Von datrollichdochauchgerne am Do, 19. August 2010 um 19:35 #
Vielleicht machen sie bei diesen Architekturen nicht genug Umsatz durch ihren Support, jedenfalls ist das (trotz sicherlich recht geringer Nachfrage) arm. Aber es gibt ja noch Debian.
Sehe ich ähnlich, solange es noch EINE gute Distribution gibt (und es gibt ja bekanntlich sogar deutlich mehr wie eine) braucht man keine Me-Too Lösungen.
Achja, für meinen Amiga gibts kein aktuelles Linux mehr. bei Debian 4.0 war schluß und das ist auch unsupported. Dabei laufen sämtliche Terminalanwendungen auf einem 030/25 sehr gut und ausgewählte grafische Anwendungen auf einem 060/50 brauchbar.
DIe Amiga-Tastatur hatte Ctrl und ESC an den für Un*x richtigen Stellen.
Ein Haken: die Amiga-Chipsatzgrafik kennt keinen Textmodus, die Konsole ist über die nötige Emulation sehr langsam. Mit GraKa in einem A2/3/4k dürfte es besser sein. Aber (fast) jeder PC im Elektroschrott ist inzwischen Welten schneller.
AmigaOS drauf lassen, nur dafür gibt's Deluxe Galaga.
Die Firma hat doch gerade mal 350-400 Mann. Da spielt Geld keine Rolle, es scheinen zuwenig zu sein um die Plattformen alle zu unterstützten. Schau dir Microsoft an, die haben noch mehr Geld und noch mehr Mann und schaffen es nicht mal ne ordentliche ARM Version von ihrem Windows zu portieren.
Die Firma hat doch gerade mal 350-400 Mann. Da spielt Geld keine Rolle, es scheinen zuwenig zu sein um die Plattformen alle zu unterstützten. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde Canonical mehr Mitarbeiter einstellen, die sich darum kümmern würden. Ich würde eher vermuten, dass Canonical eine andere Zielgruppe hat, als die oben genannten Architekturen.
SPARC ist so gut wie tot. Es hat noch seine Nische (Datenbankserver, Webserver), das war es aber auch schon. Desktopsysteme mit SPARC-CPUs werden nicht mehr gebaut (Sun verkauft nur noch x64-basierte Workstations) und im Embedded-Markt ist SPARC auch nie angekommen.
Warum soll also Canonical ein totes Pferd noch weiterreiten?
Welche nennenswerten Unterschiede haben denn die unterschiedlichen CPU-Architekturen? Außer einer groben Einteilung in RISC- und CISC-Prozessoren habe ich davon keine Ahnung. Gibt es eine Seite, auf der sich ein Laie mal informieren könnte?
Träumst du? Auf Sparcs laufen also nur Datenbanken & Webserver?
Das mag vielleicht bei euch so sein, aber die Kisten taugen zu deutlich mehr. Nachdem sich Oracle auch zur Sparc-Architektur bekannt hat, sehe ich da erstmal kein Ende der Sparc-CPU's. Auf dem Desktop/Workstations vielleicht, aber ganz sich nicht bei den Servern. Dafür sind die Dinger einfach zu gut, und mit Solaris 10/11 einfach nur genial. Schon mal die neuen Kisten angeschaut?
> Träumst du? Auf Sparcs laufen also nur Datenbanken & Webserver?
War nur als Beispiel gedacht. Natürlich leisten die CPUs mehr als nur ein Unterbau für einen Web -oder Datenbankserver zu sein.
Aber in Sachen Workstation ist SPARC mehr als tot. Warum soll ich mir auch eine SPARC-basierte Workstation für zigtausend Euro zulegen, wenn ich eine x86_64-Workstation für deutlich weniger Geld bekomme, die dann auch noch mehr Leistung bringt?
In diesem Bereich konnte SUN schon lange nicht mehr mithalten. Server si
> Schon mal die neuen Kisten angeschaut?
Dafür fehlt mir leider das Geld Zudem habe ich momentan keine Verwendung für solch einen Server.
Man muss sich dafuer zwar registrieren, um es sich den Webcast & die Slides anzuschauen. Kostet nix, aber dafuer gibt Info's zu der Zukunft von Solaris & SPARC-CPUs.
OpenSolaris einzustellen ist zwar unschoen, aber doch ganz was anderes als keine Sparc-CPUs mehr zu bauen. Das waere dann so wie die Entwicklung von Solaris komplett einzustellen.
> keine Sparc-CPUs mehr zu bauen >Entwicklung von Solaris komplett einzustellen. Mit diesen beiden Ankündigungen kannst du dann in 6 Monaten rechnen. OpenSolaris' Weiterentwicklung war im Februar ja auch noch 'nicht gefährdet'.
(Ironie inkludiert)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 20. Aug 2010 um 10:25.
Du uebersiehst nur das Sparc einen deutlich hoeheren Stellenwert fuer Oracle hat, als OpenSolaris. Ich wuerde mir Sorgen machen, wenn Oracle Solaris komplett eingestellt haette, aber im Gegenteil sie investieren in die Entwicklung von Solaris 11 und Sparc.
Wahrscheinlicher ist doch, das noch das eine oder OSS-Projekt dicht machen.
Die Frage ist doch eigentlich eher, ob sich Oracle die Weiterentwicklung einer eigenen CPU-Architektur überhaupt noch leisten will bzw. kann? Im Vergleich zu Intel oder AMD ist Oracle/SUN ein kleines Licht, was CPUs betrifft. Da hilft es auch nicht Fujitsu in der Hinterhand zu haben.
SPARC-CPUs wird es nur noch solange geben, wie sie einen echten Mehrwert gegenüber x86-CPUs haben und dieser Mehrwert wird von Tag zu Tag immer kleiner.
Ja, inzwischen laeuft Solaris auch prima auf x86-CPUs, aber auch erst seid Solaris 10 bzw. OpenSolaris. Davor war es einfach nur eine Krankheit. Aber am besten spielt es seine Moeglichkeiten immer noch auf der Sparc-Architektur aus.
Ansonsten schau dir einfach mal den bereits verlinkten Webcast an oder meinetwegen auch die Oracle-Benchmarks an:Oracle & Sun
Original Slogan von Oracle: Oracle runs faster on Sun Warum sollten sie also die Sparc-CPUs beerdigen?
>Original Slogan von Oracle: Oracle runs faster on Sun
SUN heißt aber heute nicht mehr automatisch SPARC. Desktop-Rechner gibt es seit 2008 nur noch mit x86-CPUs und die Server-Linie ist zweigeteilt in x86 und SPARC. Und wenn es nach den Aussagen auf der Homepage geht, ist x86 eh die bessere Wahl ("140 world records", usw.)
> Warum sollten sie also die Sparc-CPUs beerdigen?
Weil es sich nicht mehr lohnt eine eigene CPU-Linie zu entwickeln?
Oracle meint auch, daß deren Datenbank mittels ASM mindestens gleich schnell läuft wie mit RAW Devices. Deshalb streicht man mit 11g die Unterstützung für RAW Devices.
Die Realität sieht, wie so oft, anders aus: *) Performanceverlust, teilweise bis über 10% *) Bringt kaum/keine Vorteile gegenüber eines ordentlichen Volume-Managers, eher das Gegenteil ist der Fall
Es geht hier nicht um können oder nicht können. Es geht um Recourcen und wahrscheinlich auch um Markenprofil. Das ist nämlich sowieso etwas unübersichtlich bei Ubuntu. Es gibt so viele Distris wozu soll eine alle Bereiche und Plattformen abdecken. Es ist wichtig das Kerngeschäft auszubauen. Im Serverbereich etc. wird Ubuntu sicher eine untergeordnete Rolle spielen. Ich denke, dass die sich eher auf den ganzen Usermarkt konzentrieren sollten.
IA64 war/ist sowieso eine tote Platform und warum soll ich mir auf einer Sparc-Maschine Linux antun, wenn ich Solaris habe? Sobald es über die Sparc-Workstations hinausgeht, wird es eh schon ein Glückspiel mit Linux. Macht kaum einer, von daher reicht Debian & die BSDs auf den Sparcs zum herumspielen.
Von daher nur logisch, wenn die Platform nicht mehr supported wird.
Ich gehöre zu denjenigen, die nicht-x86-Architekturen einfach großartig finden. Als ich vor Jahren einmal Gentoo auf einem alten PPC604e installiert (OpenOffice kompilieren => ca. 11h) habe, war ich hin und weg von der Idee, wie das Betriebssystem tatsächlich als Abstraktionsschicht fungierte und ich auf der PPC-Maschine exakt die gleiche Arbeitsumgebung haben konnte, wie auf meinem x86-Rechner. Seither gucke ich, ob es nicht irgendwie möglich ist halbwegs up-to date Hardware zu bekommen, die mit einem Nicht-x86er läuft.
Meine Ergebniss sind folgende: * Uralt-Hardware (zB. Sparc-Laptops haben gerade mal 802.11b WLAN) * unendlich teuer (og. Sparc-Laptops gehen in die tausender, moderne PPC-Rechner (zB von Fixstars) sind auch nicht bezahlbar) * furchtbar lahm, so dass aktuelle Software nur bedingt drauf tut (zB. Ben Nanonote, Letux)
Jetzt fragen sich einige, warum man überhaupt verschiedene Architekturen braucht? Ich zB. finde, dass ein Programm robuster ist, wenn es problemlos mit unterschiedlichen Wortlängen (32 vs 64), byte order (big- vs. little endian) umgehen kann. Einen Programmentwurf, der Architekturunabhängigkeit von vorne herein unterstützt, halte ich für besser als einen, bei dem die Portierung auf andere Architekturen mit umfangreichen Refactorings einhergeht.
Schaut euch zB. 'Flash' an. Adobe brauchte Jahre für die AMD64-Version. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass der Code von dem Teil sehr schlecht sein muss.
Anderes Beispiel: Die 64 Bit-Welt unter Windows sieht ein wenig anders aus, als die unter Linux und *BSD. Aus Angst der ganze Haufen proprietäre Sch***** ist nicht kompatibel zu bekommen, wurde beschlossen, dass der long-Datentyp auch unter 64Bit-Windows nur 32 Bit groß ist. Das spielt schlecht entworfenen Programmen in die Hände und die Programmierer solcher Anwendungen können sich auschliesslich darauf konzentrieren, wie man mit 64Bit-breiten Zeigern hantiert. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Jeder weiß dass, die proprietäre Softwarewelt darauf getrimmt ist möglichst schnell Software zu produzieren. Qualität des Entwurfs und des Codes sind nachrangig - denn das kann kein Mensch außerhalb des eigenen Unternehmens überprüfen.
So. Und weil das Aussterben von anderen CPU-Architekturen auch in der freien Welt zu mehr Einseitigkeit führt, finde ich das Schade.
Gleichzeitig kann ich Canonical sehr gut verstehen, dass man niemanden im Haus bezahlen will, der sich um so dermaßen selten genutzte Architekturen kümmert. Ich bin froh, dass ich noch PPC-Varianten bekommen kann. Aber ich frage mich wirklich, wieviele Menschen es auf der Welt wohl gibt, die GNU/Linux auf Apple-PPC Hardware laufen lassen. Ein paar Hundert?
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 20. Aug 2010 um 10:17.
Eine PS3 mit OtherOS support (eine alte Fat die nicht upgedatet wurde.)
kann Linux darauf laufen lassen (ubuntu gentoo YLD...)
Der Preis ist einigermassen bezahlbar (etwas teurer als eine neue PS3 ohne OterhOS)wird aber wohl noch steigen da der Drang zum Update bei vielein Leuten doch noch gross sein könnte.
ram kann man leider nur 256 brauchen und die 256 der GPU als swap einbinden. Je nach anfrderungen reicht da aber.
Die GPU kann man leider unter Linux nicht brauchen
ARM wäre auch eine bezahlbare nicht x86 architektur wenn dir die Leistung eines Shaeve Plug reicht kommst du schon mit ca 99€(ohne versand aus der UK) aus.
Eine Firma mit mehreren Million US$ kann nicht, was eine Reihe von freiwilligen Entwicklern schafft? Haha!
Vielleicht machen sie bei diesen Architekturen nicht genug Umsatz durch ihren Support, jedenfalls ist das (trotz sicherlich recht geringer Nachfrage) arm. Aber es gibt ja noch Debian.
Sehe ich ähnlich, solange es noch EINE gute Distribution gibt (und es gibt ja bekanntlich sogar deutlich mehr wie eine) braucht man keine Me-Too Lösungen.
Achja, für meinen Amiga gibts kein aktuelles Linux mehr. bei Debian 4.0 war schluß und das ist auch unsupported. Dabei laufen sämtliche Terminalanwendungen auf einem 030/25 sehr gut und ausgewählte grafische Anwendungen auf einem 060/50 brauchbar.
Erzaehl mal mehr zu deinen Amigaerfahrungen. Hast mich neugiergig gemacht.
jo. mich auch.
Debian 2.0 von 1999 lief.
DIe Amiga-Tastatur hatte Ctrl und ESC an den für Un*x richtigen Stellen.
Ein Haken: die Amiga-Chipsatzgrafik kennt keinen Textmodus, die Konsole ist über die nötige Emulation sehr langsam. Mit GraKa in einem A2/3/4k dürfte es besser sein. Aber (fast) jeder PC im Elektroschrott ist inzwischen Welten schneller.
AmigaOS drauf lassen, nur dafür gibt's Deluxe Galaga.
Die Firma hat doch gerade mal 350-400 Mann. Da spielt Geld keine Rolle, es scheinen zuwenig zu sein um die Plattformen alle zu unterstützten.
Schau dir Microsoft an, die haben noch mehr Geld und noch mehr Mann und schaffen es nicht mal ne ordentliche ARM Version von ihrem Windows zu portieren.
Die Firma hat doch gerade mal 350-400 Mann. Da spielt Geld keine Rolle, es scheinen zuwenig zu sein um die Plattformen alle zu unterstützten.
Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde Canonical mehr Mitarbeiter einstellen, die sich darum kümmern würden.
Ich würde eher vermuten, dass Canonical eine andere Zielgruppe hat, als die oben genannten Architekturen.
Solange Ubuntu kein Server-OS ist, macht es keinen Sinn, Hardware zu unterstützen, die auf dem Desktop oder "in der Cloud" nicht verwendet wird.
Aber der Punkt ist wohl nicht, dass Canonical es nicht unterstützt, der Punkt ist daß die Ubuntu-Community es nicht tut.
Und die Hersteller (Intel und Oracle) stehen auch nicht mehr Recht hinter den Produkten, so dass das in der Summe nicht reicht.
Logisch, aber auch ein Beleg, dass Ubuntu noch lange keine Community in Konkurrenz zu Debian, sondern in Ergänzung zu Debian ist.
Gruss,
Kay
SPARC ist so gut wie tot. Es hat noch seine Nische (Datenbankserver, Webserver), das war es aber auch schon. Desktopsysteme mit SPARC-CPUs werden nicht mehr gebaut (Sun verkauft nur noch x64-basierte Workstations) und im Embedded-Markt ist SPARC auch nie angekommen.
Warum soll also Canonical ein totes Pferd noch weiterreiten?
Welche nennenswerten Unterschiede haben denn die unterschiedlichen CPU-Architekturen? Außer einer groben Einteilung in RISC- und CISC-Prozessoren habe ich davon keine Ahnung. Gibt es eine Seite, auf der sich ein Laie mal informieren könnte?
Wikipedia
IA64 ist doch auch tot, oder? Intel setzt doch mittlerweile auch auf amd64.
IA64 hat nie gelebt. Totgeburt.
Träumst du? Auf Sparcs laufen also nur Datenbanken & Webserver?
Das mag vielleicht bei euch so sein, aber die Kisten taugen zu deutlich mehr. Nachdem sich Oracle auch zur Sparc-Architektur bekannt hat, sehe ich da erstmal kein Ende der Sparc-CPU's. Auf dem Desktop/Workstations vielleicht, aber ganz sich nicht bei den Servern. Dafür sind die Dinger einfach zu gut, und mit Solaris 10/11 einfach nur genial. Schon mal die neuen Kisten angeschaut?
> Träumst du? Auf Sparcs laufen also nur Datenbanken & Webserver?
War nur als Beispiel gedacht. Natürlich leisten die CPUs mehr als nur ein Unterbau für einen Web -oder Datenbankserver zu sein.
Aber in Sachen Workstation ist SPARC mehr als tot. Warum soll ich mir auch eine SPARC-basierte Workstation für zigtausend Euro zulegen, wenn ich eine x86_64-Workstation für deutlich weniger Geld bekomme, die dann auch noch mehr Leistung bringt?
In diesem Bereich konnte SUN schon lange nicht mehr mithalten. Server si
> Schon mal die neuen Kisten angeschaut?
Dafür fehlt mir leider das Geld
Zudem habe ich momentan keine Verwendung für solch einen Server.
Oracle hat sich neulich auch zu OpenSolaris bekannt
Oracle: Zukunft von OpenSolaris gesichert
... kurz darauf:
Oracle kehrt OpenSolaris den Rücken
Schau doch einfach mal hier rein:
John Fowler's Recent Oracle Systems Strategy Update Webcast.
Man muss sich dafuer zwar registrieren, um es sich den Webcast & die Slides anzuschauen. Kostet nix, aber dafuer gibt Info's zu der Zukunft von Solaris & SPARC-CPUs.
OpenSolaris einzustellen ist zwar unschoen, aber doch ganz was anderes als keine Sparc-CPUs mehr zu bauen. Das waere dann so wie die Entwicklung von Solaris komplett einzustellen.
> keine Sparc-CPUs mehr zu bauen
>Entwicklung von Solaris komplett einzustellen.
Mit diesen beiden Ankündigungen kannst du dann in 6 Monaten rechnen. OpenSolaris' Weiterentwicklung war im Februar ja auch noch 'nicht gefährdet'.
(Ironie inkludiert)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 20. Aug 2010 um 10:25.Du uebersiehst nur das Sparc einen deutlich hoeheren Stellenwert fuer Oracle hat, als OpenSolaris. Ich wuerde mir Sorgen machen, wenn Oracle Solaris komplett eingestellt haette, aber im Gegenteil sie investieren in die Entwicklung von Solaris 11 und Sparc.
Wahrscheinlicher ist doch, das noch das eine oder OSS-Projekt dicht machen.
> ...Entwicklung von Solaris 11 und Sparc.
Solaris läuft aber auch prima auf x86-CPUs.
Die Frage ist doch eigentlich eher, ob sich Oracle die Weiterentwicklung einer eigenen CPU-Architektur überhaupt noch leisten will bzw. kann? Im Vergleich zu Intel oder AMD ist Oracle/SUN ein kleines Licht, was CPUs betrifft. Da hilft es auch nicht Fujitsu in der Hinterhand zu haben.
SPARC-CPUs wird es nur noch solange geben, wie sie einen echten Mehrwert gegenüber x86-CPUs haben und dieser Mehrwert wird von Tag zu Tag immer kleiner.
ich frag' mich eher wieso irgendeine Community für Oracle noch Frondienst leisten sollte - sollen die doch im eigenen Saft schmoren
Ja, inzwischen laeuft Solaris auch prima auf x86-CPUs, aber auch erst seid Solaris 10 bzw. OpenSolaris. Davor war es einfach nur eine Krankheit. Aber am besten spielt es seine Moeglichkeiten immer noch auf der Sparc-Architektur aus.
Ansonsten schau dir einfach mal den bereits verlinkten Webcast an oder meinetwegen auch die Oracle-Benchmarks an:Oracle & Sun
Original Slogan von Oracle: Oracle runs faster on Sun
Warum sollten sie also die Sparc-CPUs beerdigen?
>Original Slogan von Oracle: Oracle runs faster on Sun
SUN heißt aber heute nicht mehr automatisch SPARC. Desktop-Rechner gibt es seit 2008 nur noch mit x86-CPUs und die Server-Linie ist zweigeteilt in x86 und SPARC. Und wenn es nach den Aussagen auf der Homepage geht, ist x86 eh die bessere Wahl ("140 world records", usw.)
> Warum sollten sie also die Sparc-CPUs beerdigen?
Weil es sich nicht mehr lohnt eine eigene CPU-Linie zu entwickeln?
Oracle meint auch, daß deren Datenbank mittels ASM mindestens gleich schnell läuft wie mit RAW Devices. Deshalb streicht man mit 11g die Unterstützung für RAW Devices.
Die Realität sieht, wie so oft, anders aus:
*) Performanceverlust, teilweise bis über 10%
*) Bringt kaum/keine Vorteile gegenüber eines ordentlichen Volume-Managers, eher das Gegenteil ist der Fall
ach ja, und hier ist noch die Heise-News dazu:
Oracle-zur-Zukunft-von-Solaris
Es geht eher darum, ob sie bock darauf hat. Wieso sollte Canonical Geld für tote Plattformen ausgeben?
Warum sollte, warum sollte...
Warum haben sie es bisher getan und tun es ab jetzt nicht mehr?
a) Sie dachten, sie könnten damit einen Reibach machen.
b) Sie haben es nicht geschafft.
Warum hast du früher in die Windel geschissen und tust es jetzt nicht mehr?
Mein Gott, es gibt doch doofe Fragen.
> Warum hast du früher in die Windel geschissen und tust es jetzt nicht mehr?
Ach, es kommt bestimmt die Zeit wo ein macher es wieder macht
Es geht hier nicht um können oder nicht können. Es geht um Recourcen und wahrscheinlich auch um Markenprofil. Das ist nämlich sowieso etwas unübersichtlich bei Ubuntu. Es gibt so viele Distris wozu soll eine alle Bereiche und Plattformen abdecken. Es ist wichtig das Kerngeschäft auszubauen. Im Serverbereich etc. wird Ubuntu sicher eine untergeordnete Rolle spielen. Ich denke, dass die sich eher auf den ganzen Usermarkt konzentrieren sollten.
IA64 war/ist sowieso eine tote Platform und warum soll ich mir auf einer Sparc-Maschine Linux antun, wenn ich Solaris habe? Sobald es über die Sparc-Workstations hinausgeht, wird es eh schon ein Glückspiel mit Linux. Macht kaum einer, von daher reicht Debian & die BSDs auf den Sparcs zum herumspielen.
Von daher nur logisch, wenn die Platform nicht mehr supported wird.
Ich gehöre zu denjenigen, die nicht-x86-Architekturen einfach großartig finden. Als ich vor Jahren einmal Gentoo auf einem alten PPC604e installiert (OpenOffice kompilieren => ca. 11h) habe, war ich hin und weg von der Idee, wie das Betriebssystem tatsächlich als Abstraktionsschicht fungierte und ich auf der PPC-Maschine exakt die gleiche Arbeitsumgebung haben konnte, wie auf meinem x86-Rechner. Seither gucke ich, ob es nicht irgendwie möglich ist halbwegs up-to date Hardware zu bekommen, die mit einem Nicht-x86er läuft.
Meine Ergebniss sind folgende:
* Uralt-Hardware (zB. Sparc-Laptops haben gerade mal 802.11b WLAN)
* unendlich teuer (og. Sparc-Laptops gehen in die tausender, moderne PPC-Rechner (zB von Fixstars) sind auch nicht bezahlbar)
* furchtbar lahm, so dass aktuelle Software nur bedingt drauf tut (zB. Ben Nanonote, Letux)
Jetzt fragen sich einige, warum man überhaupt verschiedene Architekturen braucht?
Ich zB. finde, dass ein Programm robuster ist, wenn es problemlos mit unterschiedlichen Wortlängen (32 vs 64), byte order (big- vs. little endian) umgehen kann. Einen Programmentwurf, der Architekturunabhängigkeit von vorne herein unterstützt, halte ich für besser als einen, bei dem die Portierung auf andere Architekturen mit umfangreichen Refactorings einhergeht.
Schaut euch zB. 'Flash' an. Adobe brauchte Jahre für die AMD64-Version. Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass der Code von dem Teil sehr schlecht sein muss.
Anderes Beispiel: Die 64 Bit-Welt unter Windows sieht ein wenig anders aus, als die unter Linux und *BSD. Aus Angst der ganze Haufen proprietäre Sch***** ist nicht kompatibel zu bekommen, wurde beschlossen, dass der long-Datentyp auch unter 64Bit-Windows nur 32 Bit groß ist. Das spielt schlecht entworfenen Programmen in die Hände und die Programmierer solcher Anwendungen können sich auschliesslich darauf konzentrieren, wie man mit 64Bit-breiten Zeigern hantiert. Und jetzt mal Hand aufs Herz: Jeder weiß dass, die proprietäre Softwarewelt darauf getrimmt ist möglichst schnell Software zu produzieren. Qualität des Entwurfs und des Codes sind nachrangig - denn das kann kein Mensch außerhalb des eigenen Unternehmens überprüfen.
So. Und weil das Aussterben von anderen CPU-Architekturen auch in der freien Welt zu mehr Einseitigkeit führt, finde ich das Schade.
Gleichzeitig kann ich Canonical sehr gut verstehen, dass man niemanden im Haus bezahlen will, der sich um so dermaßen selten genutzte Architekturen kümmert. Ich bin froh, dass ich noch PPC-Varianten bekommen kann. Aber ich frage mich wirklich, wieviele Menschen es auf der Welt wohl gibt, die GNU/Linux auf Apple-PPC Hardware laufen lassen. Ein paar Hundert?
Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert. Zuletzt am 20. Aug 2010 um 10:17.Eine PS3 mit OtherOS support (eine alte Fat die nicht upgedatet wurde.)
kann Linux darauf laufen lassen (ubuntu gentoo YLD...)
Der Preis ist einigermassen bezahlbar (etwas teurer als eine neue PS3 ohne OterhOS)wird aber wohl noch steigen da der Drang zum Update bei vielein Leuten doch noch gross sein könnte.
ram kann man leider nur 256 brauchen und die 256 der GPU als swap einbinden. Je nach anfrderungen reicht da aber.
Die GPU kann man leider unter Linux nicht brauchen
ARM wäre auch eine bezahlbare nicht x86 architektur wenn dir die Leistung eines Shaeve Plug reicht kommst du schon mit ca 99€(ohne versand aus der UK) aus.
stellt denn noch Versionen für diese Architekturen zur Verfügung? Fedora? SuSE? ....
Soweit ich weiß keine einzige. Debian ist die einzige "Mainstream"-Distribution die noch einen SPARC-Ableger entwickelt.
dachte ich mir auch ... dann wissen wir ja, in welche Kategorie wir die Absonderungen der "Canonical/Big Business Kritiker" hier einordnen dürfen
klar, das sind die stinker von netbsd
http://forums.theregister.co.uk/forum/1/2009/12/18/redhat_rhel6_itanium_dead/