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Thema: Statusbericht von systemd

1 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von LH_ am Di, 24. August 2010 um 09:18 #

"Was Du beschreibst hat überhaupt nichts mit UNIX zu tun, sondern damit, dass die Aufteilung eines großen Systems in überschaubare Teile die einzige bekannte Möglichkeit ist, solche Systeme zu entwickeln. Das wird unter Windows und Mac OS genauso praktiziert wie unter UNIX."

Ich habe auch nicht das Browserbeispiel gebracht, sondern er. Ich habe nur nahelegen wollen, das auch dort sehr wohl ein Prinzip der einzelnen Komponenten existiert. Wobei eigene Lesezeichenprogramme, getrennte Passwortrwallets und co. durchaus dem Unixprinzip entsprechen. Einzelne Anwendungen, die untereinander Kommunizieren, und eine Aufgabe erfüllen.

"ein Programm schreibt auf die Standardausgabe, liest von der Standardeingabe, und man kann Programme über Pipes und Shell-Umleitungen miteinander verknüpfen."

Das ist richtig, aber so streng auf GUI Anwendungen garnicht anwendbar, da diese anders arbeiten. Einzelne Anwendungen, die über GUI-passende arten Kommunizieren, können dem Prinzip dennoch entsprechend. Das hat aber nichts mehr mit systemd zu tun, aber war ja wie gesagt auch nicht mein Beispiel. Siehe mein Text.

"Ich kann nicht erkennen, dass dieses Programm zu viel täte. Im Gegenteil, es kümmert sich um genau eine Sache: das Starten und Beenden von Diensten."

Lies dir nochmal genau durch was es noch so alles tut. Leider ist das was du sagst nicht wirklich der Umfang von systemd, es bringt praktisch alles an Funktionen mit, die man in einem eventbassierten System überhaupt integrieren kann, anstatt nur deren Mittler zu sein.

Ein Beispiel für einen Minimaldienst wäre cron, das ding hier aber ist praktisch ein 2. Kernel in sich.

Die Inflation von Features ist aber kaum überraschend, das war bei Pulseaudio auch so. Einige nützliche Grundfunktionen, die wirklich sinnvoll waren, wurden um hunderte mittel bis unwichtige Funktionen erweitert, bis am Ende für längere Zeit eine instabile Masse vor dem User wartete.
Ich habe wenig Hoffnung was dieses Projekt angeht, sage ich ganz ehrlich. Featuritis war noch nie der Weg zum Erfolg, schon garnicht im Unixbereich.

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