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Fr, 3. September 2010, 20:13

Hardware

PocketBook stellt vier neue, auf Linux basierende E-Reader vor

Das ukrainische Unternehmen PocketBook hat auf der IFA vier neue, auf Linux basierende E-Book-Reader und einen Tablet-PC vorgestellt, der mit dem Betriebssystem Android läuft.

PocketBook IQ

PocketBook

PocketBook IQ

Im Rahmen eines Pressefrühstücks hat PocketBook auf der heute eröffneten IFA vier neue E-Book-Reader und einen Tablet-PC vorgestellt. Die E-Book-Reader pro 602, pro 603, pro 902 und pro 903 verfügen über ein E-Ink-Display der neuesten Generation. Auf allen vorgestellten neuen Modellen läuft eine auf Linux basierende Firmware, die von Pocketbook in Eigenregie entwickelt wurde. In seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum beschäftigt PocketBook ein 50 Köpfe zählendes Team, dem neben Programmierern auch Designer angehören. Das Unternehmen hat seine Firmware zum Download freigegeben, so dass Kunden eigene Features hinzufügen können. Darüber hinaus beachtet PocketBook die Rückmeldungen seiner Kunden und veranstaltet regelmäßig Programmierwettbewerbe für Erweiterungen.

PocketBook pro 902

PocketBook

PocketBook pro 902

Verglichen mit der Firmwäre früherer Modelle (PB 301, PB 360° und PB 302) kann die neue Firmware mit Widgets umgehen, so dass Leser ihr Hauptmenu selbst gestalten können. Die Widgets sind austauschbar und können in ihrer Größe verändert werden. Die E-Book-Reader bietet eine Notizfunktion, in der in Büchern gefundene Textstellen als Text- oder Bild gespeichert und um eigene Informationen ergänzt werden können. Die Texteingabe erfolgt über eine virtuelle Tastatur oder über eine Bluetooth-Tastatur. Alle Modelle bieten eine Vorlesefunktion in 28 verschiedenen Sprachen, Stimmlage und (Vor-)Lesegeschwindigkeit können von Nutzern verändert werden.

Wörterbücher gestatten es Lesern ausländischer Texte, aus dem Text heraus die Übersetzung nachzuschlagen. All diejenigen, denen die mitgelieferten und frei erhältlichen Wörterbücher mit mehreren zehntausend Wörtern nicht ausreichen, können größere Wörterbücher mit bis zu 500.000 Wörtern käuflich erwerben. Alle neuen Pocketbooks bieten mehrere Spiele und die Möglichkeit, MP3-Dateien abzuspielen. Bücher können Kunden aus dem von PocketBook betriebenen E-Book-Store bookland.net beziehen, der in Kürze mit über 200.000 Titeln bestückt sein soll, darunter viele in deutscher Sprache. Die Geräte unterstützen elf E-Book-Formate, so dass Leser auch aus anderen Quellen ihre Literatur organisieren können. Pocketbook bietet eine PDF-Reflow-Funktion, die auch Bilder anzeigen kann.

PocketBook pro 603

PocketBook

PocketBook pro 603

Der interne Speicher aller Geräte kann mit MicroSD-Karten mit einer maximalen Kapazität von 32 GB erweitert werden. Zu den unterstützten E-Book-Formaten zählen fb2(.zip), txt, pdf, djvu, rtf, html, prc (mobi), chm, epub, doc und tcr, mit Hilfe zusätzlicher Software können auch DRM-geschützte Titel konsumiert werden. Bilder lassen sich in den Formaten jpg, bmp, png und tif anzeigen. Das Tablet bezeichnet PocketBook als E-Book-Reader mit Zusatzfunktionen, da es auch zum Surfen und Wiedergeben von Mutlimedia-Inhalten genutzt werden kann.

Pocketbooks pro 902 wurde kürzlich als »PocketBook Education« vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine und das Ministerium für Gesundheit der Ukraine als elektronisches Lehrbuch zertifiziert. Momentan laufen mehrere Pilotprojekte, die erforschen wollen, ob sich E-Book-Reader für den schulischen Einsatz eignen. Es wird zunächst für drei Monate getestet, ob elektronische Varianten klassischer Lehrbücher oder Lehrbücher mit erweiterten Angeboten wie Verlinkungen zu Quellen im schulischen Alltag besser ankommen. Die Anschaffung der Geräte kostet soviel wie die Schulbücher für zwei bis drei Schuljahre, laut Pocketbook sollen die Geräte die Schüler auch noch über die Schule hinaus begleiten. In Russland und Italien laufen ähnliche Pilotprojekte, in Italien sind ab 2013 elektronische Lehrbücher gesetzlich vorgeschrieben.

Pocketbook hat auf der IFA noch keine Preise für die Lesegeräte genannt, diese sollen auf der Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober bekannt gegeben werden. Ab Ende Oktober werden die Lesegeräte im Handel erhältlich sein.

Die technischen Details im Vergleich:

  PB pro 602 PB pro 603 PB pro 902 PB pro 903 PB IQ (Tablet)
Display: 6" E-Ink Vizplex, 600 x 800 px, 16 Graustufen 6" E-Ink Vizplex mit Wacom Touchscreen, 600 x 800 px, 16 Graustufen 9,7" E-Ink Vizplex, 825 x 1.200 px, 16 Graustufen 9,7" E-Ink Vizplex mit Wacom Touchscreen, 825 x 1.200 px, 16 Graustufen 7 " LCD Touchscreen, 600 x 800 px, Farbe
CPU: Samsung 533 MHz Samsung 533 MHz Samsung 533 MHz Samsung 533 MHz Samsung 533 MHz
RAM: 256 MB 256 MB 256 MB 256 MB 256 MB
Interner Speicher: 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB
Wlan: 802.11 b/g 802.11 b/g 802.11 b/g 802.11 b/g 802.11 b/g/n
Bluetooth: ja ja ja ja nein
3G: nein ja nein ja nein
Akku: 3,7 V; 1530 mAh; 14.000 Seiten 3,7 V; 1530 mAh; 14.000 Seiten 3,7 V; 1530 mAh; 7.000 Seiten 3,7 V; 1530 mAh; 7.000 Seiten 7,4 V; 1600 mAh
Anschlüsse: MicroSD, MicroUSB, 3,5 mm Audio-Out MicroSD, MicroUSB, 3,5 mm Audio-Out MicroSD, MicroUSB, 3,5 mm Audio-Out MicroSD, MicroUSB, 3,5 mm Audio-Out MicroSD, MicroUSB, USB, 3,5 mm Audio-Out, DC in
integrierte Lautsprecher: 2 x 0,5 W 2 x 0,5 W 2 x 0,5 W 2 x 0,5 W 2 x 0,5 W
G-Sensor: ja ja ja ja ja
Vorlesefunktion: ja ja ja ja ja
Betriebssystem: Linux 2.6.28 Linux 2.6.28 Linux 2.6.28 Linux 2.6.28 Android 2.0

Das Unternehmen PocketBook wurde 2007 von der Ukrainian Printig Group und dem Most Publishing House gegründet, seit diesem Jahr firmiert es unter dem Namen PocketBook International. PocketBook International ist in Hong Kong registriert und kümmert sich von dort um den globalen Vertrieb der Lesegeräte, Forschung und Entwicklung erfolgen weiterhin in der Ukraine. Bis zu diesem Jahr ließ PocketBook seine Geräte PB 301 und PB 360 von Netronix fertigen, zu Jahresbeginn haben sich beide Unternehmen zu einem Joint Venture zusammengeschlossen. Die aktuellen Modelle werden von Foxconn hergestellt. Im nächsten Jahr möchte sich das Unternehmen einen globalen Marktanteil von 30 Prozent sichern (aktuell 5 Prozent), in Deutschland soll dann jeder vierte verkaufte E-Book-Reader ein PocketBook sein (aktuell unter einem Prozent).

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