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Do, 5. August 2010, 09:26

Software::Desktop::Gnome

GNOME 3 verzichtet auf Applets

GNOME 3, das in einer ersten Vorschauversion im September erscheinen wird, wird keine Applets mehr unterstützen.

Vincent Untz erklärte während seiner Ankündigung, dass GNOME 3 auf den März 2011 verschoben wurde, wie er und das Veröffentlichungsteam sich die weitere Entwicklung vorstellen. Bis zum September wird es eine Parallelentwicklung von GNOME 2.32 und GNOME 3 geben. Untz schätzt den daraus resultierenden Mehraufwand gering ein. Die Klasse GtkApplication von GTK+ 3 wird auf GTK+ 2 zurückportiert, um Komponenten, die bereits GTK+ 3 nutzen, auch mit GTK+ 2 compilieren zu können.

GNOME 2.32 wird über die geplanten neuen Module hinaus auch gnome-color-manager und rygel mitbringen. Damit wird GNOME erstmals über eine umfassende Farbverwaltung verfügen. Rygel sorgt für Multimedia-Streaming unter Nutzung des DNLA-Protokolls.

GNOME 3 wird vorerst Schluss machen mit Applets, also Programmen, die sich in die Task-Leiste einfügen. Untz begründet das damit, dass die meisten Applets Dinge tun, die in die GNOME-Shell integriert werden. Der Rest leidet nach Ansicht des GNOME-Teams unter der beschränkten Bedienoberfläche, und die geringe Zahl existierender Applets ist für das Team der Beweis, dass Entwickler nicht daran interessiert sind, mit Applets den Desktop zu erweitern. Diverse Applets haben sich schon zu regulären Programmen weiterentwickelt; dies ist eine Möglichkeit, die auch anderen Applets offensteht.

Die GNOME-Entwickler wollen nach der Freigabe von GNOME 3 noch einmal über ein System nachdenken, das als Ersatz für Applets dienen könnte. Vorerst sind sie allerdings weg. Wer unbedingt auf Applets angewiesen ist, kann das GNOME-2-Panel weiter nutzen, da es auch unter GNOME 3 noch verfügbar sein wird.

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