Als Laie kann ich wenig zu dem Unterschied sagen, ob eine Anwendung jetzt in Python, C+ oder JavaScript geschrieben ist. Aber den Trend, das Web als allgegenwärtig zu betrachten, beobachte ich mit größter Skepsis. Bei mir ist das Web für's Browsen und für den E-Mail-Verkehr zuständig. Sonst gar nichts. Keine ständig geöffnete Chat-Fenster, keine Cloud, und vor allem keine Hintergrundbilder von Flickr (müllt sich wirklich jemand seine Rechenzeit mit so einem Unsinn zu?!). Ich gleich noch nicht mal die Systemzeit mittels ntp ab. Warum auch? Wäre schade, wenn Gnome wirklich auf diese Schiene laufen würde. Mit Debian hätte ich dann noch fast zwei Jahre "normalen Desktop", dann müsste ich wechseln.
Find ich auch. Meiner Meinung nach muss der Desktop ja nicht grafisch arm wie CDE oder Windows98 sein, doch ich will auch nicht alles über web laufen lassen. Offline sein will ich auch mal!
Wenn das so weiter geht könnte es sein das bei mir wieder Windows als klassisches Betriebssystem den Desktop übernimmt. Eine gut in die GUI implementierte Browserlösung ist ja schön und gut aber so viel wäre mir selbst in 50 Jahren zu viel Web. Kann man ja gleich auf Chrome OS wechseln....
Naja, wenn du einen lokal laufenden Desktop willst, kannst du ja trotzdem bei Linux bleiben. Es gibt schließlich nicht nur Gnome und KDE, sondern auch viele schöne Windowmanager und kleine Programme, die einem das Leben am Computer durchaus angenehm machen können. Diese Programme werden - das prognostiziere ich jetzt einfach - lange nicht oder gar nie auf diesen Web-basierten Zug aufspringen.
Ja, genau so etwas strebt mir vor. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen, und dann werde ich die Lage sicherlich noch mal bewerten. Ich möchte übrigens auch gar nicht absprechen, dass es Einsatzgebiete geben mag, die einen derart mit dem Netz verzahnten Desktop in günstigem Licht erscheinen lassen. Nur für mich ist das nix.
Gnome ist ja modular und open. ZBsp. kann man, wenn man will, Icaza's Ausfluege in die Mono Welt installieren, oder es doch lieber lassen. Genauso wird es glaube ich auch mit den Web Technologien sein.
Bei KDE doch auch - man muss ja, gute Distro natuerlich vorausgesetzt, nicht jeden Schman installieren.
Ich stimme dir 100%ig zu und bin trotzdem zuversichtlich, dass man diese Services nicht nutzen *muss* sondern nur kann, d.h. Hintergrundbilder via flickr werden angeboten aber abschaltbar sein.
Ich will auch kein dauer Web. Ich will Applikationen die auf meinem Rechner laufen und über die ich die Kontrolle habe. Und ich will auch so was wie bei Android nicht wo Fremde von aussen meine Applikationen einfach löschen können.
Zum einen heisst es nicht, dass man das ganze Zeugs auch so nutzen _muss_; obwohl bei Gnome ich mir da nicht sicher bin, ob die den "Offline"-Schalter nur wieder über gconfig zugänglich machen
Und zum anderen: Wieviel nutzt du eigentlich den Browser für irgendwelche "Webanwendungen"? Ich frag mich immer wieder, ob die wirklich alle im Browser laufen müssen, denn in manchen Fällen ist ein eigenständiges Programm einfach viel besser, um denselben Job zu machen (mehr Interaktionsmöglichkeiten, auch wenn ajax, javascript und aktuelles CSS vieles ermöglichen, wovon man noch vor 5 Jahren geträumt hat).
Und ja, ich finde es nicht schlecht, wenn sich Programme ihre Daten aus dem Web selbstständig (nachdem ich das ihnen erlaubt habe) holen; seien es jetzt Updates oder neue RSS Postings. Da will ich eine Integration haben.
Und vor allem sind echte Anwendungen (d.h. Nichtwebanwendungen) komfortabler. Ich schlage mich mit einem Haufen schlechter Webanwendungen herum, die wir in der Firma einsetzen. Hinzukommt, dass der Server sehr langsam ist. Bei einer echten Gui-Anwendung bräuchte man auch eine Anbindung an einen Server, aber allein zum Zwecke des Datenaustauschs.
Ich weiß nicht, wo dran das liegt, dass Webanwendungen oft so viel schlechter sind. Vielleicht liegt's daran, dass die ganzen PHP-Entwickler eher schlichtere Gemüter sind als die, die Gui-Anwendungen in Java und Co. schreiben.
Das sehe ich genauso. Wer am Rechner produktiv sein will, muss das Internet auch mal links liegen lassen. Außerdem vergessen die "Experten" eine ganz wichtige Sache: Wenn ich etwas in die "Cloud" gebe, dann ist es nicht mehr meins, dann habe ich es in fremde Hände gegeben und ich weiß nicht, was die damit anstellen könnten.
Welche Firma will ihre Geschäftsbriefe im Internet abspeichern? Keine. Welcher Privatnutzer würde das mit seinen Briefen machen wollen? Keiner, es sei denn, er schreibt nur belangloses Zeug. Das Speichern bei sich auf der Platte wird der menschlichen Psyche einfach gerechter.
Übrigens wurde das Geschwafel, dass der Desktop tot sei, schon in den 90ern von Microsoft herumposaunt.
Als Laie kann ich wenig zu dem Unterschied sagen, ob eine Anwendung jetzt in Python, C+ oder JavaScript geschrieben ist.
Aber den Trend, das Web als allgegenwärtig zu betrachten, beobachte ich mit größter Skepsis. Bei mir ist das Web für's Browsen und für den E-Mail-Verkehr zuständig. Sonst gar nichts. Keine ständig geöffnete Chat-Fenster, keine Cloud, und vor allem keine Hintergrundbilder von Flickr (müllt sich wirklich jemand seine Rechenzeit mit so einem Unsinn zu?!). Ich gleich noch nicht mal die Systemzeit mittels ntp ab. Warum auch? Wäre schade, wenn Gnome wirklich auf diese Schiene laufen würde. Mit Debian hätte ich dann noch fast zwei Jahre "normalen Desktop", dann müsste ich wechseln.
Find ich auch. Meiner Meinung nach muss der Desktop ja nicht grafisch arm wie CDE oder Windows98 sein, doch ich will auch nicht alles über web laufen lassen. Offline sein will ich auch mal!
Wenn das so weiter geht könnte es sein das bei mir wieder Windows als klassisches Betriebssystem den Desktop übernimmt. Eine gut in die GUI implementierte Browserlösung ist ja schön und gut aber so viel wäre mir selbst in 50 Jahren zu viel Web. Kann man ja gleich auf Chrome OS wechseln....
Naja, wenn du einen lokal laufenden Desktop willst, kannst du ja trotzdem bei Linux bleiben. Es gibt schließlich nicht nur Gnome und KDE, sondern auch viele schöne Windowmanager und kleine Programme, die einem das Leben am Computer durchaus angenehm machen können. Diese Programme werden - das prognostiziere ich jetzt einfach - lange nicht oder gar nie auf diesen Web-basierten Zug aufspringen.
Ja, genau so etwas strebt mir vor. Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen, und dann werde ich die Lage sicherlich noch mal bewerten. Ich möchte übrigens auch gar nicht absprechen, dass es Einsatzgebiete geben mag, die einen derart mit dem Netz verzahnten Desktop in günstigem Licht erscheinen lassen. Nur für mich ist das nix.
Gnome ist ja modular und open. ZBsp. kann man, wenn man will, Icaza's Ausfluege in die Mono Welt installieren, oder es doch lieber lassen. Genauso wird es glaube ich auch mit den Web Technologien sein.
Bei KDE doch auch - man muss ja, gute Distro natuerlich vorausgesetzt, nicht jeden Schman installieren.
Ich stimme dir 100%ig zu und bin trotzdem zuversichtlich, dass man diese Services nicht nutzen *muss* sondern nur kann, d.h. Hintergrundbilder via flickr werden angeboten aber abschaltbar sein.
C++ bitte. Soviel Zeit muss sein.
Ich will auch kein dauer Web. Ich will Applikationen
die auf meinem Rechner laufen und über die ich die Kontrolle
habe. Und ich will auch so was
wie bei Android nicht wo Fremde von aussen meine
Applikationen einfach löschen können.
Der Omega13
Zum einen heisst es nicht, dass man das ganze Zeugs auch so nutzen _muss_; obwohl bei Gnome ich mir da nicht sicher bin, ob die den "Offline"-Schalter nur wieder über gconfig zugänglich machen
Und zum anderen: Wieviel nutzt du eigentlich den Browser für irgendwelche "Webanwendungen"? Ich frag mich immer wieder, ob die wirklich alle im Browser laufen müssen, denn in manchen Fällen ist ein eigenständiges Programm einfach viel besser, um denselben Job zu machen (mehr Interaktionsmöglichkeiten, auch wenn ajax, javascript und aktuelles CSS vieles ermöglichen, wovon man noch vor 5 Jahren geträumt hat).
Und ja, ich finde es nicht schlecht, wenn sich Programme ihre Daten aus dem Web selbstständig (nachdem ich das ihnen erlaubt habe) holen; seien es jetzt Updates oder neue RSS Postings. Da will ich eine Integration haben.
Und vor allem sind echte Anwendungen (d.h. Nichtwebanwendungen) komfortabler. Ich schlage mich mit einem Haufen schlechter Webanwendungen herum, die wir in der Firma einsetzen. Hinzukommt, dass der Server sehr langsam ist. Bei einer echten Gui-Anwendung bräuchte man auch eine Anbindung an einen Server, aber allein zum Zwecke des Datenaustauschs.
Ich weiß nicht, wo dran das liegt, dass Webanwendungen oft so viel schlechter sind. Vielleicht liegt's daran, dass die ganzen PHP-Entwickler eher schlichtere Gemüter sind als die, die Gui-Anwendungen in Java und Co. schreiben.
Das sehe ich genauso. Wer am Rechner produktiv sein will, muss das Internet auch mal links liegen lassen. Außerdem vergessen die "Experten" eine ganz wichtige Sache: Wenn ich etwas in die "Cloud" gebe, dann ist es nicht mehr meins, dann habe ich es in fremde Hände gegeben und ich weiß nicht, was die damit anstellen könnten.
Welche Firma will ihre Geschäftsbriefe im Internet abspeichern? Keine. Welcher Privatnutzer würde das mit seinen Briefen machen wollen? Keiner, es sei denn, er schreibt nur belangloses Zeug. Das Speichern bei sich auf der Platte wird der menschlichen Psyche einfach gerechter.
Übrigens wurde das Geschwafel, dass der Desktop tot sei, schon in den 90ern von Microsoft herumposaunt.