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Mo, 27. September 2010, 14:57

Software::Distributionen

Portierung von MeeGo auf Android-Smartphones in Arbeit

Die Arbeit diverser Entwickler an der Portierung von MeeGo auf Android-Smartphones zeigt erste Früchte. Wie immer stellen proprietäre Treiber die größte Hürde dar.

MeeGo auf Nexus One

Martin Brook

MeeGo auf Nexus One

Benutzer von Android-Smartphones werden neben Android in der Variante des Herstellers und diversen in der Gemeinschaft entstandenen Varianten möglicherweise bald eine weitere Option haben: MeeGo ist auf einigen Geräten mit dem Snapdragon QSD8250 bereits teilweise nutzbar.

MeeGo entstand im Februar 2010 aus dem Zusammenschluss des Maemo-Systems von Nokia und des von Intel initiierten Netbook-Linux Moblin. Im Juli wurde die erste Smartphone-Variante des Betriebssystems vorgestellt, die zugleich den Abschluss der Verschmelzung von Maemo und Moblin darstellte. Obwohl MeeGo hauptsächlich auf Intel-Hardware mit Atom-Prozessor abzielt, sollte es von Anfang an auf verschiedene Plattformen portierbar sein und die Gemeinschaft war eingeladen, entsprechende Portierungen vorzunehmen.

Diverse Entwickler nahmen Intel und Nokia beim Wort und begannen mit der Portierung auf Android-Smartphones. Erstes Ziel waren dabei die Smartphones, die durchweg mit dem ARM-basierten Prozessor Snapdragon QSD8250 von Qualcomm laufen. Dazu zählen das Nexus One von Google, Streak von Dell und Desire von HTC. Die freie Verfügbarkeit des Quellcodes dieser Systeme dürfte der Portierung förderlich gewesen sein. Allerdings sind nicht alle Teile von Android frei. Während die Kernel-Änderungen einschließlich der Kernel-Treiber unter die GPL gestellt werden müssen und somit verfügbar sind, fehlt den Entwicklern offenbar noch ein Treiber für die 3D-Beschleunigung der Grafikeinheit. Der Qualcomm-3D-Treiber ist proprietär und ohne 3D-Treiber ist die Oberfläche nach Angaben der Entwickler quälend langsam. Da der Treiber mit der Android-C-Bibliothek statt mit der glibc gelinkt ist, lässt er sich auch in binärer Form mit MeeGo nicht nutzen.

Die Portierung auf das Nexus One scheint bisher am weitesten fortgeschritten zu sein. Auf diesem läuft ein Linux 2.6.32. Der Touchscreen funktioniert, muss aber noch die Eingaben rotieren. Die Grafikausgabe ist noch unbeschleunigt. Test-Images für Entwickler sind verfügbar. Als weitere Alternative steht auch Debian für das Nexus One bereit, auch dieses allerdings ohne Grafikbeschleunigung.

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