Tolle Wurst. Hat man die LDAP Integration endlich verbessert? Oder kann man dem immer noch nicht direkt die User aus LDAP mitgeben sondern nur über einen Umweg? Will die Groupware immer noch für jeden Context eine Datenbank anlegen? Wobei man dann der Groupware Adminrechte für MySQL geben muss. Oh mein Liebling MySQL. Eine andere Datenbank wird immer noch nicht unterstützt? Nun die Groupware SOGo nimmt für alle Domains nur eine Datenbank und zieht sich die User direkt aus LDAP. Und als Datenbank läuft SOGo hier mit PostgreSQL. Ausserdem ist SOGo komplett freie Software. Ich kann sie auch kommerziell einsetzen ohne einen Vertrag unterschreiben zu müssen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Sep 2010 um 17:23.
Man kann konfigurieren, wie viele Kontexte pro Datenbankschema angelegt werden, der Default ist glaube ich 1000 - das sollte ausreichen. Die Groupware bzw. deren Datenbankbenutzer benötigt dann keine "root"-Rechte, der Prozess läuft ebenfalls als normaler Benutzer.
Authentifizierung und Datenübernahme bzw. Integration von LDAP Adressbüchern ist schon seit einigen Versionen verfügbar. Falls du mit MySQL unzufrieden bist, kannst du gerne Patches zur Unterstützung anderer Datenbanken schicken. Oder zähneknirschend MySQL nutzen, immerhin läuft das bei Installationen mit einigen zehntausend aktiven Benutzern zufriedenstellend. Entsprechende Kenntnisse und Konfiguration vorausgesetzt, aber das kann man von DB-Administratoren solch großer Systeme durchaus erwarten.
SOGo mag schick sein, aber das ist kein Grund die "Konkurrenz" durch unfundierte Aussagen durch den Kakao zu ziehen. Vielmehr sollten die Projekte von einander lernen statt gegeneinander zu arbeiten.
Der Support von PostgreSQL wurde vor Jahren entfernt. Nun ich erwarte das Oracle MySQL auflaufen lassen wird. Damit würde diese Aussage an Brisanz gewinnen.
Das möchte ich, mit Rücksicht auf die vielen MySQL Nutzer, nicht hoffen. Oracle geht es vor allem ums Geldverdienen (ausser durch Patentklagen und Lizenzstreitigkeiten...). Wenn sie also mit SUN Zugriff auf einen Haufen MySQL Nutzer gekauft haben, werden sie das IMHO auch ausschlachten. Nicht jede Software kann/will/muss/darf man auf eine Oracle DB umstellen. Selbst wenn Oracle den Hahn abdrehen würde, würde sich vermutlich jemand finden der die Software weiter pflegt, der Nutzerkreis ist schon recht gewaltig. Was ähnliches ist bei PostgreSQL oder Solaris ja auch passiert. Die My vs. PostgreSQL Debatte finde ich eigentlich genau so überflüssig wie vi vs. emacs - soll jeder das nehmen, mit dem er zurecht kommt bzw. seinen Ansprüchen gerecht wird. Wenn PostgreSQL so viel besser als MySQL ist und langfristig mehr Argumente dafür sprechen, wird sich das auch bei der Popularität niederschlagen.
Kommerziell einsetzen bedeutet bei dir was genau? Du kannst die Software problemlos in deiner Firma einsetzen und auf den sehr guten Support der OX Community bauen. Falls du SLA oder sonstige Dienstleistungen haben möchtest, wird dafür ein Betrag fällig. Aber ich kenne auch keinen der kostenlos eine Reaktionszeit garantiert usw.
Wenn du die Software, genauer das Benutzerinterface, als gehostete Lösung anbieten und dafür Geld sehen möchtest, wird in der Tat eine kommerzielle Lizenz fällig. Das finde ich persönlich eigentlich nicht schlimm, OSS Exploiter gibts schon genug
Ich bin bereit für Support zu bezahlen. Ich bin aber nicht bereit mir vorschreiben zu lassen in welcher Umgebung ich Software nutzen darf und in welcher nicht. Dann kann ich OpenSource auch gleich bleiben lassen. Oder wärst du bereit für die kommerzielle Nutzung von Postfix oder Exim viel Geld zu bezahlen?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Sep 2010 um 18:14.
Ich nutze Postfix nicht kommerziell sondern nur für das Mailsystem unserer Firma. Wenn ich allerdings einen superduper Mailservice auf Basis von Postfix betreibe, Konten verkaufe und damit ordentlich Geld verdiene, würde ich es nur gerecht finden wenn monetär ein kleiner Anteil zur Entwicklung beigetragen wird. Soweit ich das aus den CVS logs sehe, entwickelt die Firma Open-Xchange die Software hauptsächlich selbst, es fallen also durchaus Kosten für Entwickler, Büros, Geräte usw. an. Kann schon irgendwie nachvollziehen wieso man dieses Lizenzmodell einsetzt und sich die Arbeit von Nutzern bezahlen lässt, die selbst daran verdienen.
ffero GPL geht glaube ich in eine ähnliche Richtung. Konkurrenten wie Zimbra haben btw. noch sehr viel striktere Lizenzen und verbieten dem "normalen" Nutzer tatsächlich sehr viel. SOGo mag dort freier sein, geschenkt. Aber für die allermeisten Nutzer ist das Lizenzmodell bei Open-Xchange praktisch kein Nachteil. Bist du überhaupt von dieser Klausel in der CreativeCommons betroffen? Oder ist das rein theoretisch um etwas schlechtes an Open-Xchange zu finden? In wie fern wird dir denn vorgeschrieben, in welcher Umgebung du die Software laufen lässt?
Die Vorteile von OSS beziehen sich im übrigen auf viel mehr Punkte als nur die kostenlose Nutzung für kommerzielle Zwecke.
Wenn ich 1500 kostenplichtige Konten habe die gerade die Kosten für den Mailer decken und will das Angebot mit OpenExchange aufwerten darf ich das ohne Lizenz nicht. Mit SOGo geht das ohne Probleme. Und wenn ich Support brauche bekommt Inverse halt Geld, brauche ich ihn nicht spende ich was ich mir Leisten kann und für Angemessen halte.
Für das "aufwerten" durch OX verdienst man ebenfalls Geld, zumindest machen das alle Hostingprovider die es anbieten und die ich kenne so. Es ist ein Zusatzdienst, kein "Giveaway" zum bestehenden E-Mail Dienst. Die Provider wollen ja tendenziell mehr verdienen als vorher. Die Software ist modular, also man kann z.B. nur Webmail anbieten (kostenlos oder geringe Gebühr) und teilt Umsatz durch höherwertige Konfigurationen, Packete oder Features mit dem Hersteller. Wenn man verfolgt welche Provider es wie einsetzen, wird das recht schnell offensichtlich.
Zumal ich nicht denke, dass ein Hoster im EK mehr als 2 Euro im Monat pro Account für das Rundum-Paket bezahlt, sieht man an den Preisen die im VK bei 5-9 Euro liegen. Und wenn man durch die Lizenzkosten nicht die Einnahmen ausgleichen könnte hat man verdammt schlecht gewirtschaftet. Gleiches gilt, wenn man mit seinem Kerngeschäft gerade mal die Kosten gedeckt bekommt. Offenbar schaffen das eine Menge Provider, sonst würden sie es nicht anbieten.
Mit SOGo ist lediglich deine Marge größer, um es fair zu vergleichen müsste man die Supportkosten direkt vergleichen die bei einer solchen Größenordnung (zumindest im geschäftlichen Umfeld) unausweichlich sind.
da liegst du leider falsch. Postfix ist an der Stelle ein schlechtes Beispiel das es unter GPL steht. Die "NonCommercial" Definition in der CC bezieht sich auf den Verkauf, Verleih des Dienstes etc. Wenn ich eine Software in der Firma einsetze, entstehen dadurch eher Kosten, keine direkten Einnahmen. Würde ich nun anderen Firmen die E-Mail Dienste gegen Geld anbieten, wäre das kommerzielle Nutzung.
Möglich, dass manche Projekte das unterschiedlich auslegen. Um OT zu bleiben, bei OX ist es *keine* kommerzielle Nutzung. Andere Auslegungen und Quellen die diese NC Klausel genauer beleuchten schaue ich mir aber gern an.
Tolle Wurst. Hat man die LDAP Integration endlich verbessert? Oder kann man dem immer noch nicht direkt die User aus LDAP mitgeben sondern nur über einen Umweg? Will die Groupware immer noch für jeden Context eine Datenbank anlegen? Wobei man dann der Groupware Adminrechte für MySQL geben muss. Oh mein Liebling MySQL. Eine andere Datenbank wird immer noch nicht unterstützt?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Sep 2010 um 17:23.Nun die Groupware SOGo nimmt für alle Domains nur eine Datenbank und zieht sich die User direkt aus LDAP. Und als Datenbank läuft SOGo hier mit PostgreSQL. Ausserdem ist SOGo komplett freie Software. Ich kann sie auch kommerziell einsetzen ohne einen Vertrag unterschreiben zu müssen.
Man kann konfigurieren, wie viele Kontexte pro Datenbankschema angelegt werden, der Default ist glaube ich 1000 - das sollte ausreichen. Die Groupware bzw. deren Datenbankbenutzer benötigt dann keine "root"-Rechte, der Prozess läuft ebenfalls als normaler Benutzer.
Authentifizierung und Datenübernahme bzw. Integration von LDAP Adressbüchern ist schon seit einigen Versionen verfügbar. Falls du mit MySQL unzufrieden bist, kannst du gerne Patches zur Unterstützung anderer Datenbanken schicken. Oder zähneknirschend MySQL nutzen, immerhin läuft das bei Installationen mit einigen zehntausend aktiven Benutzern zufriedenstellend. Entsprechende Kenntnisse und Konfiguration vorausgesetzt, aber das kann man von DB-Administratoren solch großer Systeme durchaus erwarten.
SOGo mag schick sein, aber das ist kein Grund die "Konkurrenz" durch unfundierte Aussagen durch den Kakao zu ziehen. Vielmehr sollten die Projekte von einander lernen statt gegeneinander zu arbeiten.
Gruß
Der Support von PostgreSQL wurde vor Jahren entfernt. Nun ich erwarte das Oracle MySQL auflaufen lassen wird. Damit würde diese Aussage an Brisanz gewinnen.
Das möchte ich, mit Rücksicht auf die vielen MySQL Nutzer, nicht hoffen. Oracle geht es vor allem ums Geldverdienen (ausser durch Patentklagen und Lizenzstreitigkeiten...). Wenn sie also mit SUN Zugriff auf einen Haufen MySQL Nutzer gekauft haben, werden sie das IMHO auch ausschlachten. Nicht jede Software kann/will/muss/darf man auf eine Oracle DB umstellen. Selbst wenn Oracle den Hahn abdrehen würde, würde sich vermutlich jemand finden der die Software weiter pflegt, der Nutzerkreis ist schon recht gewaltig. Was ähnliches ist bei PostgreSQL oder Solaris ja auch passiert. Die My vs. PostgreSQL Debatte finde ich eigentlich genau so überflüssig wie vi vs. emacs - soll jeder das nehmen, mit dem er zurecht kommt bzw. seinen Ansprüchen gerecht wird. Wenn PostgreSQL so viel besser als MySQL ist und langfristig mehr Argumente dafür sprechen, wird sich das auch bei der Popularität niederschlagen.
Kommerziell einsetzen bedeutet bei dir was genau? Du kannst die Software problemlos in deiner Firma einsetzen und auf den sehr guten Support der OX Community bauen. Falls du SLA oder sonstige Dienstleistungen haben möchtest, wird dafür ein Betrag fällig. Aber ich kenne auch keinen der kostenlos eine Reaktionszeit garantiert usw.
Wenn du die Software, genauer das Benutzerinterface, als gehostete Lösung anbieten und dafür Geld sehen möchtest, wird in der Tat eine kommerzielle Lizenz fällig. Das finde ich persönlich eigentlich nicht schlimm, OSS Exploiter gibts schon genug
Ich bin bereit für Support zu bezahlen. Ich bin aber nicht bereit mir vorschreiben zu lassen in welcher Umgebung ich Software nutzen darf und in welcher nicht. Dann kann ich OpenSource auch gleich bleiben lassen. Oder wärst du bereit für die kommerzielle Nutzung von Postfix oder Exim viel Geld zu bezahlen?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Sep 2010 um 18:14.Ich nutze Postfix nicht kommerziell sondern nur für das Mailsystem unserer Firma. Wenn ich allerdings einen superduper Mailservice auf Basis von Postfix betreibe, Konten verkaufe und damit ordentlich Geld verdiene, würde ich es nur gerecht finden wenn monetär ein kleiner Anteil zur Entwicklung beigetragen wird. Soweit ich das aus den CVS logs sehe, entwickelt die Firma Open-Xchange die Software hauptsächlich selbst, es fallen also durchaus Kosten für Entwickler, Büros, Geräte usw. an. Kann schon irgendwie nachvollziehen wieso man dieses Lizenzmodell einsetzt und sich die Arbeit von Nutzern bezahlen lässt, die selbst daran verdienen.
ffero GPL geht glaube ich in eine ähnliche Richtung. Konkurrenten wie Zimbra haben btw. noch sehr viel striktere Lizenzen und verbieten dem "normalen" Nutzer tatsächlich sehr viel. SOGo mag dort freier sein, geschenkt. Aber für die allermeisten Nutzer ist das Lizenzmodell bei Open-Xchange praktisch kein Nachteil. Bist du überhaupt von dieser Klausel in der CreativeCommons betroffen? Oder ist das rein theoretisch um etwas schlechtes an Open-Xchange zu finden? In wie fern wird dir denn vorgeschrieben, in welcher Umgebung du die Software laufen lässt?
Die Vorteile von OSS beziehen sich im übrigen auf viel mehr Punkte als nur die kostenlose Nutzung für kommerzielle Zwecke.
Wenn ich 1500 kostenplichtige Konten habe die gerade die Kosten für den Mailer decken und will das Angebot mit OpenExchange aufwerten darf ich das ohne Lizenz nicht. Mit SOGo geht das ohne Probleme. Und wenn ich Support brauche bekommt Inverse halt Geld, brauche ich ihn nicht spende ich was ich mir Leisten kann und für Angemessen halte.
Für das "aufwerten" durch OX verdienst man ebenfalls Geld, zumindest machen das alle Hostingprovider die es anbieten und die ich kenne so. Es ist ein Zusatzdienst, kein "Giveaway" zum bestehenden E-Mail Dienst. Die Provider wollen ja tendenziell mehr verdienen als vorher. Die Software ist modular, also man kann z.B. nur Webmail anbieten (kostenlos oder geringe Gebühr) und teilt Umsatz durch höherwertige Konfigurationen, Packete oder Features mit dem Hersteller. Wenn man verfolgt welche Provider es wie einsetzen, wird das recht schnell offensichtlich.
Zumal ich nicht denke, dass ein Hoster im EK mehr als 2 Euro im Monat pro Account für das Rundum-Paket bezahlt, sieht man an den Preisen die im VK bei 5-9 Euro liegen. Und wenn man durch die Lizenzkosten nicht die Einnahmen ausgleichen könnte hat man verdammt schlecht gewirtschaftet. Gleiches gilt, wenn man mit seinem Kerngeschäft gerade mal die Kosten gedeckt bekommt. Offenbar schaffen das eine Menge Provider, sonst würden sie es nicht anbieten.
Mit SOGo ist lediglich deine Marge größer, um es fair zu vergleichen müsste man die Supportkosten direkt vergleichen die bei einer solchen Größenordnung (zumindest im geschäftlichen Umfeld) unausweichlich sind.
Ich nutze Postfix nicht kommerziell sondern nur für das Mailsystem unserer Firma.
Das ist kommerzielle Nutzung.
Hallo,
da liegst du leider falsch. Postfix ist an der Stelle ein schlechtes Beispiel das es unter GPL steht. Die "NonCommercial" Definition in der CC bezieht sich auf den Verkauf, Verleih des Dienstes etc. Wenn ich eine Software in der Firma einsetze, entstehen dadurch eher Kosten, keine direkten Einnahmen. Würde ich nun anderen Firmen die E-Mail Dienste gegen Geld anbieten, wäre das kommerzielle Nutzung.
Möglich, dass manche Projekte das unterschiedlich auslegen. Um OT zu bleiben, bei OX ist es *keine* kommerzielle Nutzung. Andere Auslegungen und Quellen die diese NC Klausel genauer beleuchten schaue ich mir aber gern an.