Von Das habe ich befürchtet. am Fr, 30. Juli 2010 um 10:58 #
Nach dem unter KDE angefangen wurde möglichst viele Anwendungen mit dem Netz zu verknüpfen, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Gnome sich davon leiten ließ. Ich möchte sowohl KDE als auch Gnome ans Herz legen den Begriff Desktop-Umgebung noch ein mal ganz genau durch den Kopf gehen zu lassen. Aber nicht nur das, jetzt motiviert man Entwickler auch noch Anwendungen in JavaScript zu schreiben. Schon als es hieß die Gnome-Shell würde auf Java-Script basieren musste ich unwillkürlich das Datum überprüfen, um zu sehen ob nicht doch der 1. April ist. Das ist doch nicht der Sinn einer Desktop-Umgebung oder täusche ich mich? Wer unbedingt ständig und überall Online sein muss, der kann sich auch gleich ein Browser System aka ChromeOS einrichten. Das entspricht genau den Anforderungen und dort stört es auch nicht, dass die Anwendungen in JavaScript und HTML geschrieben sind.
Schon als es hieß die Gnome-Shell würde auf Java-Script basieren musste ich unwillkürlich das Datum überprüfen, um zu sehen ob nicht doch der 1. April ist. Das ist doch nicht der Sinn einer Desktop-Umgebung oder täusche ich mich?
Wo ist das Problem, dass z.B. Gnome Shell auf JavaScript basiert?
Es ist ja nicht so, als wäre sie mit HTML/DOM umgesetzt. Das Rendering und Co. übernehmen die C-Bibliotheken der Plattform, auf die von JavaScript aus zugegriffen wird. In JavaScript ist der Glue-Code geschrieben.
JavaScript ist eine der Skriptsprachen mit den performantesten existierenden Implementierungen, die am weitesten verbreitete Skriptsprache der Welt. JavaScript bietet eine geringe Einstiegsbarriere. Desweiteren kommt JavaScript nicht schon mit "Batteries included", d.h. es ist schlank, wenn man sowieso seine eigene Plattform anbinden möchte. Man hätte auch Lua nehmen können, mit dem vor allem Spielelogik implementiert wird, aber JavaScript ist einfach verbreiteter.
Natürlich ist JavaScript auch eine objektorientierte Sprache. Es ist nur nicht klassenbasiert (das, was sich die meisten unter "objektorientiert" vorstellen), sondern prototypenbasiert. Mit prototypenbasierter OO lässt sich auch klassenbasierte OO umsetzen. Es ist einfach etwas flexibler und man kann es als Obermenge der klassenbasierten OO ansehen.
Nach dem unter KDE angefangen wurde möglichst viele Anwendungen mit dem Netz zu verknüpfen, war es nur eine Frage der Zeit bis auch Gnome sich davon leiten ließ. Ich möchte sowohl KDE als auch Gnome ans Herz legen den Begriff Desktop-Umgebung noch ein mal ganz genau durch den Kopf gehen zu lassen. Aber nicht nur das, jetzt motiviert man Entwickler auch noch Anwendungen in JavaScript zu schreiben. Schon als es hieß die Gnome-Shell würde auf Java-Script basieren musste ich unwillkürlich das Datum überprüfen, um zu sehen ob nicht doch der 1. April ist. Das ist doch nicht der Sinn einer Desktop-Umgebung oder täusche ich mich? Wer unbedingt ständig und überall Online sein muss, der kann sich auch gleich ein Browser System aka ChromeOS einrichten. Das entspricht genau den Anforderungen und dort stört es auch nicht, dass die Anwendungen in JavaScript und HTML geschrieben sind.
Wo ist das Problem, dass z.B. Gnome Shell auf JavaScript basiert?
Es ist ja nicht so, als wäre sie mit HTML/DOM umgesetzt. Das Rendering und Co. übernehmen die C-Bibliotheken der Plattform, auf die von JavaScript aus zugegriffen wird. In JavaScript ist der Glue-Code geschrieben.
JavaScript ist eine der Skriptsprachen mit den performantesten existierenden Implementierungen, die am weitesten verbreitete Skriptsprache der Welt. JavaScript bietet eine geringe Einstiegsbarriere. Desweiteren kommt JavaScript nicht schon mit "Batteries included", d.h. es ist schlank, wenn man sowieso seine eigene Plattform anbinden möchte. Man hätte auch Lua nehmen können, mit dem vor allem Spielelogik implementiert wird, aber JavaScript ist einfach verbreiteter.
Ich empfinde Javascript als Krampf. Mit prototype.js wird es erträglich. Aber alleine das OO-Prinzip durch Prototyping in JS finde ich nicht gut.
Es ist durchaus flexibler. Für viele ist es jedoch unbekannt. Und was der Bauer nicht seit Jahren kennt beäugt er kritisch.
Ich will ja nicht den Erbsenzähler spielen, aber das könnte daran liegen, dass JavaScript eben *keine* objekt-orientierte Sprache ist...
Natürlich ist JavaScript auch eine objektorientierte Sprache. Es ist nur nicht klassenbasiert (das, was sich die meisten unter "objektorientiert" vorstellen), sondern prototypenbasiert. Mit prototypenbasierter OO lässt sich auch klassenbasierte OO umsetzen. Es ist einfach etwas flexibler und man kann es als Obermenge der klassenbasierten OO ansehen.