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Mi, 26. April 2000, 07:53

Französische Politiker fordern Open Source

Drei Parlamentarier der Sozialistischen Partei in Frankreich haben eine Gesetzesvorlage geschaffen, die alle Behörden und öffentlichen Einrichtungen verpflichten würde, Open Source Software einzusetzen.

Ferner würde es das Gesetz erlauben, bestehende Software nachzuahmen, ohne auf Patente und Markennamen Rücksicht nehmen zu müssen.

Den Politikern zufolge basiert die Vorlage auf fünf Grundprinzipien der Verfassung: Freier Zugang zu öffentlicher Information, Verfügbarkeit öffentlicher Daten, nationale Sicherheit, Sicherheit der Verbraucher, und Interoperabilität Letzteres geht auf eine EU-Richtlinie von 1991 zurück, nach der Schnittstellen und Grundprinzipien von Software nicht durch Copyright geschützt sind.

Die Politiker glauben, daß das Gesetz, wenn es angenommen würde, sofort wirksam werden könnte. Die meisten Software-Firmen hätten schon Zustimmung signalisiert, ihren Quellcode der französischen Verwaltung zugänglich zu machen.

Harvey Jacobs, ein Anwalt in den USA, glaubt, daß ein vergleichbares Gesetz in den USA unmöglich wäre, da es gegen die Verfassung verstoße. Die Gesetzesvorlage sei voll von logischen Schwächen, unklaren und unbewiesenen Aussagen.

Auf der anderen Seite ist die Lage in den USA keineswegs besser. Dort besteht die Tendenz, daß große Firmen Patente mißbrauchen, um Konkurrenten aus dem Geschäft zu drängen.

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