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Mi, 22. September 2010, 16:17

Gesellschaft::Wirtschaft

Mozilla tritt Open Invention Network bei

Mozilla ist dem Open Invention Network beigetreten, wie die Organisation in ihrem Blog mitteilte.

Mozilla ist damit Lizenznehmer des Open Invention Network (OIN), eines Unternehmens, das Softwarepatente zum Schutz vor Patentangriffen auf Linux und freie Software sammelt. OIN wurde im November 2005 von IBM, Novell, Philips, Red Hat und Sony gegründet, um Patente zu sammeln, die zum Schutz von Linux eingesetzt werden können. Danach kam noch NEC hinzu. Die Gründerunternehmen steuerten einige Patente bei, die für jeden kostenlos und frei nutzbar sind, solange er keine Patente gegen Linux einsetzt.

Das OIN wurde insbesondere von Gegnern von Softwarepatenten vielfach kritisiert, da es letztlich das Patentsystem stütze, statt es zu bekämpfen. Von den Unternehmen hinter OIN ist allerdings größtenteils auch nichts anderes zu erwarten. Zumindest einmal hat sich das OIN bisher als nützlich erwiesen, als es Patente kaufte, die Microsoft an einen Patenttroll verkauft hatte, um Linux zu schaden, ohne selbst dafür verantwortlich gemacht zu werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Transparenz des Unternehmens, das nicht einmal eine Liste der Mitglieder veröffentlicht hat.

Als Lizenznehmer des OIN hat Mozilla nun Zugriff auf alle OIN-Ressourcen, falls es durch Softwarepatente bedroht würde. Im Laufe der Zeit will Mozilla eigene Ideen und Ressourcen zu OIN beisteuern. Mozilla selbst besitzt keine Patente und ist nach eigenen Angaben auch keineswegs plötzlich positiv gegenüber Patenten eingestellt. Die Organisation glaubt jedoch, dass das OIN nützliche Arbeit leistet und Mozilla dadurch einen gewissen Schutz erhält. Dies wiege momentan mehr als die Vorbehalte gegen das Patentsystem.

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