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Mo, 13. September 2010, 13:45

Gemeinschaft

FSFE fordert Chancengleichheit für freie PDF-Betrachter

Die Free Software Foundation Europe ruft dazu auf, auf Behörden-Webseiten Hinweise auf proprietäre Software zur Darstellung von PDF-Dokumenten, die sie als Werbung für diese Software versteht, ausfindig zu machen und sie der FSFE mitzuteilen. Zusätzlich hat die FSFE eine Petition vorbereitet, die die Beendigung solcher Praktiken verlangt.

»Jedes Mal, wenn eine staatliche Webseite auf unfreie Software verlinkt und Besucher dazu anhält, diese zu benutzen, werden die Bürger unnötigerweise dazu ermuntert, ihre Freiheit wegzuwerfen«, so der Präsident der FSFE Karsten Gerloff. Er spielt damit darauf an, dass auf vielen Webseiten, die PDF-Dokumente zum Herunterladen anbieten, zugleich auch direkt oder indirekt zum Herunterladen des Adobe Readers aufgefordert wird. Dass es zahlreiche freie Alternativen gibt, bleibt meist unerwähnt.

Freie Alternativen für alle wichtigen Betriebssysteme werden auf der Webseite pdfreaders.org aufgezeigt. Diese Seite wurde 2009 von Fellows der FSFE ins Leben gerufen. Der Fellowship-Koordinator der FSFE Matthias Kirschner sagt dazu: »Was würden Sie davon halten, wenn es auf der Autobahn ein Schild gäbe, auf dem stünde: "Sie müssen einen Volkswagen besitzen, um auf dieser Straße zu fahren. Kontaktieren Sie Ihren Volkswagen-Händler für eine kostenlose Probefahrt." Bei PDF-Readern scheinen die Regierungen der Meinung zu sein, dass dies zulässig ist.«

Nach Meinung der FSFE verschaffen solche Hinweise den empfohlenen proprietären Produkten einen unfairen Vorteil, und sie werden oft von Aussagen begleitet, die diese Software als einzig vorhandene Option darstellen. Das entspreche aber nicht den Tatsachen.

Die Suche beginnt am 13. September und geht bis zum 17. Oktober 2010. Ende Oktober werden Preise an die Teilnehmer und Gruppen verliehen, die die höchste Anzahl von Empfehlungen für proprietäre Software auf Regierungs-Webseiten gefunden haben. Die gleichzeitig laufende Petition richtet sich gegen »die Werbung für unfreie Software auf den Webseiten der Regierungen«. Stattdessen sollten die Webseiten beispielsweise einen Link auf pdfreaders.org setzen. Wer die Petition unterzeichnen will, sollte eine E-Mail an pdfreaders@lists.fsfe.org senden.

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