität, als mir die bisherigen Dienste bieten, so kann ich auch eine andere Sprache wählen, mit der ich viel mächtigere Zugriffe auf Rechner-Ressourcen besitze.
Wichtig ist aber vor allem eines: Holt die Dienste auf den Desktop und weg vom Browser! Damit bietet man eine Alternative zu googles Vision und schafft den Beweis, dass der Browser als solcher eben einfach zum Surfen dient. Alles, was dabei zu speziellen Aktionen führt, kann ich dann ggf. nahtloser auf ein Spezialprogramm zurückgreifen.
Als Laie kann ich wenig zu dem Unterschied sagen, ob eine Anwendung jetzt in Python, C+ oder JavaScript geschrieben ist.
Aber den Trend, das Web als allgegenwärtig zu betrachten, beobachte ich mit größter Skepsis. Bei mir ist das Web für's Browsen und für den E-Mail-Verkehr zuständig. Sonst gar nichts. Keine ständig geöffnete Chat-Fenster, keine Cloud, und vor allem keine Hintergrundbilder von Flickr (müllt sich wirklich jemand seine Rechenzeit mit so einem Unsinn zu?!). Ich gleich noch nicht mal die Systemzeit mittels ntp ab. Warum auch? Wäre schade, wenn Gnome wirklich auf diese Schiene laufen würde. Mit Debian hätte ich dann noch fast zwei Jahre "normalen Desktop", dann müsste ich wechseln.
Find ich auch. Meiner Meinung nach muss der Desktop ja nicht grafisch arm wie CDE oder Windows98 sein, doch ich will auch nicht alles über web laufen lassen. Offline sein will ich auch mal!
Wenn das so weiter geht könnte es sein das bei mir wieder Windows als klassisches Betriebssystem den Desktop übernimmt. Eine gut in die GUI implementierte Browserlösung ist ja schön und gut aber so viel wäre mir selbst in 50 Jahren zu viel Web. Kann man ja gleich auf Chrome OS wechseln....
Naja, wenn du einen lokal laufenden Desktop willst, kannst du ja trotzdem bei Linux bleiben. Es gibt schließlich nicht nur Gnome und KDE, sondern auch viele schöne Windowmanager und kleine Programme, die einem das Leben am Computer durchaus angenehm machen können. Diese Programme werden - das prognostiziere ich jetzt einfach - lange nicht oder gar nie auf diesen Web-basierten Zug aufspringen.
Ja, genau so etwas strebt mir vor. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen, und dann werde ich die Lage sicherlich noch mal bewerten. Ich möchte übrigens auch gar nicht absprechen, dass es Einsatzgebiete geben mag, die einen derart mit dem Netz verzahnten Desktop in günstigem Licht erscheinen lassen. Nur für mich ist das nix.
Gnome ist ja modular und open. ZBsp. kann man, wenn man will, Icaza's Ausfluege in die Mono Welt installieren, oder es doch lieber lassen. Genauso wird es glaube ich auch mit den Web Technologien sein.
Bei KDE doch auch - man muss ja, gute Distro natuerlich vorausgesetzt, nicht jeden Schman installieren.
Ich stimme dir 100%ig zu und bin trotzdem zuversichtlich, dass man diese Services nicht nutzen *muss* sondern nur kann, d.h. Hintergrundbilder via flickr werden angeboten aber abschaltbar sein.
C++ bitte. Soviel Zeit muss sein.
Ich will auch kein dauer Web. Ich will Applikationen
die auf meinem Rechner laufen und über die ich die Kontrolle
habe. Und ich will auch so was
wie bei Android nicht wo Fremde von aussen meine
Applikationen einfach löschen können.
Der Omega13
Zum einen heisst es nicht, dass man das ganze Zeugs auch so nutzen _muss_; obwohl bei Gnome ich mir da nicht sicher bin, ob die den "Offline"-Schalter nur wieder über gconfig zugänglich machen
Und zum anderen: Wieviel nutzt du eigentlich den Browser für irgendwelche "Webanwendungen"? Ich frag mich immer wieder, ob die wirklich alle im Browser laufen müssen, denn in manchen Fällen ist ein eigenständiges Programm einfach viel besser, um denselben Job zu machen (mehr Interaktionsmöglichkeiten, auch wenn ajax, javascript und aktuelles CSS vieles ermöglichen, wovon man noch vor 5 Jahren geträumt hat).
Und ja, ich finde es nicht schlecht, wenn sich Programme ihre Daten aus dem Web selbstständig (nachdem ich das ihnen erlaubt habe) holen; seien es jetzt Updates oder neue RSS Postings. Da will ich eine Integration haben.
Und vor allem sind echte Anwendungen (d.h. Nichtwebanwendungen) komfortabler. Ich schlage mich mit einem Haufen schlechter Webanwendungen herum, die wir in der Firma einsetzen. Hinzukommt, dass der Server sehr langsam ist. Bei einer echten Gui-Anwendung bräuchte man auch eine Anbindung an einen Server, aber allein zum Zwecke des Datenaustauschs.
Ich weiß nicht, wo dran das liegt, dass Webanwendungen oft so viel schlechter sind. Vielleicht liegt's daran, dass die ganzen PHP-Entwickler eher schlichtere Gemüter sind als die, die Gui-Anwendungen in Java und Co. schreiben.
Das sehe ich genauso. Wer am Rechner produktiv sein will, muss das Internet auch mal links liegen lassen. Außerdem vergessen die "Experten" eine ganz wichtige Sache: Wenn ich etwas in die "Cloud" gebe, dann ist es nicht mehr meins, dann habe ich es in fremde Hände gegeben und ich weiß nicht, was die damit anstellen könnten.
Welche Firma will ihre Geschäftsbriefe im Internet abspeichern? Keine. Welcher Privatnutzer würde das mit seinen Briefen machen wollen? Keiner, es sei denn, er schreibt nur belangloses Zeug. Das Speichern bei sich auf der Platte wird der menschlichen Psyche einfach gerechter.
Übrigens wurde das Geschwafel, dass der Desktop tot sei, schon in den 90ern von Microsoft herumposaunt.
Nach dem unter KDE angefangen wurde möglichst viele Anwendungen mit dem Netz zu verknüpfen, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Gnome sich davon leiten ließ. Ich möchte sowohl KDE als auch Gnome ans Herz legen den Begriff Desktop-Umgebung noch ein mal ganz genau durch den Kopf gehen zu lassen. Aber nicht nur das, jetzt motiviert man Entwickler auch noch Anwendungen in JavaScript zu schreiben. Schon als es hieß die Gnome-Shell würde auf Java-Script basieren musste ich unwillkürlich das Datum überprüfen, um zu sehen ob nicht doch der 1. April ist. Das ist doch nicht der Sinn einer Desktop-Umgebung oder täusche ich mich? Wer unbedingt ständig und überall Online sein muss, der kann sich auch gleich ein Browser System aka ChromeOS einrichten. Das entspricht genau den Anforderungen und dort stört es auch nicht, dass die Anwendungen in JavaScript und HTML geschrieben sind.
Wo ist das Problem, dass z.B. Gnome Shell auf JavaScript basiert?
Es ist ja nicht so, als wäre sie mit HTML/DOM umgesetzt. Das Rendering und Co. übernehmen die C-Bibliotheken der Plattform, auf die von JavaScript aus zugegriffen wird. In JavaScript ist der Glue-Code geschrieben.
JavaScript ist eine der Skriptsprachen mit den performantesten existierenden Implementierungen, die am weitesten verbreitete Skriptsprache der Welt. JavaScript bietet eine geringe Einstiegsbarriere. Desweiteren kommt JavaScript nicht schon mit "Batteries included", d.h. es ist schlank, wenn man sowieso seine eigene Plattform anbinden möchte. Man hätte auch Lua nehmen können, mit dem vor allem Spielelogik implementiert wird, aber JavaScript ist einfach verbreiteter.
Ich empfinde Javascript als Krampf. Mit prototype.js wird es erträglich. Aber alleine das OO-Prinzip durch Prototyping in JS finde ich nicht gut.
Es ist durchaus flexibler. Für viele ist es jedoch unbekannt. Und was der Bauer nicht seit Jahren kennt beäugt er kritisch.
Ich will ja nicht den Erbsenzähler spielen, aber das könnte daran liegen, dass JavaScript eben *keine* objekt-orientierte Sprache ist...
Natürlich ist JavaScript auch eine objektorientierte Sprache. Es ist nur nicht klassenbasiert (das, was sich die meisten unter "objektorientiert" vorstellen), sondern prototypenbasiert. Mit prototypenbasierter OO lässt sich auch klassenbasierte OO umsetzen. Es ist einfach etwas flexibler und man kann es als Obermenge der klassenbasierten OO ansehen.
Schuster bleib bei deinen Leisten!
Wozu es führt, wenn man X Features implementieren will und einen möglichst 'sozialen Desktop' haben möchte, der jede Anwendung die man startet twittert und sich dabei nicht auf Funktionalität und Stabilität konzentriert sieht man bei KDE, dass so langsam in Bedeutungslosigkeit versinkt.
Gnome sollte dies als abschreckendes Beispiel ansehen und nicht auhc noch versuchen ihm nachzueifern!
Du bist nicht zufällig Ubuntu User?
Ubuntunutzer heißt das. Immer diese Sprachstörungen
Ich dachte die Übersetzung ins Deutsche von "Ubuntu User" wäre "Windowsnutzer der einen auf Linux-Geek macht"...
Hab ich mich wohl geirrt :/
Der war gut
Grueße
Ignatz
[...] sieht man bei KDE, dass so langsam in Bedeutungslosigkeit versinkt [...]
Bitte berichte uns mehr aus deinem Paralleluniversum.
Tja, die Zeiten ändern sich. Fragt sich nur, zu wessen Vorteil.
Vor 10 Jahren hieß es "sozial ist, was Arbeit schafft", und heute haben wie die Niedriglohn- Heere.
Im Internet heißt es heute "sozial ist, was Profile schafft" - Bewegungs- und Präferenzprofile. Da kann man sich ausmalen, wie es in 10 Jahren aussehen wird und wer davon profitiert.
Wahrscheinlich wird man dann schon verdächtig sein, weil man zu wenig Spuren in Datennetzen und Datenbanken hinterlassen hat.
"Gnome sollte dies als abschreckendes Beispiel ansehen und nicht auch noch versuchen ihm [KDE] nachzueifern!"
KDE4 kann auch in Form eines "Basis-KDE4" betrieben werden und kommt dann - bis auf wenige überflüssige Funktionen, die sich noch nicht abschalten lassen - als ganz klassischer 2D-Desktop daher.
KDE hat den Nutzern bisher immer die Wahl gelassen. Ich glaube nicht, dass sich das in Zukunft ändern wird.
Meiner persönlichen Einschätzung nach wird Gnome mit dieser umfassenden "Web-Desktop-Verschmelzeritis" sein Dauer-Erfolgsmodell, den zur Zeit noch auf Gnome2 basierenden Gnome-Desktop, zerstören und damit einen ganzen Haufen Nutzer an KDE4, Xfce und LXDE verlieren. Immer vorausgesetzt, diese zukünftigen Web-Desktop-Verschmelzungsmerkmale lassen sich nicht zu 100% abschalten. So wie Gnome "gepolt" ist (KISS-Prinzip), sollte man in diesem Zusammenhang aber das Schlimmste befürchten.
Und: Ein Mozillaangestellter ist in punkto Desktopentwicklung meiner Ansicht nach ein eher ungeeigneter, da befangener Ratgeber.
Leihst du mir irgendwann mal deine Kristallkugel. Die scheint besser zu funktionieren als meine.
KDE4 kann auch in Form eines "Basis-KDE4" betrieben werden und kommt dann - bis auf wenige überflüssige Funktionen, die sich noch nicht abschalten lassen - als ganz klassischer 2D-Desktop daher.
Aha, wo sogar die Uhr (!) einen akonadi Server im Hintergrund benötigt, nepumuk nur mit Tricks zu deaktivieren ist und alles KIO Slaves benutzen muss?!
Nepomuk ist ganz einfach zu deaktivieren, Akonadi ist auch bedeutungslos, solange man kein KMail/Kdepim u.ä. benutzt. KIO-Slaves sind per se nichts Schädliches, siehe KDE3.
Welche Uhr meinst Du denn?
Unter Slackwares KDE4 (in 13.1) habe ich übrigens Akonadi sogar problemlos deinstallieren können. Ob sich jetzt eine Akonadi-Teil-Lib noch in einem installierten KDE4-Basispaket verbirgt, das habe ich allerdings nicht überprüft.
Allerdings ist es mitunter recht aufwendig herauszufinden, wie man dieses manchmal überflüssige KDE4-Softwarezeugs auch tatsächlich deaktivieren kann. So gibt es für Akonadi gar keinen Abschalter, da hilt nur deinstallieren. Falls die jeweilige Distro das nicht vorsieht, so bleibt nur die manuelle Löschung, um diesen Akonadi-Zwang zu umgehen. Demgegenüber lässt sich der Abschalter für Nepomuk problemlos finden.
Hallo Du,
sei einiger Zeit braucht Digikam jetzt Akonadi, warum auch immer, so dass ich jetzt MySQL laufen haben muss, solange ich noch keine wirklich taugliche Alternative habe.
Das ist so traurig, da ich inzwischen praktisch nur noch diese Programm mit kdelibs im Einsatz habe.
Gruss,
Kay
KDE4 ist auf meinem Desktop eher gute, sehr nützliche "Staffage", außer K3b, Kwrite und Konqueror (einschließlich der für die Dateiverwaltung und -bearbeitung nützlichen KDE-Programme wie z.B. Kdirstat und Filelight) benutze ich kaum eine KDE-Anwendung. Gerade Digikam war noch nie mein Fall.
Ich möchte einfach nur einen möglichst schnellen KDE4, der mir nicht im Weg herumsteht. Das klappt mittlerweile ganz hervorragend. Dass KDE4 so gut an persönliche Bedürfnisse angepasst werden kann, ist genau das, wofür ich den KDE-Entwicklern sehr dankbar bin.
Man kann es nämlich nicht jedem recht machen. Extreme Konfigurierbarkeit ist deshalb essentiell.
Nur, weil ich es gerade ausprobiert habe:
Unter OpenSuse 11.3 mit KDE 4.4.x klappt das auch, indem man einfach die Akonadi- und Virtuoso-Pakete auf "tabu - niemals installieren" setzt und einige wenige, überflüssige libakonadi...- Abhängigkeiten ignoriert.
KDE4 startet problemlos und ist richtig schnell. Nepomuk, Akonadi und Virtuoso sind augenscheinlich aus.
> Führende Entwickler von GNOME halten den Desktop für ein Auslaufmodell und fordern eine Orientierung am Web und an Web-Technologien...
Ich unterstelle mal: 50% aller Entwickler haben keine Ahnung von Security oder es ist denen egal, die müssen das entwickleln was die Firma sie beauftragt.
Der IT-Abteilung stehen manchmal die Haare zu Berge, wenn sie diese Produkte sehen. Manche große Firmen beutzen sogar PHP...
P wie einfach 
Die Security-Audit-Firmen freuen sich natürlich, aber das ist ja keine einmalige Angelegenheit. Sicherheit muß Tag für Tag kontrolliert werden.
Und nun soll eine neue Generation von Sicherheitslücken geschaffen werden?
Nun ja, Cracker aller Länder vereinigt euch...oder seit ihr das schon?
gemeint war aber sicherlich...
Führende Entwickler von GNOME halten den GNOME Desktop für ein Auslaufmodell und fordern eine Orientierung am Web und an Web-Technologien...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apps-telefonieren-nach-Hause-Update-1047796.html
Die zukünftige Entwicklung ist sehr bedenklich.
Ich hoffe, dass man das bei OSS Anwendungen wenigstens noch mitbekommt und entsprechend reagieren kann.
Bei CSS Anwendungen sehe ich da noch größere Gefahren.
Lies mal die neuste News zu dem Thema...
Die Sicherheitsfirma lies verkünden das die Medien das ganze verzerrt hatten und es garkeine bösartige App ist.
Mehr muss man da wohl nicht dazu sagen.....
Gnome hat seine Botschaft nicht unter Kontrolle, es ist ein Spielball von medialen Effekten, wo mal die Mono-Leute, mal ein Angestellter von Mozilla quasi ankündigt, dass das "alte" verworfen wird, zugunsten des Neuen.
Da muss dann natürlich gleich jeder aufspringen und neu evualieren, ob er jetzt dann überhaupt noch Gnome nutzen kann, oder KDE4 überhaupt je benutzbar war, etc.
Leute, das wird nicht passieren. Oder läuft jetzt etwa alles auf C# ?
Logisch ist es ein Interesse Der Mozilla Corporation, ihr Eigentum ins Spiel zu bringen. Aber sehr unwahrscheinlich, dass die anderen, jetzt ihres verwerfen.
Ich meine, im Ernst mal, JavaScript soll einfacher sein? Dann doch lieber Vala, D oder gleich was richtiges als Skriptsprache mit Python. Dass der Vorschlag unsinnig ist, weiss vermutlich sogar der Vorschlagende...
Das ist das traurige, die Botschaft von Gnome wird benutzt, um Mozilla zu pushen. Wo doch jeder weiss, was das bedeuten würde. Wehe ein Gnome-Release will nicht das allerneuste Mozilla verlangen. Wehe es gibt da ein Sicherheitsloch, das sofort zu muss, aber die Hälfte der Programme benutzen eine Library, die nicht mehr geht nach dem Zwangsupdate.
Mozilla Corp. ist für mich "das Letzte".
Gruss,
Kay
Gnome hat seine Botschaft nicht unter Kontrolle, es ist ein Spielball von medialen Effekten, wo mal die Mono-Leute, mal ein Angestellter von Mozilla quasi ankündigt, dass das "alte" verworfen wird, zugunsten des Neuen.
Das war keine Ankündigung, das war ein Aufruf oder Vorschlag. Da gibt es kleinen Unterschied.
Logisch ist es ein Interesse Der Mozilla Corporation, ihr Eigentum ins Spiel zu bringen. Aber sehr unwahrscheinlich, dass die anderen, jetzt ihres verwerfen.
Welches Eigentum von Mozilla Corp kommt hier dann zum Einsatz? Javascript? HTML? CSS?
Ich meine, im Ernst mal, JavaScript soll einfacher sein? Dann doch lieber Vala, D oder gleich was richtiges als Skriptsprache mit Python. Dass der Vorschlag unsinnig ist, weiss vermutlich sogar der Vorschlagende...
Warum soll das unsinnig sein? Nur weil du Javascript nicht magst? Er sagte ja, dass viele Webentwickler damit sehr viel besser umgehen können als mit python oder sonstwas.
Sieh das ganze mal so: Wenn gnome sich mehr in Richtung Webtechnologie öffnet, dann könnte man eine ganze Menge an Entwicklern dazugewinnen, die ihre Anwendung, die bisher nur im Browser läuft, jetzt auch als "native" Gnome-Anwendung zur Verfügung stellen.
Macht es jetzt etwas mehr Sinn?
Volle zustimmung, sollen sie meinetwegen Vala verbessern oder C++ oder D nutzen, aber dieser ganze Web misst geht mir auf die nerven, ich will ein programm performant nutzen koennen ohne bei jedem klick erst auf den http response des webservers warten zu muessen oder darauf das die javascript engine den source code compiliert und ausgefuehrt hat.
Binary for the win...
ohne bei jedem klick erst auf den http response des webservers warten zu muessen
Also JavaScript kann man auch ohne Netzanbindung lokal ausführen, wie Python, Perl, PHP und Pike auch, genause performant übrigens.
Schon erstaunlich, was heute mit modernster Technologie alles möglich ist, was?
Binaries sind zwar toll und werden bestimmt nie aussterben (wer weiß, 640 kb reichen für jeden computer) aber was ist besser? 5.000.000 Pakete auf dem Server zu haben um x Architekturen und y Betriebsysteme zu unterstützen oder doch lieber nur 500.000 wobei dann alles als Quelltext oder Bytecode vorliegt?
Man könnte natürlich dazu übergehen, komfortable Installationsprogramme zu bauen, die vor der Installation alles kompilieren. Aber Änderungen bestehender Installationsprogramme und Linux... Allein an der Tatsache das es mehr als zwei Paketsysteme gibt und Autopackage quasi tot ist, sprechen nicht dafür.
Zumal auch nicht jeder seinen Quelltext mitliefern will.
JS ist (mit nem ordentlichen Interpreter) um Größenordnungen schneller als die anderen von dir genannten. JS ist einfach zugänglich, den OO-Prototypenansatz versteht jeder. Gleichzeitig sind auch kompliziertere Konstrukte wie Klassen oder funktionelle Programmierung leicht umsetzbar. Keine einzigartigen Eigenschaften, aber JS gehört zu den verbreitesten Sprachen überhaupt.
JS verlässt gerade seinen Sandkasten Browser und wird ordentlich rütteln an den etablierten Sprachen außerhalb von diesem.
Ich hab schon verstanden, dass da nur ein Vorschlag gemacht wird. Auf Pro-Linux kommt es dann aber so rüber, als wären die in der Lage, das auch durchzusetzen. Das war schon bei Mono so.
Dadurch wird Gnome der Möglichkeit beraubt, die tatsächlichen eigenen Visionen zu haben, solche die auch passieren.
Was das Eigentum angeht, so hat Mozilla eine optimierte Javascript Engine und auch HTML/CSS natürlich. Es wäre für die Super /TM/, wenn die eine Kernabhängigkeit von Gnome würden. Stattdessen wird Webkit eingesetzt in Epiphany, was seinem Arbeitgeber ziemlich aufregen dürfte.
Javascript hat grosse Probleme, weil es einerseits die C-Syntax hat, und andererseits sind dort Klassen anders als überall sonst: http://de.wikipedia.org/wiki/Prototypenbasierte_Programmierung
Das einzige, was für Javascript spricht, ist das es ein Webstandard ist. Aber es ist wohl nicht zu verwegen, zu fragen, wieso _nur_ auf die Client-Seite?
Gruss,
Kay
Noch. Aber serverseitiges JavaScript ist zur Zeit im Untergrund der Hype.
(kT)
Dieses Gefühl beschleicht mich oft, wenn ich mir die Kommentare bei Pro-Linux durchlese. Gerade was das Thema Verschmelzung von Web und Desktop geht.
Um mal den ersten Post aufzugreifen. Ich nutze meine OS regelmäßig zum Surfen und Email schreiben. Und noch viel regelmäßiger nutze ich es für den Austausch über Facebook, Twitter, Flickr, Google Docs, Skype, Last.FM etc. Na und, soll ich jetzt deswegen Linux nicht nutzen, weil ein paar Hardliner das nicht wollen? Ich glaube nicht. Und die Hardliner dürfen diese Funktionen bestimmt gern abschalten.
Sehr geehrter Herr Wurst,
Sie können auch weiterhin Ihre virtuellen Kontakte pflegen. Es geht darum, dass solche Spielereien genutzt werden können, aber nicht fester Bestandteil einer Desktopumgebung sein müssen, bzw. selbst die Arbeitsumgebung sind.
Damit entlasse ich Sie auch schon in Ihr wohlverdientes Wochenende.
Mit freundlichem Gruss
Edelweiss
Liebe Frau Edelweiss,
vielen Dank für Ihre Meinung, auf die ich gern reagieren möchte.
1. Sind diese Kanäle durchaus für viele keine Spielerei. Ihre Vorverurteilung konnte ich damit gut durchschauen
2. Denke ich, dass es genau die richtige Richtung ist, solche Services zum festen Bestandteil einer modernen Desktop-Umgebung zu machen. Ich sehe keinen Vorteil darin, dies ausschließlich im Browser laufen zu lassen.
3. Muss ich Sie leider enttäuschen – aber Sie werden diese Entwicklung nicht aufhalten können. Verfolgen Sie einfach die Entwicklung und bilden Sie sich kein Urteil, welches allein auf Ihren persönlichen Eindrücken beruht.
4. Bin ich mir sicher, dass die Open Source Bewegung auch Lösungen für Minderheiten bereit halten wird.
Ich wünsche Ihnen ein überaus entspanntes Wochenende.
Beste Grüße
Ihr Hans Wurst
Lieber Herr Wurst,
Ihre Meinung trifft vielleicht nicht auf jedermanns Zustimmung, aber das ist ja sicherlich auch nicht notwendig. Sie sollten nur bedenken, dass Sie bei Ihrer Ablehnung von falschen Prämissen ausgehen: Kein "Hardliner" möchte Ihnen Ihren sozialen Desktop streitig machen. Ich persönlich wünsche Ihnen eine grafische Oberfläche, die genau Ihren Vorstellungen entspricht. Nur ist das ebent nicht das, was ich mir bisher unter einer brauchbaren Arbeitsumgebung vorgestellt habe. Mir deswegen eine rückwärts gewandte Haltung zu unterstellen, ist ein bisschen unverschämt.
Und sowieso gilt: Die konkrete Implementierung noch recht vager "Web-Anwendungen" in Gnome 3.0 werden wir alle erst dann begutachten können, wenn sie tatsächlich vor unseren Augen erscheint. Dann dürfen Sie für Ihren Spielplatz und ich für meinen Arbeitsplatz optieren. Wie auch immer diese Orte dann heißen werden.
MfG,
der Lurch
PS: Wochenende ist, wenn der Schiri pfeift!
Lieber Lurchi,
Sie werden es sich kaum vorstellen können. Aber ich verdiene mit solchen Spielereien, wie Sie es nennen, mein Geld. Und ich kann sehr gut davon leben. Web 2.0 ist mitnichten ein Spielplatz. Nun gut, Ihr Tellerrand ist vermutlich sehr hoch, so dass Sie außerstande sind darüber hinaus zu schauen. Dies belegt auch Ihre Aussage von "recht vagen Web-Anwendungen". Viele dieser "recht vagen Web-Anwendungen" lösen in der Intensität der Nutzung mittlerweile Google ab. Genaue Zahlen dürfen Sie gern selbst recherchieren.
Tut mir leid Lurchi, der Zug fährt auch ohne Sie weiter.
Habe die Ehre.
Ihr Hans Wurst
Welcher Zug? Wohin jetzt? Ich verstehe nur Bahnhof...
Ganz ehrlich: Bleiben Sie weiterhin bei Ihrem Broterwerb. Ich bin der letzte, der Ihnen kein Auskommen gönnen würde. Nur möchte ich die Früchte Ihrer Arbeit nicht auf meinem Desktop haben.
Ich verstehe darüber hinaus nicht so ganz, warum Sie sich ständig so angewidert äußern müssen. Ein paar Kommentare weiter oben dachten Sie sogar vernommen zu haben, ein paar Hardliner würden Ihnen das Recht absprechen, Linux zu benutzen. Lesen Sie die Kommentare hier auch wirklich gründlich genug durch, bevor Sie drauf antworten?
An dieser Stelle vielleicht noch einen Hinweis: Das Attribut "vage" bezog sich auf den Umstand, dass zur Zeit noch unklar ist, welche webbasierten Anwendungen denn nun in Gnome einzug finden sollen (zumindest geht es nicht aus dem Artikel hervor). Na? Immer noch unklar? Dann ist aber jetzt wirklich Feierabend.
MfG,
Lurchi
Ach Lurchi, ich bin mir ganz sicher, dass Sie nur Bahnhof verstehen.
Wenn Sie solche Anwendungen auf Ihrem Desktop nicht wollen, werden Sie wohl einen anderen nehmen müssen. Sie haben die Wahl. Ist das nicht wunderbar?
Geniessen Sie Ihren Feierabend.
Ihr Hans Wurst
Ne, ich muss wirklich? Weil Sie bei Gnome entscheiden, was da rein kommt und was nicht? Hmm... da hätte ich mir vielleicht noch überlegt, Ihnen schöne Augen zu machen, aber jetzt ist ja wohl zu spät... Lurchi traurig ist...
Lieber Lurchi,
es bedrückt mich nun doch etwas, dass Sie traurig sind. Aber ich denke, Sie werden sich schnell wieder fangen. Sehen Sie sich doch einfach mal XFCE an. Das könnte etwas für Sie sein.
Ach ja, ich entscheide das natürlich nicht, um Ihre Frage zu beantworten. Es ist einfach die Folge einer Entwicklung, die an Ihnen vorbei gegangen ist. Das ist nicht schlimm. Wie gesagt – jeder hat die Wahl. Das ist wunderbar.
Gräme dich nicht Lurchi.
Es grüßt Hans Wurst.
Hallo Du,
es ist nur ein Vorschlag, dem bisher nicht Folge geleistet wurde. Gnome ändert sich dadurch überhaupt nicht, und hat noch nicht den Willen erklärt, sich zu ändern.
Und natürlich ist Xfce ohnehin der bessere Desktop, jedenfalls für mich als Ex-KDE3 User.
Gruss,
Kay
Hallo Kay,
ich weiß. Was mich an der Diskussion in den Kommentaren immer stört, ist diese Antihaltung und damit einhergehende Vorverurteilung von Web-2.0-Nutzern. So wie ich es sehe, kennen die meistens Antis diese Kanäle auch nur vom Hören-Sagen. Zumindest lassen das die Kommentare vermuten. Sie setzen sich weder ernsthaft mit den Kanälen noch mit den Nutzern dieser Kanäle auseinander. Such mal in den Kommentaren nach "Sozial Gestörte".
VG
Hans
In Kommentaren? ich dachte, die findet man in den Kanälen.
Ich habe selber Facebook, Twitter & Co. genutzt und die Erfahrung gemacht, je intensiver jemand sowas nutzt desto "verhaltensauffälliger" war derjenige auch.
Nein, jetzt haben Sie mich zum weinen gebracht! Ich installiere gerade vor lauter Frust wieder MS-Dos. Damals gab es Leute wie Sie noch nicht... schnüff!
Zitat:
"...forderte Luis Villa, Mitglied des GNOME-Beirats und Angestellter von Mozilla, dass GNOME sich Web-Technologien zu Eigen mache. Ansonsten werde es bald nicht mehr relevant sein, denn Desktop-Systeme würden an Bedeutung verlieren. Das Web sei allgegenwärtig, und eine permanente Verbindung mit dem Web (oder eine Annäherung davon) ebenso."
Spontan würde ich sagen, dieser Luis Villa ist ein Lobbyist von Google, denn nur für diese Firma ist das Internet das wichtigste. Desweiteren ist Google der Hauptsponsor von Mozilla.
Wie heist es doch so schön: "Die Verbraucher befriedigen die Interessen der Wirtschaft".
Wenn diese Entwicklung so weitergeht, stirbt lokal installierbare Software einmal aus,
und die Dienste von Google und Konsorten sind nicht mehr kostenlos.
Fazit:
Webanwendungen können mir gestohlen bleiben !
Mir auch. Ich hasse diesen gehypten Cloudmüll und diesen sozialen Netzwerksch... für die ganzen Sozialgestörten.
Meine Daten und Programme gehören mir! Und größtenteils offline bleiben zu dürfen ist mein verdammtes Menschenrecht! Überwachen könnt ihr jemand anders.
Pass auf, da steht einer hinter dir .... Sorry, verarscht
Mir auch. Linux/Mein Rechner kommt mir jetzt schon ohne Internetverbindung irgendwie amputiert vor.
Grueße
Ignatz
>...halten den Desktop für ein Auslaufmodell und fordern eine Orientierung am Web..
Ja sowas habe ich befürchtet. Schon unter Windows 7 ist es so, dass manche Funktion nur noch als Link angezeigt wird der manchmal ins Internet führt oder auf den eigenen Rechner. So genau weiß man das vorher nicht. Die ganze IT-Industrie ist ja so besoffen von der Idee einer "Cloud" und hat schon die Dollarzeichen in den Augen. Dass nun auch noch Gnome über sowas nachdenkt, hat schon was Erschreckendes. Irgendwann wird es keine Rolle mehr spielen ob man Linux oder Windows verwendet. Alles der gleiche Mist überall! Schade um Gnome welches ich eine lange Zeit immer gerne verwendet habe.
ich traue dem ganzen auch nicht. meine daten gehören mir und bleiben deshalb nach möglichkeit auch lokal auf der platte - da sind sie sicherer als bei $firma.
und wer stellt eigentlich solche behauptungen auf wie "permanente internetverbindungen sind allgegenwärtig"? das mag vielleicht für einen großen teil der desktop-rechner stimmen, allerdings habe ich mit meinem laptop längst nicht überall eine internetanbindung.
Ich denke der prinzipielle Trend ist doch schon längst da und ist es schon immer gewesen! Nicht umsonst hatten Unixoide Systeme lange vor Windows und Mac OS einen starken Netzwerk zentrischen Ansatz.
Genauso verhält es sich mit dem Desktop. Natürlich nehmen die Konkurrenten Fahrt auf und forcieren Trends teilweise stärker als "der" Linux Desktop, aber grundsätzlich werden doch Webdienste seit Jahren immer stärker auch in den Desktop integriert.
Das wichtigste ist doch: Lasst dem User und dem Entwickler die Wahl, wie er diese nutzen oder einbinden will! Google setzt auf Applikationen im Browser, KDE auf native Applikationen, die Web-Dienste anbieten / umsetzen. Ich halte viele direkte Web-Technologien für mies! Das ist schlicht eine Folge von Altlasten. HTML leidet doch immer noch an Kinderkrankheiten, CSS ist wenig ausdrucksstark und hatte durchaus einige Macken. Hinzu kommt viel Boiler-Plate und im Vgl. zu GUI-Libs ein kaum vorhandenes und dann meist unsinniges Layoutverfahren.
Wieso sollte ich direkt darauf einsteigen und bewährte Konzepte über den Haufen werfen? Qt geht hier tatsächlich einen progressiven Schritt, denn dort werden genau diese Schwachstellen ja aufgegriffen und erst gar nicht übernommen. Wenn man hier bei Gnome ähnlich vorgeht, räume ich dem sogar gute Chancen und auch Qualität ein.
Generell halte ich die Annahme jedoch für falsch, dass sich viele Entwickler eher mit Web-Technologien auskennen für ein Märchen. Natürlich gibt es viele Web-Entwickler, aber die reinen HTML + CSS und ein wenig JS-Junkies haben doch null Verständnis für den Ablauf und den Aufbau von Standalone-Apps. Selbst wenn man da viel abstrahiert, wird es immer noch Nebenläufigkeiten geben, die dem sturen Ablauf des http-Korstetts entgegen stehen. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen... das dürfte den "traditionellen" App-Entwicklern schneller gelingen - da kommt es nur bedingt auf die Sprache an.
Als letztes sehe ich bei JavaScript noch die meisten Baustellen. Die Sprache ist an sich durchaus toll; setzte das OO-Paradigma sehr konsequent um und verzichtet dabei auf vielen Schnickschnack. Allerdings bietet zu viel Felxibilität auch Nachteile; ich sehe hier vor allem das fehlende Idiom beim Prototyping als Schwachstelle an. Da kochen zu viele Entwickler unterschiedliche Modelle und je nach Lib muss man sich an ein anderes Modell gewöhnen. Im schlimmsten Falle muss man in einem Programm gleich mehrere Varianten managen, weil diese in verwendeten Komponenten eben unterschiedlich ausfallen. Hinzu kommt die mir zu C lastige Klammer-Syntax; da bin ich Python verwöhnt
Generell halte ich Byte-Code basierte Sprachen für ideal als Hauptsprachen für Applikationen des Desktops: Apps / Komponenten installieren auf Knopfdruck, Integration von Add-ons während des laufenden Betriebs usw. stellen immense Vorteile dar, die in der heutigen Zeit wenig Menschen missen wollen. Aber auch hier zählt die Freiheit! Wieso sollte man jemanden zwingen, das in genau einer Sprache durchzuführen? KDE macht es hier imho richtig. Es bietet Bindings in vielen Sprachen an und entwickelt / nutzt Technologien, um diese semi-automatisch immer aktuell zu halten. (Schade, dass KROSS so viele Nachteile hatte) Will ich ein Plasmoid in JS entwickeln, so kann ich das tun. Brauche ich aber mehr Funktionalität, als mir die bisherigen Dienste bieten, so kann ich auch eine andere Sprache wählen, mit der ich viel mächtigere Zugriffe auf Rechner-Ressourcen besitze.
Wichtig ist aber vor allem eines: Holt die Dienste auf den Desktop und weg vom Browser! Damit bietet man eine Alternative zu googles Vision und schafft den Beweis, dass der Browser als solcher eben einfach zum Surfen dient. Alles, was dabei zu speziellen Aktionen führt, kann ich dann ggf. nahtloser auf ein Spezialprogramm zurückgreifen.
Erst KDE4 und nun GNOME3, das man ohne 3D-Beschleunigung wohl nicht mal benutzen können wird und eine permanente Webanbindung benötigen wird.
So langsam bleibt als letztes gutes ausgereiftes DE nur noch XFCE übrig. LXDE ist zwar schon ganz nett, aber noch in den Kinderschuhen.