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Mi, 22. September 2010, 17:09

Software::Entwicklung

Oracle legt Fahrplan für Java fest

Oracle will 2011 das Java Development Kit (JDK) für Java SE 7 freigeben, 2012 dann Java SE 8.

Vor wenigen Tagen hatte Mark Reinhold, Chefarchitekt der Java-Plattformgruppe bei Oracle, einen neuen Zeitplan für JDK 7 und 8 vorgeschlagen und um Feedback gebeten. Nun ist die Entscheidung gefallen. Java SE 7 soll zu einem nicht näher angegebenen Termin 2011 erscheinen, Java SE 8 im Jahr 2012. Beide werden zuerst in Form des freien OpenJDK herauskommen, auf denen das Oracle JDK aufbaut. Oracle will OpenJDK weiter stark unterstützen und an der Lizenz (GPLv2) nichts ändern. Oracle JDK als Nachfolger des Sun JDK wird weiter proprietär bleiben, aber als kostenloser Download bereitstehen. Kostenpflichtige Software wie JRockit Mission Control, JRockit Real Time, Java for Business und Unternehmens-Support soll weiterhin angeboten werden.

Nach eigenen Angaben will Oracle die JRockit JVM, die aus der Übernahme von Bea stammt, mit dem Oracle JDK zusammenführen und so die besten Features von beiden anbieten. Das Ergebnis dieser Arbeit soll in OpenJDK einfließen.

Die neuen Funktionen von JDK 7 sollen bessere Unterstützung für dynamische Sprachen in der JVM, ein Fork/Join Framework und weitere API-Erweiterungen für verbesserte Thread-Unterstützung, kleine Spracherweiterungen aus dem »Project Coin«, Unterstützung für die Protokolle SDP und SCTP, neue I/O-APIs, Unterstützung für aktualisierte Standards wie Unicode, Lokalisierung, Sicherheit, Kryptografie, XML und JDBC sowie Geschwindigkeitssteigerungen umfassen.

Damit JDK 7 rechtzeitig erscheinen kann, wurden einige geplante Neuerungen auf JDK 8 verschoben. Dazu gehören Lambda-Ausdrücke, der Rest von »Project Coin«, ein natives Modulsystem (»Project Jigsaw«), das die Erstellung, Paketierung und Installation von Anwendungen vereinfachen soll, und eine kürzere Startzeit der JVM. Eine vollständige Aufzählung findet man auf den Seiten von OpenJDK.

Desweiteren plant Oracle, JavaFX und Java zu kombinieren, um neben nativen Java-Anwendungen auch Web-Anwendungen mit einem einheitlichen Programmiermodell erstellen zu können. Die nächste Version von JavaFX, 2.0, soll im 3. Quartal 2011 erscheinen. In dieser wird es Java-Bibliotheken geben, mit denen Java-Programmierer die Fähigkeiten von JavaFX nutzen können, ohne JavaFX lernen zu müssen.

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