Klingt auf jeden Fall sehr interessant, vor allem das zur Reduktion der Shell-Aufrufe.
Ich bin mal gespannt, ob bzw. wann ubuntu auch diese Richtung einschlägt und upstart wieder fallen lässt. Eine einheitliche Lösung über die großen Distros hinweg würde hier schon vieles erleichtern.
Interessant wäre es, wenn dieses arrogante P-A-loch (P-A=PulseAudio) nicht der Initiator wäre. Seit PA gibts nur Probleme. Leider ist PA in aktuellen Gnome-Desktops schwer verankert. Entweder hat man Hotkeys (für Lautstärke) usw.. oder man ist PA los...
Jeder, der noch ein KDE ohne PA verwendet (oder ein älteres Gnome ohne PA), sollte dies noch etwas beibehalten. Vielleicht ist PA ja in 1-2 Jahren soweit, daß man es als halbwegs integriert bezeichnen kann.
Von billigeLasereffekte am Mo, 23. August 2010 um 19:15 #
Zumal es damals wie bei KDE die Schuld der Distris war. Arme Idioten, die die Schuld immer beim Entwickler suchen. Da gibt es wirklich nichts zu Beschönigen.
Von PA geschädigter am Di, 24. August 2010 um 02:47 #
Es ist also nicht die Schuld des Entwicklers, wenn die Distries der Software erst aufwändig hinterherfrickeln müssen, damit sie funktioniert? Oder was machen die denn falsch?
"Es ist also nicht die Schuld des Entwicklers, wenn die Distries der Software erst aufwändig hinterherfrickeln müssen, damit sie funktioniert? Oder was machen die denn falsch?"
Sie setzen Software ein, die noch extrem nachgefrickelt werden muss, das mac hen sie falsch.
Von PA geschädigter am Di, 24. August 2010 um 02:46 #
Also wenn ich unter Ubuntu 10.04 auf meinem Desktop mit 5.1 Lautsprechern die Lautstärke über das PulseAudio Applet ändere, werden mir nicht nur alle Reglereinstellungen verstellt (Die hinteren Boxen sollen lauter sein, da weiter weg), der Sound fängt auch an zu knistern bzw. fiepen, es hört sich an, als würden plötzlich irgendwelche Frequenzen fehlen. Das selbe passiert bei der Aufnahme übers Microphon und PA, das ist auf Grund des Knisterns und der Frequenzfehler ein völlig unbrauchbares Rauschen - wählt man direkt ALSA als Input funktioniert alles prächtig. Leider scheint das nicht überall (z.B. Flash) möglich zu sein.
Es macht ihn unter Ubuntu zum Frickelexperten. Alleine der Leseaufwand ist schon immens, wenn Du dir den folgenden, momentan neunzehnseitigen Thread inklusive aller Links durchliest:: http://art.ubuntuforums.org/showthread.php?s=cc5d6c57f95daff52f85fbad0895a2bc&t=1313253 "Safely Remove Pulseaudio?"
Unter Xubuntu soll die einfache Deinstallation der Pulseaudiopakete reichen, unter OpenSuse 11.3 reicht ein Mausklick in Yast unter den Audioeinstellungen, um Pulseaudio zu deaktivieren (ohne Pulseaudiodeinstallation, was wohl am sinnvollsten ist).
Ich hatte vor ca. 2 Jahren auch PulseAudio-Probleme, die seit längerem aber der Vergangenheit angehören. So sehr ich auch geflucht habe, ich muss zugegeben, dass 4/5 Problemen tatsächlich alsa-Probleme waren: Letztlich hat PulseAudio Code-Pfade benutzt, die ansonsten fast niemand nutzte. Entsprechend viele Fehler gab es dann in den Treibern.
Aus Nutzersicht ist es natürlich egal, warum Sound nicht funktioniert. Wenn man dann aber schimpfen will, sollte man wenigstens sein den "Schuldigen" kennen. Und sich selbst an die eigene Nase packen, ob man denn die richtige Distribution benutzt (CentOS 5 hatte nie PulseAudio-Probleme).
Das ist natürlich richtig. Lennart Poettering hat sich mit PA einer wahren Bestie gestellt: Konsumer-Audio unter Linux ist die Hölle.
Aber ich kann jeden verstehen, der vor Wut zu kochen anfängt, wenn er/sie erfährt, dass der Chefentwickler von Pulse Audio schnell mal nebenbei anfängt, einen Ersatz für init zu schreiben.
Mir ist das auch absolut unverständlich: Pulse Audio ist nicht nur längst nicht ausgereift, es ist das größte Problem, das Linux auf dem Desktop heute hat. Ich habe seit 5 Jahren das erste mal einen Crash von Thunderbird erlebt: mit segfault bei Zugriff auf libpulse. Dass ein Audiosystem auf eine Software, die höchstens mal pieps machen will, einen derart zerstörerischen Einfluss haben kann, ist grotesk. Pulse Audio soll ein komplettes, umfassendes Audiosystem für den Desktop sein, vollständig Plattformübergreifend und geplant als Standard für buchstäblich jedes Audio-Gerät vom PC bis zum Smartphone.
Sollte ein derart komplexes Projekt nicht einen Chefentwickler haben, der nichts, aber auch gar nichts anderes macht? Vielleicht auch 3 oder 4?
Und wir reden hier nicht von einem "Open Source Hobbyisten"-Projekt. Poettering ist für gutes Geld angestellt bei Red Hat - er arbeitet für eine Industrie, die mehrere Milliarden E pro Jahr umsetzt.
Da stellt sich vielleicht auch die Frage, was sich sein Arbeitgeber eigentlich so denkt.
Du kannst es positiv sehen. Bald wird PA nur noch das zweitgrößte Problem sein. Ich bin nur froh das sich das relativ leicht wieder rausschmeissen und unter der Kategorie fehleschlagene Audio-Experimente verbuchen lässt.
> Sollte ein derart komplexes Projekt nicht einen Chefentwickler haben, der nichts, aber auch gar nichts anderes macht? Vielleicht > auch 3 oder 4? Sollte, täte, könnte. Ich denke die Situation ist komplexer als das was wir von aussen sehen. Lennart wird sicherlich einem fähigen Projektleiter unterstellt sein. Und der sagt: "Seltener Segfault unter Thunderbird ist weniger wichtig als Feature oder Problem X, von dem zahlender Kunde Z genervt wird."
> Sollte, täte, könnte. Ich denke die Situation ist komplexer als das was wir von aussen sehen.
Wenn sie noch komplexer ist, als so simple Kreaturen wie Du und ich von aussen sehen können, ist das ein Grund mehr, dass sich jemand vollzeit damit beschäftigt oder?
> Seltener Segfault unter Thunderbird ist weniger wichtig als Feature
Ein reproduzierbarer Segfault in der größten Plattformübergreifenden freien E-Mailsoftware ist vielleicht auch für den Kunden Z und vielleicht sogar auch für die Kunden X,Y,F,K,U und was das Alphabet sonst noch hergibt, ein Problem.
Außerdem hat das nichts mit dem Thema zu tun: Meinst Du denn, irgend ein Kunde von Red Hat findet es ganz toll und richtig, wenn Red Hat den Hauptentwickler des Audiosystems nebenher noch mit einer Alternative zu init beschäftigt? Zumal, wenn das Audiosystem halbfertig und mithin unzuverlässig ist?
Ganz im Ernst: Glaubst Du, dass Red Hat hier im Sinne ihrer Kunden handeln?
> Wenn sie noch komplexer ist, als so simple Kreaturen wie Du und ich von aussen sehen können, ist das ein Grund mehr, dass sich > jemand vollzeit damit beschäftigt oder? Ich meinte damit ausschliesslich den Fakt, dass Lennart an mehreren Sachen gleichzeitig arbeitet und warum.
> Ganz im Ernst: Glaubst Du, dass Red Hat hier im Sinne ihrer Kunden handeln? 100%ig. Ich arbeite in einer SW-Firma und kann mir den Unterschied zwischen dem was man von aussen wahrnimmt und den intern getroffenen Entscheidungen gut vorstellen.
Ich stand Pulseaudio auch mal eher kritisch gegenüber, da es auch bei mir viele Probleme verursacht hat. Allerdings muß man sich schon klar machen, daß daran vor allem Probleme innerhalb von Alsa sowie die völlig verfrühte Integration in viele Distributionen verantwortlich waren.
Poettering selbst habe ich hingegen als kompetenten und zuverlässigen Ansprechpartner kennengelernt, der Bugs, für die er auch wirklich verantwortlich war, gerne mal über Nacht gefixt hat. Der Haß, der ihm von Teilen der Communitiy entgegenschlägt, ist jedenfalls durch nichts gerechtfertigt. Wann und wo er arrogant aufgetreten ist, hätte ich jedenfalls gerne mal irgendwie belegt.
Mittlerweile möchte ich jedenfalls die Möglichkeit, jedweden Audiostream jederzeit live über's Netzwerk an meinen Fernseh-Rechner, an dem die Anlage hängt, umzuleiten oder auch wieder zurück auf die Notebook-Lausprecher zu holen, nicht mehr missen.
Also Pulse Audio funktioniert bei mir schon seit vielen Monaten problemlos.
Aber was immer wieder regelmäßig Probleme macht ist der Netzwerkmanager in Ubuntu. Ich wäre froh, wenn Leute wie der Entwickler von Pulse Audio sich mal diesem annehmen könnten, denn derjenige, der sich momentan um den Netzwerkmanager kümmert scheint echt nichts drauf zu haben.
Probleme mit dem Netzwerkmanager bestehen hier nämlich schon seit Jahren.
Erst kann er nicht mehr mit statischen IPs umgehen und dann vergißt er Profile für Netzwerkeinstellungen. Mistding ist das.
Jo, hatte ich auch schon. Unter Kubuntu kein Problem, aber wehe, du benutzt dann Xubuntu oder das Original. Ich bin dann dazu übergegangen, das Netzwerk aus der Textbasierten Instalaion einzurichten.
Wenn es in 1-2 Jahren hinhauen sollte kommt doch sowieso wieder etwas neues und es wird von vorne begonnen. Warum hat man nicht einfach dsp behalten und den einfach verbessert?
und das hat einfluss auf alle andere software die der mensch schreibt. das ist schon eine bestechende logik. ich hoffe du hast in deinem leben noch nie einen fehler gemacht, sonst wäre alles andere was du tust ja auch fehlerhaft...
Allerdings ist PA auch das erste framework in diesem umfang dass sich über alle Distributions- und Desktopumgebungsgrenzen durchgesetzt hat! Du hast die möglichkeit an so ziemlich alles anzukoppeln, was sich in den vergangenen jahren unter linux so angesammelt hat.(jack, alsa, gstreamer,arts..... hin und zurück wohlgemerkt)
zum ersten mal kann ich bei laufendem jack-server kurz auf youtube ein video anglotzen (MIT SOUND!) und danach wieder weiter mukke machen. so schlecht kanns also nicht sein. natürlich gibt´s noch das problem das pa so vielseitig ist und für jeden erdenklichen 10 euro soundchip verschiene profile zu verfügung stehen müssen und sich sofort jeder beschwert, dass seine 50 euro souround-anlage damit nich funktioniert. Scheiße. Das wird schon. Es wird besser und besser. Da gehen einem 3d grafiktreiber unter linux viel mehr auf die nüsse als audio.
> dass seine 50 euro souround-anlage damit nich funktioniert.
Nur zwei Dinge:
1.) wenn ein Gerät mit ALSA funktioniert, ist jeder nachgeordnete Daemon, der die Unterstützung kaputt macht, das, was man eine Regression nennt.
2.) Wenn ich eine echte Profi-Soundkarte mit Straßenpreis 200-1000E benutze, die in Linux seit 6-7 Jahren tadellos funktioniert und PA schmeißt bei jedem Start den Mixer durcheinander, gibt Pfeiftöne oder nichts aus oder stürzt ab und nimmt den Desktop mit, darf ich mich dann beschweren?
> 2.) Wenn ich eine echte Profi-Soundkarte mit Straßenpreis 200-1000E benutze, die in Linux seit 6-7 Jahren tadellos funktioniert > und PA schmeißt bei jedem Start den Mixer durcheinander, gibt Pfeiftöne oder nichts aus oder stürzt ab und nimmt den Desktop > mit, darf ich mich dann beschweren? Ja, kannst du. Ist deine Meinung. Aber du brauchst kein Verständnis erwarten. Lennart bekommt nichts von dir und niemand hat in irgendeiner Form Anspruch darauf, was die Ergebnisse seiner Arbeit sind (ausgenommen sein Arbeitgeber).
Die in Großbuchstaben geschriebenen Disclaimer in der GPL und allen anderen Lizenzen sind ernst gemeint.
> Die in Großbuchstaben geschriebenen Disclaimer in der GPL
Mir ist schon klar, dass ich rein rechtlich gegen den Hersteller von PA genauso viel ausrichten kann wie die Kollegen aus dem anderen Lager gegen den Hersteller von MSWindows.
Mir wird bloß nicht klar, worauf Du hinaus willst. Hältst Du es generell für überflüssig, Dinge, die man nicht gut findet zu kritisieren? Red Hat kann der Meinung sein, dass Poettering mit PA nicht ausgelastet ist und deshalb noch eine halbwegs überflüssige Alternative zu init schreiben sollte. Ich bin der Meinung, dass diese Meinung von Red hat ganz falsch ist. Und ich habe den Eindruck, dass ich mit meiner Sicht auf diese Dinge nicht ganz allein da stehe.
Lennart Poettering ist schuld, dass PA nicht mit bestimmter Hardware gut funktioniert und in der Ubuntudistribution sich keiner darum kümmert, ja? Was für ein Blödsinn.
Und die ganzen Vorteile, welche PA bringt sind auch egal, nur weil es bei dir nicht läuft? Toll!
PA ist konzeptionell genau das, was sich alle schon immer für Desktopaudio unter Linux wünschen.
Ich habe mehrere Artikel geschrieben und Vorträge gehalten, in denen ich das gelobt habe und in denen ich Entwicklern empfohlen habe, außer Jack alle anderen ähnlichen Lösungen für Audio zu vergessen.
jeweils nativ und ohne Kompromisse. Niemand braucht irgendeine der anderen, älteren High-Level-Audiosysteme und schon gar nicht braucht irgend jemand noch ein neues anderes Projekt in diese Richtung.
Und gerade weil Pulse Audio so ein gutes, umfassendes Konzept hat, sollte es sich schneller entwickeln und endlich aus seinen Kinderschuhen herauskommen. Wenn der einzige Programmierer, der diese notwendige und für alle wünschenswerte Entwicklung wirklich vorantreiben könnte, intensiv an einem anderen großen Projekt arbeitet, kann das für Pulse Audio nicht gut sein.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 26. Aug 2010 um 23:08.
Warum, ubuntu hat doch schon Upstart, auch Debain hat es bereits übernommen und es funktioniert, Ubuntu bootet auf meinem Notebook sogar 10s schneller als Arch mit parallelisiertem Diestestart. Welchen Vorteil sollte Ubuntu/Debian von systemd haben? Zumal sie nicht mal SELinux benutzen.
Debian nutzt kein Upstart, ich weiß auch nicht woher diese Falsch Informationen kommen und wie diese sich auf Seiten wie heise.de oder Pro-Linux verbreiten konnten. Debian Squezze basiert weiterhin auf dem Init System. Nur eben jetzt Parallelisiert.
Upstart wird alleine deswegen schon nicht genommen da Upstart Linux only ist. Debian aber zumindest mit KFreeBSD auch eine nicht Linux Version anbietet, und mit HURD eine weitere halbe.
> Welchen Vorteil sollte Ubuntu/Debian von systemd haben? Zumal sie nicht mal SELinux benutzen. Sei bitte so nett und lies wenigstens die Artikel zu systemd.
Hier läuft PulseAudio mit KDE unter Gentoo Linux ohne jegliche Probleme. Und das Beste: Ich streame den Sound an einen zweiten (Embedded-)Rechner, an den meine Stereo-Anlage via USB-Soundkarte angeschlossen ist.
Klingt auf jeden Fall sehr interessant, vor allem das zur Reduktion der Shell-Aufrufe.
Ich bin mal gespannt, ob bzw. wann ubuntu auch diese Richtung einschlägt und upstart wieder fallen lässt. Eine einheitliche Lösung über die großen Distros hinweg würde hier schon vieles erleichtern.
Interessant wäre es, wenn dieses arrogante P-A-loch (P-A=PulseAudio) nicht der Initiator wäre. Seit PA gibts nur Probleme. Leider ist PA in aktuellen Gnome-Desktops schwer verankert. Entweder hat man Hotkeys (für Lautstärke) usw.. oder man ist PA los...
Jeder, der noch ein KDE ohne PA verwendet (oder ein älteres Gnome ohne PA), sollte dies noch etwas beibehalten. Vielleicht ist PA ja in 1-2 Jahren soweit, daß man es als halbwegs integriert bezeichnen kann.
Ich habe schon gefühlt seit Jahren keine Probleme mit Pulse Audio mehr.
Zumal es damals wie bei KDE die Schuld der Distris war. Arme Idioten, die die Schuld immer beim Entwickler suchen.
Da gibt es wirklich nichts zu Beschönigen.
Es ist also nicht die Schuld des Entwicklers, wenn die Distries der Software erst aufwändig hinterherfrickeln müssen, damit sie funktioniert? Oder was machen die denn falsch?
"Es ist also nicht die Schuld des Entwicklers, wenn die Distries der Software erst aufwändig hinterherfrickeln müssen, damit sie funktioniert? Oder was machen die denn falsch?"
Sie setzen Software ein, die noch extrem nachgefrickelt werden muss, das mac hen sie falsch.
Ist der PA-Heini nicht selbst derjenige, der seinen Kram in Fedora betreut?
Also wenn ich unter Ubuntu 10.04 auf meinem Desktop mit 5.1 Lautsprechern die Lautstärke über das PulseAudio Applet ändere, werden mir nicht nur alle Reglereinstellungen verstellt (Die hinteren Boxen sollen lauter sein, da weiter weg), der Sound fängt auch an zu knistern bzw. fiepen, es hört sich an, als würden plötzlich irgendwelche Frequenzen fehlen.
Das selbe passiert bei der Aufnahme übers Microphon und PA, das ist auf Grund des Knisterns und der Frequenzfehler ein völlig unbrauchbares Rauschen - wählt man direkt ALSA als Input funktioniert alles prächtig. Leider scheint das nicht überall (z.B. Flash) möglich zu sein.
Probiers einfach mal mit "richtigem" Linux.
Kann diese buntu-Arschleckerei schon nicht mehr lesen !
Wann hört die Menschheit endlich auf, diese Shuttleworth-Seuche immer mit Linux gleichzusetzen !
Dein Leben muss traurig sein. Das feiere ich
so was schreibt wirklich nur ein Knilch
No-buntu oder nicht - armer Wicht
wer sein Feindbild so suchen muss ist sich wohl selbst die grösste Hürde
Recht hat er !
Habe dieses Knistern auch. Scheint aber nur das neuste Problem zu sein. Dafür geht der Mixer jetzt wieder.
Hm, pulseaudio ist das erste was wieder runterfliegt, wenn ich das irgendwo entdecke
Nur mal so gefragt: Macht Dich das zum Experten von pulseaudio oder zum Unwissenden?
Gruss,
Kay
Auf jeden Fall macht ihn das weniger Probleme und sorgt für ein unbeschwertes Musik höhren.
Es macht ihn unter Ubuntu zum Frickelexperten.
Alleine der Leseaufwand ist schon immens, wenn Du dir den folgenden, momentan neunzehnseitigen Thread inklusive aller Links durchliest::
http://art.ubuntuforums.org/showthread.php?s=cc5d6c57f95daff52f85fbad0895a2bc&t=1313253
"Safely Remove Pulseaudio?"
Unter Xubuntu soll die einfache Deinstallation der Pulseaudiopakete reichen, unter OpenSuse 11.3 reicht ein Mausklick in Yast unter den Audioeinstellungen, um Pulseaudio zu deaktivieren (ohne Pulseaudiodeinstallation, was wohl am sinnvollsten ist).
Oder man nimmt einfach eine Distrubtion ohne Pulseaudio zwang?
z.B. Gentoo oder Arch
Ich hatte vor ca. 2 Jahren auch PulseAudio-Probleme, die seit längerem aber der Vergangenheit angehören. So sehr ich auch geflucht habe, ich muss zugegeben, dass 4/5 Problemen tatsächlich alsa-Probleme waren: Letztlich hat PulseAudio Code-Pfade benutzt, die ansonsten fast niemand nutzte. Entsprechend viele Fehler gab es dann in den Treibern.
Aus Nutzersicht ist es natürlich egal, warum Sound nicht funktioniert. Wenn man dann aber schimpfen will, sollte man wenigstens sein den "Schuldigen" kennen. Und sich selbst an die eigene Nase packen, ob man denn die richtige Distribution benutzt (CentOS 5 hatte nie PulseAudio-Probleme).
Persönliche Beleidigungen helfen jedenfalls nicht.
> Persönliche Beleidigungen helfen jedenfalls nicht.
Das ist natürlich richtig. Lennart Poettering hat sich mit PA einer wahren Bestie gestellt: Konsumer-Audio unter Linux ist die Hölle.
Aber ich kann jeden verstehen, der vor Wut zu kochen anfängt, wenn er/sie erfährt, dass der Chefentwickler von Pulse Audio schnell mal nebenbei anfängt, einen Ersatz für init zu schreiben.
Mir ist das auch absolut unverständlich: Pulse Audio ist nicht nur längst nicht ausgereift, es ist das größte Problem, das Linux auf dem Desktop heute hat. Ich habe seit 5 Jahren das erste mal einen Crash von Thunderbird erlebt: mit segfault bei Zugriff auf libpulse. Dass ein Audiosystem auf eine Software, die höchstens mal pieps machen will, einen derart zerstörerischen Einfluss haben kann, ist grotesk. Pulse Audio soll ein komplettes, umfassendes Audiosystem für den Desktop sein, vollständig Plattformübergreifend und geplant als Standard für buchstäblich jedes Audio-Gerät vom PC bis zum Smartphone.
Sollte ein derart komplexes Projekt nicht einen Chefentwickler haben, der nichts, aber auch gar nichts anderes macht? Vielleicht auch 3 oder 4?
Und wir reden hier nicht von einem "Open Source Hobbyisten"-Projekt. Poettering ist für gutes Geld angestellt bei Red Hat - er arbeitet für eine Industrie, die mehrere Milliarden E pro Jahr umsetzt.
Da stellt sich vielleicht auch die Frage, was sich sein Arbeitgeber eigentlich so denkt.
Du kannst es positiv sehen. Bald wird PA nur noch das zweitgrößte Problem sein. Ich bin nur froh das sich das relativ leicht wieder rausschmeissen und unter der Kategorie fehleschlagene Audio-Experimente verbuchen lässt.
> Sollte ein derart komplexes Projekt nicht einen Chefentwickler haben, der nichts, aber auch gar nichts anderes macht? Vielleicht
> auch 3 oder 4?
Sollte, täte, könnte. Ich denke die Situation ist komplexer als das was wir von aussen sehen. Lennart wird sicherlich einem fähigen Projektleiter unterstellt sein. Und der sagt: "Seltener Segfault unter Thunderbird ist weniger wichtig als Feature oder Problem X, von dem zahlender Kunde Z genervt wird."
> Sollte, täte, könnte. Ich denke die Situation ist komplexer als das was wir von aussen sehen.
Wenn sie noch komplexer ist, als so simple Kreaturen wie Du und ich von aussen sehen können, ist das ein Grund mehr, dass sich jemand vollzeit damit beschäftigt oder?
> Seltener Segfault unter Thunderbird ist weniger wichtig als Feature
Ein reproduzierbarer Segfault in der größten Plattformübergreifenden freien E-Mailsoftware ist vielleicht auch für den Kunden Z und vielleicht sogar auch für die Kunden X,Y,F,K,U und was das Alphabet sonst noch hergibt, ein Problem.
Außerdem hat das nichts mit dem Thema zu tun: Meinst Du denn, irgend ein Kunde von Red Hat findet es ganz toll und richtig, wenn Red Hat den Hauptentwickler des Audiosystems nebenher noch mit einer Alternative zu init beschäftigt? Zumal, wenn das Audiosystem halbfertig und mithin unzuverlässig ist?
Ganz im Ernst: Glaubst Du, dass Red Hat hier im Sinne ihrer Kunden handeln?
> Wenn sie noch komplexer ist, als so simple Kreaturen wie Du und ich von aussen sehen können, ist das ein Grund mehr, dass sich
> jemand vollzeit damit beschäftigt oder?
Ich meinte damit ausschliesslich den Fakt, dass Lennart an mehreren Sachen gleichzeitig arbeitet und warum.
> Ganz im Ernst: Glaubst Du, dass Red Hat hier im Sinne ihrer Kunden handeln?
100%ig. Ich arbeite in einer SW-Firma und kann mir den Unterschied zwischen dem was man von aussen wahrnimmt und den intern getroffenen Entscheidungen gut vorstellen.
Ich stand Pulseaudio auch mal eher kritisch gegenüber, da es auch bei mir viele Probleme verursacht hat. Allerdings muß man sich schon klar machen, daß daran vor allem Probleme innerhalb von Alsa sowie die völlig verfrühte Integration in viele Distributionen verantwortlich waren.
Poettering selbst habe ich hingegen als kompetenten und zuverlässigen Ansprechpartner kennengelernt, der Bugs, für die er auch wirklich verantwortlich war, gerne mal über Nacht gefixt hat. Der Haß, der ihm von Teilen der Communitiy entgegenschlägt, ist jedenfalls durch nichts gerechtfertigt. Wann und wo er arrogant aufgetreten ist, hätte ich jedenfalls gerne mal irgendwie belegt.
Mittlerweile möchte ich jedenfalls die Möglichkeit, jedweden Audiostream jederzeit live über's Netzwerk an meinen Fernseh-Rechner, an dem die Anlage hängt, umzuleiten oder auch wieder zurück auf die Notebook-Lausprecher zu holen, nicht mehr missen.
Zustimmung
Also Pulse Audio funktioniert bei mir schon seit vielen Monaten problemlos.
Aber was immer wieder regelmäßig Probleme macht ist der Netzwerkmanager in Ubuntu.
Ich wäre froh, wenn Leute wie der Entwickler von Pulse Audio sich mal diesem annehmen könnten,
denn derjenige, der sich momentan um den Netzwerkmanager kümmert scheint echt nichts drauf zu haben.
Probleme mit dem Netzwerkmanager bestehen hier nämlich schon seit Jahren.
Erst kann er nicht mehr mit statischen IPs umgehen und dann vergißt er Profile für Netzwerkeinstellungen.
Mistding ist das.
Pulse Audio dagegen funktioniert wunderbar. Klasse Arbeit!
Jo, hatte ich auch schon. Unter Kubuntu kein Problem, aber wehe, du benutzt dann Xubuntu oder das Original. Ich bin dann dazu übergegangen, das Netzwerk aus der Textbasierten Instalaion einzurichten.
Wurde PA nicht aus Kubuntu rausgetrennt so wie es aus OpenSuse rausgetrennt wurde? Vielleicht erklärt das ja warum ihr beide keine Probleme mehr habt
m( Es ging um Netzwerkprobleme, nicht um PA. PA läuft wie es soll.
Wenn es in 1-2 Jahren hinhauen sollte kommt doch sowieso wieder etwas neues und es wird von vorne begonnen. Warum hat man nicht einfach dsp behalten und den einfach verbessert?
Dieser Kommentar galt Pulseaudio.
und das hat einfluss auf alle andere software die der mensch schreibt. das ist schon eine bestechende logik. ich hoffe du hast in deinem leben noch nie einen fehler gemacht, sonst wäre alles andere was du tust ja auch fehlerhaft...
Allerdings ist PA auch das erste framework in diesem umfang dass sich über alle Distributions- und Desktopumgebungsgrenzen durchgesetzt hat! Du hast die möglichkeit an so ziemlich alles anzukoppeln, was sich in den vergangenen jahren unter linux so angesammelt hat.(jack, alsa, gstreamer,arts..... hin und zurück wohlgemerkt)
tip: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/00/Pulseaudio-diagram.svg
zum ersten mal kann ich bei laufendem jack-server kurz auf youtube ein video anglotzen (MIT SOUND!) und danach wieder weiter mukke machen.
so schlecht kanns also nicht sein.
natürlich gibt´s noch das problem das pa so vielseitig ist und für jeden erdenklichen 10 euro soundchip verschiene profile zu verfügung stehen müssen und sich sofort jeder beschwert, dass seine 50 euro souround-anlage damit nich funktioniert. Scheiße.
Das wird schon. Es wird besser und besser.
Da gehen einem 3d grafiktreiber unter linux viel mehr auf die nüsse als audio.
Hast du das von Hand konfiguriert oder war das deine Distro?
Wie lädst du den Jack-Sink ? Automatisch soll das, zumindest nach
http://pulseaudio.org/ticket/777
http://pulseaudio.org/ticket/737
noch nicht funktionieren?
Welche Distribution verwendest du?
TIA, testerus
>Hast du das von Hand konfiguriert
Würde mich auch interessieren.
Ob automagisch oder von Hand hat das bei mir noch nie stabil funktioniert.
Die ganze Idee von PA ist in der Tat das beste, was man sich für Desktop-Audio wünschen kann -- wenn es denn sicher funktionieren würde.
Unter Fedora gehts per:
pactl load-module module-jack-sink
vorher u.U. pactl exit.
> dass seine 50 euro souround-anlage damit nich funktioniert.
Nur zwei Dinge:
1.) wenn ein Gerät mit ALSA funktioniert, ist jeder nachgeordnete Daemon, der die Unterstützung kaputt macht, das, was man eine Regression nennt.
2.) Wenn ich eine echte Profi-Soundkarte mit Straßenpreis 200-1000E benutze, die in Linux seit 6-7 Jahren tadellos funktioniert und PA schmeißt bei jedem Start den Mixer durcheinander, gibt Pfeiftöne oder nichts aus oder stürzt ab und nimmt den Desktop mit, darf ich mich dann beschweren?
> 2.) Wenn ich eine echte Profi-Soundkarte mit Straßenpreis 200-1000E benutze, die in Linux seit 6-7 Jahren tadellos funktioniert
> und PA schmeißt bei jedem Start den Mixer durcheinander, gibt Pfeiftöne oder nichts aus oder stürzt ab und nimmt den Desktop
> mit, darf ich mich dann beschweren?
Ja, kannst du. Ist deine Meinung. Aber du brauchst kein Verständnis erwarten. Lennart bekommt nichts von dir und niemand hat in irgendeiner Form Anspruch darauf, was die Ergebnisse seiner Arbeit sind (ausgenommen sein Arbeitgeber).
Die in Großbuchstaben geschriebenen Disclaimer in der GPL und allen anderen Lizenzen sind ernst gemeint.
> Die in Großbuchstaben geschriebenen Disclaimer in der GPL
Mir ist schon klar, dass ich rein rechtlich gegen den Hersteller von PA genauso viel ausrichten kann wie die Kollegen aus dem anderen Lager gegen den Hersteller von MSWindows.
Mir wird bloß nicht klar, worauf Du hinaus willst. Hältst Du es generell für überflüssig, Dinge, die man nicht gut findet zu kritisieren?
Red Hat kann der Meinung sein, dass Poettering mit PA nicht ausgelastet ist und deshalb noch eine halbwegs überflüssige Alternative zu init schreiben sollte.
Ich bin der Meinung, dass diese Meinung von Red hat ganz falsch ist. Und ich habe den Eindruck, dass ich mit meiner Sicht auf diese Dinge nicht ganz allein da stehe.
Lennart Poettering ist schuld, dass PA nicht mit bestimmter Hardware gut funktioniert und in der Ubuntudistribution sich keiner darum kümmert, ja? Was für ein Blödsinn.
Und die ganzen Vorteile, welche PA bringt sind auch egal, nur weil es bei dir nicht läuft?
Toll!
Ein Hoch auf alle Konservativen! Nichts ändern!
(irony="true")
PA ist konzeptionell genau das, was sich alle schon immer für Desktopaudio unter Linux wünschen.
Ich habe mehrere Artikel geschrieben und Vorträge gehalten, in denen ich das gelobt habe und in denen ich Entwicklern empfohlen habe, außer Jack alle anderen ähnlichen Lösungen für Audio zu vergessen.
Pro-Audio-Software: Jack.
Desktopaudio: Pulse Audio
jeweils nativ und ohne Kompromisse. Niemand braucht irgendeine der anderen, älteren High-Level-Audiosysteme und schon gar nicht braucht irgend jemand noch ein neues anderes Projekt in diese Richtung.
Und gerade weil Pulse Audio so ein gutes, umfassendes Konzept hat, sollte es sich schneller entwickeln und endlich aus seinen Kinderschuhen herauskommen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 26. Aug 2010 um 23:08.Wenn der einzige Programmierer, der diese notwendige und für alle wünschenswerte Entwicklung wirklich vorantreiben könnte, intensiv an einem anderen großen Projekt arbeitet, kann das für Pulse Audio nicht gut sein.
Warum, ubuntu hat doch schon Upstart, auch Debain hat es bereits übernommen und es funktioniert, Ubuntu bootet auf meinem Notebook sogar 10s schneller als Arch mit parallelisiertem Diestestart.
Welchen Vorteil sollte Ubuntu/Debian von systemd haben? Zumal sie nicht mal SELinux benutzen.
Debian nutzt kein Upstart, ich weiß auch nicht woher diese Falsch Informationen kommen und wie diese sich auf Seiten wie heise.de oder Pro-Linux verbreiten konnten. Debian Squezze basiert weiterhin auf dem Init System. Nur eben jetzt Parallelisiert.
Upstart wird alleine deswegen schon nicht genommen da Upstart Linux only ist. Debian aber zumindest mit KFreeBSD auch eine nicht Linux Version anbietet, und mit HURD eine weitere halbe.
> Welchen Vorteil sollte Ubuntu/Debian von systemd haben? Zumal sie nicht mal SELinux benutzen.
Sei bitte so nett und lies wenigstens die Artikel zu systemd.
Hier läuft PulseAudio mit KDE unter Gentoo Linux ohne jegliche Probleme. Und das Beste: Ich streame den Sound an einen zweiten (Embedded-)Rechner, an den meine Stereo-Anlage via USB-Soundkarte angeschlossen ist.
PulseAudio rockt!