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Mo, 20. September 2010, 09:51

Software::Desktop::Gnome

Veröffentlichungskandidat von GNOME 2.32

Die GNOME-Entwickler haben GNOME 2.31.92, den ersten und einzigen geplanten Veröffentlichungskandidaten von GNOME 2.32, veröffentlicht. Noch zwei Wochen lang können bis zur offiziellen Freigabe kritische Fehler aufgespürt und beseitigt werden.

Der Veröffentlichungskandidat sollte laut dem Zeitplan eigentlich am 15. September erscheinen, verzögerte sich aber um mehrere Tage. GNOME 2.32 soll dennoch am 29. September erscheinen. Die Verzögerung resultierte aus einer Änderung des gobject-Introspektions-Formats, das zu Compilierfehlern führte, und dem Warten auf eine neue glib-Version, die Änderungen des APIs mit sich brachte. Alles in allem wurde dadurch die Veröffentlichung laut der Ankündigung von Vincent Untz ziemlich mühevoll.

Mit dem Veröffentlichungskandidaten trat ein strikter Code-Freeze in Kraft, womit Änderungen am Quellcode nur noch in Koordination mit dem Release-Team vorgenommen werden dürfen. Parallel zu den letzten Tests laufen die Arbeiten an den Übersetzungen und der Dokumentation weiter.

GNOME 2.32 wird keine Umwälzungen, aber interessante Neuerungen wie eine umfassende Farbverwaltung (gnome-color-manager) und Unterstützung von UPnP bringen. Gnome-speech wird durch opentts ersetzt, einem Fork von Speech Dispatcher. Die Bildschirmtastatur gok wird durch Caribou ersetzt. Neu sind außerdem vor allem der Composite-Window-Manager Mutter und Rygel. Rygel sorgt für Multimedia-Streaming unter Nutzung des DNLA-Protokolls.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Änderungen für Anwender gegenüber GNOME 2.30. Der Dokumentenbetrachter Evince unterstützt nun das Hinzufügen von neuen Anmerkungen und SyncTex. Für die Barrierefreiheit wurde die AtkText-Schnittstelle implementiert, die maximal erlaubte Vergrößerung erhöht. Der Bildbetrachter Eye of GNOME kann nun SVG-Grafiken nativ darstellen, was ein besseres Vergrößern und Drucken ermöglicht.

Das Instant-Messaging-Programm Empathy kann nun nach Kontakten suchen, die gerade online sind, Kontakte über Metakontakte miteinander verknüpfen, das Loggen auf Wunsch abschalten, geschlossene Tabs wieder öffnen, IRC-Konten mit dem Konten-Assistent konfigurieren, und einiges mehr. Der Dateimanager Nautilus bietet jetzt einen Dialog zum Lösen von Konflikten beim Kopieren oder Verschieben von Dateien und zeigt mehr Informationen zu gelöschten Dateien samt Button zum direkten Wiederherstellen. Der Medienplayer Totem unterstützt nun das automatische Deinterlacing und soll nicht mehr die Bedienung blockieren, während er Playlisten einliest.

Entwickler können nun auf GTK+ 2.22 bauen, das bereits für den Wechsel zu GTK+ 3 vorbereitet ist und entsprechende Kompatibilitätsfunktionen anbietet. Glib 2.26 ersetzt das GConf-API durch GSettings, enthält eine D-Bus-Klasse, ein neues Datums- und Zeit-API, Unterstützung für statische Dtrace- oder Systemtap-Marker und andere Verbesserungen. Die Entwicklungsumgebung Anjuta unterstützt die Sprachen Python und Vala jetzt vollständig. Metakontakte können mit der neuen Bibliothek libfolks gehandhabt werden. Weitere Einzelheiten nennen die Release Notes, die allerdings noch nicht in der endgültigen Version vorliegen.

Der Quellcode von GNOME 2.31.92 steht auf den Download-Servern des Projektes für die sechs Untereinheiten Platform, Desktop, Mobile, Devtools, Admin und Bindings bereit. Zum Compilieren kann man jhbuild verwenden. Binärpakete werden von verschiedenen Distributoren bereitgestellt.

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