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Fr, 17. September 2010, 11:43

Gesellschaft::Politik/Recht

Rumänien entwickelt eigene Open-Source-Strategie

Die rumänische Regierung liebäugelt mit dem Gedanken, eine IT-Strategie zu entwickeln, mit der eine stärkere Nutzung freier Software in der öffentlichen Verwaltung angestrebt wird. Entsprechende Pläne gab der rumänische Minister für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) Valerian Vreme am Dienstag auf einer Pressekonfrerenz bekannt.

Wir werden eine Strategie für die Nutzung freier Software ausarbeiten. Es gibt andere europäische Länder, etwa Frankreich und Deutschland, die diese Art von Software extensiv nutzen«, wurde Vreme von der Finanzzeitung Ziarul Financiar zitiert. Die Migration auf freie Software ist eine von verschiedenen Optionen, um die Ausgaben der Regierung zu senken. Laut der Ziarul Financiar wird Rumänien damit beginnen, Regeln für die Interoperabilität zu entwerfen, um sicherzustellen, dass Behörden mit freier Software mit denen kommunizieren können, die noch proprietäre Anwendungen einsetzen.

Varujan Pambuccian, der in der Abgeordnetenkammer in der IKT-Arbeitsgruppe sitzt, gab an, dass jede funktional bessere und preiswertere Software in Betracht zu ziehen ist. Die Einführung freier Software wie OpenOffice.org, der Browser Firefox oder Linux in den Behörden sei kostengünstig und in kurzer Zeit zu realisieren. »Solange hier nichts geschieht, werden wir nur mehr Geld ausgeben«, gibt Pambuccian zu Bedenken. Schätzungen zufolge ließen sich die IT-Kosten des Staates mit freier Software um 20 bis 25 Prozent senken.

Im letzten Monat erst hat das rumänische Ministerium für IKT einen Vertrag für das Projekt e-Romania unterschrieben, dessen Inhalt die Implementierung eines integrierten IT-Systems für die Regierung ist. Dafür stehen 4,8 Millionen Euro zur Verfügung, von denen vier Millionen aus dem Europäischen Regionalen Entwicklungsfonds kommen. Rumänische Open-Source-Enthusiasten kritisierten bereits, dass e-Romania zu großen Teilen proprietäre Software verwenden soll. Ihre Anfrage nach freier Software blieb bisher unbeantwortet.

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