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Mi, 15. September 2010, 09:00

Software::Distributionen::Fedora

Fedora verschiebt die Einführung von systemd

Die Ende Juli angekündigte Umstellung von upstart auf den relativ jungen init-Ersatz systemd verzögert sich nun doch: In einem vor wenigen Stunden zu Ende gegangenen Online-Meeting sprach sich das Fedora Engineering Steering Committee (FESCO) für einen weiteren Aufschub aus.

systemadm zur Verwaltung von systemd

Lennart Poettering

systemadm zur Verwaltung von systemd

Demzufolge wird Fedora 14 wie bisher das von Ubuntu entwickelte upstart nutzen, die kommende Version 15 soll dann ab Werk auf systemd aufsetzen. Die so verbleibende Zeit bis zum 26. April 2011, dem geplanten Veröffentlichungsdatum, will man für kleinere Fehlerkorrekturen sowie die Verbesserung der Dokumentation nutzen.

Die Mitglieder des Steering Comittee taten sich mit der Entscheidung sichtlich schwer, da die Vorteile von systemd die Nachteile großteils wieder aufwiegen würden. Letztendlich entschlossen sie sich im Sinne der Stabilität dann aber doch für einen Aufschub - laut Plan trat die Entwicklung Fedora 14 gestern in die nächste Phase ein, alle Funktionen müssen zu 100% enthalten sein. Möglicherweise betrat systemd die Bühne daher bereits von Anfang an etwas zu spät. Poettering, bekannt als Autor des anfänglich häufig kritisierten PulseAudio-Dienstes, besitze seinen Entwickler-Kollegen zufolge »ausreichend Gelassenheit um mit der Entscheidung fertig zu werden«.

Der Entwickler-Zweig Fedora Rawhide nutzte bereits seit knapp sieben Wochen systemd statt upstart, Haupt-Entwickler Lennart Poettering hatte die Änderung höchstpersönlich durchgeführt. Im Bugtracker findet sich derzeit eine Liste von offenen Problemen, darunter auch einige schwerere Fehler wie etwa Unverträglichkeiten im Zusammenspiel mit den libcgroup-tools, Inkonsistenzen im telinit-Kommando oder ein angeblicher Deadlock beim Starten des Netzwerk-Subsystems, der sich erst nach einiger Zeit durch einen Timeout von selbst auflöse. Einige Probleme wurden erst vor wenigen Tagen in Angriff genommen, größere Tests der Korrekturen stehen noch aus.

Das vollständige IRC-Log wurde vom MeetBot-Dienst aufgezeichnet, eine Zusammenfassung findet sich in der Entwickler-Mailingliste.

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