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Do, 5. August 2010, 12:29

Software::Web

Google stellt die Online-Zusammenarbeits-Plattform Wave ein

Trotz einer teilweisen Freigabe unter einer freien Lizenz und der ursprünglichen Euphorie blieb die Online-Zusammenarbeits-Plattform Wave hinter den Erwartungen zurück. Als Resultat zieht nun der Suchmaschinenbetreiber dem Dienst den Stecker.

Erstmals im Anfang 2009 vorgestellt, ging Google Wave im Sommer mit zunächst 100.000 Testnutzern in Betrieb. Das Anfang des Jahres nun auch der Allgemeinheit zugänglich gemachte Angebot sollte eine Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit im Web bilden. Nach Angaben von Google steht eine »Wave« für ein Dokument und die Konversation darüber. Mit Wave sollte es demnach möglich sein, gemeinsam über das Web an Dokumenten zu arbeiten und gleichzeitig miteinander zu kommunizieren. Jeder Teilnehmer sollte an den gemeinsam bearbeiteten Dokumenten, die Text, Fotos, Videos, Karten und anderes enthalten können, etwas ändern oder anmerken können. Alle Aktionen sollen weitgehend verzögerungsfrei bei allen Teilnehmern sichtbar sein. Sie werden aufgezeichnet und können jederzeit zurückverfolgt werden.

Wie Google-Manager Urs Hölzle in seinem Blog nun schreibt, war die einstige Revolution wohl auch den eingefleischten Anhängern des Unternehmens zu hektisch. »Die radikal andere Art der Komunikation« sei demnach von den wenigsten Nutzern angenommen worden. Das lag gleich an verschiedenen Faktoren. Zum einen stellte sich das System für die Nutzer als zu kompliziert dar. Die meisten Anmeldungen gingen deshalb über die Ausprobierphase nicht hinaus. Doch auch die Wissenschaftsgemeinde wollte nicht so wirklich Interesse an Googles Innovation zeigen. Zwar hätten diverse Entwicklungen gezeigt, wozu die Technik in der Lage ist, doch ohne eine signifikante Anzahl von Nutzern ergibt das Angebot keinen Sinn.

Insgesamt haben laut Aussagen des Tech-Portals ReadWriteWeb 100 Entwickler an der neuen Plattform bei Google gearbeitet. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen. Schon bei der Vorstellung hieß es, dass Google Wave entweder ein grandioser Erfolg oder Flop sein würde.

Wie Google schreibt, wird Google Wave nicht mehr als ein eigenständiges Produkt entwickelt. Da der Quellcode der Lösung teilweise geöffnet wurde, steht es allerdings anderen Unternehmen oder Projekten frei, die Lösung zu adaptieren. Die eigene Seite von Google wird diese Adaption wohl nicht übernehmen, denn sie wird laut Hölzle bis Ende des Jahres eingestellt. Dementsprechend will Google noch diverse Werkzeuge vorstellen, mit denen Nutzer ihre Daten von Wave migrieren können.

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