> Man liebt ihn oder man hasst ihn - dazwischen gibt es eigentlich nichts. Doch, man ignoriert ihn.
Moderne IDEs sind schon lange so mächtig und komfortabel und unterstützen den Anwender im Hintergrund bei so vielen Sachen, dass man für Software-, VHDL-, LaTeX-, etc. Entwicklung nicht mehr rechtfertigen kann so etwas wie VIM oder Emacs einzusetzen.
Und für die paar mal, wo man heute noch irgendeine Config-Datei anfassen muss lohnt sich die lange, lange, lange Einarbeitung in diese Editoren nicht.
Die einzigen beiden Gründe sind: 1. Man ist >35 und damit aufgewachsen. 2. Man muss über eine Terminalverbindung Dateien auf einem Server editieren.
Alle anderen, die sowas heute noch benutzen muss ich leider als pseudo-elitäre Nerds abstempeln
>> Damit lassen sich Änderungen an einer Datei auch dann rückgängig machen, wenn sie bereits geschlossen wurde.
Cool. Ein Grund mehr für VIm.
>> Entwicklung nicht mehr rechtfertigen kann so etwas wie VIM oder Emacs einzusetzen.
Ich habe als IDE noch Geany, aber in VIm geht vieles dank Kürzeln schneller als beim geklicke durch die IDE (bspw. :%s/alt/neu/ Vs Strg + H > Ersetze [] > Durch [] > Ort [Alles, Dokument, Auswahl] > OK)
>> Alle anderen, die sowas heute noch benutzen muss ich leider als pseudo-elitäre Nerds abstempeln
Da kann ich dir nicht recht geben. Ich habe es mir vor kurzem angetan und mich in Vim eingearbeitet und kann dir sagen: Die Geschwindigkeit beim Coden ist phänomenal! Das ist mit der Maus einfach nicht möglich. Außerdem ist er sehr gut voreingestellt, gerade was highlighting und Vervollständigung angeht, gibt es keinen besseren. Gerade diese 'modernen IDEs' wie Eclipse & co. die du angesprochen hast empfinde ich persöndlich als absolute Spassbremse, die wertvolle Rechenresourcen auf sich selbst verschwenden.
Wenn schon X und mit Maus, dann tut es auch ein angepasster Texteditor ala Kate o. Geany (natürlich mit vim-plugin )
Um Code zu entwickeln bevorzuge ich klar eine IDE (Eclipse in meinem Fall), aber um ein Linux System zu administrieren ist Vi(m) meiner Meinung nach unverzichtbar... Ein Server hat im Normalfall eh kein GUI, also braucht man einen guten Texteditor. Suchen/Ersetzen, Configs anpassen im File "rumspringen", geht mit vim einfach x-mal schneller (wenn man ihn zu bedienen weiss), als wenn man mit der Maus rumklickt... Wenn ich dann noch meinem Vorgesetzten zuschaue, wie er Config-Files per WinSCP lokal öffnet, um sie zu editieren, wird mir einfach schlecht...
Und um Bash-Skripte zu schreiben reicht er auch vollkommen...
Hmm... auf mich trifft 1 gar nicht und 2 nicht oft genug zu um gewertet zu werden, also werde ich wohl ein pseudo-elitärer Nerd sein
Aber mal im ernst, ich sehe in der Benutzung von Vim oder Emacs schon einige Vorteile gegenüber den modernen IDEs die Du benennst:
1. Einheitlichkeit
Wenn ich für jede Sprache, die in Plaintext editiert wird, einen anderen Editor verwende (oder sogar mehrere, z.B. Deutsch im Email-Client und Deutsch in Kommentarfeldern im Browser), muss ich mir für jeden Editor eigene Tastenkürzel merken und jeden Editor separat konfigurieren.
Gut, viele dieser Editoren lassen sich gar nicht konfigurieren, aber das scheint mir auch nicht die beste Lösung zu diesem Problem zu sein.
Mit Vim oder Emacs gewöhne ich mir eine Menge an Tastaturkürzeln an, die ich dann bei jeder Sprache verwenden kann, auch bei solchen, für die es (noch) keine (gute) IDE gibt.
2. Kombinierbarkeit
Die Nutzung von Vim oder Emacs hält mich nicht davon ab, die Funktionen moderner IDEs zu verwenden. So kann ich beispielsweise eine IDE wie den Qt Creator zum Compilieren und Debuggen verwenden, den Code aber mit Vim oder Emacs bearbeiten.
3. Features
Ich habe selbstverständlich nicht alle IDEs ausprobiert, aber Vim und Emacs geben mir sehr viele Möglichkeiten mein Editieren zu personalisieren und zu automatisieren. Viele IDEs lassen solche Features vermissen, eben weil sich deren Entwickler (auch) auf andere Dinge als nur den Editor konzentrieren müssen.
Um ein Beispiel zu nennen: Vim bietet standardmäßig die Repeatfunktion an, die das zuletzt verwendete Editor-Kommando an der aktuellen Position wiederholt. Spart Tonnen an Zeit, genauso wie auch die Makrofunktion und viele weitere, unglaublich praktische Features.
4. Portierbarkeit
Sowohl Emacs als auch Vim laufen auf allen modernen Betriebssystemen, entsprechend fällt der Umstieg leichter, z.B. wenn man arbeitsbedingt zum Wechsel gezwungen ist.
Ich will hier nicht einen Glaubenskrieg oder Ähnliches anfangen, aber Vim und Emacs als obsolet einzustufen, halte ich für ein wenig zu kurzsichtig.
Moderne IDEs sind schon lange so mächtig und komfortabel und unterstützen den Anwender im Hintergrund bei so vielen Sachen, dass man für Software-, VHDL-, LaTeX-, etc. Entwicklung nicht mehr rechtfertigen kann so etwas wie VIM oder Emacs einzusetzen.
Ja, IDEs haben Vorteile, die vim nicht bieten kann. Trotzdem vermisse ich unter Eclipse ständig den Editierkomfort, den ich von vim gewöhnt bin. Die Geschwindigkeit mit der man Screens aufsplitten und die Inhalte austauschen oder verschieben kann wird nicht mal annähernd in Eclipse erreicht. Das vim-Plugin für Eclipse kann man in die Tone kloppen, da es die Nachteile aus beiden Welten vereint. Anzeigen vonKlassendokumentation, Testing, etc. machen die Arbeit mit einer IDE sehr bequem, aber beim Editor fehlt noch vieles.
Das ist mal wieder die alte Frage, was man unter "Komfort" versteht: die einen finden vim furchtbar, weil man wieder Ochs vorm Berg steht, wenn man ihn unerwarteterweise vor sich hat. Andere haben mind. "vimtutor" ein- oder zweimal hinter sich gebracht und die Basics gelernt, damit man wenigstens schon mal den Umfang von Programmen wie notepad.exe beherrscht.
Persönlich benutze ich den vim für eigentlich alles was ich nicht direkt in Eclipse bearbeite (also alle administrativen Dinge oder auch Bearbeitung von Java- oder PHP-Scripte außerhalb von Eclipse, z.B. remote) und ordne den vim in die Kategorie "Benutzer- aber nicht Einsteigerfreundlich" ein. Ich kriege auch jedes Mal einen Koller, wenn heutzutage eine Distribution meint, erstmal keinen vim oder ein kleineres vi-Derivat standardmässig zur Verfügung zu stellen, sondern nur mit "nano" aufwartet, weil mir das dann wirklich keine Freude mehr macht damit zu arbeiten.
Das vimsche Bedienungsparadigma ist immer noch das beste, was mir je untergekommen ist. Ich bin vor einigen Wochen von Vim zum Emacs gewechselt und vermisse seither doch ziemlich, wie effizient und ergonomisch man mit vim Texte editieren kann. (Diverse Vim-Modes für Emacs sind mir bekannt, funktionieren aber nicht wirklich gut).
Eigentlich wegen Slime. Ich habe irgendwann angefangen Lisp zu lernen und Slime ist dafür einfach ideal. Ein Lisp-Interpreter läuft im Editor mit und du schreibst deine Funktion und kannst sie sofort evaluieren, direkt im Interperter aufrufen, Informationen dazu ausgeben, etc pp. Ein toller Komfort.
Mit der Zeit habe ich andere Fähigkeiten des Emacs lieben gelernt, zum Beispiel der Ido-Modus. Angenommen du willst ne bestimmte Datei öffnen. Im Ido-Modus musst du dich nicht daran erinnern, wie genau die Datei heißt oder wo sie liegt, sondern die Datei wird automatisch über Ordner (und Netzwerke) hinweg durch Fuzzy-Matching gefunden. Natürlich findet man seine Dateien, wenn man Ordnung hat auch so, aber es die Methode ist einfach wahnsinnig schnell und bequem.
Dazu kommen noch so Sachen wie der geniale Org-Mode, Inferior-Haskell, Inferior-Ruby, yasnippet und ein super GDB-Frontend.
Wie gesagt, ich finde das /editieren/ in VIM wunderbar und dafür in Emacs relativ mühsam. Emacs ist zwar auch per Tastatur bedienbar und hat auch (soweit ich das sehe) alle vim-Kommandos. Aber beim vim sind die Kommandos wesentlich schneller getippt, weil sie meistens nur aus einzelnen Buchstaben bestehen, die in der Grundposition aus erreichbar sind. Mit vim und einem NEO-Tastaturlayout, muss man seine Handballen quasi nie bewegen.
Bei Emacs sieht das anders aus. Man muss zwar nur selten zur Maus greifen, aber oft unergonomische Tastenkombinationen drücken (die imho auch wesentlich schwerer zu merken sind, als vim Kommandos). Dafür ist der Emacs eine viel bessere Rich-Client-Plattform.
ernst gemeint: Darf man wissen in welchem Beruf du tätig bist?
Ich würde fast 'weltfremden' zum Beruf hinzufügen, weil mir keine Stelle in der Industrie bekannt ist, wo man Emacs benutzen und ein anderes Tastaturlayout verwenden kann.
In Firmen hat man meistens nicht den Luxus sich sein Entwicklungswerkzeug azusuchen. Ich musste da zum Beispiel auch mal unter Windows mit Eclipse arbeiten. Prinzipiell aber würde ich sagen, dass es kein Ding der Unmöglichkeit ist sich seinen Editor oder sein Tastaturlayout selbst auszuchen, solange die Entwicklerwerkzeuge nicht zu sehr mit dem Workflow verdrahtet sind. Ich denke im Endeffekt ist es der Firma egal, unter welchen Umständen der Code zustande gekommen ist.
Also, es ist sicher nicht die Regel, aber auch nicht so eine große Ausnahme, dass man sich selbst einrichten kann.
Also ich kenne mehrere Arbeitstellen, in denen man diesbezüglich relativ frei ist. In einer Firma zum Beispiel, wurde der GCC auf ein anderes System portiert. Die Entwickler dort arbeiteten auch mit den Tools die sie möchten und nicht wenige unter Linux.
Der Umgang mit Vim hatte ich übrigens extra für diese Stelle gelernt. Ich kam dann allerdings woanders unter. Wie auch immer, ich denke Möglichkeiten seine Interessen auch in der Arbeit zu pflegen gibt es schon.
Es gibt auch ein vim-Plugin für den Firefox. Damit kann man den dann wie den VI bedienen. Ich hatte das mal irgendwann ausprobiert... irgendwie abgefahren
Obwohl ich vi Fan bin habe ich dann aber irgendwann wieder den "normalen" Firefox benutzt...
Vimperator kann ich nur empfehlen. Gerade wenn man in seinem Windowmanager alles mit der Tastatur steuert ist es viel bequemer, da man nicht ständig die Hand von der Tastatur zur Maus bewegen muss.
Ich benutze zwar nicht alle Features von Vimperator (umfangreich), es gibt jedoch einige, die ich nicht mehr missen möchte.
als ich die Kommentare aufgemacht habe, da war mir schon klar, dass VIM mal wieder in Frage gestellt wird und dass es doch so „gute“ andere Alternativen gibt. Die meisten Leute, die VIM nicht mögen, haben doch zu 80% das Konzept nie richtig verstanden. Die haben auch nie ernsthaft mal Durchhaltevermögen bei einem Projekt mit VIM bewiesen. Da kommt die Frage auf: „Wieso soll ich einen Editor erst lernen, um mit ihm zu arbeiten?“ Muss man ja auch nicht, dann nehmt doch das, wo ihr mir am besten klarkommt und kritisiert nicht das, was ihr nicht kennt. Klickt Euch doch ein Rapid Injury Syndrom mit Euren IDEs zusammen, aber lasst die Leute in Ruhe, die wirklich effektiv und „mauslos“ Text bearbeiten wollen. Wenn ich unseren AZUBIs den Editor und seine Möglichkeit vorführe, dann sind die jedesmal hin und weg, installieren sich das Teil, aber halten das dann auch keine Woche durch.
Ich habe heute die 7.3er Version auf der Arbeit installiert und bin echt angetan. Mittlerweile gehört GetLatestVimScripts zum Bestandteil von VIM, das klappt schon so einigermaßen mit den Updates, aber ist noch nicht optimal. Das plugin-Konzept müsste man noch standardisieren, damit das mit updates besser geht.
Vim wird seit Version 7 nicht mehr für Amiga angeboten. Daher läuft auf meinem Amiga immer noch 6.4
Naja, die Bash und die Gnu-Tools auf meinem Amiga sind auch eher veraltet. Nur Perl ist überraschenderweise immer noch in der aktuellen Version perfekt auf Amiga lauffähig (ok, Frozen Bubble sollte man damit nicht spielen aber letztlich könnte man dank ixemul fast alle moderne Software noch unter AmigaOS verwenden.
Falls sich Deine Frage auf GNU-Tools für AmigaOS bezieht: sie standen als "GeekGadgets" zur Verfügung, ein "Cygwin für AmigaOS".
Wobei mir die GeekGadgets früher in Erinnerung sind. Die GeekGadgets kamen 1995 raus, zentrale Komponente war die von Crass genannte ixemul.library, die "glibc" für AmigaOS.
GeekGadgets wurde von Fred Fish gegründet (die "Fish-Disks" waren eine tolle Sache, bis das AmiNet kam) - der wiederum in den 90ern bei Cygnus (sic!) arbeitete: http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_Fish
Auch ich bin damit "aufgewachsen" und als Zehn-Finger-Schreiber muss ich sagen, dass mir kein schnellerer Editor bekannt ist. Arbeite mittlerweile mit NetBeans und jVi, was wirklich gut zusammen funktioniert. Solange ich keine zehn Hände habe und zehn Mäuse gleichzeitig bedienen kann, kommt mir nix anderes unter die Finger .
Witzigerweise kommt bei Vielbenutzung die Fähigkeit abhanden, die Befehle bennenen zu können, die man verwendet. Die sind einfach in den Fingern drin...
inwiefern? Also beim vim muss ich wirklich nie die Hände bewegen.
Ich benutze ein angepasste NEO-Tastatur-Layout, dass ist praktisch, weil alle Sonderzeichen in der Grundreihe liegen (sehr praktisch bei Klammern, Schrägstriche und ähnlichem, was man als Programmierer ja ständig braucht). Aber die meisten vim-Kommandos sind ja eh einfache Zeichen, die auch beim qwertz-Layout in der Grundreihe liegen.
inwiefern? Also beim vim muss ich wirklich nie die Hände bewegen.
Ich benutze ein angepasste NEO-Tastatur-Layout, dass ist praktisch, weil alle Sonderzeichen in der Grundreihe liegen (sehr praktisch bei Klammern, Schrägstriche und ähnlichem, was man als Programmierer ja ständig braucht). Aber die meisten vim-Kommandos sind ja eh einfache Zeichen, die auch beim qwertz-Layout in der Grundreihe liegen.
Bis auf Kombinationen mit Strg, Alt und den Pfeiltasten (z.B. Strg + w + s zum Splitten des Fensters und Strg + w + Pfeil zum Wechseln des aktiven Fensters) klappt das eigentlich sehr gut. Diese Kombis braucht man ja auch eher selten.
Witzigerweise kommt bei Vielbenutzung die Fähigkeit abhanden, die Befehle bennenen zu können, die man verwendet. Die sind einfach in den Fingern drin...
Das liegt am Kleinhirn. Das wandelt abstrakte Bewegungskommandos in konkrekte Bewegungskommandos um. Dadurch muss man sich nicht bewusst sein, wie man etwas tut und vergisst es dann auch irgendwann. Beim Tippen, kann ich zum Beispiel auch nur durch längeres Nachdenken sagen, wo welcher Buchstabe ist, trotzdem kann ich blind tippen.
Beispiel: Das Bewusstsein muss nicht wissen, wo ein k ist, sondern nur, dass es ein k drücken will. Dieser Wille wird vom Kleinhirn in konkrete Fingerbewegungen übersetzt.
Ja prima erklärung. Ich kann mir aber doch ganz gut merken, dass ich mit j den Cursor nach unten bewegen kann. Und das liegt daran, dass ich mich manchmal in anderen Editoren vergreife und da immer erst mal eine Reihe j sehe, bevor ich bemerke, dass sich der Cursor gar nicht nach unten bewegt hat.
Das geht mir genauso, mit dem Emacs. Ich benutze Tastenkombinationen, die zu nennen nicht imstande bin, geschweige im bei langsamen, überlegten drücken zwecks Demonstration.
mich würde aber mal interessieren, was so gut am Vim ist. Im Ernst jetzt. Ich bin kein Vim-Hasser. Ob man nun Vim-Nutzer oder Emacs-Nutzer ist, ist doch meistens zufällig: Was man zuerst kennengelernt hat, nutzt man.
Nun kenne ich vom Emacs die vielen tollen Modi und die Konzepte Puffer, Datei, Window, die, aufgrund ihrer Orthogonalität, die Mächtigkeit des Emacs ausmachen. Gibt's bei Vim was vergleichbares? Und warum habe ich in der Uni, wenn der Dozent denn Vim benutzte, immer den Eindruck, dass der Dozent den Mehrwert des Vim nicht nutzen will: Also anstatt drei Dateien gleichzeitig zu öffnen, wurde jedesmal der Vim geschlossen und mit einer anderen Datei neu gestartet. Kann man Youtube Videos über die fortgeschrittene Vim-Nutzung sehen?
> Man liebt ihn oder man hasst ihn - dazwischen gibt es eigentlich nichts.
Doch, man ignoriert ihn.
Moderne IDEs sind schon lange so mächtig und komfortabel und unterstützen den Anwender im Hintergrund bei so vielen Sachen, dass man für Software-, VHDL-, LaTeX-, etc. Entwicklung nicht mehr rechtfertigen kann so etwas wie VIM oder Emacs einzusetzen.
Und für die paar mal, wo man heute noch irgendeine Config-Datei anfassen muss lohnt sich die lange, lange, lange Einarbeitung in diese Editoren nicht.
Die einzigen beiden Gründe sind:
1. Man ist >35 und damit aufgewachsen.
2. Man muss über eine Terminalverbindung Dateien auf einem Server editieren.
Alle anderen, die sowas heute noch benutzen muss ich leider als pseudo-elitäre Nerds abstempeln
>> Damit lassen sich Änderungen an einer Datei auch dann rückgängig machen, wenn sie bereits geschlossen wurde.
Cool. Ein Grund mehr für VIm.
>> Entwicklung nicht mehr rechtfertigen kann so etwas wie VIM oder Emacs einzusetzen.
Ich habe als IDE noch Geany, aber in VIm geht vieles dank Kürzeln schneller als beim geklicke durch die IDE (bspw. :%s/alt/neu/ Vs Strg + H > Ersetze [] > Durch [] > Ort [Alles, Dokument, Auswahl] > OK)
>> Alle anderen, die sowas heute noch benutzen muss ich leider als pseudo-elitäre Nerds abstempeln
Danke.
4/10
Da kann ich dir nicht recht geben. Ich habe es mir vor kurzem angetan und mich in Vim eingearbeitet und kann dir sagen: Die Geschwindigkeit beim Coden ist phänomenal! Das ist mit der Maus einfach nicht möglich.
Außerdem ist er sehr gut voreingestellt, gerade was highlighting und Vervollständigung angeht, gibt es keinen besseren.
Gerade diese 'modernen IDEs' wie Eclipse & co. die du angesprochen hast empfinde ich persöndlich als absolute Spassbremse, die wertvolle Rechenresourcen auf sich selbst verschwenden.
Wenn schon X und mit Maus, dann tut es auch ein angepasster Texteditor ala Kate o. Geany (natürlich mit vim-plugin
)
Es gibt ein VIm-Plugin für Geany?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 19. Aug 2010 um 13:16.Slick im Vi-Mode macht auch durchaus Spaß...
Du meinst slickedit, oder?
Ansonsten habe ich nur den IM slick gefunden, und ob der nun VI-Mode hat...
Ach ja, slickedit fand ich nicht so toll, vor allem passt das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht.
Ich muss dir teilweise Recht geben...
Um Code zu entwickeln bevorzuge ich klar eine IDE (Eclipse in meinem Fall), aber um ein Linux System zu administrieren ist Vi(m) meiner Meinung nach unverzichtbar... Ein Server hat im Normalfall eh kein GUI, also braucht man einen guten Texteditor. Suchen/Ersetzen, Configs anpassen im File "rumspringen", geht mit vim einfach x-mal schneller (wenn man ihn zu bedienen weiss), als wenn man mit der Maus rumklickt... Wenn ich dann noch meinem Vorgesetzten zuschaue, wie er Config-Files per WinSCP lokal öffnet, um sie zu editieren, wird mir einfach schlecht...
Und um Bash-Skripte zu schreiben reicht er auch vollkommen...
Um ein Linux System zu administrieren genügt nano völlig.
Um ein Linux-System zu administrieren genügt ed.
Gehts jetzt darum wer den kleinsten hat? Man kann auch völlig auf einen Editor verzichten, und Konfigdateien mit sed, awk o.ä. bearbeiten.
VI gehört nunmal historisch fest zur Unixadministration. Was macht nano besser? ctrl-o + ctrl-x ist jetzt nicht wirklich benutzerfreundlicher als :wq
Hmm... auf mich trifft 1 gar nicht und 2 nicht oft genug zu um gewertet zu
werden, also werde ich wohl ein pseudo-elitärer Nerd sein
Aber mal im ernst, ich sehe in der Benutzung von Vim oder Emacs schon einige
Vorteile gegenüber den modernen IDEs die Du benennst:
1. Einheitlichkeit
Wenn ich für jede Sprache, die in Plaintext editiert wird, einen anderen Editor
verwende (oder sogar mehrere, z.B. Deutsch im Email-Client und Deutsch in
Kommentarfeldern im Browser), muss ich mir für jeden Editor eigene Tastenkürzel
merken und jeden Editor separat konfigurieren.
Gut, viele dieser Editoren lassen sich gar nicht konfigurieren, aber das scheint
mir auch nicht die beste Lösung zu diesem Problem zu sein.
Mit Vim oder Emacs gewöhne ich mir eine Menge an Tastaturkürzeln an, die ich
dann bei jeder Sprache verwenden kann, auch bei solchen, für die es (noch) keine
(gute) IDE gibt.
2. Kombinierbarkeit
Die Nutzung von Vim oder Emacs hält mich nicht davon ab, die Funktionen moderner
IDEs zu verwenden. So kann ich beispielsweise eine IDE wie den Qt Creator zum
Compilieren und Debuggen verwenden, den Code aber mit Vim oder Emacs bearbeiten.
3. Features
Ich habe selbstverständlich nicht alle IDEs ausprobiert, aber Vim und Emacs
geben mir sehr viele Möglichkeiten mein Editieren zu personalisieren und zu
automatisieren. Viele IDEs lassen solche Features vermissen, eben weil sich
deren Entwickler (auch) auf andere Dinge als nur den Editor konzentrieren
müssen.
Um ein Beispiel zu nennen: Vim bietet standardmäßig die Repeatfunktion an, die
das zuletzt verwendete Editor-Kommando an der aktuellen Position wiederholt.
Spart Tonnen an Zeit, genauso wie auch die Makrofunktion und viele weitere,
unglaublich praktische Features.
4. Portierbarkeit
Sowohl Emacs als auch Vim laufen auf allen modernen Betriebssystemen,
entsprechend fällt der Umstieg leichter, z.B. wenn man arbeitsbedingt zum
Wechsel gezwungen ist.
Ich will hier nicht einen Glaubenskrieg oder Ähnliches anfangen, aber Vim und
Emacs als obsolet einzustufen, halte ich für ein wenig zu kurzsichtig.
Schöne Grüße!
So kann ich beispielsweise eine IDE wie den Qt Creator zum
Compilieren und Debuggen verwenden [...]
Bäh, dafür schreibt man sich doch mit dem vim ein Makefile!
Jetzt im Ernst: volle Zustimmung. Vim in Verbindung mit der Fähigkeit ihn zu bedienen (plus vielleicht ein paar Makros) schlägt _jede_ IDE.
Und das Schönste: er läuft auf einem 8-Kern 64-Bitter genauso schnell wie auf einem 100 MHz Pentium - nämlich verzögerungsfrei!
Moderne IDEs sind schon lange so mächtig und komfortabel und unterstützen den Anwender im Hintergrund bei so vielen Sachen, dass man für Software-, VHDL-, LaTeX-, etc. Entwicklung nicht mehr rechtfertigen kann so etwas wie VIM oder Emacs einzusetzen.
Ja, IDEs haben Vorteile, die vim nicht bieten kann. Trotzdem vermisse ich unter Eclipse ständig den Editierkomfort, den ich von vim gewöhnt bin. Die Geschwindigkeit mit der man Screens aufsplitten und die Inhalte austauschen oder verschieben kann wird nicht mal annähernd in Eclipse erreicht. Das vim-Plugin für Eclipse kann man in die Tone kloppen, da es die Nachteile aus beiden Welten vereint. Anzeigen vonKlassendokumentation, Testing, etc. machen die Arbeit mit einer IDE sehr bequem, aber beim Editor fehlt noch vieles.
versuch mal das viplugin (nicht vimplugin): http://www.viplugin.com/
Leider fehlt noch vieles (vor allem Block-Selection, etc.), aber zumindest hat man die Features von der IDE und muss sich nicht neue Kürzel merken...
Ich bin vor kurzem auch auf VIM umgestiegen (von Eclipse). Mittlerweile habe ich Eclipse gelöscht.
Vim macht Spass. Man kommt sehr schnell in die Ohne-Maus-Welt und fragt sich warum die eigentlich so beliebt ist?!?
Eclipse wird mit jeder Version mehr überladen. Das starten dauerte immer ewig, oder ein rebuild des Workspaces war ein Horror. Vim ist sofort da.
Außerdem fühle ich mich näher an der Technik. SVN (auf der Shell) z.B. bediene ich (gefühlt) schneller als mit Eclipse.
Der Umstieg zu VIM ist hart, aber für mich hat es sich gelohnt. Ich habe überall den gleichen Editor - for ever.
my 2 eurocent
Selbst scite bietet mehr Komfort als (g)vim.
Kommt wohl darauf an was du unter Komfort verstehst. Ich hab bis jetzt auch keine Alternative zum gvim gefunden.
Das ist mal wieder die alte Frage, was man unter "Komfort" versteht: die einen finden vim furchtbar, weil man wieder Ochs vorm Berg steht, wenn man ihn unerwarteterweise vor sich hat. Andere haben mind. "vimtutor" ein- oder zweimal hinter sich gebracht und die Basics gelernt, damit man wenigstens schon mal den Umfang von Programmen wie notepad.exe beherrscht.
Persönlich benutze ich den vim für eigentlich alles was ich nicht direkt in Eclipse bearbeite (also alle administrativen Dinge oder auch Bearbeitung von Java- oder PHP-Scripte außerhalb von Eclipse, z.B. remote) und ordne den vim in die Kategorie "Benutzer- aber nicht Einsteigerfreundlich" ein.
Ich kriege auch jedes Mal einen Koller, wenn heutzutage eine Distribution meint, erstmal keinen vim oder ein kleineres vi-Derivat standardmässig zur Verfügung zu stellen, sondern nur mit "nano" aufwartet, weil mir das dann wirklich keine Freude mehr macht damit zu arbeiten.
Du kannst vi/vim-Emulationen ja auch in modernen IDE's einsetzen.
Einarbeiten musst du dich allerdings immer noch.
:P
Ist bestimmt was tolles, aber hier geht es um Lua.
Blöde Autokorrektur
Danke, wurde korrigiert.
Gruss,
demon
Das vimsche Bedienungsparadigma ist immer noch das beste, was mir je untergekommen ist. Ich bin vor einigen Wochen von Vim zum Emacs gewechselt und vermisse seither doch ziemlich, wie effizient und ergonomisch man mit vim Texte editieren kann. (Diverse Vim-Modes für Emacs sind mir bekannt, funktionieren aber nicht wirklich gut).
Warum wechselt man als zufriedener VIM-User?
Eigentlich wegen Slime. Ich habe irgendwann angefangen Lisp zu lernen und Slime ist dafür einfach ideal. Ein Lisp-Interpreter läuft im Editor mit und du schreibst deine Funktion und kannst sie sofort evaluieren, direkt im Interperter aufrufen, Informationen dazu ausgeben, etc pp. Ein toller Komfort.
Mit der Zeit habe ich andere Fähigkeiten des Emacs lieben gelernt, zum Beispiel der Ido-Modus. Angenommen du willst ne bestimmte Datei öffnen. Im Ido-Modus musst du dich nicht daran erinnern, wie genau die Datei heißt oder wo sie liegt, sondern die Datei wird automatisch über Ordner (und Netzwerke) hinweg durch Fuzzy-Matching gefunden. Natürlich findet man seine Dateien, wenn man Ordnung hat auch so, aber es die Methode ist einfach wahnsinnig schnell und bequem.
Dazu kommen noch so Sachen wie der geniale Org-Mode, Inferior-Haskell, Inferior-Ruby, yasnippet und ein super GDB-Frontend.
Wie gesagt, ich finde das /editieren/ in VIM wunderbar und dafür in Emacs relativ mühsam. Emacs ist zwar auch per Tastatur bedienbar und hat auch (soweit ich das sehe) alle vim-Kommandos. Aber beim vim sind die Kommandos wesentlich schneller getippt, weil sie meistens nur aus einzelnen Buchstaben bestehen, die in der Grundposition aus erreichbar sind. Mit vim und einem NEO-Tastaturlayout, muss man seine Handballen quasi nie bewegen.
Bei Emacs sieht das anders aus. Man muss zwar nur selten zur Maus greifen, aber oft unergonomische Tastenkombinationen drücken (die imho auch wesentlich schwerer zu merken sind, als vim Kommandos). Dafür ist der Emacs eine viel bessere Rich-Client-Plattform.
Danke für die Ausführung.
Ich bleibe doch aber lieber bei vim, da weiß ich was ich habe.
ernst gemeint: Darf man wissen in welchem Beruf du tätig bist?
Ich würde fast 'weltfremden' zum Beruf hinzufügen, weil mir keine Stelle in der Industrie bekannt ist, wo man Emacs benutzen und ein anderes Tastaturlayout verwenden kann.
Ich mache gerade meinen Master in Informatik.
In Firmen hat man meistens nicht den Luxus sich sein Entwicklungswerkzeug azusuchen. Ich musste da zum Beispiel auch mal unter Windows mit Eclipse arbeiten. Prinzipiell aber würde ich sagen, dass es kein Ding der Unmöglichkeit ist sich seinen Editor oder sein Tastaturlayout selbst auszuchen, solange die Entwicklerwerkzeuge nicht zu sehr mit dem Workflow verdrahtet sind. Ich denke im Endeffekt ist es der Firma egal, unter welchen Umständen der Code zustande gekommen ist.
Also, es ist sicher nicht die Regel, aber auch nicht so eine große Ausnahme, dass man sich selbst einrichten kann.
>Ich mache gerade meinen Master in Informatik.
Ah ok. Hast mein Weltbild doch nicht über den Haufen geworfen.
Als Informatikstudent konnte ich mich Emacs/Linux auch leisten. Wird besser, wenn man in die Arbeitswelt taucht.
Also ich kenne mehrere Arbeitstellen, in denen man diesbezüglich relativ frei ist. In einer Firma zum Beispiel, wurde der GCC auf ein anderes System portiert. Die Entwickler dort arbeiteten auch mit den Tools die sie möchten und nicht wenige unter Linux.
Der Umgang mit Vim hatte ich übrigens extra für diese Stelle gelernt. Ich kam dann allerdings woanders unter. Wie auch immer, ich denke Möglichkeiten seine Interessen auch in der Arbeit zu pflegen gibt es schon.
für Java ist NetBeans und jvim GENIAL!
Es gibt auch ein vim-Plugin für den Firefox. Damit kann man den dann wie den VI bedienen. Ich hatte das mal irgendwann ausprobiert... irgendwie abgefahren
Obwohl ich vi Fan bin habe ich dann aber irgendwann wieder den "normalen" Firefox benutzt...
Das Teil heisst übrigens Vimperator, hatte ich vergessen zu erwähnen.
Vimperator kann ich nur empfehlen. Gerade wenn man in seinem Windowmanager alles mit der Tastatur steuert ist es viel bequemer, da man nicht ständig die Hand von der Tastatur zur Maus bewegen muss.
Ich benutze zwar nicht alle Features von Vimperator (umfangreich), es gibt jedoch einige, die ich nicht mehr missen möchte.
und mit jV gibts einen vim-modus für Textfelder
als ich die Kommentare aufgemacht habe, da war mir schon klar, dass VIM mal wieder in Frage gestellt wird und dass es doch so „gute“ andere Alternativen gibt. Die meisten Leute, die VIM nicht mögen, haben doch zu 80% das Konzept nie richtig verstanden. Die haben auch nie ernsthaft mal Durchhaltevermögen bei einem Projekt mit VIM bewiesen. Da kommt die Frage auf: „Wieso soll ich einen Editor erst lernen, um mit ihm zu arbeiten?“ Muss man ja auch nicht, dann nehmt doch das, wo ihr mir am besten klarkommt und kritisiert nicht das, was ihr nicht kennt. Klickt Euch doch ein Rapid Injury Syndrom mit Euren IDEs zusammen, aber lasst die Leute in Ruhe, die wirklich effektiv und „mauslos“ Text bearbeiten wollen. Wenn ich unseren AZUBIs den Editor und seine Möglichkeit vorführe, dann sind die jedesmal hin und weg, installieren sich das Teil, aber halten das dann auch keine Woche durch.
Ich habe heute die 7.3er Version auf der Arbeit installiert und bin echt angetan. Mittlerweile gehört GetLatestVimScripts zum Bestandteil von VIM, das klappt schon so einigermaßen mit den Updates, aber ist noch nicht optimal. Das plugin-Konzept müsste man noch standardisieren, damit das mit updates besser geht.
Vim wird seit Version 7 nicht mehr für Amiga angeboten. Daher läuft auf meinem Amiga immer noch 6.4
Naja, die Bash und die Gnu-Tools auf meinem Amiga sind auch eher veraltet. Nur Perl ist überraschenderweise immer noch in der aktuellen Version perfekt auf Amiga lauffähig (ok, Frozen Bubble sollte man damit nicht spielen
aber letztlich könnte man dank ixemul fast alle moderne Software noch unter AmigaOS verwenden.
Du hast mich neugierig gemacht. Willst du deine Ausfuehrungen etwas vertiefen?
Falls sich Deine Frage auf GNU-Tools für AmigaOS bezieht: sie standen als "GeekGadgets" zur Verfügung, ein "Cygwin für AmigaOS".
Wobei mir die GeekGadgets früher in Erinnerung sind. Die GeekGadgets kamen 1995 raus, zentrale Komponente war die von Crass genannte ixemul.library, die "glibc" für AmigaOS.
GeekGadgets wurde von Fred Fish gegründet (die "Fish-Disks" waren eine tolle Sache, bis das AmiNet kam) - der wiederum in den 90ern bei Cygnus (sic!) arbeitete: http://en.wikipedia.org/wiki/Fred_Fish
Auch ich bin damit "aufgewachsen" und als Zehn-Finger-Schreiber muss ich sagen, dass mir kein schnellerer Editor bekannt ist. Arbeite mittlerweile mit NetBeans und jVi, was wirklich gut zusammen funktioniert. Solange ich keine zehn Hände habe und zehn Mäuse gleichzeitig bedienen kann, kommt mir nix anderes unter die Finger
.
Witzigerweise kommt bei Vielbenutzung die Fähigkeit abhanden, die Befehle bennenen zu können, die man verwendet. Die sind einfach in den Fingern drin...
Wie machst du das mit 10 Fingern? Ich bediene Vim eher außerhalb des 10-Finger Tippens, weil ich sonst nicht so gut an alle Befehle rankomme.
inwiefern? Also beim vim muss ich wirklich nie die Hände bewegen.
Ich benutze ein angepasste NEO-Tastatur-Layout, dass ist praktisch, weil alle Sonderzeichen in der Grundreihe liegen (sehr praktisch bei Klammern, Schrägstriche und ähnlichem, was man als Programmierer ja ständig braucht).
Aber die meisten vim-Kommandos sind ja eh einfache Zeichen, die auch beim qwertz-Layout in der Grundreihe liegen.
inwiefern? Also beim vim muss ich wirklich nie die Hände bewegen.
Ich benutze ein angepasste NEO-Tastatur-Layout, dass ist praktisch, weil alle Sonderzeichen in der Grundreihe liegen (sehr praktisch bei Klammern, Schrägstriche und ähnlichem, was man als Programmierer ja ständig braucht).
Aber die meisten vim-Kommandos sind ja eh einfache Zeichen, die auch beim qwertz-Layout in der Grundreihe liegen.
Bis auf Kombinationen mit Strg, Alt und den Pfeiltasten (z.B. Strg + w + s zum Splitten des Fensters und Strg + w + Pfeil zum Wechseln des aktiven Fensters) klappt das eigentlich sehr gut. Diese Kombis braucht man ja auch eher selten.
wie kommt man an esc? Auch : ist im de-layout eher schlecht zu erreichen.
Große Hände?
Damals im Rechenzentrum standen Unix-Terminals rum, dessen Tastaturen ein anderes - mir vom Amiga gewohntes - Layout hatten.
ESC und Ctrl waren besser zu erreichen. Die Bedienung von vim/emacs/... ist aus historischen Gründen darauf ausgelegt.
Solche Tastaturen gibt's leider nicht mehr zu kaufen. Wäre vielleicht was für Manufactum...
Also mir reichen 10 Finger. Mehr hätte ich auch gar nicht. Wie viele Finger brauchst Du denn, um mit vim zu arbeiten?
ot:
Witzigerweise kommt bei Vielbenutzung die Fähigkeit abhanden, die Befehle bennenen zu können, die man verwendet. Die sind einfach in den Fingern drin...
Das liegt am Kleinhirn. Das wandelt abstrakte Bewegungskommandos in konkrekte Bewegungskommandos um. Dadurch muss man sich nicht bewusst sein, wie man etwas tut und vergisst es dann auch irgendwann.
Beim Tippen, kann ich zum Beispiel auch nur durch längeres Nachdenken sagen, wo welcher Buchstabe ist, trotzdem kann ich blind tippen.
Beispiel: Das Bewusstsein muss nicht wissen, wo ein k ist, sondern nur, dass es ein k drücken will. Dieser Wille wird vom Kleinhirn in konkrete Fingerbewegungen übersetzt.
Ja, das Gehirn ist schon toll.
Hehe, danke für die Info, das erklärt einiges
.
Ja prima erklärung. Ich kann mir aber doch ganz gut merken, dass ich mit j den Cursor nach unten bewegen kann. Und das liegt daran, dass ich mich manchmal in anderen Editoren vergreife und da immer erst mal eine Reihe j sehe, bevor ich bemerke, dass sich der Cursor gar nicht nach unten bewegt hat.
Das geht mir genauso, mit dem Emacs. Ich benutze Tastenkombinationen, die zu nennen nicht imstande bin, geschweige im bei langsamen, überlegten drücken zwecks Demonstration.
mich würde aber mal interessieren, was so gut am Vim ist. Im Ernst jetzt. Ich bin kein Vim-Hasser. Ob man nun Vim-Nutzer oder Emacs-Nutzer ist, ist doch meistens zufällig: Was man zuerst kennengelernt hat, nutzt man.
Nun kenne ich vom Emacs die vielen tollen Modi und die Konzepte Puffer, Datei, Window, die, aufgrund ihrer Orthogonalität, die Mächtigkeit des Emacs ausmachen. Gibt's bei Vim was vergleichbares? Und warum habe ich in der Uni, wenn der Dozent denn Vim benutzte, immer den Eindruck, dass der Dozent den Mehrwert des Vim nicht nutzen will: Also anstatt drei Dateien gleichzeitig zu öffnen, wurde jedesmal der Vim geschlossen und mit einer anderen Datei neu gestartet. Kann man Youtube Videos über die fortgeschrittene Vim-Nutzung sehen?